Luis Mariano Fernández – Der Seelenwanderer (Teil 2)

Masken oder Augenmasken, wir alle benutzen sie ausnahmslos in unserem Leben. Wir glauben, durch sie beschützt zu werden. Wir denken, dass alles, was sich in unserem Inneren befindet, durch sie bewacht und beschützt wird, weil wir durch sie nicht verwundbar sind.

Die Reise des spanischen Journalisten, Buchautors und Produzenten geht weiter. Sein Videoprojekt führt uns im zweiten Teil hinter die Masken des Lebens.

Der Seelenwanderer II

Drehbuch, Regie, Produktion und Präsentation: Luís Mariano Fernández Pimentel (investigativer Journalist und Buchautor).

Oft suche ich die Begegnung mit der Natur. Eigentlich ist es dann eher eine Begegnung mit mir selbst. Die Geräusche der Mutter Erde helfen mir dabei, eine notwendige Selbstbeobachtung durchzuführen. Die Seele zu leeren, um sie hören zu lassen. Meinen Lieblingssender einzustellen, den meines Inneren … Wir leben losgelöst von uns selbst, von allem, was uns umgibt, von der Erde, die wir bewohnen. Wir haben aufgehört, wir selbst zu sein … Ich laufe und suche mich. Ich laufe und beobachte mich. Ich laufe und bemerke dabei, dass das Leben in einer Sprache mit uns spricht, welche wir aufgehört haben zu beachten und zu verstehen, und nur, weil wir nicht mit ihr verbunden sind, nur, weil wir voller Ängste sind. Vielleicht, weil wir aufgehört haben wir selbst zu sein …

Masken … Wer von Euch hat nicht schon irgendeine benutzt? Wer hat nicht schon hinter einer von ihnen, sein wahres Gesicht verbergen wollen? Wie viele Masken haben wir nicht schon im Laufe unseres Lebens aufgesetzt und tun es noch? Nicht unbedingt eine wie diese. Hinter jeder Maske finden wir immer den gleichen gemeinsamen Nenner, die Angst. Wir benutzen die Masken in unserem Leben aus Angst. Angst uns auszudrücken, Angst verurteilt zu werden, Angst zensiert zu werden, keinen Zuspruch von anderen zu bekommen und gekannt zu werden. Erinnerst Du Dich tatsächlich an das letzte Mal, an dem Du tatsächlich Du selbst warst? Ohne Maske … Blickst Du in den Spiegel und erkennst Du Dich darin wieder? Oder hast Du schon längst vergessen, wer Du tatsächlich bist? Meinst Du nicht auch, dass es an der Zeit ist, Dich von diesen Ängsten und Masken zu befreien? Sei immer Du selbst und befreie Dich von der Maske, die Du angefertigt hast!

Ich bin der Seelenwanderer, begleitest Du mich auf dieser neuen Reise?

Masken oder Augenmasken, wir alle benutzen sie ausnahmslos in unserem Leben. Wir glauben, durch sie beschützt zu werden. Wir denken, dass alles, was sich in unserem Inneren befindet, durch sie bewacht und beschützt wird, weil wir durch sie nicht verwundbar sind. Mit ihnen verschließen wir uns. Wir geben uns nicht, wie wir wirklich sind und das Herz verschließt sich, und wenn das geschieht, stirbt ein Teil von uns. Mit aufgesetzter Maske wünschen wir uns Menschen zu sein, die wir letztendlich nicht wirklich sind. Wir irren in einer kontinuierlichen Lüge herum, die uns am Ende auffressen könnte.

Die Angst ist der Hauptfeind der Liebe und der Wahrhaftigkeit. Wie einst der Weise Quintero sagte: „Die Angst ist wie eine Kette, die uns daran hindert zu gehen, wie eine Zwangsjacke, die uns die Bewegungsfreiheit nimmt, wie ein unsichtbares Gefängnis das uns das Vergnügen der Freiheit nimmt.“ Aufgrund der Angst versagen wir uns die fantastischen Landschaften zu betrachten, die sich jenseits der Grenze der Furcht befinden. Wegen der Angst weigern wir uns zu gehen, uns zu ändern, neue Wege und neue Horizonte zu entdecken.

