Bürgerliche Sammelbewegung: #aufstehen oder #liegenbleiben?

Die fehlende Nähe der bürgerlichen Linken zu den ökonomisch benachteiligten Schichten bekommt Gesicht.

Deutschlands politische Einöde erlebt mitten im Hochsommer einen kleinen medialen Vulkanausbruch. „Aufstehen“ nennt sich die neue Sammelbewegung von Sahra Wagenknecht, wie u.a. bei SPON, Tagesschau, Handelsblatt, Welt und in der Frankfurter Rundschau zu lesen ist. Es geht, so lässt es sich zusammenfassen, um eine inhaltliche Erneuerung der Politik.

Den Bürgerinnen und Bürgern müsse zugehört werden, steht auf der Webseite www.aufstehen.de und, dass Flaschen sammeln keine Lösung sein darf. In Videoclips berichten Menschen aus unterschiedlichen Milieus über ihre Sorgen und formulieren Wünsche und Forderungen an die Politik. Damit ist erst einmal alles gesagt, was im ersten Moment gesagt werden kann.

Denn bewegt hat sich die Bewegung noch nicht, sondern sie sammelt E-Mail-Adressen von Menschen ein, die dabei sein wollen. Bei was genau, bleibt unklar, so wie bei Online-Marketern, die auf einer Landingpage ein mega cooles neues Produkt promoten, sich bei der Beschreibung desselbigen aber möglichst bedeckt halten. Schließlich verpflichtet jedes genannte Detail den Verkäufer zur Lieferung.

Von einem offiziellen Start im September ist die Rede. Die Frage sei erlaubt, seit wann eine Bewegung einen offiziellen Startschuss benötigt, außer, sie wird von oben gelenkt, was mit einer Bewegung nichts zu tun hat. Wo versteckt sich also das emanzipatorische Element und wo ist der politische Ansatz zu finden, der die Missstände beseitigt, die die Gesellschaft quälen? Da wird das Eis dünn.

Wenn die ewig gleichen Kader den Takt vorgeben, ist der Weg jeder linken Bewegung vorgezeichnet: Mobilisierung mit viel Tamtam, Dominanz einer Führungsperson, flankiert durch Prominenz aus den linksintellektuellen Kreisen, inhaltliche Gleichmacherei, Sicherung der Macht wie zu Kaiserszeiten durch klassische Organisationsstrukturen, finales Postengeschacher und als besonderer Höhepunkt die Gründung einer Partei als unausgesprochenes „long-term goal“.

Damit sind eventuell die von den Altparteien enttäuschten und zum Widerstand noch fähigen Wählerinnen und Wähler aus der Mittelschicht, die sich politisch links oder ins sozialdemokratische Lager verorten, kurzzeitig zu begeistern, aber in Wahrheit werden sie kaltgestellt.

Durch den Seiteneingang, der sich Sammelbewegung nennt, werden sie wie eine Schafherde zurück in den vom Parteienfilz durchsetzen und vom Lobbyismus zerfressenen Parlamentarismus geführt. Da ist nichts Emanzipatorisches zu finde, da lauert bürgerliche Kleinkrämerei, die den Status quo erhalten will, aber einen gesellschaftlichen Gegenentwurf verweigert. Der kann logischerweise nur die Abschaffung des Kapitalismus beinhalten, der von einer Krise in die nächste taumelt.

Doch ein radikaler politischer Ansatz übersteigt die Vorstellungskraft der Bürgerlichen, die noch einigermaßen gut leben im System, auch wenn sie merken, dass es ihnen langsam aber sicher ans Leder geht.

Dass zeigte sich schon bei Yanis Varoufakis, der die pan-europäische Bewegung Democracy in Europe Movement 2025 (Diem25) initiierte und im Februar 2016 in Deutschland aus der Taufe hob. [1] Dabei hatte der Ex-Finanzminister von Griechenland nichts Spektakuläres im Gepäck. Den Kapitalismus will er stabilisieren, mehr nicht. Dafür wird der Weg durch die Instanzen eingeschlagen. Aus der Bewegung ist längst eine Partei geworden, die im Europaparlament Impulse setzen will, vorausgesetzt, sie kommt dort irgendwann an.

Für Diem25 hatte im Vorfeld sogar Oskar Lafontaine kräftig geworben. Als Varoufakis allerdings seinen „Job“ als Finanzminister verlor und in die Reihen der „Normalos“ zurückkehrte, sprang der frühere Parteichef der Partei Die Linke schnell wieder ab von der anfahrenden Bimmelbahn. Das nennt sich Machtinstinkt.

