Bärensuppe: Bilbo Calvez im Gespräch mit Rick Simpson

In den kapitalistischen Industrienationen ist Krankheit ein Geschäft. Nicht nur Ärzte, Klinken und Pharmaindustrie verdienen Geld, wenn die Menschen krank sind. Das wirft ethische und moralische Fragen auf. Aber auch, wie Sinn und Zweck medizinischer Behandlungsmethoden zu bewerten sind. Geht es nur ums Geschäft? Sind andere Optionen denk- und vor allem machbar? Der Kanadier Rick Simpson ist ein überzeugter Verfechter von Cannabis als Heilpflanze. Bilbo Calvez hat mit ihm gesprochen.

In einer Welt ohne Geld, würde sich vieles verändern – unter anderem unsere Einstellung gegenüber Genesung im Krankheitsfall. Bilbo Calvez hat sich mit Rick Simpson während der Mary-Jane-Messe in Berlin getroffen.

Simpson erzählt seine Geschichte und wie die Legalität von Cannabis durch das Profitdenken diktiert wird. Er ist davon überzeugt, dass Cannabis die Lösung für viele Krankenheit ist. Außerdem kann sich jeder die Pflanze leisten.

Der deutsche Untertitel kann in den Youtube Einstellungen aktiviert werden.


Zum Hintergrund

Rick Simpson als Teil der Bärensuppe

Das Gespräch zwischen Bilbo Calzez und Rick Simpson ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“. Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft – einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie -, bildet den Kern des Projektes, aber nicht nur.

Empathie statt Ellbogen

Alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle werden auch präsentiert. Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben.

Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben. Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Geldlose Gesellschaft

Der andere, analoge Teil in Form einer Kunstausstellung, ist erstmalig im September 2016 in Berlin in der Galerie Lite-Haus präsentiert worden. Den Besuchern wurde durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen ermöglicht, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die Zuschauer brachten täglich „mehr als zu viele“ Zutaten für die Bärensuppe: sie hat offensichtlich allen geschmeckt!

Die Bärensuppe wird im Sommer 2017 durch den deutschsprachigen Raum touren. So werden Menschen dazu eingeladen, sich in geschütztem Rahmen einem Thema, welches oft allergische Reaktionen hervorruft – einer geldlosen Gesellschaft – anzunähern.

Mehr Informationen auf der Homepage der Bärensuppe.


Foto: Bilbo Calvez

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