Wie weiter?

Ein gesellschaftspolitisches Gedicht.

Noch weiter, noch weiter
hinauf die groß Leiter
nach unten nen Tritt
dann ist man doch quitt.

Nach außen hin Poker
das geht doch ganz locker
Wenns Innere stört
schnell weggekehrt.

So geht man durchs Leben
Man nennt es auch Schweben.
Die Welt staunt und schaut
Da prickelt die Haut.

Die Dummen nur schaffen
die Klugen die raffen
es geht nur ums Geld
’s ist alles was zählt.

Das meinen die einen.
Sie gleichen fast Steinen.
Wo ist ihr Gespür
fürs wirkliche Wir?

Wir könn’n uns verbinden
die Zugänge finden
wo Wärme uns eint
wo Freude fast weint.


Gerhard Kugler ist Psychologischer Psychotherapeut. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie.Über den Autor: Gerhard Kugler (Jahrgang 1946) ist Psychologischer Psychotherapeut im Ruhestand. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) und der Gesellschaft für kontextuelle Verhaltenswissenschaften (DGKV), deren Therapieansatz die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist. Auf seiner Homepage www.erlebnisoffen.de finden sich weitere Informationen und Blog-Einträge.


Foto: Craig Whitehead (Unsplash.com) und Gerhard Kugler.


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  1. Sehr schön!

    Hier meine Antwort:

    »Masken

    Sind Sie bereit
    Zu alter Oberflächlichkeit?
    Die Türen zur Person
    Sind oftmals zu, das wusst ich schon.

    Was offenbar ist,
    Spielt die Rolle,
    Der seltsam Andere vermisst
    Das Fremde dann mit eig’ner Wolle.

    Niemand bemerkt den Hintergrund
    Von dem grandiosen Spiele.
    Ein jeder tut dann kund,
    Was ihm so grad‘ gefiele.
    April 2018«

    Herzliche Grüße aus Berlin,

    CF

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  2. Oh, was ist es wunderschön.
    Täglich stets zur Arbeit gehen.
    Arbeit macht das Leben froh,
    das wünschen Regenten eben so.

    Da schließt man Verträge ab,
    es hält die Arbeiter voll auf Trab.
    Es muss doch sicher möglich sein,
    Geld zu vermehren, ist das fein.

    Wenn der DAX nimmt stetig zu,
    das läßt die Menschen keine Ruh,
    nun aber ran, schnell Arbeit schaffen,
    so kann man Geld zu Gelde raffen.

    Wann endlich wird es möglich,
    sich von dieser Sucht zu befrein.
    Soll das der Sinn des lebens,
    das kann doch wohl nicht möglich sein.

    Wenn für etwas Sinnvolles es würd gehen,
    dann wäre es ja noch wirklich einzusehen,
    doch so nur noch viel Luxus produzieren,
    da wird die Erde eines Tags protestieren.

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  3. Ach Ihr Poeten! Da war Brecht aber deutlicher…

    Lob der Dialektik

    Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
    Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre.
    Die Gewalt versichert: So, wie es ist, bleibt es.
    Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden.
    Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut:
    Jetzt beginne ich erst.
    Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
    Was wir wollen, geht niemals.

    Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
    Das Sichere ist nicht sicher.
    So, wie es ist, bleibt es nicht.
    Wenn die Herrschenden gesprochen haben,
    Werden die Beherrschten sprechen.
    Wer wagt zu sagen: niemals?

    An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
    An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns.
    Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
    Wer verloren ist, kämpfe!
    Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
    Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen,
    Und aus Niemals wird: Heute noch!

    Bertolt Brecht

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