Das Scheinversprechen

Das Konzept der Diversität verschleiert gravierende Ungerechtigkeit.

Vielfalt, Gleichberechtigung, Toleranz – all das schwingt bei dem Begriff Diversität mit. Welcher aufgeklärte Geist könnte daran kritteln? Chris Hedges nimmt die Diversität in den USA unter die Lupe und aufs Korn. Er kritisiert: Hinter der ubiquitären Diversitätsmaske steckt die alte Rassenungerechtigkeit. Heute sind mehr Schwarze arm und abgehängt als zu Martin Luther Kings Zeiten.

Als schwarze Studenten 1970 das Büro des Dekans der Harvard Divinity School besetzten, um dagegen zu protestieren, dass es keine afroamerikanischen Wissenschaftler an ihrem Fachbereich gab, war die weiße Verwaltung gezwungen zu reagieren und schwarze Kandidaten zu Bewerbungsgesprächen einzuladen.

Sie baten James H. Cone, den bedeutendsten Theologen seiner Generation, zu einem Treffen nach Cambridge, Massachusetts. Doch die weiße Machtstruktur hatte nicht die Absicht, Cone eine Stelle anzubieten. In ihren Augen war es schlimm genug, schwarz zu sein. Schwarz, brillant und dazu leidenschaftlich unabhängig zu sein stieß ihnen auf. Und so erhielt die Stelle ein anpassungsfähiger, afroamerikanischer Kandidat, der noch nie ein Buch geschrieben hatte. Ein Umstand, der sich auch in den mehr als drei Jahrzehnten seiner Lehrtätigkeit in Harvard nicht ändern sollte.

Harvard bekam, was es wollte. Mittelmäßigkeit im Namen der Diversität. Es war ein klassisches Beispiel dafür, wie der weiße Machtapparat farbige Menschen einsetzt. Er entscheidet, wen er fördert und wen er zum Schweigen bringt. Als der damalige Major Colin Powell 1968 das Massaker an etwa 500 Zivilisten im vietnamesischen Mỹ Lai zu vertuschen half, war ihm eine glanzvolle militärische Karriere garantiert. Als sich Barack Obama der Chicagoer Politmaschine, der Wall Street und dem Establishment der Demokraten als fügsam erwies, wurde er in den U.S.-Senat und ins Präsidentenamt befördert.

Nur ein Werbetrick

Diversität in den Händen der weißen Machtelite – sowohl in der Politik als auch im Unternehmertum – ist ein Werbetrick. Ein neues Gesicht, eine Marke, wird nach vorne gebracht, begleitet von der üppigen finanziellen Entlohnung, die es mit sich bringt, wenn man dem weißen Machtapparat dient und dessen Spiel mitspielt. Es gibt keinen Mangel an Frauen (Hillary Clinton, Nancy Pelosi und Donna Brazile), Latinos (Tom Perez und Marco Rubio) oder Schwarzen (Vernon Jordan, Clarence Thomas und Ben Carson), die ihre Seele verkaufen, um von der Macht zu kosten.

In seinem Buch „We Were Eight Years in Power: An American Tragedy“ (Wir waren acht Jahre an der Macht: eine amerikanische Tragödie) schreibt Ta-Nehisi Coates: „Barack Obama ist direkt verantwortlich für den Aufstieg einiger schwarzer Autoren und Journalisten, die während seiner beiden Amtszeiten an Bedeutung gewonnen haben.“ Doch das trifft nur für jene schwarzen Autoren wie Coates oder Michael Eric Dyson zu, die sich als unterwürfige Cheerleader Obamas erwiesen. Wenn man aber, wie Cornel West, schwarz war und Obama kritisierte, wurde man isoliert und von Obama-Stellvertretern als Rassenverräter angegriffen.

