Graswurzelräte: Machen wir Politik doch selbst!

Gerhard Kugler ist Psychologe und Psychotherapeut. Vor diesem Hintergrund betrachtet er den Gang der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse. Er sucht nach Lösungen, um die Zukunft aktiv zu gestalten und existierende Defizite in Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie zu überwinden. Sein Ansatz: Machen wir Politik doch selbst!

An allen Ecken und Enden wachsen Unzufriedenheit, Sorge und Angst vor der Zukunft. Die Medien manipulieren immer offensichtlicher. Der Unterschied zwischen Reich und Arm wird immer größer. Spannungen und Kriege in der Welt nehmen zu.

Was die heute herrschenden Kreise machen, ist bereits großenteils zerstörerisch. In Kriegen werden Menschen getötet und ihre Lebensgrundlagen zerstört. Ein Teil schwappt zu uns als nie endender Flüchtlingsstrom.

In einer überdrehten Wirtschaft wird der Planet zerstört, weil diese Wirtschaft ohne Wachstum nicht auskommt. Unsere Lebenszeit wird unnötig verbraucht, weil wir immer mehr arbeiten müssen, obwohl uns die Technik Arbeit abnimmt. Indem Teile von uns für ihre Waffen arbeiten müssen, mit denen sie zerstören. Indem wir immer mehr obsoleszente, also kurzlebige Produkte herstellen, deren Entsorgung wieder Probleme macht.

Die Meere sind voll von Plastik. Das Eis schmilzt. Überall verbreiten sich Gifte. Und dagegen wissen sie nur ein Rezept: immer mehr, immer mehr!

Es mag sein, dass die herrschenden Kreise hier oder auf der anderen Seite des Atlantiks uns rücksichtslos in diese Sackgasse manövrieren. Wahrscheinlicher sind es aber die Gesetzmäßigkeiten des Systems. Wir müssen uns fragen, ob das so weitergehen kann, Politik und Wirtschaft so zu organisieren, wie wir es derzeit tun.

Die repräsentative Demokratie ist der Globalisierung vor allem wirtschaftlicher Abläufe nicht mehr gewachsen. Die Gesetze der Globalisierung bestimmen, wo es lang geht. Die Politiker und Institutionen hecheln nur noch hinterher.

Die Menschen reagieren auf diese Entwicklung verschieden: Sie machen Augen und Ohren zu, sie ziehen sich zurück, schotten sich ab, sie schimpfen gemeinsam, sie empören sich, sie spotten und lästern über die Politiker. Sie klicken auf eine Petition oder sie sind halt Karteileichen in einer Partei.

Doch all das bringt wenig. Das merken wir doch. Wenn wir uns endgültig ins Private zurückziehen, vergeben wir nun wirklich jede Chance einzugreifen. Und tragen dazu bei, wenn die Zukunft in einer oder vielen Katastrophen endet. Nach uns die Sintflut?

Eine direktere Form der Demokratie als Ausweg

Wenn wir als Menschen unsere Welt, deren Zukunft auf dem Spiel steht, noch gestalten wollen, müssen wir bedenken und berücksichtigen, wie wir gestrickt sind:

Wir brauchen Übersichtlichkeit.

Wir brauchen Organisationsformen, in denen die klassische Losung „global denken, lokal handeln“ umgesetzt werden kann.

Wir brauchen Einfluss, sonst resignieren wir hinsichtlich der Dinge, um die es geht.

Wir brauchen immer wieder Handeln über Worte hinaus. Sonst verlieren Worte ihre Bedeutung und Glaubwürdigkeit.

Wir müssen die Wirkungen unseres Handelns verfolgen können, und sie müssen wenigstens immer wieder exemplarisch zu uns zurückkommen, im Guten und im Schlechten.

Wir brauchen Gerechtigkeit, vor allem in den Zugängen zu menschlichen Entfaltungsmöglichkeiten.

Wir brauchen ein Bildungswesen, das nicht eindimensional in Gewinner und Verlierer teilt.

Wir brauchen flexible Kooperationsmuster statt zementierter Herrschaftsstrukturen.

Wir brauchen kurze Wege zu den Akteuren, die in globalen Zusammenhängen agieren. Und rasche Möglichkeiten, sie zu korrigieren oder abzuwählen.

Wir brauchen eine direktere Form der Demokratie.

Meistens wird unter direkter Demokratie verstanden, dass es Volksbegehren und Bürgerentscheide gibt, wie zum Beispiel in der Schweiz. Das wäre ein Fortschritt, aber eher ein Korrektiv als eine kontinuierliche Mitwirkung der Menschen eines Landes.

Hier soll eine Alternative zur repräsentativen Demokratie angeboten werden, die nicht so ganz neu, aber in dieser Form noch nicht versucht worden ist.

„So machen wir neue Politik …“

Stellen wir uns einmal Folgendes vor: Als Ergänzung zu Familien und Single-Haushalten haben wir alltägliche Verbindungen und Begegnungen mit einer kleinen Gruppe von Menschen. Ich gehe von einer Gruppengröße von 7 bis 13 Menschen aus. Teilweise sind es nette Nachbarn, teilweise Menschen im Stadtteil oder im Dorf oder Nachbardorf.

