Bärensuppe: Bilbo Calvez im Gespräch mit Bastian Barucker über das (Über-)Leben in der Wildnis

Bastian Barucker ist Überlebenstrainer, Archäotechniker und Wildnispädagoge. Bilbo Calvez hat ihn für das Projekt „Die Bärensuppe“ interviewt. Sie sprach mit ihm über das Verhältnis des modernen Menschen zur Natur und warum viele die Wildnis als fremdartig empfinden, obwohl sie der natürliche Lebensraum des Menschen ist.

Kaum einer kennt sich noch mit dem Leben im Wald aus. Nur wenige wissen, welche Pflanzen, Pilze und Insekten essbar sind und welche Kräuter bei welcher Krankheit helfen können. Ein Feuer ohne Streichhölzer anzufachen oder aus Ästen, Moos, Blättern und Zweigen ein Nachtlager zu bauen, scheint als Aufgabe unlösbar. Der Geruch … Wie riecht der Wald? Kaum einer kann die Laute der Tiere, die Spuren, die sie am Waldboden und an den Bäumen hinterlassen, auseinanderhalten. Die Natur ist dem modernen Menschen fremd geworden.

Die Menschen beendeten vor etwa 10.500 Jahren ihr Dasein als Jäger und Sammler. Sie entdeckten den Ackerbau, kultivierten Böden und Wildpflanzen, wurden sesshaft und bauten Siedlungen auf. Die Lagerhaltung wurde erfunden, die Nahrungsversorgung langfristig gesichert. Die mühsame Suche nach Essen war vorbei.

Es entstanden Dörfer, Städte, Klassen, Religionen und Herrschaftsdynastien. Hochkulturen bildeten sich heraus und gingen wieder unter. Der Mensch blieb in Gemeinschaft und entfaltete seine Kreativität. Er entwickelte Astrologie und Philosophie, erfand Geld, Banken, Versicherungen und Religionskriege, Hexenverfolgung, Supermärkte und Onlineshops.

Der Homo sapiens ist heute ein gezähmtes Stadtwesen. Seinen natürlichen Lebensraum nennt er ängstlich Wildnis und den Dschungel aus Beton und Empathielosigkeit, in dem er lebt, liebevoll Zivilisation. Doch das Leben in und mit der Natur ist weit weniger feindselig, als man denken mag. Zumindest dann, wenn man es kennt – das Leben in der Wildnis.

Bastian Barucker kennt es. Er ist Überlebenstrainer, Archäotechniker und Wildnispädagoge. Bilbo Calvez hat ihn für das Projekt „Die Bärensuppe“ interviewt. Sie sprach mit ihm u.a. über das Verhältnis des modernen Menschen zur Natur, die Bedeutung von Ehrlichkeit, um als Gruppe in der Wildnis zu überleben, und die Macht des Hungers.


Weiterführende Hinweise:

  • Bastian Barucker ist Überlebenstrainer, Archäotechniker und Wildnispädagoge. Er absolvierte u.a. Weiterbildungen in den Bereichen Art of Mentoring, Peacemaking, Community Mentoring, Vogelsprache, Spurenlesen, intuitives Spurenlesen, Song of Art of Mentoring und Inner Tracking. Barucker war und ist u.a. tätig für WWF Deutschland, Artgerecht-Projekt, Offlines Eventagentur, SOS Familienzentrum, Wild Moon Europe, Freie Naturschule Pankow, Waldkindergarten Pankow, Waldkindergarten Wald und Wiese, Sinn-Stiftung u.v.m. Auf seiner Homepage finden sich weitere Informationen zu Bastian Barucker und seiner Arbeit.
  • Das Gespräch mit Bastian Barucker (Kamera: Stefan Brandt und Kolja Ulbrich) ist Teil des Kunstprojekts „Die Bärensuppe“, dessen Kern die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft bildet.
  • Bilbo Calvez war im Sommer 2017 mit der Bärensuppe auf Tour und begeisterte zahlreiche Menschen für die Vision einer geldlosen Gesellschaft. Informationen über das Projekt und die Tour sind auf der Homepage der Bärensuppe zu finden.

Über Bilbo Calvez: Die französische Multimedia-Künstlerin und Friedensaktivistin stammt aus Paris und wuchs in der Banlieue auf. Sie ging nach Deutschland, arbeitete unter anderem als Filmcutterin und konzentrierte sich dann auf die Kunst. Durch Ausstellungen und Projekte wie Publik-PrivatSitzbankkulturFaces of Love und  Die Bärensuppe wurde sie bekannt. Bilbo Calvez lebt in Berlin. Mehr Informationen gibt es auf ihrer Homepage und ihrem YouTube Channel.


Foto: Bilbo Calvez

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