Nach Obama

„Für die, die Obama nicht unterstützten, war es eine einsame Zeit“, sagte mir kürzlich Glen Ford, Chefredakteur von Black Agenda Report. „Es ist wie vor und nach Christi. Vor Obamas Zeiten spiegelte meine Politik die eines schwarzen Kommentators innerhalb eines vertretbaren schwarzen politischen Spektrums wider. Ich schaue auf ein Fax: ‚NAACP, 8. September 2007. NAACP-Regionalleiter.‘ Das habe ich bekommen, nachdem ich in Little Rock eine Grundsatzrede gehalten habe, zur Erinnerung an das Jahr 1957, als die ersten Afroamerikaner die dortige High-School besucht haben. Sie verstehen, was ich meine? Das konnte ich selbst 2007 noch machen. Dann kam Obama. Es war eine wunderbare Zeit für Leute, die Obama unterstützt haben. Wenn man Obama nicht unterstützte, war man in der Gesellschaft verboten. Plötzlich war man geächtet.“

Das Fehlen echten politischen Inhalts in unserem nationalen Diskurs hat diesen degradiert zu einer Debatte zwischen Rassisten und Leuten, die nicht als Rassisten gelten wollen. Die einzigen Gewinner in diesem selbstzerstörerischen Zickenkrieg sind Konzerne wie Goldman Sachs, gegen deren Interessen kein Amerikaner stimmen kann, und Eliteinstitutionen, die sich dem Erhalt der Plutokratie verschrieben haben. Drew G. Faust, die erste Präsidentin der Harvard-Universität, deren Ernennung einen Triumph für die Diversität darstellte, wurde mit Beginn ihres Ruhestands in den Vorstand von Goldman Sachs berufen und in dieser Rolle eine Vergütung von mehr als einer halben Million Dollar pro Jahr erhalten. Eine neue und „diversifizierte“ Gruppe von Kandidaten der Demokratischen Partei, mehr als die Hälfte davon rekrutiert aus CIA, Nationalem Sicherheitsrat und Außenministerium, hoffen auf einen Aufstieg zu politischer Macht, die auf dem alten Diversitätsschwindel beruht.

„Es ist eine Beleidigung der organisierten Bewegungen von Menschen, die diese Institutionen angeblich miteinbeziehen wollen“, meinte Ford. „Diese Institutionen schreiben das Drehbuch. Es ist ihr Drama. Sie wählen die Schauspieler, nach ihrem Gusto schwarze, braune, gelbe, rote Gesichter.“

„Ich glaube nicht daran, dass eine schwarze Linke auch nur das geringste politische Kapital oder Energie investieren sollte, um weitere Barack Obamas nach Harvard zu bringen“, sagte Ford weiter. „Sie sollte auch nicht glauben, dass sie Harvard oder irgendeine der Universitäten der herrschenden Klasse von innen heraus transformieren kann, genauso wenig wie sie die Demokratische Partei von innen heraus transformieren können.“

Ford weist darauf hin, dass die weißen Machteliten „positive Diskriminierung Schwarzer“ (affirmative action, Begünstigung) durch „Diversität“ ersetzt haben. Diese beiden Konzepte sind seiner Meinung nach grundlegend verschieden. Das Ersetzen von positiver Diskriminierung durch Diversität „negiert die afroamerikanische Geschichte als rechtliche Grundlage für Wiedergutmachung.“

Neue Rassentrennung

Seit der Supreme Court in seinem Urteil zum Bakke-Prozess von 1978 „Quoten“ für ethnische Minderheiten für ungültig erklärte, sind führende Institutionen von der Pflicht befreit, Programme zur positiven Diskriminierung durchzuführen, die eben jenen traditionellerweise ausgeschlossenen Menschen einen Platz garantiert hätten.

Kürzlich hat die Trump-Regierung eine Richtlinie aus der Obama-Ära zurückgezogen, nach der Universitäten die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit als Faktor bei der Aufnahme von Studenten berücksichtigen sollten. Diese Rücknahme ist der Versuch, selbst Diversität zu tilgen. Präsident Trump und seine rassistischen Wegbereiter, darunter Bildungsministerin Betsy DeVos, führen in Amerika gerade eine erneute Rassentrennung durch.

„Man lässt keinen Mann, der jahrelang durch Ketten behindert worden ist, frei und stellt ihn an die Startlinie zu einem Wettrennen mit den Worten ‚Du kannst mit all den anderen frei konkurrieren‘, und hält sich dabei immer noch für fair …“, sagte Präsident Lyndon Johnson 1965 zum Abschlussjahrgang der Howard University in Washington, D.C.. „Dies ist die nächste und weitergehende Phase im Kampf um Bürgerrechte. Wir erstreben nicht bloß Freiheit, sondern Chancen und Möglichkeiten – nicht bloß gesetzliche Gleichheit, sondern menschliche Befähigung – nicht bloß Gleichberechtigung als Gesetz und Theorie, sondern Gleichberechtigung als Fakt und Ergebnis.“

Johnsons Anspruch wurde, ebenso wie der von Martin Luther King Jr., von weißen, liberalen Eliten in kürzester Zeit sabotiert, indem diese ethnische Gerechtigkeit von ökonomischer Gerechtigkeit trennten. Weiße Liberale konnten mit Gesetzen leben, die Rassentrennung verbieten, doch nicht mit der Aufgabe ihrer finanziellen und sozialen Privilegien.