Wegen der Angst geben wir uns mit dem Mittelmaß und der Routine zufrieden. Wegen der Angst trauen wir uns nicht, wir selbst zu sein und verweigern uns und widersprechen uns. Wegen der Angst hören wir auf das zu tun, was wir gerne täten, und tun Dinge, die wir nicht mögen. Wegen der Angst lassen wir uns unterdrücken und unterwerfen. Aus Angst ziehen wir es vor Wahrheiten zu ignorieren und flüchten uns in Lügen. Aus Angst verlieren wir auch die Jugend, aus Angst erleben wir den Tag, an dem wir uns umsehen und nur das sehen, was um uns herum ist, den Tag, an dem wir die Hand ausstrecken und nur das fühlen, was in erreichbarer Nähe ist, und wir erleben definitiv den Tag an dem aus Angst, die Welt ihre Magie verliert …

Ich möchte Dich daran erinnern, dass im Kleinen und Einfachem, was zugleich tief ist, dass Große steckt. Feiere jeden neuen Tag. Pflege all das, was Du an Gutem erhalten hast. Verbinde Dich mit Dir selbst, spüre Dich, liebe Dich und schließe Frieden mit Dir. Sei kreativ, die Kreativität vermag immer zu helfen. Plane. Gehe niemals ohne Ziel. Stecke Dir erreichbare Ziele.

Öffne ohne Angst neue Türen. Arbeite beharrlich und gib nie auf, man verliert nur, wenn man aufgibt. Kämpfe, denn man hat uns nichts umsonst gegeben und sollte es so gewesen sein, ist es möglicherweise wertlos. Finde einen Ort, der nur für Dich ist, entspanne Dich, Du brauchst es. Spiele, denn Du brauchst Fröhlichkeit. Bereite Dich vor und lerne Deine Chancen zu nutzen. Lasse Dich verzaubern und verliere nicht das Vergnügen Dich verzaubern zu lassen. Lerne mit der Gewissheit, dass es noch viel zu lernen gibt. Lade ab, es gibt Dinge, die wir nicht mit uns herumschleppen müssen: Hass, Neid, Wut, schlechte Laune, Traurigkeit.

Träume, denn das Leben ist nichts, ohne zu träumen. Suche, versuche mit Beharrlichkeit das zu erreichen, was Du willst. Liebe, wahrhaftig und mit aller Kraft Deines Seins. Bete, der Sinn des Lebens ist in Gott und denke daran, dass das Leben eine Abfolge von Augenblicken ist und es von Dir abhängt, wie Du sie erlebst …

Als Kind mochte ich es mir vorzustellen, ein Vogel zu sein. Frei. Die Welt von oben, vom Himmel aus betrachtend und Welten, Landschaften und Orte überfliegend, mit den Flügeln meiner Vorstellungskraft. Nun, als Erwachsener, ist diese kindliche Fantasie dank der Technologie zur Realität geworden. Mit dieser Sicht auf die Welt wird man selbst kleiner, mickriger. Man sieht sich als Teil von allem, und es ist gerade dort oben, im Himmel, wo man sich über viele Dinge bewusster wird. Alles erhält eine neue Dimension, und wenn man dieses Naturschauspiel beobachtet, bleibt es nicht aus, dass die Träume sich wieder einfinden und sich in Deinem Herzen niederlassen …

Dies ist die zweite Reise gewesen. Erneut hoffe ich, dass Du diese besondere Reise genossen hast. Es ist möglich, dass Du mit dem was ich hier ausgedrückt habe nicht einverstanden bist. Letztlich ist es eine persönliche Vision meiner Lebenserfahrung. Denke daran, dass niemand im Besitz der einzigen Wahrheit ist. Jeder hat seine eigene Wahrheit und alle sind zu respektieren. Wenn Du magst, werden wir uns wieder hier einfinden, um ein neues Kapitel in der Geschichte von Freundschaft und Liebe zu schreiben, weil es noch vieles gibt, was man sagen und teilen kann.

Bis dahin ist mein Herz bei Euch.

Ich warte auf Dich bei meinem nächsten Abenteuer. Ich bin … der Seelenwanderer …

Hier geht es zu Teil 1 von „Der Seelenwanderer“ …

 

Über den Autor: Luis Mariano Fernández Pimentel ist investigativer Journalist, Buchautor und YouTube-Blogger. Er ist Mitglied der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF).

Übersetzung von Jairo Gomez. Wir danken Luis Mariano Fernández Pimentel für die Erlaubnis der Nutzung und Verbreitung.

„EL VIAJERO DEL ALMA“ (2016)

Musik:
„Eyes Wide Shut“, Stanley Kubrick, 1999
„Teotihuacan“ de „Planeta Encantado“, Stefano Mainetti
„Música de la Campaña Turística Perú 2012“
„Música de la Campaña México en tus sentidos 2011“, Willy Sousa

Locations:
El salto de Ensenada
La Rumorosa, Tecate
La Laguna Salada, Mexicali
Baja California, Mexico

Meiner Mutter gewidmet – „EL VIAJERO DEL ALMA“ (2016)

 

Foto: Screenshot

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