Fidel Castro führte die Revolution auf Kuba zum Sieg.
Selbst als hochbetagter Greis bekämpft der Berufsrevolutionär noch immer seinen Lieblingswiedersacher in Washington. Zwar nicht mit der Waffe in der Hand, aber mit Worten, die keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer der Feind ist: Das kapitalistische System und seine Profiteure.

Kein Gesicht und kein Name steht derartig exemplarisch für den Widerstand gegen Kapitalismus und Imperialismus wie der von Fidel Castro. Der Comandante feiert seinen 90. Geburtstag.

Selbst als hochbetagter Greis bekämpft der Berufsrevolutionär noch immer seinen Lieblingswiedersacher in Washington. Zwar nicht mit der Waffe in der Hand, aber mit Worten, die keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer der Feind ist: Das kapitalistische System und seine Profiteure.

Das irdische Leben ist aber vergänglich und Lebenszeit lässt sich nicht neu aufladen. Der Tag rückt also näher, an dem Castro, der eine ganze Epoche prägte und 1959 auf Kuba seine Guerilla zum Sieg über das von den USA gestützte Regime des Diktators Fulgencio Batista führte, vom Diesseits ins Jenseits wechseln wird.

Beitragsbild_Neue_Debatte_Fidel_Castro_1._Mai_2005_bei_Kundgebung_2_Foto_von_Vandrad Vandrad@gmx.de - selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=1238835
Fidel Castro während einer Kundgebung zum 1. Mai 2005. (Foto: Vandrad Vandrad)

Das ist nicht böse gemeint, sondern rein sachlich zu verstehen. Castro wird nicht jünger und muss irgendwann sterben. Das wird ein herber Verlust vor allem für diejenigen, die im Hinterstübchen, beim abendlichen Tischgespräch oder ganz offen eine Überwindung des Kapitalismus fordern. Denn der ewige Kampf gegen das ungerechte System dauert auch im Zeitalter der Digistalisierung an.

Nun, Fidel Castro ist ein ziemlich zäher Typ. Vielleicht schafft es der Comandante, macht die 100 Jahre voll und erlebt den weltweiten Sieg der Revolution – sofern sich in der (westlichen) Müdigkeitsgesellschaft noch Revolutionäre finden lassen …

Der Sänger Carlos Puebla erzählt in seinen politischen Texten, die er in klassischen Gitarrenliedern verarbeitete, vom Leben der Menschen Kubas und natürlich von Fidel Castro …


Fotos: Vandrad Vandrad – CC BY-SA 3.0 sowie Contando Estrelas (flickr.com) – CC BY-SA 2.0.

 

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Gunther Sosna studierte Psychologie, Soziologie und Sportwissenschaften in Kiel und Hamburg, und arbeitete im Bereich Kommunikation, Werbung und als Journalist für Tageszeitungen und Magazine. Er lebte über zehn Jahre im europäischen Ausland und war international in der Pressearbeit und Werbung tätig. Er ist Initiator von Neue Debatte. Regelmäßig schreibt er über soziologische Themen, Militarisierung und gesellschaftlichen Wandel. Außerdem führt er Interviews mit Aktivisten, Politikern, Querdenkern und kreativen Köpfen aus allen Milieus und sozialen Schichten zu aktuellen Fragestellungen.