„Die Linke ist mit einem Identitätsproblem konfrontiert.“

Der Neoliberalismus zielt darauf ab, uns im Denken und Fühlen zu entmündigen und uns für die Interessen herrschender Eliten zu verzwecken.

Das meint Prof. Rainer Mausfeld. Im Interview mit der Neuen Rheinischen Zeitung sprach er über Mechanismen der Gegenaufklärung und Manipulation.

Mausfeld sagt, dass der Neoliberalismus darauf abzielt, „uns im Denken und Fühlen zu entmündigen und uns so […] für die Interessen herrschender Eliten zu verzwecken, also verwertbar zu machen“Auch die Linke sei mit einem „tiefgehenden Identitätsproblem“ konfrontiert.

Der Handlungsvorschlag des Professors ist so offensichtlich in der Forderung wie gleichsam schwierig in der Realisierung innerhalb einer individualisierten Gesellschaft. Mausfeld sagt, unsere vorrangige Aufgabe müsse darin bestehen, Autonomie im Denken und im Fühlen zurückzugewinnen. „Nur so können wir auch wieder Spielräume für eine Autonomie im Handeln und damit für eine Verfolgung unserer eigenen gesellschaftlichen Interessen gewinnen.“

Hier geht es zum Interview „Die Links-Rechts-Demagogie“ auf Neue Rheinische Zeitung.


Hinweis: Rainer Mausfeld ist Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel.

Foto:  Jose Antonio Alba (pixabay.com) – Creative Commons CC0


Weitere lesenswerte Artikel

  • Gladiator. (Illustration: Guy Dugas, Pixabay.com, Creative Commons CC0) Spartacus von Stanley Kubrick: Die Utopie der Freiheit 13. November 2018 - Ein "Sandalenfilm" von Stanley Kubrick? Der damals 31-jährige Regisseur hat wohl nie vorher und nach "Spartacus" einen Film gedreht, in dem derart wenige Ideen von ihm selbst realisiert wurden – heißt es zumindest in einigen Filmkritiken.
  • Frau in Rot am Tisch mit einer Kerze. (Foto: Adina Voicu, Pixabay.com, Creative Commons CC0) Erkenntnis eines Übermenschen 11. November 2018 - Ein Gedicht über den Umgang miteinander.
  • Würfel und Glücksspiel. (Foto: Free Photos, Pixabay.com, Creative Commons CC0) Nach dem Spiel ist vor dem Spiel 7. November 2018 - Hans-Peter Martin schrieb mit "Bittere Pillen" und "Die Globalisierungsfalle" Bestseller. Jetzt legte er mit einer Analyse zum Systemcrash nach: "Game over". Eine Rezension.

 

%d Bloggern gefällt das: