Kultur Phoebe

Perspektivenwechsel

Der Mensch ist in der globalisierten und vernetzten Welt gefordert, unterschiedliche kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Perspektiven einzunehmen.

Der Mensch ist in der globalisierten und vernetzten Welt gefordert, unterschiedliche kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Perspektiven einzunehmen. Sein Gefühl und Bewusstsein für die eigene Identität muss er dafür nicht aufgeben. Unsere Autorin Phoebe lädt zum Perspektivenwechsel ein.

Wenn wir anfangen unseren messerscharfen Verstand von der Klippe springen zu lassen, um uns mit dem übrigen Rest, dem Sein, zu verbinden und anfangen das Leben um uns herum wieder mit allen Sinnen wahrzunehmen: Das ist der Perspektivenwechsel.

Es heißt in Boulevardmagazinen, Esoterikbüchern und niedlichen, an der Ampel klebenden Stickern allzu oft: „Lebe im Hier & Jetzt.“ Aber was heißt das überhaupt?

Und wie setze ich dies als Otto-Normalverbraucher ohne Vorkenntnisse im Ashtanga-Yoga oder irgendwelchen bewusstseinserweiternden Mantren um?

Muss ich hierfür seitenweise Fachliteratur wälzen, um die innere Struktur mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses wieder zu finden?

Nein!

Im „Hier & Jetzt“ zu leben bedarf weitaus weniger als wir vermuten und doch mehr, als wir manchmal bereit sind zu geben.

Sind wir aber bereit zu investieren, dann haben wir mit großer Wahrscheinlichkeit aber die Chance den Moment tiefer Stille, weiter Fülle, purer Glückseligkeit und mitfühlender Wärme zu erhaschen.

Warum sollten wir weiterhin gehetzt von einem Ziel zum nächsten hechten, wenn morgen der Atem von dem Kaltstart in den unendlichen Marathon (des Tages) auf halber Strecke versiegt?

Warum sollten wir die Meilen zwischen unseren Luftschlössern, eingehüllt in Zukunftsmusik, mit unserer Apple Watch weiterhin kontrollieren, wenn wir nicht einmal uns selber unter Kontrolle haben?

Warum sollten wir unsere in Sepia getränkten, nostalgischen Erinnerungen erneut aufblühen lassen, wenn die Halbwertszeit hierfür schon längst abgelaufen ist?

Nichts ist von Dauer. Nichts ist zuverlässiger als die Unzuverlässigkeit.

Deshalb: Sagen wir Hallo zum Moment.

Zu wem?

Dem hier. Den Moment, den du gerade erlebst.

Oder bist du gerade zu beschäftigt, um das Leben wirklich wahrzunehmen?

Fühle. Sage mir: Wie empfindest du gerade in diesem Moment, der nur dir gehört?

Fühlst du dich müde oder hellwach?

Fühlst du Dein Herz in der Brust schlagen?

Fühlst du das Blut durch Deine Adern pulsieren?

Bekommst du mit, wie deine Augen gerade achtsam jedes einzelne meiner Worte von links nach rechts verfolgen, als würden sie sie jagen?

Du glaubst, ein Moment ist doch nichts wert?

Hier fehlt doch gerade wieder irgendetwas!

Das kann nicht alles sein.

Macht sie Witze?

Hält sie mich für dumm?

Nein.

Alles, was du suchst, ist schon bei dir – an deiner Seite:

Der Moment, dein Lächeln und ein waches Herz.

Habe ich etwa zu viel versprochen? Dass wir manchmal nicht bereit sind, wirklich zu geben – zu investieren?! Und uns die Konfrontation mit weitaus kleineren Dingen als das Begleichen der Rechnung für eine schmeichelnde Kette oder ein schönes Paar Schuhe mehr Kummer bereiten kann?

Das ist nicht schlimm.

Es ist noch nicht einmal verwerflich an Orten nach Dingen wie Glück, Liebe und Frieden zu suchen, wo wir sie eigentlich gar nicht finden können.

Wichtig ist jedoch dein Blick auf die Dinge. Deine Perspektive. Dein Wille zum Wechsel.

Die äußeren Dinge wirst du nur schwer ändern können. Einiges davon wird sich mit großer Sicherheit nie verändern, weil hier Regelwerke wirken, die sich deinem Einfluss entziehen.

Schau mal in eine andere Richtung.

Wirf‘ mal deinen Verstand für einen Bruchteil einer Sekunde über Bord. Keine Sorge, er wird nicht untergehen. Ein kleines Rettungsboot steht für ihn bereit.

Und? Was sagst du?

Du sehnst dich gerade wohl selber nach einem Rettungsanker, weil du diese Freiheit gar nicht mehr gewohnt bist.
Habe ich recht?

Prima. Du wachst gerade auf.

Deine Gedankenkapriolen können sich mal eben in den Wellen austoben und dir ein, zwei, drei Momente der zufriedenen Stille schenken.

Falle ein-, zwei-, dreimal bewusst innerlich in die Stille. Auch wenn dort gerade kein doppelter Boden, kein Rettungsanker sichtbar ist, so wirst du gehalten.

Vom „Hier & Jetzt“: Tiefer Stille, weiter Fülle, purer Glückseligkeit und mitfühlender Wärme.

Lebe.

Foto: Alexas (pixabay.com) – Creative Commons CC0

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