„Weiße Liberale streben nicht nach Gerechtigkeit“, meinte Ford. „Sie streben nach Absolution. Alles, was sie von der Verantwortung für das losspricht, was diese Gesellschaft getan hat, heißen sie willkommen. Sie lechzen geradezu danach.“

„Sowohl die gesetzliche als auch die moralische Grundlage für positive Diskriminierung findet sich im Verschulden der USA und all seiner Regierungsebenen an der Versklavung der Afroamerikaner und der noch immer bestehenden Rassenhierarchie – eine einmalige Geschichte von der Unterdrückung einer bestimmten Menschengruppe, die institutionelle Wiedergutmachung erfordert“, schreibt Ford. „Andernfalls wird sich das Erbe dieser Verbrechen in wechselnden Formen bis in alle Ewigkeit reproduzieren. Sobald die Klage der schwarzen Amerikaner nicht länger in seiner Besonderheit wahrgenommen wurde, wurde positive Diskriminierung zur allgemeingültigen Patentlösung für verschiedene historische Vergehen. Ihres Kerns beraubt, mutierte positive Diskriminierung zu ‚Diversität‘, ein Sammelbegriff für unterschiedliche benachteiligte Gruppen, der politisch vielseitig verwendbar war (und besonders nützlich für die aufstrebenden schwarzen Geschäftemacher in Wahlkampf- und Unternehmenspolitik), doch nicht länger verwurzelt in der Realität der schwarzen Bevölkerung. Die von Dr. Martin Luther King und Präsident Johnson angestrebte positive Diskriminierung war eine Reparationsleistung, eine Form der Wiedergutmachung für bestimmtes und in hohem Maße dokumentierbares Leid, das man Afroamerikanern als ethnischer Gruppe angetan hatte. Man verstand sie als soziale Verpflichtung, die man einer definierten Klasse schuldete.“

Reine Symbolpolitik

„‚Diversität‘ hingegen“, so schreibt Ford, „kennt keine solche Verpflichtung gegenüber einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, ja überhaupt irgendeiner Bevölkerungsgruppe gegenüber. Stattdessen fußt ihre gesetzliche Grundlage im ‚zwingenden Interesse‘ öffentlicher Einrichtungen an einer diversifizierten Studentenschaft (oder Fakultät).“

Diversität zwingt den weißen Machtapparat nicht dazu, gegen Rassenungerechtigkeiten anzugehen oder Veränderungen in der schwarzen Unterschicht zu bewirken. Diese Vortäuschung von Diversität wurde, wie Ford hervorhebt, durch elitäre Schwarze unterstützt, die für sich selbst Positionen im Machtapparat fanden, dafür dass sie sich von den Armen und Marginalisierten abwandten.

Ford bezeichnet diese schwarzen Eliten als „Repräsentationalisten“, die „ein paar Schwarze in allen Führungsebenen und allen Gesellschaftsbereichen repräsentiert sehen wollen. Sie wollen schwarze Wissenschaftler. Sie wollen schwarze Filmstars. Sie wollen schwarze Wissenschaftler in Harvard. Sie wollen Schwarze an der Wall Street. Aber das ist rein symbolisch. Mehr nicht.“

Die Diversitätsseuche liegt im Kern unserer politischen Dysfunktion. Die Demokratische Partei begrüßt sie. Donald Trumps Republikaner lehnen sie ab. Doch als politische Richtlinie ist sie eine Ablenkung. Diversität hat wenig zur Linderung des Leids der schwarzen Unterschicht beigetragen. Den meisten Schwarzen geht es schlechter als damals, als Martin Luther King aus Selma losmarschierte.

