Metaethik und Fundamentalethik – Was ist das?

Metaethik ist eine abstrakte Betrachtungsweise, bei der es um die grundsätzlichen Zusammenhänge der Ethik selbst geht. Im deutschsprachigen Raum wird trotz einiger Unterschiede auch von Fundamentalethik gesprochen. Christian Weilmeier erklärt den Begriff.

Die Metaethik ist eine im angloamerikanischen Sprachraum entwickelte Forschungsrichtung, die nicht einzelne Handlungen unter moralischen Aspekten bewertet, also die Betrachtung eines speziellen Bereichs verfolgt, sondern die Moral im Allgemeinen zu bestimmen versucht. Im deutschsprachigen Raum findet dafür der Begriff Fundamentalethik Verwendung.

Drei Kontroversen werden in der Metaethik diskutiert:

  • Kognitivismus gegen Nonkognitivismus
  • Realismus gegen Antirealismus
  • Moral gegen Amoralismus

Bei der Diskussion „Kognitivismus versus Nonkognitivismus“ geht es um die Frage, ob in der Ethik etwas erkannt oder nur befürwortet wird. Sind moralische Sätze überhaupt wahrheitsfähig oder nicht?

Im zweiten Bereich treffen Realismus und Antirealismus aufeinander. Der Realismus unterstellt, dass es objektive Werte jenseits subjektiver Wertvorstellungen gibt. Der Antirealismus schließt das aus.

Soll der Mensch überhaupt moralisch sein? Und wenn ja, warum soll er es? Um diesen Punkt kreist die Moral-Amoralismus-Diskussion. Im Video erkläre ich kurz und knapp die Metaethik.


Redaktioneller Hinweis: Noch mehr Philosophie und Erklärungen von Dr. Christian Weilmeier gibt es auf seinem YouTube-Channel.


Foto: kirkandmimi – pixabay.com –  Creative Commons CC0.

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Dr. Christian Weilmeier studierte Philosophie und Kommunikationswissenschaft in München und promovierte über die politische Philosophie im Roman „Eumeswil“ von Ernst Jünger. Im Anschluss arbeitete Christian Weilmeier für den Verein Mehr Demokratie e.V. als Pressesprecher. In diesem Rahmen war er auch an der Vorbereitung und Durchführung mehrerer landesweiter Volksentscheide in Bayern beteiligt. Danach organisierte er als Mitinhaber der Gesellschaft für Bürgergutachten über Jahre Bürgerbeteiligungsverfahren im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung. Dazu gehörte auch die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse und deren Zusammenfassung in Bürgergutachten. Zur Zeit konzentriert er sich auf die Publizistik. Christian Weilmeier betreibt u.a. einen Blog, eine Homepage und einen Philosophie-Channel auf YouTube, und stellt sich auch auf seinem Kanal auf Facebook der Diskussion über Themen der Philosophie und der Politik. Immer wieder steht er als Interviewpartner für verschiedenste Medien zur Verfügung wie zum Beispiel für die WELT, B.Z. Berlin, Jolie oder die Deutsche Presse-Agentur.

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