Der Epochenumbruch in der Menschheitsgeschichte

Die Zeit der Klassenstaaten, des Egoismus und der Ausbeutung geht zu Ende: Epochenumbruch in der Geschichte der Menschheit.

Die Zeit der Klassenstaaten, des Egoismus und der Ausbeutung geht zu Ende. Wir erleben einen Epochenumbruch in der Geschichte der Menschheit und stehen dennoch durch Umweltzerstörung, Kriege und Gewalt vor einem Abgrund. Doch der bevorstehende Quantensprung der Weltgeschichte bietet Perspektiven.

Man muss kein Prophet mit alttestamentarischem Durchblick sein, um zu erkennen, dass das herrschende monopol- und finanzkapitalistische System in allen Fragen an die Grenzen eines endlichen Planeten stößt und das es mit seinem Wachstumswahn und Kapitalverwertungszwängen kein einziges der drängenden Probleme dieser Welt lösen kann, sondern im Gegenteil die Welt spiralförmig in den Untergang treibt.

Die Staaten als ehemalige, sichere Pflöcke gesellschaftlicher Klassenherrschaft sind in Auflösung und Verfall begriffen. Die meisten Staaten befinden sich in völliger Abhängigkeit von einer Handvoll Supermächten, die selbst Wachs in den Händen allmächtiger, globaler Wirtschaftsgebilde, Börsenplätze und weltumspannender, institutioneller Entscheidungszentren sind.

Das Ende der Ausbeutung

In zunehmendem Maße brechen auf den Kontinenten staatliche Ordnungen in terroristischer Anarchie und unter den Schlägen von Stellvertreterkriegen zusammen. Das vor Jahrtausenden in die naturrechtlichen Lebensgemeinschaften eingedrungene Wolfsgesetz der Macht des Stärkeren, das die Klassengesellschaft und den Klassenstaat hervorbrachte, ist in einem unglaublichen Ausmaß über sich selbst hinausgewachsen und hat die Gesellschaften zerrissen.


Die Ausbeutung der Welt durch eine winzige Gruppe allmächtiger Finanzgangster und Mehrwertverzocker und ihrer politischen Erfüllungsgehilfen hat zu einer nicht mehr vorstellbaren Schere zwischen Armut und Reichtum geführt.


Während ganze Völker ihren Lebensraum durch kapitalgesteuerte Land- und Meerverseuchung und Klimaschädigung verlieren, während Millionen arbeitsloser Menschen um das Überleben kämpfen, die Menschen in Arbeit sich körperlich und psychisch kaputtschuften müssen, während Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung sind und es bald noch viel mehr Menschen als Klimaflüchtlinge ohne Rückkehrmöglichkeit über den Globus treiben wird, während also die Welt aus den Angeln gerät, sitzen diese Ölscheichs und Oligarchen, Tycoons, Banken- und Finanzbosse und potenten Anteilseigner von Weltkonzernen auf einem Reichtum gegen den Dagobert Duck wie ein Bettler wirken würde.

Sie verfügen über die Mittel, die die Welt zur Finanzierung der Sanierung der größten Umweltschäden, zur Abwendung der schlimmen Hungerkatastrophen und Epidemien, für das menschenwürdige Auskommen von Milliarden Menschen dringend benötigt.

Ein planetarer Epochenumbruch

Wo also ist die Geschichte der Menschheit angelangt? Die Epoche erfolgreicher Klassenstaaten, herrschender, die Welt trotz allem Egoismus voranbringender ökonomischer Klassen und funktionierender erfolgreicher Ausbeutung geht zu Ende.

Alle dieser Menschheitsepoche zugehörigen Weltanschauungen und Religionen gelingt es immer weniger, die Hirne der leidenden Menschheit zu verkleistern, da der Widerspruch zu den Realitäten der Welt zu offensichtlich wird. Da helfen weder proletarische Revolutionen noch utopische Sozialmodelle.


Noch viel weniger gelingt die verzweifelte Flucht in die Vergangenheit eines primitiven Islamismus oder die Flucht in eine längst gescheiterte, zwei Weltkriege zu verantwortende, abgeschottete Vergangenheit von Nationalstaaten.


Gibt es also für die Welt überhaupt eine Zukunft? Oder setzen wir uns am besten mit irgendwelchen Sekten auf den Berg Ararat und warten auf den Weltuntergang? Natürlich nicht.

Die historische Grundfrage ist, ob und wie es gelingen kann, das Wolfsgesetz der tierischen Evolution, dieses brutale Recht des Stärkeren endlich außer Kraft zu setzen und die uralte, naturrechtliche Moral der Menschen durchzusetzen: Dieses „Du sollst nicht töten.“, „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen.“, etc. Es geht darum, ob und wie die Menschheit erwachsen werden kann.