Auf der Seite der Gemeinen zu stehen, bedeutet Klinken zu putzen, kleine Brötchen zu backen und den Weg frei zu machen für unverbrauchte Gesichter und frische Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen, Gemeinwohlökonomie, Volksentscheide, regionale Selbstverwaltung oder Basisdemokratie. Kaum vorstellbar für „politische Oldtimer“ mit Führungsanspruch, die es gewohnt sind, unter dem Applaus der Parteimitglieder im Blitzlichtgewitter zu baden. Und jetzt kommt die Sammelbewegung #aufstehen …

„Wir sind bewusst überparteilich und laden alle zum Mitmachen ein, die sich mehr soziale Gerechtigkeit und eine friedliche Außenpolitik wünschen und die für die Erhaltung unserer Umwelt eintreten“, wird Lafontaine in der Welt zitiert. [2]

Überparteilich, aber bereits vor dem Start mit Parteieliten im Rucksack, die tagtäglich im Bundestag, in den Länderparlamenten und in den Gemeinde- und Stadträten die Chance haben, die Missstände anzuprangern, die Abschaffung der schlimmsten Auswüchse des Kapitalismus zu fordern und dort, wo sie am Drücker sind, diese zu beseitigen?!

Da ist nichts Veränderndes zu finden, außer das bekannte Muster, das im Angesicht einer erstarkenden Partei der Unaussprechlichen hastig in Richtung Rot-Rot-Grün gestrickt wird. Es wird nach politischen Mehrheiten Ausschau gehalten, um eine neue Regierung „mit sozialer Agenda“ zu ermöglichen, sagte Wagenknecht gegenüber dem Spiegel. [3] Das ist okay, aber was ist das anderes, als die Verfolgung von Parteiinteressen und das Stochern nach Wählerstimmen?!

Dass ausgerechnet die SPD, die mit der Agenda 2010 die soziale Spaltung in Deutschland befeuert hat und als Regierungspartei konsequent Krieg gegen die Armen führt, in den Überlegungen von Sahra Wagenknecht eine Rolle spielt, ist keine besondere Abscheulichkeit. Es verdeutlicht lediglich die fehlende Nähe der bürgerlichen Linken zu den ökonomisch benachteiligten Schichten, denen die durch die neoliberale Strategie geprägte „Realpolitik“ keine Perspektiven aufzeigen will und eine an Parteipolitik angelehnte Sammelbewegung keine Perspektiven aufzeigen wird.

Für Millionen Menschen, die im Unterdeck der größten Volkswirtschaft der Europäischen Union ausharren, heißt es trotz #aufstehen wohl schlicht #liegenbleiben!

Ihre Chance ist eine Bewegung von unten, so wie es die Poor People’s Campaign (PPC) in den USA zeigte. [4] In Deutschland medial kaum beachtet, schaffte es die PPC 50 Jahre nach der Ermordung von Martin Luther King nicht nur die ausufernde Armut als das vorrangige Problem ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen, sondern setzte neben der sozialen Frage, die politische und moralische Erneuerung der Vereinigten Staaten auf die Agenda.

Die sich vollziehende Annäherung und Kooperation mit den unteren Einkommensschichten und den ausgebeuteten Arbeiterinnen und Arbeitern im Niedriglohnsektor, die lediglich ein paar Dollar von der Gosse entfernt sind, so wie eben auch der deutsche Facharbeiter nur noch wenige Hundert Euro Abstand zwischen sich, Hartz IV und dem sozialen Abstieg weiß, schaffte die nötige Verbindung zwischen den lediglich auf dem Papier unterschiedlichen Schichten.

Wie der Teufel das Weihwasser fürchtet das herrschende System diesen Schulterschluss, der den Armen zu sozialer Macht verhilft, die sich durch Protest, zivilen Ungehorsam und Streiks ins Politische überführen lässt. Das muss das Ziel einer Sammelbewegung sein – alles andere ist emanzipatorischer Fake.


[1] Reinhard Paulsen: Europa taumelt und die Welt gerät aus den Fugen: Was ist jetzt zu tun? Auf www.neue-debatte.com/2017/01/02/mein-lieber-yanis-ein-essay-ueber-linke-strategie/ (abgerufen am 06.08.2018).

[2] Welt.de: Lafontaine wirbt für linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Auf www.welt.de/politik/deutschland/article180566696/Sammlungsbewegung-Aufstehen-Lafontaine-ruft-zu-Teilnahme-auf.html (abgerufen am 06.08.2018).

[3] SPON: „Aufstehen“ – linke Sammlungsbewegung formiert sich. Auf www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-linke-sammlungsbewegung-aufstehen-formiert-sich-a-1221510.html (abgerufen am 06.08.2018).

[4] Link zur Homepage der The Poor People’s Campaign: A National Call for Moral Revival.


Foto: Alexandra Gorn (Unsplash.com)


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  1. Kinesiologie Köhn Potsdam 7. August 2018 um 15:41

    Super pessimistisch ! Der Bewegung den Wind aus den Segeln nehmen ? Warum ? Mit dem Bisherigen kommen wir keinen Schritt weiter! Also mitgemacht !