Wir helfen uns aus, wo wir verschiedene Stärken und Möglichkeiten haben. Wir verleihen untereinander Werkzeuge, die man nicht täglich braucht. Wir holen uns am Sonntag ein paar Eier, weil wir vergessen haben, welche einzukaufen. Wir treffen uns zum Kaffee oder Tee, tauschen Informationen aus über Rezepte oder Politik. Wir kümmern uns mal um ein Kind, wenn die Eltern nicht können. Wir organisieren einen Sammeleinkauf beim Bio-Bauern in erreichbarer Nähe. Vielleicht machen wir sogar Car-Sharing. Niemand schreibt uns vor, wie viel und was wir gemeinsam machen.

Aber einmal im Monat setzen wir uns als Erwachsene richtig zusammen und diskutieren über die kleine und große Politik. Je nachdem, was uns mehr unter den Nägeln brennt. Die kleine Politik findet im Ort oder in der Region statt. Die große weltweit. Und eine oder einen unter uns bestimmen wir zum Beispiel alle 2 Jahre, an der zusammenfassenden Gruppe über uns teilzunehmen, wenn die sich jeden Monat einmal trifft.

Mit „über uns“ meine ich nicht, dass diese Gruppe einfach über uns bestimmen kann. Sie fasst einfach wieder 7 bis 13 Gruppen wie unsere zusammen und berät und beschließt Dinge, die in den kleinen Gruppen nicht gelöst werden können. Und so geht das weiter: Sie bestimmen auch wieder einen Vertreter in die nächste Zusammenfassung. Und so fort.

Selbst wenn alle Erwachsenen in Deutschland mitmachen würden, würde das übrigens bei einer mittleren Gruppengröße in der 7. Ebene schon weit mehr Menschen umfassen, als zurzeit in Deutschland leben.

Die Vertreter berichten „zu Hause“ regelmäßig, was in der zusammenfassenden Gruppe passiert ist und beschlossen wurde. Und wir mischen uns da natürlich ein, wenn wir es für nötig halten. Wir wählen unseren Vertreter auch vor Ablauf seiner Vertreterzeit ab, wenn er uns nicht mehr vertreten kann oder es offensichtlich nicht mehr tut. Da alle Wahlen ungleichzeitig stattfinden, gibt es für uns nicht alle 4 oder 5 Jahre ein Wahl-Spektakel.

So machen wir neue Politik. Parteien kümmern uns nicht mehr. Wir stehen weder rechts noch links. Nicht links, weil wir nicht alles vom großen Staat erwarten, nicht rechts, weil uns das individuelle Eigentum nicht heilig ist, wenn es Gemeinschaftliches der Demokratie entzieht. In der Mitte sind wir schon gar nicht, da wir nicht alles belassen wollen, wie es ist. Wir haben kein durchgängiges Programm. Wir haben nur eine neue Art, Politik zu machen. Und die versuchen wir, auf alles zu übertragen. Überall soll echte Demokratie herrschen.

„Wir brauchen die Politik im Großen und im Kleinen.“

Wir versuchen, unser Programm zu leben. Wenn es Konflikte gibt, werden sie in der jeweiligen Gruppe oder mit Vermittlern ausgetragen. Wo körperliche Gewalt herrscht, brauchen wir die Polizei. Wo es um knifflige Rechtsprobleme geht, brauchen wir Juristen und Richter. Aber auch dort wollen wir kritisch hinschauen. Vielleicht brauchen wir Laien als Geschworene oder andere Verfahren, Richter zu bestimmen. Jedenfalls funktioniert nichts Staatliches mehr ohne unsere kritische Prüfung, ob wir das so überhaupt brauchen und wollen. Wir bestimmen von unten, lassen uns nicht mehr von oben beherrschen.

„Ihr habt also doch ein Programm“, wird mancher sagen. Ja und Nein. Auch die Art, wie wir uns organisieren, ist ein Programm. Aber die Gruppen entscheiden und entwickeln sich so, wie sie es wollen. So etwas wie staatliche Gebilde bauen wir von unten, lassen uns nicht mehr so einfach von oben beherrschen. Auch die Gruppen können sich verschieden entwickeln, soweit sie einander nicht stören oder blockieren.

Wir sind bescheiden und wir sind es nicht. Wir wollen andere gesellschaftliche Verhältnisse bauen, fangen aber ganz unten, bei uns und um uns an. Wir wissen nicht, wie weit wir kommen, aber wir beginnen wenigstens. Wir wollen auf jeden Fall nicht mehr nur reden und denken. Oder immer nur fordern oder protestieren. Wir wollen JETZT handeln.

Unerprobt ist so eine Art von Demokratie nicht. Historische Vorbilder finden sich in den Arbeiterbewegungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, im Anarchosyndikalismus oder in der Gegenwart zum Beispiel in den de facto selbstverwalteten Regionen Mexikos, in denen die Menschen ihr Zusammenleben unabhängig vom Staat und auf Basis von Gleichberechtigung, Basisdemokratie und Solidarität organisieren.

Aber sie wurde immer nur im Machtvakuum versucht und regelmäßig von neuen Mächtigen zerschlagen. Wir wollen sie hierzulande in noch relativ ruhigen Zeiten bauen und erproben. Wir brauchen Erfahrung darin. Aber wir brauchen auch ein Alltagsleben vor großen Umwälzungen, die noch zu erwarten sind. Wir brauchen die Politik im Großen und im Kleinen. Das Kleine bestimmt unsere alltäglichen Beziehungen, das Große die globalen Zusammenhänge.

Aus den kleinen, überschaubaren Zusammenhängen heraus können wir wieder das regionale Wirtschaften lernen. Die Schätze, die von weit her kommen, verschaffen wir uns vernetzt, nicht mehr über den allmächtigen Weltmarkt.

