Die uralte Frage: Was ist Glück?

Wenn der Mensch Glück erlebt, stellt er sich nicht die Frage, was Glück eigentlich ist. Er ist glücklich in dem Moment, glücklich im Jetzt. Erst später versucht er zu ergründen, was dieses Gefühl denn war und wie es entstand.

Also in welcher Situation und unter welchen Rahmenbedingungen. Er tut dies mit der Absicht, das Glück, dieses positive Empfinden, erneut zu erleben.

Die Frage nach dem Glück ist also immer auch die Frage danach, wie man Glück erreichen kann.

Zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen beschäftigen sich mit dem Glück, und versuchen zu ergründen, was den Menschen glücklich macht: die Soziologie, die Psychologie, die Neurobiologie oder auch die Ökonomie.

Die Naturwissenschaften zeigen, dass das Gefühl des Glücks nicht durch einen Zufall entsteht, sondern als Antwort des Gehirns auf einen Reiz, der als positiv empfunden wird. Dabei spielen Botenstoffe, insbesondere Dopamin und Serotonin, eine zentrale Rolle.

Glück bei Sokrates, Aristoteles und Epikur

Die antiken Philosophen suchten nach dem Weg zum Glück. Sokrates (469 – 399 v. Chr.) meinte, dass eine tugendhafte, sittliche Lebensweise zum Glück führe. Aristoteles (384–322 v. Chr.) definierte Glück als das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht, um etwas Anderes damit zu erreichen. Epikur (341 – 271 od. 270 v. Chr.) erkannte in der Lust am Leben und in der Vermeidung von Schmerz das höchste Lebensprinzip.

In meinem Video versuche ich, mich dem Phänomen des Glücks philosophisch anzunähern und es zu fassen.



Redaktioneller Hinweis: Noch mehr Philosophie und Erklärungen von Dr. Christian Weilmeier gibt es auf seinem YouTube-Channel.


Foto: Igor Ovsyannykov (Unsplash.com).

Philosoph, Journalist, Blogger bei | Webseite

Dr. Christian Weilmeier studierte Philosophie und Kommunikationswissenschaft in München und promovierte über die politische Philosophie im Roman „Eumeswil“ von Ernst Jünger. Im Anschluss arbeitete Christian Weilmeier für den Verein Mehr Demokratie e.V. als Pressesprecher. In diesem Rahmen war er auch an der Vorbereitung und Durchführung mehrerer landesweiter Volksentscheide in Bayern beteiligt. Danach organisierte er als Mitinhaber der Gesellschaft für Bürgergutachten über Jahre Bürgerbeteiligungsverfahren im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung. Dazu gehörte auch die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse und deren Zusammenfassung in Bürgergutachten. Zur Zeit konzentriert er sich auf die Publizistik. Christian Weilmeier betreibt u.a. einen Blog, eine Homepage und einen Philosophie-Channel auf YouTube, und stellt sich auch auf seinem Kanal auf Facebook der Diskussion über Themen der Philosophie und der Politik. Immer wieder steht er als Interviewpartner für verschiedenste Medien zur Verfügung wie zum Beispiel für die WELT, B.Z. Berlin, Jolie oder die Deutsche Presse-Agentur.

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2 Responses

  1. Gerhard Kugler sagt:

    Leider kann ich diesen Beitrag nicht positiv kommentieren. Philosophen scheuen sich oft nicht, etwas zu sagen, worüber sie eigentlich nichts zu sagen haben. In meinem Berufsstand (Psychologe) passiert das aber auch genug oft.
    Das Wort „Glück“ wird tagtäglich gebraucht, ohne dass da zwischen den Menschen Handfestes passiert. Es ist ein Wort der Floskeln. Man wünscht es sich gegenseitig ehrlich oder auch unehrlich. Manche wünschen es sich selbst, manche nach dem Tod im Himmel ewig. Es ist, als wollte man etwas stillstellen. Und genau das wäre nicht mehr Leben. Leben ist Wechsel. Auch mit (manchmal sehr) negativen Gefühlen. Diese wirklich und nicht hastig zu durchleben, bringt ein andermal wieder Glück. Wohl mehr, als man es sonst erleben würde. Die Bereitschaft für schlimme Augenblicke ist der Schlüssel für Tiefe. Auch Tiefe des Glücks. Ohne dass man sich in den schlimmen Augenblicken oder Lagen suhlen müsste. Ganz im Gegenteil. Sie zulassen, aber auch alles tun, um sie wieder hinter sich zu lasse
    Wer’s fachlicher will, kann mal einen Blick auf meine Seite http://www.erlebnisoffen.de werfen.

    Gerhard Kugler

  2. Flettner sagt:

    Als glücklich ist der zu schätzen, der seine innere Neigung als äußerliches Bedürfnisse erfährt. F.Schiller

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