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    1. Rüdiger Rauls 10. August 2018 um 13:21

      Es ist nicht alles pessimistisch, was die Wirklichkeit sehr realistisch widerspiegelt. Dieses Optimismus-Dikatat ist einer der Gründe, weshalb die sogenannte Linke und all die anderen realitätsfremden „Optimisten“ keinen Zugang finden zu den gesellschaftlichen Kreisen, die pauschal als Unterschicht oder Prekariat bezeichnet werden. Das Wort „Proletariat“ scheint niemand mehr zu kennen oder in den Mund nehmen zu wollen. Diese gesellschaftlichen Kräfte sind nicht optimistisch. Sie haben auch keinen Grund dazu. Aber um sie zu erreichen, kommt man nicht weiter mit diesem Immer-gut-drauf-Getue. Da gilt nur eins: die Welt sehen, wie sie ist. Und die ist nun mal nicht rosarot.

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  2. Uwe leonhardt 7. August 2018 um 20:21

    Hallo Miteinander,
    Ich würde hier nicht gleich die Frau Wagenknecht als Hintertüröffnerin titulieren. Es fehlt nach wie vor in dem Brot-und Spiele – Land die explossive kritischen Masse. Gemessen an anderen europäischen Krisenländern bewegen wir uns prozentual immer noch in einer, wenn auch dünner werdenden, Komfortzone. Ziviler Ungehorsam, Streiks und Proteste dürfen NICHT das Ziel sondern nur ein Mittel sein. Um eine Gesellschaft zu verändern, braucht es vorallem Bildung. Aus der Geschichte lernen heißt Siegen lernen. Nur was lernen denn unsere Kinder in der Schule? Und dazu kommt unser aller menschlicher Makel. Ich wünsche mir wie Ihr alle eine bessere gerechtere Welt. Die Mächtigen werden nichts unversucht lassen um alle möglichen Keile durch uns zu treiben. Deshalb sollten wir erst einmal ordentlich die Bemühungen der Sara W. weiterverfolgen und uns später ein Urteil bilden. Vielleicht hat ja Gunther Sosna Recht — nur dafür schiesst er mir etwas zu schnell. Welche Strategie genau verfolgen Sie eigentlich? Ich würde die Räterepublick ein zweites mal in Deutschland anstreben. Beim ersten Mal wurde diese zerrieben. Alles sollte eine zweite Chance bekommen.

    Nun erst mal ein gutes Nächtle!

    Uwe Leonhardt

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    1. Gunther Sosna 9. August 2018 um 1:13

      Dank für die Frage nach der Strategie. Ein Gegenmodell, und die Begründung, warum es notwendig ist, ist auf https://neue-debatte.com/2018/05/27/die-entscheidung-kapitaldiktatur-oder-souveraenitaet-der-menschen-teil-1/ und den Folgeseiten beschrieben. Es dürfte der Räterepublik nahe kommen.

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  3. So schön es auch wäre, dass ein Grossteil die Kampagne durchschauen würde, aber so lange man noch irgendwie am Status Quo festhalten kann, denn eigentlich geht es uns ja nicht so schlecht.

    Da faselt ein Ex-Pfarrer auf der emotional, durchgestylten Webseite etwas von zu hoch gehängten überflüssigen Kreuzen in bayerischen Schulen. Der Islam wird auch zu hoch gehängt, aber die Behörden müssen das besser in den Griff kriegen. Und die armen Flüchtlinge verhungern im eigenen Land, deshalb müssen wir weitere aufnehmen. – Anstatt unsere Kriege zu beenden?!

    Eine Schülerin lobt die durchdigitalisierten Schulen in Neufundland und das die Benotungen der Schüler über eine App alle einsehen können. – Na das wird den Humanismus aber befeuern.

    Krebs ist eine schlimme Sache, aber anstatt an die Ursachen zu gehen, weshalb Krebsfälle in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen sind, meckert man lieber über die Krankenkassen die gewisse Behandlungen nicht bezahlen.

    Und das zieht sich wie ein roter (Partei-)Faden durch die Seite. Aber was will man auch erwarten? Selbst die Menschen, die sich mit Politik etwas mehr auseinandersetzen, sind untereinander gespalten. Ein Grossteil hat keine Zeit sich überhaupt damit zu beschäftigen, weil sich ihr Hamsterrad immer schneller dreht. Und natürlich gibt es auch die völlig desinteressierten, die nur auf Kosten anderer in den Tag hineinleben. Tja, und denen, denen es zumindest finanziell gut geht, wollen sowieso nichts ändern.

    Und dabei spreche ich nur von Deutschland. Was ist mit dem Rest der Welt?