„Größere Betriebe brauchen demokratische Kontrolle …“

Den Euro lassen wir immer mehr links liegen. Nicht weil wir die europäischen Nachbarn nicht mögen, sondern weil sich Brüssel bereits extrem von der Demokratie wegentwickelt hat. Vielleicht kommen wir bis in die europäische „Zusammenfassung“, also Ebene. Auch da gibt es eine Gruppe, die aus Vertretern von weiter „unten“ besteht. Doch die beraten und bestimmen nur darüber, was auf „unteren“ Ebenen nicht geregelt werden kann. Gerade im Bereich der Finanzen und des Geldes vertrauen wir eher den „unteren“ Ebenen, vertrauen eher einem Regionalgeld, wollen eine demokratische Kontrolle der Geldschöpfung.

Und natürlich wollen wir auch in der Wirtschaft Demokratie. Wenn wir das nicht hinbekommen, fährt sie uns in den Abgrund.

Größere Betriebe brauchen demokratische Kontrolle von innen und von außen. Im Bereich der Ernährung versuchen wir, so viel wie möglich auf Regionalität zu setzen. Wo es auf diese Weise nicht geht, vernetzen wir uns und stellen direkte Verbindung mit den Erzeugern her. Auch bei Energie oder Infrastruktur kontrollieren wir demokratisch, weil wir das nicht privaten Interessen überlassen können.

Das alles natürlich nicht von heute auf morgen. Aber wer weiß, wie viel Zeit uns noch bleibt. Auf jeden Fall brauchen wir auch jetzt das gute Leben, nicht erst, wenn wir bessere Verhältnisse haben.

Vielleicht sagen Sie jetzt: Alles schön und gut. Aber die Aufgabe ist doch riesig. Man steht vor einem Berg, nein: sogar vor einem ganzen Gebirge. Doch niemand muss da alleine hoch. Wir schließen uns in den eingangs skizzierten 7er-Gruppen zusammen.

Mitmachen und die Zukunft gewinnen

Unser Ansatz ist gleichzeitig bescheiden und umfassend: Wir wollen die Welt verändern. Aber auch die Umsetzung unserer Idee im Kleinen, im unmittelbaren Umfeld, bietet etwas für uns und für alle, die interessiert sind. Denn wir wollen auch jetzt ein gutes Leben. Wir gestalten so viel um, wie wir derzeit können. Wir fordern uns, wir fordern uns gegenseitig. Wir überfordern uns aber auch nicht.

Wir beginnen zuerst mit unseren bestehenden Verbindungen, auch wenn sie nicht vor Ort existieren. Verbindungen, die wir schätzen, die Mut machen, nicht deprimieren.

Mit solchen Menschen, die auch verstreut wohnen können, organisieren wir virtuelle Treffen, also Treffen über Telefonkonferenzen oder im Internet. Dort sammeln wir Erfahrungen und Tipps, wie man das auf die Beziehungen vor Ort übertragen könnte. Vielleicht auch noch Erfahrungen mit zusammenfassenden Gruppen, also Gruppen in der nächsten Ebene. Und von den Gruppen in unseren Freundes- und Bekanntenkreisen wagen wir uns dann in unsere Nähe, am Wohnort oder am Arbeitsplatz.

Unsere vorläufigen Gruppen können immer bestehen bleiben, aber wir versuchen dann langsam auch den Aufbau vor Ort. Erst dort wird es dann auch alltagspraktisch.

Es gibt eine Internet-Adresse, unter der wir uns Information und Beratung holen können. Und es wird dann auch einen Überblick über die einzelnen Initiativen geben, bis eine Organisation aufgebaut wird, die ich vorhin angedeutet habe.

Das Mitmachen kostet kein Geld, nur etwas Zeit und Aufmerksamkeit. Aber es lockt auch ein Gewinn. Hilfreiche Verbindungen und eine Zuversicht, was die Zukunft unserer Gesellschaft und der Erde betrifft.

Wer Kontakt mit uns aufnehmen will, besucht zuerst unsere Webseite: http://www.grouncil.de (zusammengesetzt aus den englischen Begriffen „Grassroot“ und „Council“ – Graswurzel und Räte.



Gerhard Kugler ist Psychologischer Psychotherapeut. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie.Über den Autor: Gerhard Kugler (Jahrgang 1946) ist Psychologischer Psychotherapeut (im Ruhestand). Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) und der Gesellschaft für kontextuelle Verhaltenswissenschaften (DGKV), deren Therapieansatz die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist. Auf seiner Homepage www.erlebnisoffen.de finden sich weitere Informationen und Blog-Einträge.


Fotos/Video: Oliver Cole (Unsplash.com) und Gerhard Kugler.


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  1. Jürgen Elsen 22. Februar 2018 um 9:12

    Wir hatten noch nie bessere Chancen !
    Was Herr Kugler hier beschreibt ist die Ausfornung und Verwirklichung des Subsidiaritätsprinzips: das Recht der kleinsten Einheit sich selbst zu organisieren und zu verwalten und bei komplexeren, überregionalen Angelegenheiten dann z.B. auch durch Vertreter, entsprechende Struktur- oder Organisationshilfen usw. nutzen zu können.

    Das Subsidiaritätsprinzip ist beispielsweise auch in Art. 5 Abs. 1 und Abs. 3 EUV niedergelegt – also auch EU-Recht.

