Meinung Rainer Kahni

„Donald Trump redet viel Bullshit, aber …“

Der Shitstorm gegen Donald Trump in allen Medien der USA und Europas ist bigott und verlogen.

Donald Trump gibt sich im US-Wahlkampf vulgär, frauenfeindlich und rassistisch. Doch Hillary Clinton ist eine viel größere Gefahr für die Welt, meint Rainer Kahni.

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Der Shitstorm gegen Donald Trump in allen Medien der USA und Europas ist bigott und verlogen. Der Mann weiß wenig von der Welt, das ist wahr.

Aber er ist nicht verdorben durch die korrupte Washingtoner Oligarchie, finanziell unabhängig und redet frei von der Leber weg. Da ist viel Bullshit dabei. Er passt also zu den Amerikanern.

Der Shitstorm ist durchsichtig.

Die Mainstreammedien haben sich auf Donald Trump eingeschossen und wollen ihn mit aller Macht verhindern. Die Republikaner wollen ihn unbedingt loswerden. Sollte uns das nicht zu denken geben?

Donald Trump will, dass die USA ihre Rolle als Weltpolizist aufgibt und ihre eigene marode Infrastruktur saniert. Dies geht zulasten des militärisch industriellen Rüstungskomplexes und der Wall Street, die die eigentliche Macht in Amerika verkörpern. Daher ist der Shitstorm durchsichtig.

Hillary Clinton verkörpert das Washingtoner Establishment.

Hillary Clinton dagegen ist eine verlogene, machtbesessene, frustrierte alte Jungfer, die gefährlich für die ganze Welt ist. Sie verkörpert das Washingtoner Establishment.

Hört also auf mit euren wüsten Beschimpfungen gegen Donald Trump und denkt erst einmal nach, wer Euch lieber ist als US-Präsident.

Donald Trump könnte 2016 der neue Präsident der USA werden.
Donald Trump könnte der nächste Präsident der USA werden. (Foto: Gage Skidmore)

Hinweis der Redaktion: Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat unzählige E-Mails veröffentlicht, die von Hillary Clinton geschrieben oder beantwortet wurden. Auch die sogenannten Podesta-Leaks vom Clinton-Vetrauten und Wahlkampfmanager John Podesta sind seit Anfang Oktober verfügbar. Sie stammen vor allem aus der Zeit von 2008 bis 2016.

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Rainer Kahni

Über den Autor: Rainer Kahni wuchs am Bodensee auf und lebte viele Jahre in Paris. Er ist Autor von zahlreichen Romanen, Polit- und Justizthrillern. Seine Sachbücher, Romane und Kolumnen erreichen eine breite internationale Leserschaft.

Er ist Mitglied von Reporters sans frontières, berichtete als Journalist aus Krisengebieten, veröffentlichte Reportagen und zeitgeschichtliche Dokumentationen.

Rainer Kahni, auch bekannt als  Monsieur Rainer, lebt heute in Südfrankreich und publiziert immer wieder kritische Artikel zur Entwicklung der Demokratie und der Politik in Deutschland und Europa.

Fotos: Gage Skidmore (flickr.com) – CC BY-SA 2.0

7 Kommentare

  1. Dem einen vertraue ich gar nicht, der anderen traue ich alles zu. Für mich sind beide eine Bedrohung für den Weltfrieden. Es wäre vielleicht hilfreich und interessant, wenn sich beide öffentlich zum Thema Weltfrieden und drohender 3. Weltkrieg äußern würden.

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  2. Trump hat versprochen, nicht Weltpolizist zu spielen und die marode Infrastruktur zu sanieren, gut und schön. Aber seit wann glauben wir denn Wahlversprechen? Im US-Präsidentenwahlkampf geht es viel mehr um den Charakter – und genau der ist bei Trump gefährlich. Und einen Geschäftsmann wie Trump als finanziell unabhängig zu bezeichnen erscheint mir ähnlich naiv, wie Putin als lupenreinen Demokraten darzustellen…

