Was uns verbindet – Humanistisches Forum in Madrid

Unter dem Motto „Was uns verbindet – auf dem Weg zur universellen menschlichen Nation“ findet vom 11. bis zum 13. Mai in Madrid das 5. Europäische Humanistische Forum statt.

Die Menschheit befindet sich an einem Scheideweg, an dem die Glaubensvorstellungen der Vergangenheit und die Visionen für die Zukunft aufeinanderprallen und sich gegenseitig zu verdrängen versuchen.

Die Welt hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte vernetzt. Es entsteht ein noch nie dagewesener Austausch zwischen den Völkern und Kulturen sowie ein gegenseitiges Durchdringen ihrer Traditionen, Glaubensvorstellungen und Werte, ihres Lebensstils und ihrer jeweiligen Sichtweise der Welt.

Gleichzeitig eröffnet der technische Fortschritt neue Horizonte und weckt Bestrebungen, die bisher im Verborgenen schlummerten, und die aber nun die Menschen anspornen, jenseits dessen, was wir bereits wissen, vordringen zu wollen – jenseits der bekannten Grenzen von Raum und Zeit.

Immer mehr Menschen streben danach, neue Perspektiven aufzugreifen, um das zu finden, was uns alle verbindet, und um neue Realitäten aufzubauen. Das Humanistische Forum will seinen Teil dazu beitragen.

Unter dem Motto „Was uns verbindet – auf dem Weg zur universellen menschlichen Nation“ findet vom 11. bis zum 13. Mai in Madrid das 5. Europäische Humanistische Forum statt.

Das Humanistische Forum findet 2018 in Madrid statt.Den Auftakt bildet am Freitag, den 11. Mai, die Eröffnungssitzung in der Fakultät für Erziehungswissenschaften der spanischen Fernuniversität UNED. Workshops, Lesungen, Panels, Gesprächsrunden, Dokumentarfilm-Vorführungen und künstlerische Präsentationen zu Themen wie zum Beispiel Abrüstung, Menschenrechte, Sozialökologie, Politik, Spiritualität, Technologie, neue Ökonomie, aktive Gewaltlosigkeit, die Stärke des Weiblichen, der psychosoziale Hintergrund, Kunst, soziale Mystik, Journalismus, soziale Bewegungen und kulturelle Konvergenz werden am Samstag und Sonntag (12./13. Mai) im Kulturzentrum „El Pozo“ angeboten.

Das Manifest des Humanistischen Forums hebt die Entfaltung einer neuen Sensibilität hervor, die in den jüngeren Generationen heranwächst:

„Eine neue Sensibilität kommt immer stärker zum Ausdruck; die Sensibilität der Menschheit mit einer höheren Vision, in der einige Anzeichen zu erkennen sind, die es wert sind, näher betrachtet und vertieft zu werden, nämlich: dass das menschliche Leben der zentrale Wert in der Gesellschaft ist, während die Umwelt und alle anderen Lebewesen geschützt werden; dass alle Menschen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben; dass niemand diskriminiert wird und dass jeder das Recht hat, seine eigene existenzielle Dimension zu entdecken, zu erforschen und sich mit gutem Recht nach dem Sinn des eigenen Lebens fragen darf.“

Um diese und andere Themen zu vertiefen, wird das 5. Europäische Humanistische Forum mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Rolle Europas bei der Vereinigung seiner Bewohner und beim Brückenschlag zu den Menschen außerhalb Europas“ eröffnet.

Zu den Teilnehmern der Diskussion gehören u.a. Carlos Umaña (ICAN-Koordinator für Lateinamerika), Sabine Rubin (Mitglied der französischen Nationalversammlung für France Insoumise), Riccardo Petrella (Ökonom und Spezialist für Fragen der Armut und des Wassers als Gemeingut), Clara Gómez-Plácito (Anthropologin und Aktivistin), Piero Giorgi (Neurowissenschaftler und Friedensforscher), Mayte Quintanilla (Aktivistin im Bereich des bedingungslosen Grundeinkommens) und Guillermo Sullings (Ökonom und Autor des Buches „Am Scheideweg der Zukunft der Menschheit“: Die Schritte zur Universellen Menschlichen Nation“).

Richter Baltasar Garzón, der u.a. bekannt wurde durch seine Ermittlungen gegen den chilenischen Diktator Augusto Pinochet und die Verfolgung von Korruption und Staatsverbrechen, wird über Maßnahmen, die im Bereich der universellen Gerichtsbarkeit (Weltrechtsprinzip) zur Verteidigung der Menschenrechte zu ergreifen sind, sprechen.

Die Neue Debatte wird in Madrid dabei sein und sich vor allem in den Themenbereich „Unabhängiger Journalismus und sozialer Aktivismus“ einbringen. Die Notwendigkeit der Demokratisierung der Medien soll aufgezeigt werden, um im anschließenden Dialog mit Aktivisten, Bürgerjournalisten und interessierten Menschen nach Lösungen zu suchen, um Medienprojekte zu verwirklichen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind.

Das Humanistische Forum 2018 knüpft in Madrid an die Veranstaltungen in Moskau (1993), Mexiko (1994), Santiago (1995), Budapest (2004), Lissabon und Quito (2006), La Paz (2007) und Mailand (2008) an.


Weiterführende Informationen

Die Registrierung und Teilnahme am Forum ist kostenlos. Freiwillige Spenden, die das Humanistische Forum erhält, werden zur Deckung der entstehenden Kosten verwendet.

Freitag bis Sonntag, 11. – 13. Mai 2018, Madrid

Humanistisches Forum 2018

Vorträge, Workshops, Diskussionen und Vernetzung mit Aktivisten und Vertretern sozialer Organisationen und Initiativen sowie Teilnehmern u.a. aus Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien und dem Irak. Themenfelder u.a.:

Humanistische und gewaltfreie Erziehung
Unabhängiger Journalismus und sozialer Aktivismus
Für eine Welt ohne nukleare Waffen
Soziale Ökologie
Eine neue Wirtschaftsform für die Universelle Menschliche Nation
Kollektive Kunstwerke: Ich existiere, weil du existierst
Frauen für Gewaltfreiheit
Bilder als Instrument zur Veränderung
Gute Kenntnisse

Eröffnungsplenum

Freitag, 11. Mai von 17.00 – 20.30 Uhr

Auditorium der Fakultät der Bildungswissenschaften der UNED

Facultad de Educación – UNED
C/ Juan del Rosal, 14
28040 Madrid

Veranstaltungen und Workshops

Samstag und Sonntag, 12./13. Mai 2018

Centro Cultural El Pozo del Tio Raimundo

Eintritt frei / freiwillige Unterstützung möglich

Mehr Details …

Humanistisches Forum 2018


 

Fotos: Humanistisches Forum

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