    GG Art. 20:
    »ALLE Macht geht vom Volk aus … «
    Das ist die Ableitung des Rechts und der Rechtsträger ist das Volk.
    Alle Macht meint die Gewaltenteilung: Legislative, Judikative, Exekutive. Das Volk hat also ALLE Macht ! Die Ausgestaltungen (Organe) dieser Macht sind nur die Repräsentanzen derselben aber nicht sie selbst!

    GG Art, 28 Abs. 2
    „(2) Den Gemeinden muß das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln [..]
    = Subsidiarität gesetztlich verbrieft …

    § 92 StGB Begriffsbestimmungen:
    „Im Sinne dieses Gesetzes sind Verfassungsgrundsätze
    > das Recht des Volkes, die Staatsgewalt in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung auszuüben und die Volksvertretung in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl zu wählen,

    >[…] das Recht auf die Bildung einer parlamentarischen Opposition, die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung,

    Auch hier wieder: das Volk übt die Staatsgewalt aus und zwar u.a. durch Schaffung von Organen durch UNMITTELBARE Wahlen.
    Also nur die „Vertretungen“ sind als solche aufzufassen und legitim, die vom Volk durch UNMITTELBARE Wahlen dazu ermächtigt worden sind. Das sind zur Zeit aber nur die Bürgermeister bzw. Stadträte usw.! Alle anderen Repräsentanzen sind nicht unmittelbar sondern mittelbar – z.B. durch Listen – in ihre Funktionen gesetzt.
    Folgerichtig kann das Volk jederzeit die Regierung ablösen …

    Das Volk ist also ganz offiziell laut den bestehenden Gesetzen (vor allem auch auf Grundlage des Völkerrecht, welches dem GG übergeordnet ist) der Rechtsträger und hat alle Macht.

    Was will man also mehr ???

    Ich drücke das einmal so aus: wir, das Volk, habe einen Rennwagen in der Garage stehen, haben aber keine Lust den Führerschein (Gebrauchsanleitung) dazu zu lesen und lassen uns lieber vom Eselkarren abholen …

    Merke: Subsidiarität kann nur vewirklicht werden, wenn Souveränität vorhanden.
    Die meisten Menschen sind keine Souveräne, sie, als kleinste Einheit wollen nicht sich selbst gestalten, nicht ihr soziales Umfeld organisieren, nicht sich die eigenen Strukturen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens geben.

    Solidarität: wenn die Menschen innerlich den Souveränitätsgedanken und damit auch letztlich den Gemeinschaftsgedanken aufgegeben haben, dann gibt es auch keine gelebte Solidarität mehr: alles wird auf „Organisationen“ und „Unternehmen“ abgewälzt (z.B Versicherungen, Kassensysteme usw.).

    Wenn ein Volk also ALLE MACHT hat aber davon NULL Gebrauch macht, kann ich die sogenannten „DIE DA OBEN“ verstehen, daß sie das Volk nicht mehr Ernst nehmen und sich das Volk nach ihrem Belieben zusammenbasteln …

    Das Volk muß seine Macht also erst gar nicht ergreifen – es hat schon alle Macht – es muß es nur nutzen und ausgestalten. Und das kann im Prinzip nur so gehen, wie Herr Kugler es hier angedeutet hat.

    Eine Herausforderung dabei ist allerdings auch: wir haben und leben in einem System, dessen „Rädchen“ alle ineinandergreifen und es deshalb nicht möglich ist, ein „Rädchen“ zu verändern, ohne daß das ganze „Uhrwerk“ zum Stillstand kommt.
    Das heißt: wir müßten nicht nur von unten – also an einem Rädchen drehen – sondern wir brauchen gleichzeitig ein komplett anderes Uhrenkonzept – also eine neue Uhr, die die Funktionen der alten übernimmt.
    Wir können nicht sagen: ja, das Agrarkonzept (Finanz-, Kranken-, Renten-,Bildungs- usw. -konzept) ist zerstörerisch – wir haben auch eine andere Idee, schaffen das alte ab und warten dann mal vier Jahre, bis das Neue sich verwirklicht hat. Dann werden wir ja alle verhungert sein !
    Wir brauchen also etwas, was die gesellschaftlichen Lebensfunktionen des alten Systems einerseits garantiert – aber andererseits völlig neu im Sinne von Souveränität, Subsidiarität und Solidarität aufgebaut ist – und zwar volksumfassend !

    Diesen Spagat, bzw. Henne und Ei gleichzeitig hervorzubringen, war Ausgangspunkt der Gründung des Königreich Deutschlands: eine aufsteigende Demokratie („Graswurzelkonzept“ – Subsidiarität) organisiert in einer Räterepublik (UNMITTELBAR gewählte Volksvertreter) mit der Introspektiven einer Wahlmonarchie (Repräsentanz nach Außen).

    (HINWEIS ADMIN: Das Beispiel ist mehr als unglücklich gewählt, da zum einen die im Beitrag dargestellte Form einer durchgehend wirksamen demokratischen Entscheidungsfindung zumindest dort nicht zu vermuten ist, wenn es eines „Monarchen“ bedarf. Diese Konstruktion der verdeckten Herrschaft einer Einzelperson greift in der Sache nicht. Zum anderen sind im konkreten Fall erhebliche Zweifel angebracht, ob es sich um ein Modell handelt, dass übergeordnete Ziele des Gemeinwohls verfolgt(e) oder um ein Geschäftsmodell zur Bereicherung. Ungeachtet darf der Hinweis nicht fehlen, dass dieses besagte „Königreich“ als Projekt der Reichsbürgerbewegung angesehen wird und der „Erfinder“ des „Königreichs“ nach Ermittlungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und einem sich anschließenden Gerichtsverfahren zu einer längeren Haftstrafe verurteilt wurde u.a. wegen unerlaubter Bankgeschäfte.)

