Zwei Weltkriege sind genug!

Europäer wenden sich in vielen Ländern mit Friedensappell an westliche Medien und Politik.

Die Regierungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ — insbesondere Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands unter Führung der USA und der NATO – sowie die Medien kommen ihrer Friedenspflicht nicht nach. Nach NATO- und EU-Osterweiterung bis vor die russischen Grenzen eskalieren sie unter den fadenscheinigsten Anwürfen die politische Lage unter anderem in Zentraleuropa und Nahost gegen Russland und erhöhen im Tagesrhythmus den Druck auf die russische Regierung. Hierdurch wächst die Gefahr für einen 3. Weltkrieg. Die Unterzeichner der nachfolgenden Erklärung appellieren an die Kräfte der Vernunft, den Weg der Eskalation zu verlassen und in den Frieden zu investieren.

Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!

Zwei Weltkriege sind genug!

In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt.

Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt!

Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das

nicht in unserem Namen!

Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort!

Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung!

Urteilsbegründung des internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg 1946:

„Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist nicht bloß ein internationales Verbrechen. Es ist das schwerste internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken der anderen Verbrechen einschließt und anhäuft.“

Papst Johannes Paul II am 13. Januar 2003:

„Krieg ist niemals ein unabwendbares Schicksal.
Krieg bedeutet immer eine Niederlage für die Menschheit.“

Nikolaj Desjatnitschenko, russischer Schüler in seiner Rede am Volkstrauertag vor dem Deutschen Bundestag am 22. November 2017:

„Ich hoffe aufrichtig, dass einmal auf aller Welt der gesunde Menschenverstand walten wird und die Welt nie wieder Kriege sehen wird.“

Erstunterzeichner:
Dr. Rudolf Hänsel
Milica Radojkovic-Hänsel
Ullrich Mies
Annette van Gessel
Siegfried Wilhelm
Rule B. Ph. von Bismarck
Anneliese Fikentscher
Andreas Neumann
Dr. Daniele Ganser
Prof. Dr. Heinrich Wohlmeyer
Willy Wimmer
Prof. Dr. Mohssen Massarrat
Klaus von Raussendorff
Prof. Dr. Kees van der Pijl
Jochen Scholz
Dr. Ansgar Klein
Helene Klein
Dr. Matthias Burchardt
Elias Davidsson
Veronika Thomas-Ohst
Ernst Wolff
Jens Wernicke
Peter Vonnahme
Hans Bauer
Klaus Hartmann
Hermann Ploppa
Stefanie Seide
Dr. Wolfgang Bittner
Lisa Fitz
Prof. Dr. Norman Paech
Gina Pietsch
Dr. Amir Mortasawi
Brigitte Kabbeck
Dr. Daniela Dahn
Bernhard Trautvetter
Gunther Sosna
Alex Ross

Zwei Weltkriege sind genug. (Aktion/Grafik: Rubikon)


Über die Autoren: Rudolf Hänsel, Jahrgang 1944, ist promovierter Erziehungswissenschaftler, ehemaliger Lehrer und Schulberater sowie Diplom-Psychologe mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie. Er ist Buchautor sowie Autor von Fachartikeln zu den Themen Jugendgewalt, Mediengewalt und Werteerziehung. Eine Zeit lang schrieb er darüber hinaus Artikel für den Rubikon.

Ullrich Mies versteht sich selbst — Hinweis für Oberschlaue und Hochintelligenzler wie Klaus Lederer: „Vorsicht, Satire!“ — als „verschwörungstheoretischer und gänzlich unbelehrbarer“ Sozial- und Politikwissenschaftler. Er studierte in Duisburg und Kingston/Jamaica. Seine Interessenschwerpunkte sind Internationale politische Konflikte, Neoliberalismus, Demokratieerosion, Kapitalismus- und Militarismuskritik sowie die Erhaltung der Biodiversität. Er ist seit 1994 selbständig und lebt seit 30 Jahren in den Niederlanden, da Deutschland ihm zu spießig ist. Seit dem Jahr 2000 queruliert er als politischer Aktivist und belästigt die Herrschenden – unter anderem bei den „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“, deren Gründungsmitglied er ist. Unter anderem schreibt er für Rubikon und die Neue Rheinische Zeitung. 2017 erschien von ihm als Mitherausgeber „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“.


Hinweis: Das Werk erschien auf Rubikon – Magazin für die kritische Masse und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen darf es verbreitet und vervielfältigt werden.


Fotos: Simon Noh (Unsplash.com) und Rubikon.


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  1. So lange es immer noch Menschen gibt, die sich rekrutieren lassen, an Friedenseinsätze und Verteidigung glauben, so lange wird es auch Kriege geben.
    Der Soldat ist die kleinste benötigte Einheit einer gigantischen, nur dem Profit verpflichteten Mordmaschinerie.

    Verweigert Euch endlich – in Frieden!

    Nach mehr als 18 Jahren NATO-Angriffskriegen, mit über 3 Millionen Toten, verwüsteten und verstrahlten (Uranmunition) Ländern, sollte eigentlich jedem Menschen aufgefallen sein, dass es sich hierbei nicht um eine humanistische Hilfsorganisation handelt.

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