    Also, wer drückt auf den Reset-Knopf? Niemand! Denn das würde nicht nur Eigenverantwortung, sondern auch eine komplette Lebens- Konsumumstellung bedeuten. Man kann es ja hier nachlesen: https://neue-debatte.com/2018/08/07/der-wahnsinn-der-normalitaet/.

    Auszug:
    „Jeder kann aus dem System zumindest teilweise aussteigen und sich dem ganzen Irrsinn individuell entziehen. Dazu zählt, den Herrschaftscliquen die Gefolgschaft zu verweigern, Wahlen fernbleiben oder Anti-Systemparteien wählen, das Konsumverhalten komplett ändern, Details erspare ich mir, sich dem Massentourismus verweigern, sich bilden und intelligent vernetzen, Mainstreammedien meiden beziehungsweise untersuchen, was sie alles weglassen und wie sie manipulieren, auf den eigenen Körper und die Psychohygiene achten, zum Beispiel bei der Frage, mit wem ich Kontakt pflege.
    Soweit es die ökonomische Lage zulässt, dem Billig-Dreck entsagen: Billig ist immer teuer für irgend jemanden. Dummschwätzern nicht auf den Leim gehen, immer alle ihre Aussagen und Behauptungen überprüfen, soweit möglich. Sich politisch vernetzen und den Widerstand organisieren.
    Das sind ja nur einige, aber wichtige Schritte, die der Einzelne unternehmen kann, um in diesem Wahnsinns-System einigermaßen unbeschadet zu überleben, was sehr, sehr wichtig ist.“

    Man kann es auch kurz zusammenfassen: Aufhören, durch Nichtstun!

    Entziehen wir dem System unsere Energie. Und eine Energie ist unser erarbeitetes Geld, welches wir den Konzernen im Konsumrausch wieder hinterher tragen.

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  4. Ich bin enorm erstaunt, wie viele Menschen, die ich bisher als politisch aktiv erlebt habe, nun daran gehen, der Kampagne „Aufstehen“ schon gleich mal ihr prinzipielles Misstrauen entgegen zu tragen. Herrje, Herr Sosna. Auch wenn es nun keine echte Bewegung „von unten“ ist, könnte es doch eine Chance sein. Alle, die sich Veränderung wünschen, könnten doch jetzt sagen: Super! Tolle Sache! Wir steigen ein und schauen mal, was möglich ist, Stattdessen lehnt man sich schon wieder naserümpfend zurück, weil die Kampagne nicht den subjektiven Kriterien von „echtem Widerstand“ entspricht.
    Ich würde mir wünschen, dass alle politisch Aktiven aufhören würden, vom „richtigen, echten und wahren Widerstand“ zu träumen, sondern prinzipiell alles unterstützen, in dem auch nur ein Funken gesellschaftlicher Veränderung zu erhoffen ist. Und das ist m.E. eine politische Kampagne, welche die realen Probleme der Bevölkerung ins Zentrum der politischen Debatte rücken will, auf jeden Fall. Und warum soll ich mich ärgern, dass die „von oben“ kommt. Warum soll ich misstrauisch sein, wenn Volksvertreter mit einem Mal die Interessen der Bevölkerung vertreten wollen? Wird doch längst Zeit.

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    1. Gunther Sosna 8. August 2018 um 23:25

      Vielen Dank für die Kritik an meinem Meinungsbeitrag. Die dort dargestellte Sicht muss niemand teilen, jeder sei ermuntert, sie zu widerlegen. Ich stehe nicht der Kampagne kritisch gegenüber, sondern den in dieser – so wie ich es sehe – eingelagerten Parteiinteressen. Dass es Bestrebungen für eine Rot-Rot-Grüne-Koalition gab und gibt, ist in dem Zusammenhang eine Randnotiz. Auch, dass die Partei Die Linke, die im Bundestag alte sozialdemokratische Positionen vertritt, aber keinen gesellschaftlichen Gegenentwurf im Köcher hat, kein parlamentarisches Gegengewicht zur herrschenden Wirtschaftsordnung darstellt und sich immer mehr Richtung „Mitte“ orientiert. Jede sogenannte Bewegung, die an Parteien und deren Köpfe gebunden ist, kann keinen anderen Impuls hervorbringen, als die vorgegebene Parteiideologie, die sich bereits in den Parlamenten findet. Dort sind die Entscheidungen gefallen, die zu den jetzigen Zuständen geführt haben: Ohne die aktive Mitwirkung der Politik wäre die Dominanz vor allem der Finanzwirtschaft nicht möglich, die, angetrieben durch zügellose Akkumulation, eine Zerstörung der Gesellschaften herbeiführt. Insofern ist eine Bewegung willkommen, wenn sie einen gesellschaftlichen Gegenentwurf präsentiert, der ein „oben“ nicht beinhalten kann. Dies erwarte ich also nicht, sondern die Beibehaltung sozialdemokratischer Positionen – die bei zunehmender Akkumulation kaum zu halten sind -, zur Sicherung von Wählerstimmen, und um eventuell eine Option für Rot-Rot-Grün zu bekommen. Oder, sofern die Partei Die Linke auseinanderbröselt, um eine neue „linke“ Partei aufzubauen. Ob dies angedacht ist oder nicht, spielt aber keine Rolle, weil die Parteien im Bundestag das Wirtschaftssystem nicht infrage stellen resp. es nicht ändern wollen, und daher so oder so einseitig die Interessen der (Finanz-)Wirtschaft verfolgen, Wachstum als einzige Option für jedes Problem sehen, dabei kein einziges lösen und im Kern zur Sicherung von Kapital- und Eigeninteressen da sind. Ausführlich habe ich meine Sicht auf die Zusammenhänge u.a. in dieser Beitragsreihe dargelegt: https://neue-debatte.com/2018/05/27/die-entscheidung-kapitaldiktatur-oder-souveraenitaet-der-menschen-teil-1/ Insofern beantwortet ich aus meiner Perspektive ihre Frage: „Warum soll ich misstrauisch sein, wenn Volksvertreter mit einem Mal die Interessen der Bevölkerung vertreten wollen?“ Weil sie es nicht tun.