    Siehe hierzu das Konzept des „Gemeindewechsels“: (HINWEIS ADMIN: Link gelöscht. Siehe vorangehende Erklärung.)

    Wir haben also alles, was wir brauchen – es liegt an jedem Einzelnen, wozu er sich entscheidet, wie er sich verhält …
    Packen wir es an! Statt uns von unserem bequemen Ego mal wieder die Wenn und Abers zu generieren, warum ja die Alternativen doch nicht funktionieren können und man sich deshalb ja auch gar nicht erst bewegen muß …

    Es ist alles da … nur unser Wille … ???!!!
    Siehe auch Thema Kohärenz (an einem Strang ziehen) Beitrag hier:
    (HINWEIS ADMIN: Link gelöscht. Keine inhaltliche Relevanz zum Thema erkennbar. Wenn Sie die Begrifflichkeit der Kohärenz erklären wollen, machen Sie deutlich, aus welchem Bereich (Medizin, Linguistik, Psychologie, Physik usw.) die Erklärung stammt und verlinken Sie bitte auf eine oder mehrere Quellen, die diesem Erklärungsanspruch in neutraler Form nachkommen und nicht zu Dialogen, in denen verschiedene Themenbereiche miteinander vermischt werden.)

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  2. Hat dies auf ilseluise rebloggt und kommentierte:
    Jaaa! Small is beautiful!

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  3. Danke an den Editor für seine Kommentierung und die Löschung von Links! Der umfangreiche Kommentar von Herrn Elsen hat einen Knacks, den ich nicht nachvollziehen kann. Was soll hier ein König? Auch in meinen anderen Artikeln (z.T. nur auf meiner Webseite) wende ich mich gegen jede Herrschaft. Ich sehe auch kein „Henne-Ei“-Problem. Zuerst dürfen wir mal ganz klein von unten aufbauen. Da gibt es genug zu tun, bis wir Vernetzungen gefunden haben, die unsere derzeitige Abhängigkeit vom Kapital-dominierten Weltmarkt ersetzen. Denn wir wollen ja nicht ins dörfliche Mittelalter zurück. (Daran erinnert mich auch der Ruf nach einem König.) Ich mag die Technik, die es mir ermöglicht, weltweit zu kommunizieren. Der freien Softwäre steht eine Hardware gegenüber, die von weltweit agierenden Firmen beherrscht wird. 3D-Technik, die so etwas zugänglicher macht, ist erst im Aufbau. Um nur ein Beispiel zu nennen.
    In Herrn Elsens Kommentar steckt nicht nur Unsinn. Aber er will dann zum Königreich springen, weil er die Mühen des kleinen Aufbaus zu scheuen scheint. Aufgaben abgeben, denen ich mich stellen muss, ist nicht mein Ding.
    G.K.

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  4. Und noch was: Durch Herrn Elsens Kommentar kommt der Geruch der Reichsbürger zum hier vorgestellten Konzept. Das scheint mir schon fast eine Masche, mit der in der „Öffentlichkeit“ heute oft operiert wird. Gerüche kriegt man nicht so rasch los, auch oder gerade weil sie mit Verstand nichts zu tun haben. Ist das hier etwa sogar beabsichtigt?
    G.K.

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  5. Wenn ich mich nicht irre, hat diese Graswurzelpolitik in der menschlichen Frühzeit sehr gut funktioniert – Familienclans, eingebunden in einen von der Zahl her übersichtlichen Stamm… Danke für diesen sehr anregenden Artikel!

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  6. ZITAT«…herrschenden Kreise hier oder auf der anderen Seite des Atlantiks uns rücksichtslos in diese Sackgasse manövrieren. Wahrscheinlicher sind es aber die Gesetzmäßigkeiten des Systems. Wir müssen uns fragen, ob das so weitergehen kann, Politik und Wirtschaft so zu organisieren, wie wir es derzeit tun …»

    Würden WIR (Volk?!) TATsächlich Politik und Wirtschaft ORGANISIEREN, dann stünden wir ja schon da, was der Claim: Machen wir Politik doch selbst! für sich besagt.
    Also: weil wir (das Volk) Politik und Wirtschaft NICHT SELBST ORGANISIEREN, macht der Claim ja auch erst Sinn!

    Wollen wir als Volk wirklich Selbstorganisation, dann stellt sich die Frage: was braucht es zur „Selbstorganisation“ (Fähigkeiten und Ressourcen) und wie kann sie gelingen?

    Herr Kugler beschreibt dazu ein Konzept, was sich ja sehr eng an das griechische Ur-Demokratie-Konzept anlehnt – und außerdem haben die Menschen aus „ihrer Natur“ heraus schon immer kleinere soziale Gebilde bevorzugt, die dann wiederum miteinander interagieren konnten z.B. durch Vertreter (Stammesälteste, Ratsvorsitzender, König usw.) derselben.
    Das Konzept ist also sehr naheliegend. Aber:

    Warum sind dann die Zustände SYSTEMISCH (Herr Kugler schreibt ja selbst: wahrscheinlicher sind es aber die Gesetzmäßigkeiten des Systems !) so, wie sie sind?