Seit dem Finanzkollaps 2008 haben Afroamerikaner aufgrund fallender Wohneigentumsquoten und fehlender Jobs mehr als die Hälfte ihres Vermögens verloren. Mit 27,4 Prozent haben sie die höchste Armutsrate, gefolgt von Latinos mit 26,6 Prozent und Weißen mit 9,9 Prozent. 45,8 Prozent der schwarzen Kinder unter sechs Jahren leben in Armut, dagegen nur 14,5 Prozent der weißen Kinder in dieser Altersgruppe. 40 Prozent der Obdachlosen im ganzen Land sind Afroamerikaner, obwohl diese insgesamt nur 13 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Fünfmal mehr Afroamerikaner als Weiße sitzen zurzeit in Gefängnissen.

Deckmantel für Ungerechtigkeit

Diversität hält weder das Beschneiden unserer bürgerlichen Freiheiten auf, noch die Angriffe auf unser Ökosystem oder die verheerenden Auswirkungen verordneter Sparmaßnahmen und Deindustrialisierung. Sie tritt dem Imperialismus nicht entgegen. Diversität ist Teil der kolonialistischen Funktionsweise. Ein wahrer Revolutionär, Patrice Lumumba, 1960 der erste Premierminister der heutigen Demokratischen Republik Kongo, wurde durch den fügsamen und korrupten Mobutu Sese Seko ersetzt. Beide waren schwarz. Doch der eine kämpfte gegen koloniale Tyrannen und der andere dienten ihnen. Eine politische Agenda, die allein um das Schlagwort „Diversität“ gestrickt wird, ist ein Deckmantel für Ungerechtigkeit.

Der Sieg von Alexandria Ocasio-Cortez über den einflussreichen demokratischen Abgeordneten Joe Crowley bei einer parteiinternen Vorwahl der Demokraten in Brooklyn im Juni 2018 ist kein Sieg für Diversität, obwohl Ocasio-Cortez eine Farbige mit puertoricanische Wurzeln ist. Es ist ein Sieg politischer Substanz gegenüber der leeren Rhetorik der Demokratischen Partei.

Ocasio-Cortez trotzte dem Partei-Establishment als erklärtes Mitglied der Demokratischen Sozialisten Amerikas. Im Vorfeld der Wahlen konnte sie nicht einmal die Unterstützung ihres Mentors Bernie Sanders gewinnen, der als Gegenpart zu Chuck Schumer als Mephisto den Faust spielt.

Ocasio-Cortez setzt sich ein für eine allgemeine staatliche Gesundheitsversorgung, für die Abschaffung der US-Einwanderungsbehörde, für ein Jobprogramm auf Bundesstaatenebene und für ein Ende der Kriege im Nahen Osten; zudem hat sie Israels Massaker an unbewaffneten Palästinensern verurteilt. Sie steht für etwas. Und nur dann, wenn wir für etwas einstehen, einschließlich Reparationsleistungen für Afroamerikaner, haben wir eine Chance, die Tyrannei der Konzerne zu zerschlagen.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass in den frühen 60ern, als ich noch ein Kind war, der stille, manchmal widerwillige und doch treue Partner der Bürgerrechtsbewegung jene Unternehmen waren, die einen einheitlichen Markt wollten“, sagte Ford. „Jim Crow, der als Symbol für die fortwährende Diskriminierung von Afroamerikanern steht, stand der Schaffung eines einheitlichen Marktes in den USA im Wege. Mit ihm ist die Skyline von Atlanta mit ihren fantastischen Aufzügen undenkbar. Mit ihm könnte Atlanta nicht nur keine internationale Stadt, sondern auch keine nationale Stadt sein. Die unternehmerischen Kräfte wollten Jim Crow zu Fall bringen und mit ihm die eindeutige Diskriminierung von Farbigen. Das standardisierte den Markt. Das ist, was Kapitalisten tun. Die Demokratische Partei verhält sich kein bisschen anders als die Unternehmen in den letzten fünfzig Jahren.“

„Ich mache mir keine Sorgen über das Trump-Phänomen“, meinte Ford. „Das macht mir keine Angst. Es ist beunruhigend. Aber es macht mir keine Angst. Der Raum, den es den Konzernen gibt, macht mir viel mehr Angst. Sie profitieren davon. Trump definiert den parteilichen Spielraum des weißen Mannes. Und der ist riesig. Das ist kein Witz. So ein Phänomen kann Präsidentschaftswahlen gewinnen. Es kann erneut gewinnen. Es braucht Geld von republikanischen Unternehmern, aber mehr braucht es nicht von ihnen. Die Partei des weißen Mannes definiert den Spielraum, den die Demokraten beanspruchen, wesentlich deutlicher. Das beinhaltet jeden, der kein offenkundiger Rassist ist.“