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    2. Rüdiger Rauls 10. August 2018 um 17:55

      Herrje, Frau Kathrin. Es geht nicht um „prinzipielles Misstrauen“ sondern um Erfahrung. Die Erfahrung lehrt, dass das, was Wagenknecht und ihre Intellektuellentruppe sich da ausgedacht haben, ja nicht zum ersten Mal versucht wird. Das ist doch die Erkenntnis der letzten 50 Jahre, seit mit dem Scheitern der Studentenbewegung der Marsch durch die Institutionen ausgerufen wurde, dass dieser Marsch nicht nur die Marschierer ermüdet sondern auch orientierungslos werden lässt. Diesem Marsch sind Grenzen gesetzt, die Grenzen, die die gesellschaftliche Ordnung aufstellt. Dieser Marsch hat weniger das System verändert als vielmehr diejenigen, die aufgebrochen waren, das System zu verändern. Das mussten die SPDler erfahren, nachdem sie endlich regieren durften. Noch schneller ging es bei den Grünen. Deren Friedenstauben stimmten doch jedem Krieg zu, wenn man ihnen nur sagte, dass es um Menschenrechte dabei ging. Und so legten denn die friedensbesoffenen Grünen Belgrad in Schutt und Asche zusammen mit den Arbeiterführern der SPD. Gab es in Belgrad keine Arbeiter und keine Menschen mit Menschenrechten? Was ist denn geblieben von den Piraten, die auch so getan haben, als könnten sie mit ihnen neunmalklugen Ideen und ihrer Netzdemokratie eine neue Welt schaffen. Virtuell vielleicht, aber in der Realität? Und viel besser ist es doch bei den Linken auch nicht. Die kloppen sich untereinander wie die Kesselflicker um Dinge, bei denen sie noch nicht einmal etwas zu entscheiden haben, wie der Flüchtlingspolitik. Aber sie alle denken, dass sie die tollen Ideen haben, die das seit Jahrhunderten erprobte System Kapitalismus über den Haufen werfen können mit ihren Unitheorien. Das hat schon ganz andere Stürme überstanden und stärkere Feinde besiegt als diese Dünnhäutigen.
      Und nun eine neue Kopfgeburt, der die Grundlagen zum Erfolg fehlen. Die Grundlagen sind nämlich nicht der gute Wille und die Selbstüberschätzung. Grundlagen des Erfolgs sind die realistische Einschätzung der politischen Lage und der Kräfteverhältnisse. Aber was kann das schon gegen den naiven Optmismus von Leuten Ihres SChlages. Es ist nicht optimistisch, wenn man in Verkennung der Wirklichkeit gegen die Wand läuft, in der freudvollen Hoffnung, dass der Aufprall dieses Mal eine „tolle Sache“ ist. „Super“, mal wieder eine Beule eingefangen, obwohl die vorherigen Anläufe doch schon die Erkenntnis gebracht haben müssten, dass ein Zusammenstoß zwischen Mauer und Schädel nur zu diesem Ergebnis führen kann. Übertragen bedeutet das, dass beim Zusammenstoß von Illusion und Uneinsichtigkeit mit der Wirklichkeit, es meistens zu der schmerzhaften Erfahrung kommt, dass Wirklichkeit eine härtere Nuss ist als die Vorstellungen, mit denen man sich über die Wirklichkeit etwas vormacht.
      Ist es Ihnen schon mal aufgefallen, dass alle Parteien „die realen Probleme der Bevölkerung ins Zentrum der politischen Debatte rücken“ oder rücken wollen. Es sagt keine Partei, dass ihr die Interessen der Bevölkerung schnuppe sind. Oder kennen SIE eine, die das macht. NUR: alle Parteien sehen die Interessen der Bevölkerung anders, weil nämlich Bevölkerung ein unklarer Begriff ist. Das sind nicht nur Leute wie Sie. Dazu gehören die Apotheker, denen die FDP die Konkurrenz vom Halse halten will, genau so wie der Ökolatschen tragende Lehrer, der die Grünen wählt, oder auch der Hilfsarbeiter, den die AFD vorgibt vor den Islamisten und den Ausländern beschützen zu wollen. Und CDU und SPD als dahinsiechende Volksparteien versprechen allen zusammen ein besseres Leben.
      Es ist nicht so, wie Leute Ihres Schlages glauben, dass diese Parteien nicht allen Leuten der Gesellschaft gerne ein besseres Leben bieten wollen. Das haben sie doch auch über Jahrzehnte mehr oder weniger erfolgreich getan. Solange die Löhne und Sozialleistungen in DTLD stiegen, war es die Wählern doch egal, ob das das Werk der CDU oder der SPD war. Die Hauptsache: es ging allen gut. Das haben die Parteien doch nicht geändert, weil sie auf einmal Bock hatten, den kleinen Mann zu piesacken. DAs Problem ist doch, dass die gesellschaftlichen BEdingungen sich so geändert haben, dass diese Parteien es heute nicht mehr so können, wie sie es über lange Jahre gemacht haben. Die bringen doch nicht mutwillig die Gesellschaft und ihre Wählerschaft gegen sich auf. Denken Sie, dass die blöder sind als Sie? Aber es geht nicht mehr, es knirscht in der Gesellschaft. Und glauben Sie allen Ernstes, dass ein zusammengewürfelter Haufen wie die Wagenknecht-Truppe fertig bringt, was diese alterprobten Profis nicht mehr schaffen?
      Das ist keine Sammlungsbewegung. Das ist ein Sammelsurium, in dem sich jeder wiederfinden will, in dem aber die wenigsten bereit sind oder sich dessen bewusst sind, dass man die eigenen Interessen und Bedürfnisse, die eigene Eitelkeit, im Interesse einer größeren Sache zurückstellen muss. Und erst recht nicht, wenn nicht einmal klar ist, was diese größere Sache ist. Die wird ja noch gesucht. Was wird wohl werden aus dieser Bewegung, wenn die ersten merken, dass das nicht ihr Ding ist?
      Viel interessanter als dieser Aufstehen-Taumel, der nun einige erfasst, ist doch die eigentlich politische Frage, was sich in dieser Erscheinung ausdrückt. Aber das wäre eine Diskussion, die den meisten nicht liegt, die mal was machen wollen (ohne zu wissen was). Denn Vernunft und Analyse sind out, Aktionismus ist gefragt nach dem Motto: Die tun wenigstens was. Aber ist es auch das Richtige? Oder ist das so unbedeutend, Frau Kathrin? Geht es Ihnen in erster Linie darum, dass etwas passiert? Auch wenn es Blödsinn ist? Oder schlimmer noch: schädlich? Ist die Hauptsache, dass es „Super“ ist und eine „tolle Sache“?