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  3. Yep.
    Für uns Europäer und den ganzen Rest der Welt ausserhalb der U.S. of A. ist die Cholera mit dem orangen Haarwüschel sicherlich überlebbarer als die Pest Killary.
    Letztlich dürfte sich Frau Clinton für das nichtamerikanische Ausland sogar als schlimmer denn Pest UND Cholera (und gleichzeitig siebenhundertsechsundfünfzig andere unappetitliche Seuchen) ‚rausstellen, weil sie den Produzenten all der teuren Bomben ja schließlich zu voluminösen Geschäften verhelfen muss, nachdem die ihr das weisse Haus gekauft haben, samt Billieboys oral Office … – und Ronnies „Nuke“-Knöpfchen am Nachttisch.
    Wenn sich’s für ihre Stiftung und ihre Gönner vom Militärisch-Industriellen Komplex lohnt, wird sie da wohl beherzt draufdrücken.
    Selten im Leben habe ich mir so gewünscht ich möge mich täuschen.

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    1. # alicegreschkow … ja, schad, hab ich mir auch gedacht, aber der Kern der Aussage (Hillary beweisbar heut schon bei Weitem schlimmer als the Donald je werden kann) wird dadurch nicht weniger richtig und wichtig.
      Andererseits sind die Vorwürfe „Frauenverächter“ oder „Sexprotz“ ja auch sexistisch, also vielleicht eher tit-for-tat;
      diese Schlammschlacht hat die akzeptable Manege für politische Sachdiskussionen weltweit ohnehin bereits seit Hillary’s minutiös geplanter Zerstörung von Bernie Sanders endgültig verlassen – alle Beteiligten und die meisten Zuschauer wissen, dass diese Person, egal ob als alte Jungfer oder blutrünstiger Drachen geschmäht, ausschliesslich gegen ein sexistisches, frauenverachtendes A….loch Trumpscher Ausmasse überhaupt eine kleine Chance hat, jemals halbwegs demokratisch zu gewinnen.

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      1. Da muss ich widersprechen. Beweisbar ist aktuell nichts. Clinton hat keine Ahnung von IT-Sicherheit, wie wir nun alle wissen, man kann ihr Libyen ankreiden, aber diese ganze Establishment-Sache ist aufgeblasen und unverhältnismäßig.
        Nach drei Präsidentschaftsdebatten weiß man bei ihr wo sie einen programmatischen Schwerpunkt setzt, bei Trump weiß man das nicht. Das ist bezeichnend für seine inhaltliche Leere. Er hat versucht sich durch den Bau einer Mauer zu profilieren – ein Projekt, das sehr viel teurer wäre, als er behauptet und vielleicht gar nicht umsetzbar – und durch teilprotektionistische Ideen, die ebenfalls aufgrund der Reihe an Freihandelsabkommen schwer umsetzbar sind. Ferner beschuldigt er Clinton für den Aufstieg des IS, was sehr verquer ist. Man kann die Beteiligung der Amerikaner in Konflikten Ende der 80er in Afghanistan und während der Ära Bush im Irak und Afghanistan dafür verantwortlich machen, aber der Bogen zu Clinton ist zu weit. Ferner ist mittlerweile bewiesen, dass der Hackingangriff seitens der Russen kam – das ist ein Angriff auf die Sicherheitsarchitektur des Landes – und Trump reagiert damit, dass er dessen ungeachtet ein „freundschaftliches“ Verhältnis etablieren will – das ist kurios für jemanden, der in der aktuellen Position an das Wohlergehen der Nation denken muss und solch ein Vorgehen toleriert.
        Außerdem ergibt sein Anti-Establishment-Ansatz nur in seiner Rhetorik Sinn – er gehört selbst zum Establishment als reicher Geschäftsmann, der eine beachtliche Summe von seinem Vater geerbt hat, seit Jahren mal bei den Republikanern, mal bei den Demokraten in Erscheinung tritt. Nein, ich sehe in ihm weder Kompetenz, noch Weitsicht oder ein Konzept. Aber er ist nun einmal auf demokratische Weise gewählt worden – genauso wie Clinton auch. Eines muss man Trump lassen: er hat es geschafft, das Image von Clinton weiter zu beschädigen und sie als Wahnsinnige dastehen zu lassen. Zugegeben – eine sympathische Frau war sie nie, aber das muss sie nicht sein. Wenn dieser Wahlkampf noch irgendwie einen würdigen Abschluss finden soll, dann muss man zurück zu politischen Visionen und Plänen zurück.

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