Emotionen und Rationalität: Das Moralkonzept von David Hume

Wer sich mit Moral und Ethik auseinandersetzt, dem wird der schottische Philosoph, Vordenker und Aufklärer David Hume in der Literatur häufiger über den Weg laufen.

Hume, der von 1711 bis 1776 lebte, wollte das Wissen von religiösen Einflüssen reinigen und alles auf Erfahrung begründen. Doch selbst wenn alles von religiösen Einflüssen gereinigt ist, unterscheidet der Mensch zwischen Gut und Böse und Recht und Unrecht.

Hume führte in seiner Moralkonzeption das Nützliche und Angenehme ins Feld, was sich empirisch festmachen lässt. Empirismus meint in diesem Zusammenhang, dass das Wissen im ersten Schritt oder sogar ausschließlich auf Sinneserfahrung beruht.

Die moralischen Entscheidungen befanden sich für Hume in einem Zwiespalt zwischen Rationalität und Emotionalität. Die Emotionen treiben den Menschen an, während die Rationalität zur Analyse der Welt benötigt wird, um vernünftige Entscheidungen zu treffen. Dabei kann das eine nicht ohne das andere stehen. Beide Pole wirken. Das Gefühl sah Hume aber als den entscheidenden Faktor an.

Im Video liefere ich eine kurze Zusammenfassung über David Humes Gedanken zu Moral und Ethik.


Redaktioneller Hinweis: Noch mehr Philosophie und Erklärungen von Dr. Christian Weilmeier gibt es auf seinem YouTube-Channel.


Foto: Khusen Rustamov; pixabay; Creative Commons CC0.

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Dr. Christian Weilmeier studierte Philosophie und Kommunikationswissenschaft in München und promovierte über die politische Philosophie im Roman „Eumeswil“ von Ernst Jünger. Im Anschluss arbeitete Christian Weilmeier für den Verein Mehr Demokratie e.V. als Pressesprecher. In diesem Rahmen war er auch an der Vorbereitung und Durchführung mehrerer landesweiter Volksentscheide in Bayern beteiligt. Danach organisierte er als Mitinhaber der Gesellschaft für Bürgergutachten über Jahre Bürgerbeteiligungsverfahren im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung. Dazu gehörte auch die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse und deren Zusammenfassung in Bürgergutachten. Zur Zeit konzentriert er sich auf die Publizistik. Christian Weilmeier betreibt u.a. einen Blog, eine Homepage und einen Philosophie-Channel auf YouTube, und stellt sich auch auf seinem Kanal auf Facebook der Diskussion über Themen der Philosophie und der Politik. Immer wieder steht er als Interviewpartner für verschiedenste Medien zur Verfügung wie zum Beispiel für die WELT, B.Z. Berlin, Jolie oder die Deutsche Presse-Agentur.

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