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      1. Da bin ich ganz Marxist. „Die Philosophen haben die Welt unerschiedlich interpretiert. Es kommt darauf an, sie zu verändern.“ Und ja, ich begrüße prinzipiell jeden Versuch, mit politischen Mitteln vernünftige Forderungen zu verfolgen. Ob innerparlamentarisch oder außerparlamentarisch. Ich habe mich einmal in der Oppositionsbewegung der DDR engagiert, und alles, was wir erreicht haben, war, den Zusammenbruch der DDR und den Anschluss an das westliche kapitalistische System zu beschleunigen. Das war so ungefähr das Gegenteil von dem, wofür wir eingetreten sind. (nämlich eine Reformierung des „real existierenden DDR-Sozialismus“)
        Danach folgten Jahre, in denen ich mir sagte: Nie wieder politisches Engagement. Du wirst sowieso nur verarscht! Heute denke ich wieder anders. So lange eine Initiative Forderungen bzw. Vorstellungen von Veränderung vertritt, die ich für dringend notwendig halte, werde ich diese Initiative unterstützen. Wenn die Linke in den letzten Jahren an etwas gescheitert ist, dann vor allem wegen ihrer ewigen Diskussionen unter „Besserwissern“, die sich lieber untereinander herum streiten, als sich konsequent für ihre politischen Ziele einzusetzen.

