Afghanistan, der Super-GAU? #06: Die neue Ordnung (Teil 2)

Afghanistan reiht sich in die bekannte und auf dem ganzen Globus anzutreffende ökonomische Abhängigkeit vom Westen ein. Diese Variante des Imperialismus wirkt, völlig egal, wer am Drücker ist.

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Afghanistan, der Super-GAU? #06: Die neue Ordnung

Auf das Geschrei folgt die Routine: Die Lage in Afghanistan normalisiert sich. Die Taliban sind offenbar als Verhandlungspartner anerkannt, für die bisherige Regierung in Kabul und Präsident Aschraf Ghani, der geflohen ist, findet sich kein freies Feld mehr auf dem geopolitischen Schachbrett. Was sind die nächsten Züge?

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Einordnung: Gute Arbeit und das Diktat des Mehrwerts

“Kapital ist verstorbene Arbeit, die sich nur vampirmäßig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt.” Das Zitat ist von Karl Marx. Doch wer weiß in der Gegenwart noch, was Arbeit im ökonomischen Sinne ist, warum ein Unternehmer niemals ein Arbeitgeber sein kann und wie es grundsätzlich um die Erwerbsarbeit bestellt ist. Bei “Reiner Wein Spezial”, einer dreiteiligen Serie über die Ökonomie, legt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Heinz-J. Bontrup die Karten auf den Tisch: Die Lage ist dramatisch. Unter dem Diktat des Mehrwerts zerfällt der Wert menschlicher Arbeit. Auf der ganzen Welt werden Abermillionen ins Elend gestürzt. Eine Zäsur bahnt sich an.

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Sic Transit Gloria Mundi: So vergeht der Ruhm der Welt

Als ich an vergangene Gespräche während meiner Zeit in Südostasien zurückdachte, fragte ich mich, wie ich die neugierigen Fragen meiner damaligen Kollegen heute wohl beantworten würde. Es wurde mir klar, wie viele Ding seither schief gelaufen sind. Würde ich erzählen wollen, dass das Land tief gespalten ist und dass auf der einen Seite Individuen mit astronomischem Reichtum existierten, während Alte aus Mülltonnen fräßen?

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Der Covidian-Kult (Teil III)

CJ Hopkins kann es nicht lassen: Er kritisiert in seinem politischen Essay wieder das “Neue Normal” samt Covid-Kult und Totalität. Während aber der Totalitarismus des 20. Jahrhunderts, das heißt die Form, mit der die meisten Menschen im Allgemeinen vertraut sind, mehr oder weniger national und offen politisch war, ist der Totalitarismus der “Neuen Normalität” supranational, und seine Ideologie ist viel subtiler. Sie ist trendy, sie ist woke, sie ist hip – sie ist eine simulierte Realität.

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Einschätzung: Wie weiter in Afghanistan?

Die Erkenntnis, dass Kriege im 21. Jahrhundert ungeeignet zur Lösung von Konflikten sind, wurde der Welt erneut betätigt. Auch Selbstmordattentäter oder bewaffnete Drohnen führen zu keiner Lösung. Aber wie geht es nun weiter?

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Trial and Error: Aus Fehlern lernen?

Afghanistan ist eigentlich ein Lehrstück. Aber was geschieht, wenn sich Individuen wie Kollektive weigern, aus dem eigenen Scheitern die richtigen Schlüsse zu ziehen? Die Prognose ist einfach: Es wird nicht lange dauern und sie werden sich daran machen, die gleichen Fehler in einem anderen Zusammenhang zu wiederholen.

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Das Ende der Globalisierung?

Eine der wohl weit verbreitetsten Erzählungen ist die, dass die Kritiker der Auswirkungen der Globalisierung jene seien, die die Komplexität der neuen Welt überfordert. Das ist die Bilanz von Gewinnern. Die Verlierer sollen gefälligst verstummen. Diese Sichtweise ist egoistisch wie borniert.

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Afghanistan, der Super-GAU? #05: Imperialismus mit menschlichem Antlitz

Bei der Sondersitzung des Bundestages zum Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul vollendete sich die Metamorphose geopolitischer Handlungsziele und Machtinteressen zu einem Programm der Humanität; das rücksichtslose imperialistische Agieren wird zu einem Akt der Menschlichkeit umgedeutet.

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