    Hier zeigte ich auf, daß es an der gegenwärtigen Gesetzgebung nicht liegen kann, sondern im Gegenteil, diese einen Raum für Subsidiarität gewährt – das Volk hat alle Macht – doch was macht es damit ?!

    Das Problem liegt also in der Selbstermächtigung und damit liegt es in der (fehlenden) Souveränität. Selbstorganisation basiert auf Souveränität – jeder Mensch ist ein König, oder besser gesagt: in jedem Menschen wohnt etwas Königliches! Nur das Königliche im Menschen kann Solidarität leben: Eltern zeigen Solidarität mit ihren Kindern, Wissende mit Unwissenden, Reiche mit Armen, Starke mit Schwachen, Gesunde mit Kranken, Gott oder Götter mit Menschen usw.

    Nur in einem System von Sklaven wird das Königliche gefürchtet und die Sklaven halten sich gegenseitig gering und achten darauf, daß alle gleich bleiben (und denken).
    Schon Plato beschreibt dies unter anderem in seinem Höhlengleichnis. Wer im Sklavenbewußtsein bleiben will, dagegen ist eben kein noch so königliches Kraut gewachsen … Gott kann uns die Hand hinhalten, aber sie wahrnehmen und die Fülle annehmen, das müssen wir, der Einzelne, schon selbst tun … und da ist ja auch der Ansatz mit „Politik selbst machen“ genau richtig !

    Was braucht es aber noch um Selbstorganisation umzusetzen?

    Ich greife hier den Satz von Herrn Kugler auf: Wir brauchen die Politik im GROSSEN und im Kleinen!
    Also geht es um ein Fraktal – das Große spiegelt sich im Kleinen, das Kleine im Großen…

    So arbeitet die Schöpfung – nichts anderes, als daß sie Henne und Ei gleichzeitig zur Erscheinung bringt. Sie arbeitet mit der Polarität aber nicht selbst in der Polarität. Wir haben hier die Drei – das göttliche Auge in der Pyramide – wir kennen es vom Dollar-Schein … oder auch das sogenannte „Teile und Herrsche“ – welches ja von einem anderen, also dritten Standpunkt aus inauguriert wird.

    Hier bewegen wir uns also im Rahmen von Schöpfungsgesetzmäßigkeiten, die ich berücksichtigen muß, wenn ich nur etwas komplexere Neugestaltungen anstrebe.

    Die kleine Gemeinschaft mag zwar sagen: auf das zerstörerische Individualverkehrskonzept (ölverbrauchende fahrende Heizungen) will ich verzichten und fahre mit Pferdekarren die Güter im Dorf rum (Beispiel Amische) – es dürfte aber jedem klar sein, daß dies in einer BESTEHENDEN komplex verzahnten Wirtschaftswelt gesamtgesellschaftlich NICHT funktionieren kann. Es sei denn, man würde einen Reset machen (Krieg) der mehr oder weniger alle in die Steinzeit zurückversetzt (Entschuldigung Steinzeit, von Dir macht man sich auch seltsame Vorstellungen) – also sehr sehr viel Leid erzeugt!
    Wenn wir das Auto abschaffen wollen, so brauchen wir dazu GLEICHZEITIG ein VERWIRKLICHTES anderes Mobilitätskonzept. Wie von OBEN (Herrschende) in den 60er und 70er Jahren mehr als 65.000 Bahnkilometer in der BRD abgebaut und die Bahn als Volkseigentum verhökert wurde, so bedarf es ebenso auf diesem überregionalen Plan einer GLEICHZEITIGEN Strukturänderung. Insbesonders betrifft dies auch das Geld- bzw. Finanzsystem.

    Das sind hoheitliche Aufgaben – also Staatliche – und kein Staat kann sich verschulden, wenn er selbst der Souverän ist! Statt dessen kriecht er als Unternehmen (Handelsrecht!) zu anderen privaten Unternehmen(Banken) und leiht sich dort Geld, mit Zinsen, die das Volk durch seine Arbeitsleistung aufzubringen hat.

    Fazit: so wichtig und richtig die Idee, Zielsetzung und vor allem Umsetzung einer Graswurzelbewegung ist, so wichtig ist aber auch, daß diese Aktiven GLEICHZEITIG schon den großen Rahmen setzen, damit ihre lokalen Bemühungen – nämlich spätestens dann, wenn sie tatsächlich im großen Rahmen Wirkung zeigen würden – nicht von den Mächtigen zunichte gemacht werden.
    Denn wenn wir nicht auch GLEICHZEITIG z.B. ein Finanzierungskonzept für die Exekutive, für die Sanktionsmacht für die Waffengewalt (die es ja nun leider mal gibt) haben, dann müssen diese Menschen gegen ihren eigenen Willen gegen die eigene Bevölkerung vorgehen, nur damit sie ihre Familien ernähren können …

    Vielleicht konnte ich mich jetzt ein bißchen verständlicher machen …trotzdem die Medien immer offensichtlicher manipulieren (und deshalb bestimmte Wörter wie Schalter seltsame Reaktionen auslösen) und die Menschen immer weniger die Quelle selbst besuchen (sondern diese lieber löschen), oder wie es ein Indianisches Sprichwort ausdrückt: urteile über keinen, wenn Du nicht 3 Monde in seinen Mokassins gegangen bist …