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  5. Hallo,

    Vorweg das Positive: ich habe diese Seite erst entdeckt und war bisher recht angetan.
    Tja. Und jetzt das: Das ewig gleiche Genörgel, vermischt mit den ewig gleichen Floskeln.
    „Eine Bewegung von unten müsste man haben!“ Hat man aber nicht. Eine Realität, die man einfach mal zur Kenntnis nehmen kann. Als Ersatzhandlung werden „Bewegungen“ in den USA präsentiert, die offensichtlich (noch?) nichts bewegt haben und von denen auch deshalb kein Schwein je gehört hat, nicht nur in Deutschland.
    Man geht übrigens nicht in Parlamente um „emanzipatorische Ansätze zu suchen“. Die Kritik geht also völlig fehl. Ein Parlament ist nicht wie ihre üblichen Selbstbeweihräucherungsgruppen, dort wird tatsächlich Macht ausgeübt. Entsprechend geht man in Parlamente um ganz real etwas zu verändern. Die emanzipatorischen Ansätze hat man zu diesem Zeitpunkt idealerweise schon ausgearbeitet.
    Zur Ausarbeitung solcher Ansätze braucht es eine gewisse Organisation. Die kann eine Initiative wie #Aufstehen bieten. Das ohne Organisation gar nichts passiert um dem Siegeszug des Neoliberalismus etwas entgegenzusetzen konnte man bereits die letzten 30 Jahre beobachten. Es hat allgemein noch nie eine Bewegung gegeben, die ohne Organisation das geringste bewegt hätte.
    Aber natürlich liegt so eine Einschätzung nur an meinem begrenztem „bürgerlichen“ Vorstellungsvermögen. Leider scheint ihr Vorstellungsvermögen auch nicht weiter zu reichen, denn konkrete belastbare Gegenvorschläge kamen nicht – Wie immer bei dieser Art der Nörgelliteratur. Es nervt!
    Wahrscheinlich meint man wieder, es sei ausreichend, einfach die eigene Meinung kundzutun. Weil man allgemein die eigene Meinung für unglaublich wichtig nimmt. Und haben die erst alle gehört, dann wird alles besser. Denn dann gibt es eine „Bewegung von Unten“, weil die eigene Logik ist ja unschlagbar und wirkt maximal mobilisierend. Reale Rückschläge kann man da ruhig großzügig ausblenden. Und sollte jemand mal doch anderer Meinung sein, kann man ihn ja einfach anfeinden. So wie über mir in den Kommentaren, wenn man die Videos von #Aufstehen auf ideologische Abweichler seziert. Denn Abweichler gehen gar nicht. So eine Bewegung hat gefälligst schön gleichgeschaltet und maßgeschneidert auf die eigenen Ansichten zu sein. Ansonsten gilt: Lieber #sitzenbleiben. Dahinter steckt das Politikverständnis eines vollkommen konsumistischen Geistes: Bewegungen, Parteien etc werden wie Waren im Supermarktregal betrachtet. Eine Bewegung ist dann nicht eine Zusammenkunft vieler unterschiedlicher Menschen mit ähnlichen, kompatiblen Interessen, sondern eine Marke, die gefälligst um die eigene Aufmerksamkeit zu buhlen hat. Macht sie es gut, erhält sie ein Like und ist damit geadelt. Hat die Bewegung Erfolg wird sie vorsichtig kritisch begleitet. Denn man ist ja ein ungemein aufklärerischer und kritischer Geist und deshalb super wichtig. Stagniert die Bewegung fällt der Daumen ganz schnell wieder und man hat das Scheitern eigentlich immer schon kommen gesehen. Zum Glück hat man dann wie immer einfach gar nichts getan, sonst hätte man noch „Energien verschwendet“.

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    1. Gunther Sosna 9. August 2018 um 1:08

      Salute! Dank für die Kritik am Genörgel. Das Sie von der genannten Bewegungen noch nie etwas gehört oder gelesen haben, mag daran liegen, dass im deutschen Medienwald selten bis gar nicht Bürgerbewegungen Erwähnung finden, die einen Systemwechsel fordern. Sie schreiben, es gibt keine Bewegung von unten, und liegen damit richtig, sofern Sie die fehlende Kooperation meinen. In Deutschland existieren rund 500.000 Initiativen, Vereine und sonstige formelle und informelle Zusammenschlüsse, die keine geschlossene Bewegung darstellen, wohl aber diese Gesellschaft außerhalb des Parlamentarismus verändern bzw. „den Laden“ gesellschaftlich zusammenhalten. Sie schreiben: „Ein Parlament ist nicht wie ihre üblichen Selbstbeweihräucherungsgruppen, dort wird tatsächlich Macht ausgeübt.“ Mal abgesehen davon, dass Selbstbeweihräucherungsgruppen nicht meine Welt sind, stimmt es tatsächlich, dass dort Macht ausgeübt wird. Und wer übt sie aus?! Banker verfassen Steuergesetze, Tausende von Lobbyisten gehen im Bundestag und im Europaparlament ein und aus, Politker bringen mangels Fachwissen ohne Berater aus der Wirtschaft keinen gerade Satz zu Papier und zeigen oft genug Unkenntnis über jene Themen, über die sie dann „mächtig“ abstimmen. Auf u.a. https://www.lobbycontrol.de/ finden Sie dazu reichlich Lektüre. Das sich ohne Organisation nichts bewegt, ist unbestritten und wurde auch nicht behauptet, sondern, dass eine Bewegung, die von „oben“ gelenkt wird, keine Bewegung ist. Sie schreiben: „… konkrete belastbare Gegenvorschläge kamen nicht.“ Das ist in einem Meinungsbeitrag auch nicht möglich. Wenn Sie ein Gegenmodell kennenlernen wollen, nehmen Sie sich ne Stunde Zeit und lesen Sie meinen Gegenvorschlag auf https://neue-debatte.com/2018/05/27/die-entscheidung-kapitaldiktatur-oder-souveraenitaet-der-menschen-teil-1/ und den Folgeseiten.

