Der Unterschied: Teleologische und deontologische Ethik

Die teleologische und die deontologische Ethik sind nicht nur in der Philosophie und im Ethikunterricht anzutreffen. Dr. Christian Weilmeier erklärt den Unterschied.

Die teleologische Ethik geht als Konzept davon aus, dass sich Handlungen und jede Art von Entwicklungsprozessen an Zwecken orientieren und somit durchgängig zweckmäßig oder zielgerichtet ablaufen. Dabei stehen die Folgen des Handels im Mittelpunkt, also das Ergebnis des Handelns selbst.

Ein Beispiel ist der Utilitarismus und dessen vom englischen Philosophen Jeremy Bentham formulierten Prinzips des Nutzens. Demnach ist all das gut, was „das größte Glück der größten Zahl“ – bezogen auf alle von einer Handlung betroffenen Menschen – hervorbringt.


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Bei der deontologischen Ethik wird das Handeln selbst betrachtet. Es geht also darum, wie eine Handlung, die einen Zweck erfüllen soll, hauptsächlich oder ausschließlich beschaffen ist. Die Handlung wird beurteilt und diese muss ethisch sein. Das Ergebnis ist zweitrangig.

So bleibt zum Beispiel eine Lüge, die verboten und unethisch ist, auch dann unethisch, selbst wenn durch die Lüge selbst eine noch größere Zahl von Lügen verhindert werden könnte.


Noch mehr Philosophie und Erklärungen von Dr. Christian Weilmeier gibt es auf seinem YouTube-Channel oder in unserem Archiv.


Foto: Burghard Mohren (pixabay.com) – Creative Commons CC0

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