Die vor Angst nicht schlafen

Kriege sind nicht die Kriege der Mutigen, sondern die Kriege der Feiglinge. Ein mutiger Mensch wirft die Waffe weg und macht einfach nicht mehr mit beim Töten.

Mutig zu sein bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen. Dass man sich beherzt in eine mit Unsicherheiten verbundene Situation begibt, auch, um sich dem Unzumutbaren durch Verweigerung zu entziehen.

Der Philosoph Immanuel Kant schrieb: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“.

Die Ursachen für diese Unmündigkeit sah er in dem Mangel an Mut, um „sich aus der Bevormundung durch andere zu befreien“.

Da liegt er wohl nicht falsch, ist es doch bequemer, andere für sich denken und handeln zu lassen und sich so der Last der Verantwortung zu entledigen. So kann man niemals scheitern und legt sich freiwillig die Kette des Sklaven um den Hals.

Deshalb sind Kriege nicht die Kriege der Mutigen, sondern die Kriege der Feiglinge. Denn ein mutiger Mensch, der wirft die Waffe weg und macht einfach nicht mehr mit beim Töten.

Heute beginnen in New York die Verhandlungen über die Ächtung von Atomwaffen. Und ausgerechnet diejenigen, die die Atomwaffen besitzen und trotzdem vor Angst nicht in den Schlaf kommen, die sind nicht dabei.


Foto: Noupload (pixabay.com) – Creative Commons CC0


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  1. Hey, Gunther,

    guter Artikel!
    Mutig, den Bogen so groß zu schlagen vom Mut über kriegerische Aktivitäten hin zu Atomwaffen.

    Grusz,

    Christian

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