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  6. gabriele weis 9. August 2018 um 1:16

    Wir alle verfehlen wieder und wieder vieles von dem, was mehr oder minder gedeihlich zu wirken vermöchte…

    Die Verfehlungen zu analysieren ist unerlässlich wichtig.

    Dabei stehen zu bleiben – aus verzweifelt gewaltbereiter Ungeduld, voller Hass und Pranger-Versessenheit – bedeutete freilich vergleichbare Vernichtungs-Effekte wie das verfehlte Tun jener, von deren lebens-zermahlendem Tun wir uns nicht länger abhängig zu machen bereit sind…

    Besinnen wir uns auf Spielräume semi-institutionell auf den Weg zu bringender souveräner Willens-Vorgaben an Politik und Finanz-Oligopolisten.

    Ich sehe solche.

    Es bedarf konzentriert Neuaufstellungen zur Vorschlags-Reife bringender ARBEITSGRUPPEN, die vorstellbar machen, was wir konsensitiv auf welche gewaltfreie Weise neugestaltet sehen wollen.!

    Und: es bedarf findiger ARBEITSGRUPPEN mit geschicktem Kommunikations-Faden-Knüpfungsvermögen in immer umfassendere Bereiche der Gesellschaft hinein !

    Über dergleichen nachzudenken und es im Internet verfügbar zu machen, w o jeweils konkret bestimmte Neunsätze mir wichtig und austauschbedürftig erscheinen – das ist ein Stück weit mein Ding…
    Mit Straßenaktivitäten tu ich mich dagegen schwer, obwohl erst sie (je nach ihrer Friedlichkeit) für erste und anhaltende Unübersehbarkit sorgen ! Und beim Netzwerken bin ich leider wohl so etwas wie Analphbetin…

    Für Interessenten deshalb einfach einmal der Link zu einem Aufruf, den ich gerne verbreitet sähe:
    (HINWEIS ADMIN: Link gelöscht. Bitte keine Mehrfachnennung eines Links in unterschiedlichen Kommentaren, nur der Verbreitung des Links willen. Bitte lesen Sie die Hinweise zu SPAM in der Netiquette.)

    Wär schön, wenn sich jemand angesprochen fühlte und Ähnliches anzuzielen hülfe ! – Merci gar für eventuelles Mailen !

    Machen wir uns doch endlich daran, ernsthaft zu erarbeiten und geeignet ausdifferenziert zu Gehör zu bringen, über welche Institutionen wir zu neuen Auskömmlichkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten finden könnten !

    Und lassen wir bitte endlich die Rangelei um täglich nichtssagendere politische Spektralfarben-Etikettierungen … und so oder so ´vertrauenswürdigen´ oder ´verdächtigen´ (!!!) Schlagwort-Listen …!

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  7. Wenn diese Organisation sich für die Abschaffung des heutigen Geldsystems und stattdessen für das Vollgeldsystem einsetzen würde und auch das bedingungslose Grundeinkommen fordern würde, wäre ich sofort dabei.

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  8. Gerhard Kugler 10. August 2018 um 17:41

    Die Alternative zu einer Sammelbewegung von oben ist eine Bewegung von unten, wie ich sie in https://neue-debatte.com/2018/02/22/graswurzelraete-machen-wir-politik-doch-selbst/ dargelegt oder wenigstens angerissen habe. Im Nachfolgefilmchen, das ich gerade mache, gehe ich auch etwas darauf ein, wie oder wie sehr man sich in traditionelle Politik mischen soll. Auf grouncil.de/faq gehe ich auch auf diese Frage ein, lehne es nicht rundweg ab.
    Erstaunlich bleibt für mich, dass überall viel Geschrei, Klagen, allgemeine Aufforderungen stattfinden, wenn es aber um das Mitmachen bei einer echten Alternative geht, sich fast alle wegducken.
    G.K.

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