Zukunftschancen für die Menschheit, wenn …

Wie stehen heute die Chancen? Wir brauchen keine Staaten und Grenzen mehr. In den entwickelten Industrien und Informationstechniknetzwerken, in der Welt des Geldes und der Investitionen, und der weltweiten Verteilung aller Güter, sprich den Märkten, ist die Welt längst arbeitsteilig zusammengewachsen.

Die Kulturen lernen sich in der Zusammenarbeit kennen, schätzen und respektieren. Die menschliche Arbeitskraft ist heute wissenschaftlich hoch entwickelt und produktiv. Es stehen weltweit unendlich viele, fähige, gut ausgebildete und motivierte Menschen zur Verfügung, um die Probleme der Menschheit anzugehen und zu lösen.

Dafür könnten wir uns auf dem Globus in ganz neuen Lebenszusammenhängen organisieren, die besser passen als das heutige UN-Nationenchaos auf der Welt. Wir müssen nur eines tun:

Die Nutznießer des Rechts des Stärkeren entmachten, den Ausbeutern ihr Recht auf Ausbeutung, Hortung und Missbrauch des Reichtums dieser Welt nehmen.

Das heißt sie zu entmachten, zu enteignen und sie wie alle nach dem Grundsatz „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ zu behandeln.

Entwaffnung und Demilitarisierung

Die Menschheit muss ihnen die Verfügung über die Waffen nehmen, denn dann nützt ihnen kein Recht des Stärkeren mehr. Und die Waffenindustrie ist in Friedensproduktion umzuwandeln, wobei wir als erstes Minenräumpanzer, Atomwaffendemontierung, und Equipment zur Räumung von verrostenden Atom-U-Booten in den russischen Nordmeeren benötigen und medizinische Hilfe für die vielen Kriegsversehrten und verhungernden Kindern auf der Welt brauchen.


Den Kolleginnen und Kollegen in den Waffenfabriken werden sicher noch viele gute „Pflugscharen“ einfallen, wenn sie endlich nicht mehr diese Mordwerkzeuge herstellen müssen.


Und die Soldaten in den hoch technisierten Berufsarmeen werden sich unendlich nützlich machen können bei der weltweiten Bekämpfung der Folgen von Naturkatastrophen, künftigem Katastrophenschutz, Errichtung weltweiter Infrastrukturen, die nicht mehr von irgendwelchen mexikanischen Grenzen behindert werden, – nur so als Beispiel.

Ein Quantensprung mit Perspektive

Der planetare Epochenumbruch, der bevorstehende Quantensprung der Weltgeschichte, hat also Perspektive und ist machbar, wenn es der Menschheit gelingt, zwei Haupthindernisse zu verbieten, abzuschaffen und aus dem Weg zu räumen:

  • den völlig sinnlosen und zerstörerischen Finanzkapitalismus und mit ihm die tödliche Schere zwischen Arm und Reich.
  • die weltweite Waffenindustrie und deren todsicheren Geschäfte.

Gegen beide gilt es, der uralten, menschlichen Moral wieder zum Durchbruch zu verhelfen.

Die Option eines „weiter so wie bisher“ führt mit historischer Notwendigkeit zur Zerstörung und Unbewohnbarkeit großer Teile des Planeten und zur Auflösung aller zivilisatorischen Ordnung der Welt.


Lieber Leser, die Teile der Serie zur Geschichte als Kompass umreißen die historischen Grundfragen, auf die in lockerer Folge noch genauer einzugehen sein wird. Zu ihnen gehören folgende Probleme:

  • In welchen historischen Prozessen bildeten sich Staaten heraus?
  • Welche Arten von Staaten gab es?
  • Wie gestaltete sich der permanente Klassenkampf in der Geschichte?
  • Das große ideologische Tabu der Geschichte zum Thema der gesellschaftlichen Wertschöpfung.
  • Mit Hilfe welcher jeweiligen Ideologien und Religionen in den verschiedenen Epochen gesellschaftlicher Entwicklung wurde versucht, das Volk bei Fuß zu halten?
  • Was lehrt uns die Geschichte der Arbeit?
  • Wie setzen wir die allgemeinmenschliche Grundmoral gegen das Wolfsgesetz der Geschichte um?

Hier geht es zum ersten Teil: Das Staubkorn der Galaxis und seine überflüssigen Götter.

Hier geht es zum zweiten Teil: Weltanschauungen und der Kampf ums Dasein.

Hier geht es zum dritten Teil: Staatenbildung, Zivilisation und das Recht des Stärkeren

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Informationen über Dr. Reinhard Paulsen findest du auf seiner Autorenseite.

Foto: PublicDomainPictures (pixabay.com) – Creative Commons CC0.

  1. Wie ist das Naturrecht der uralten menschlichen Moral begründet?

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