Daniele Ganser: „Wir können die Probleme des 21. Jahrhunderts nicht mit Gewalt lösen.“

Die erste Videoproduktion des Rubikon thematisiert Krieg und Frieden, die Lüge vom humanitären Krieg und wie jeder Einzelne das Gefühl der eigenen Ohnmacht überwinden kann, um sich für den Frieden einzusetzen.

Der Rubikon erreicht YouTube. Das Magazin für die kritische Masse hat seine erste Videoproduktion veröffentlicht. Es ist eine Premiere, die durch die Themenauswahl und die gepflegte Gesprächskultur überzeugen kann.

Madita Hampe ist „Im Dialog“ mit dem Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser. Aufgezeichnet wurde das Format im Berliner Kulturkino Babylon.

Das Gespräch dreht sich um Krieg und Frieden und um das bedeutendste Ereignis des 21. Jahrhunderts: die Anschläge vom 11. September 2001 und dem daraus entstandenen Krieg gegen den Terror, der die geopolitischen Entwicklungen bis heute prägt und mehr und mehr Menschen beschäftigt.

Verantwortung, Achtsamkeit und Empathie sind die Begriffe, die sich „Im Dialog“ finden. Nicht die übertriebene Versachlichung, sondern bewusste Nachdenklichkeit lädt den Zuschauer zum Mitdenken ein. Die Botschaft ist klar: Es geht um den Frieden in der Welt – und zwar für alle Menschen.

„Krieg ist immer Trauma“, sagt Ganser. „Wir haben 20 Selbstmorde in den USA pro Tag von Veteranen. Die haben Dinge erlebt, die sie nicht verarbeiten können.“

Das Videoformat, in dem neben 9/11 und dem War on Terror auch auf die Medienrevolution, die Friendensbewegung und die Kriegspropaganda in Deutschland eingegangen wird, kann als willkommene Alternative zum oberflächlichen Blabla der Talkshows von ARD bis ZDF verstanden werden. Dass der Rubikon einer Nachwuchsjournalistin eine Chance gibt, ist erwähnenswert – Madita Hampe ist Schülerin aus Leipzig und 15 Jahre alt.


Informationen zum Format

IM DIALOG

Madita Hampe im Gespräch mit Daniele Ganser (Historiker)
Idee & Produktion: Michael Teich
Kamera: Martin Scharke & Moritz Kluth
Schnitt: Martin Scharke

Produziert für: Rubikon – Magazin für die kritische Masse


Foto: Screenshot/ www.ingo-woesner.de

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