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  7. Ich sehe die Macht des Systems. Es gibt aber immer noch Gestaltungsmöglichkeiten. Die des individuellen Verbrauchers verpuffen. Wir brauchen Zusammenschlüsse, die uns innen stärken und außen Einfluss ermöglichen. Springen sollten wir nicht, lieber Schritte gehen. Also kleine Gruppen, die abtasten, wie sie sich der Manipulationen entledigen können. Wie sie Subsidiarität in kleinen Schritten verwirklichen können. Das kann man nicht nur abstrakt entwerfen, das sollte versucht werden.
    Also nicht nur lesen und schreiben, sondern – zusammen! – versuchen!
    Mein Vorschlag enthält keine traditionelle politische Positionierung. Die erzeugen nur Lähmungen. Ablenkungen ins Verbale. Insofern dienen sie alle der Verfestigung des herrschenden Systems. Vor Ort erleben wir, wer zuverlässig ist, wer sich offen auseinandersetzt, wer konsequent ist. Und wir können uns in diesen Verhaltensmustern gegenseitig in Frage stellen und fördern. Da merkt man die Einflüsse des Systems oft schmerzlich. Aber nicht unüberwindbar.
    G.K.

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  8. Hallo Ihr Lieben!

    das, was wir in diesem kleinen Diskurs der Ansätze zu einer konstruktiven Veränderung unserer Gesellschaft zwischen Herrn Kugler und Herrn Elsen gerade erleben, ist doch genau unser Problem. Beide haben gute Argumente. Nur ist die Bandbreite so vielschichtig, wie unsere Lebenserfahrung, wie unsere Hoffnungen und Ängste. Ich tendiere dazu, daß Herr Kugler dahingehend Recht hat, daß wir jetzt endlich auch von unserem Recht Gebrauch machen sollten. Nur sind die Falken über uns – und es wäre naiv, zu glauben, daß wir in allem, was wir “ demokratisch “ in kleinen und großen Kreisen grundgesetztreu ausbaldowern würden, unbeobachtet bliebe und durch edles Gebaren der jetzigen Mächtigen respektiert würde. An dieser Stelle kann ich eigentlich nur die letzte große Schutzmacht der Natur heranziehen. Wenn großen Massen zu Wasser zu Lande oder In der Luft von Raubtieren bedroht werden, dann gibt es raffinierte Schwarmbewegungen, die zu minimalen Verlusten und zu maximalem Überleben führen. Das wiederum bedeutet, daß wir uns dessen bewußt werden müssen, daß Verlußte in der Masse zur Bewegung unweigerlich dazugehören – wir aber dazu bereit sein müssen. Wenn unser persönliches Leben zurücktreten kann, damit die große Masse der Gesellschaft einen besseren Weg gehen kann, dann sehe ich unsere letzte wirkliche Chance als gekommen. Vorher nicht. Leider.

    Euch allen da draußen eine gute und friedliche Nacht!

    Uwe

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    1. Lieber Uwe,
      danke für Deine integrierenden, herzlichen Worte und die friedliche Nacht!

      Dein Satz: »daß wir jetzt endlich auch von unserem Recht Gebrauch machen sollten …« Deshalb hatte ich wichtige Grundzüge dieses Rechts, respektive GG, in meinem ersten Beitrag genannt, eben als ERGÄNZUNG und BESTÄTIGUNG zu dem, was Herr Kugler anführt (der „Stachel“ sitzt wo ganz anders, wie sich zeigt).

      Den Ansatz von Herrn Kugler unterstrich ich explizit durch meine Aussage:
      »Das Volk muß seine Macht also erst gar nicht ergreifen – es hat schon alle Macht – es muß es nur nutzen und ausgestalten. Und das kann im Prinzip nur so gehen, wie Herr Kugler es hier angedeutet hat.«

      Dein Satz: »Nur sind die Falken über uns – und es wäre naiv, zu glauben, daß …[,,,]« verweist auf die Tatsache einer bestehenden Machtstruktur, die ihr Eigeninteresse durchsetzen will – und auf das hat ja auch Herr Kugler hingewiesen: »Aber sie [Anm.: die Basisdemokratie] wurde immer nur im Machtvakuum versucht und regelmäßig von neuen Mächtigen zerschlagen.« Ich ergänze: nicht unbedingt nur von neuen, sondern es können auch die alten Mächtigen (z.B. in neuem Gewand) sein …

      Dein Satz: »….ist doch genau unser Problem..«[…] »… daß Herr Kugler dahingehend Recht hat …«
      Sehe ich genauso, nämlich, daß viele von uns die Tendenz haben (eigentlich ist es ja nur die bekloppte Verstandesidentifikation: sich mit „seinen“ Gedanken zu identifizieren und diese dann „verteidigen“ zu müssen – also hier schon eine Art „Kriegszustand“) in den Kategorien „wer hat Recht – der ein oder der andere“ zu denken und so die „Dinge“ GEGENEINANDER ausspielen, was zur Folge INKOHÄRENZ hat (worauf ich mit dem gelöschten LInk hinweisen wollte).

      Und genau wie von Dir, Uwe, gesagt: »das, was wir in diesem kleinen Diskurs der Ansätze zu einer konstruktiven Veränderung unserer Gesellschaft zwischen Herrn Kugler und Herrn Elsen gerade erleben, ist doch genau unser Problem« – trifft meines Erachtens auch zu !

      Eine Instanz von uns »spaltet« genau die Kräfte, die wir alle benötigten – im Sinne einer von Dir benannten „Schwarmbewegung“ – um tatsächlich eine für uns alle positive Änderung bewirken zu können.

