Bärensuppe: Bilbo Calvez im Gespräch mit Sebastian Rost über das Earthship

In der basisdemokratischen Gemeinschaft Tempelhof steht das erste Earthship Deutschlands. Es ermöglicht ein (fast) autarkes Leben.

Sebastian Rost lebt in der basisdemokratischen Gemeinschaft Tempelhof. Dort steht das erste Earthship Deutschlands. Das passiv-solar klimatisierte Gebäude wurde vor allem aus Erde und Autoreifen gebaut. Ein geschlossener Energie- und Wasserkreislauf ermöglicht ein fast autarkes Leben selbst unter extremen Umweltbedingungen, weil das Earthship auch Nahrung produzieren kann. Bilbo Calvez hat mit Sebastian Rost über die Idee des Earthship gesprochen.

Es gibt Tausende von Earthships auf der Welt. Sie werden aus Lehm, Erde und Zivilisationsabfällen gebaut.

Alte Autoreifen sind der wichtigste Baustoff. Sie werden aufgeschichtet wie Ziegel, mit Erde gefüllt und verdichtet. Die so entstehende Wand, deren Masse mehrere Tonnen umfasst, ist das Herzstück des Earthship. Sie dient als tragendes Bauteil und thermischer Speicher.

Einfache Systeme steuern das Sammeln und Speichern von Regenwasser, die Abwasserverwertung und die Gewinnung und Speicherung von Solarenergie. Es entsteht ein geschlossener Kreislauf.

Das Prinzip der Earthships wurde in den 1970er-Jahren von einem amerikanischen Architekten entwickelt. Die Idee verbreitete sich durch das wachsende Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz erst in Nord- und Lateinamerika und kam dann nach Europa.

In Deutschland wurde das erste Earthship 2016 im schwäbischen Kreßberg (Baden-Württemberg) von der basisdemokratischen Gemeinschaft Tempelhof realisiert. Sebastian Rost kam als Dokumentarfilmer nach Tempelhof, um über das Earthship zu berichten – er ist geblieben. Warum? Das hat er Bilbo Calvez erzählt.

 



Weiterführende Hinweise:

  • Das Gespräch mit Sebastian Rost ist Teil des Kunstprojekts „Die Bärensuppe“, dessen Kern die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft bildet.
  • Bilbo Calvez war im Sommer 2017 mit der Bärensuppe auf Tour und begeisterte zahlreiche Menschen für die Vision einer geldlosen Gesellschaft. Informationen über das Projekt und die Tour sind auf der Homepage der Bärensuppe zu finden.

Über Bilbo Calvez: Die französische Multimedia-Künstlerin und Friedensaktivistin stammt aus Paris und wuchs in der Banlieue auf. Sie ging nach Deutschland, arbeitete unter anderem als Filmcutterin und konzentrierte sich dann auf die Kunst. Durch Ausstellungen und Projekte wie Publik-PrivatSitzbankkulturFaces of Love und  Die Bärensuppe wurde sie bekannt. Bilbo Calvez lebt in Berlin. Mehr Informationen gibt es auf ihrer Homepage und ihrem YouTube Channel.


Foto: Bilbo Calvez

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