      Ich wollte das hier dynamisch, sozusagen in „Realtime“ aufzeigen, damit sich jeder für sich selbst die Antwort geben kann auf die Frage die ich stellte:
      Was braucht es aber noch, um Selbstorganisation umzusetzen?
      Und dazu benutzte ich einfach eine mit »König angereicherte Wortkombi«, die medial negativ in den Köpfen verankert ist und eventuell noch mit einer Persönlichkeit verbunden, die »ich ja persönlich gar nicht mag« (das war also der Stachel und die „Provokation“ – das Ego fühlt sich durch eine anders Ego auf den Fuß getreten!) – also hier gerade die spaltenden Elemente vorgeführt werden, während, wenn man auf die Quelle selbst schauen würde (also UNMITTELBAR – in den Mokassins gehend), die Realtiät sich doch ganz anders darstellen würde …

      Denn das Beispiel was ich anführte ist insofern überhaupt nicht unglücklich, da, was diese Gemeinschaft versucht, völlig legal und friedlich ist und zeigt, wie ein bestehendes Machtsystem, sich an seine eigene Regeln NICHT hält, wenn die »Beobachter« merken, daß da eine gewisse »Gefahr« besteht… (der Angriff der Falken – Finanzelite – ist hier also dokumentiert!!!) und dann z.B. die Medientrommel (=Kriegstreiberei, Spaltung) in Gang gesetzt wird, ohne die generell kein Krieg möglich ist…(spätestens 11.09.2001 beim senkrechten Fall von drei Gebäuden durch angeblich zwei Flugzeuge und dem Fall von 3000 Bürgern: durch diesen Fall und Knall müßten eigentlich Millionen aufgestanden und aufgewacht worden sein!).
      Und diese Gefahr bestand, denn der Zustrom und die FUNKTIONALITÄT und damit die WIRKSAMKEIT dieser Gemeinschaft wuchs zunehmend (
      und das nur innerhalb von 2 Jahren !!! – man überlege einmal wie LANGE da schon andere dran sind – „Mehr Demokratie“ und es auf das Gesamt gesehen VÖLLIG WIRKUNGSLOS blieb!!!).

      In einem solchen basisdemokratischen Fall mit eigener „Finanzhoheit“ (denn die über 800 Menschen wurden zu nichts gezwungen – es war ihr Wille und ihre Abstimmung) versteht das »Finanzsystem«, hier präsentiert durch die BaFIn oder einen gewissen (ANMERKUNG ADMIN: Unterlassen Sie es bitte, Personen im Zusammenhang mit der Diskussion namentlich zu nennen, die mit dem Ausgangsthema nichts zu haben und überdies keine Personen der Zeitgeschichte sind.), gar kein Spaß … (Man besorge sich die DVD „Der Fall Mollath“, um auch daran zu erkennen, wie „empfindlich“ die Finanzelite reagiert, die ebenfalls die Medien kontrolliert…)

      Unglücklich ist es vielleicht nur deswegen, weil wiederum von einer mutigen Minderheit ein Versuch gestartet wurde für ALLE – aber gerade diejenigen, die am lautesten jammern, ihre eigenen Retter am ehesten ans Kreuz nageln.

      Denn das, die wirkliche brachiale Gewalt, tun die Mächtigen NIE !!! – Das tut sich das Volk immer nur gegenseitig an – das Volk produziert die Waffen und es setzt sie auch ein als Exekutivkraft gegen sich selbst!

      Gestalten wir jedoch GLEICHZEITIG die Gemeindestrukturen UND die GROSSE Politik ( das sind die Worte von Herrn Kugler!), dann haben wir die von Dir, Uwe, genannten Schwarmchancen – denn ein Schwarm ist ein Schwarm, weil er kohärent ist ..

      Können wir das? – dieser Diskurs scheint zu zeigen: …. ????
      herzliche Grüße im Sinne von gegenseitiger Erweiterung, Ergänzung, Ringen um Realtiätsverbesserung im Sinne Aller …

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  9. Lieber Jürgen,

    danke für deine ausführliche Darstellungen. Es menschelt immer und überall. Wir dürfen uns auf keinen Fall in der Sache auseinander dividieren lassen- von wem auch immer. Ich bin auf dieses Portal durch Zufall, wie so oft im Leben, gestoßen. Es spricht mich total an. Aber es fordert einen auch, wenn man noch voll im Berufsleben steht. Genau das wissen die Falken. Die haben jede Menge “ Hauptamtliche“ Soziologen, Medien sowieso, und wem weiß ich alles auf ihrer Gehaltsliste. Die sind uns meilenweit in Psychologie voraus. Unser Vorteil besteht einzig darin, daß wir tatsächlich im Recht sind und viele von unserem Volk persönlich und eigentlich auch körperlich vom Unrecht torpediert werden oder wurden. Der deutsche Michel dümpelt in seiner Lethargie dumpf vor sich hin – Nein, ich zeige jetzt nicht mit dem Finger auf bildungsferne Schichten!!!!! Das geht quer durch alle Schichten. Hier ist der Falke klar im Vorteil. Herrscher zum Priester: „Halt du sie dumm – ich halt sie arm…..“ .
    Ich behaupte sogar, daß die Volksbespaßung Nummer 1 ( Smartphone ) mit allen Apps strategische Funktion hat.
    Na ja- genug für heute. Bleibt wachsam und steht zusammen. Das hier wird noch richtig heiß.

    Euch allen natürlich wieder eine friedliche gute Nacht!

    Uwe

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