„Ich glaube nicht, dass Trump jemals Obamas Abschiebungsrekord überbieten wird“, meinte Ford weiter. „Wir sollten die US-Einwanderungspolitik bekämpfen. Doch das passt nicht zu Trump. Wir sollten uns zusammenschließen, um zu verhindern, dass Amazon eine ganze Stadt übernimmt. Doch das passt nicht zu Trump. Wird Trumps nächste Wahl für einen Posten im Supreme Court sich in irgendeiner Weise von der Wahl unterscheiden, die ein Republikaner treffen würde? Fürwahr, weil er verrückt ist, wird er es vielleicht vermasseln und eine Wahl treffen, die schlecht für ihn selbst ist. Er hat nicht genug Tiefgang, um den schlimmsten Kandidaten zu wählen. Er hat die Federalist Papers, die die Grundlage für das Verständnis des amerikanischen Staates, ja der Demokratie selbst sind, nicht gelesen.“


Chris Hedges ist Journalist, Pulitzer-Preis-Gewinner und Autor der New York Times- Bestsellerliste. (Foto: Rubikon.news)Über den Autor: Chris Hedges ist Journalist, Pulitzer-Preis-Gewinner und Autor der New York Times-Bestsellerliste. Er war früher Professor an der Princeton Universität, Aktivist und ordinierter presbyterianischer Pastor. Unter seinen Büchern befinden sich Bestseller wie „Der Lohn des Aufstands: Der moralische Imperativ der Revolte“, „Das Reich der Illusion: Das Ende der Bildung und der Triumph des Spektakels“ und „Amerikanische Faschisten: Die christliche Rechte und der Krieg mit Amerika“. Sein Buch „Krieg ist eine Kraft, die uns Bedeutung verleiht“ wurde 40.000 Mal verkauft und war Finalist des Nationalen Preises des Buchkritiker-Verbandes für Sachliteratur. Er schreibt eine wöchentlich erscheinende Kolumne für das Internet-Magazin Truthdig und moderiert die Sendung „On Contact“ bei RT America.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „The Con of Diversity„. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert. Das Werk erschien in deutscher Sprache auf Rubikon – Magazin für die kritische Masse und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Illustration: geralt (Pixabay.com, Creative Commons CC0).


 

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  1. Versuchen wir es nochmals, hier einen Kommentar zu hinterlassen. [HINWEIS ADMIN: Haben Sie die Netiquette gelesen und verstanden? Das ist die Toleranzgrenze. Halten Sie sich daran.]

    Mal sehen ob er diesmal von den Befürwortern von Diversität und Toleranz freigeschaltet wird:

    Eigentlich ist der gesamte Text ein einziger Widerspruch. Zuhauf Beispiele von erfolgreichen Schwarzen, die aber nicht zählen, WEIL sie für den weissen Kapitalismus arbeit(et)en. Tja, die US haben nun mal in einer weissen kapitalistischen Gesellschaft ihren Ursprung. (Wie bezeichnete man wohl erfolgreiche Europäer in China – weisse Vorzeige-Kommunisten?).

    „…Wenn man Obama nicht unterstützte, war man in der Gesellschaft verboten“
    Wer hätte das gedacht: Der Schwarze, in Macht, verhält sich weisser als der Weisse!
    Und warum: Genau, wegen dem vermaledeiten Kapitalismus, der verhindert, dass die Gesellschaft wie eine Klaviertastatur erscheinen kann, und nichts anderem!

    „Die einzigen Gewinner… sind Konzerne wie Goldman Sachs, gegen deren Interessen kein Amerikaner stimmen kann.“
    Richtig, und diese Konzerne werden nochmals von welcher Volksgruppe dominiert??

    Wenn denn Schwarze „nur“ 13% der Gesamtbevölkerung stellen, warum sollten laufend nationale Anstrengungen für ihre soziale Verteilung stattfinden? In seinen Bemühungen fur seine Sache zu argumentieren „vergisst“ der Autor „The Fair Housing Act of 1968“ und was daraus geworden ist! Er verschweigt auch, WIE sich denn Schwarze emanzipieren sollen – etwa in sozialistischen Kollektiven?

    „Die Diversitätsseuche liegt im Kern unserer politischen Dysfunktion.“ Das tut sie, zusammen mit dem Genderwahn. Nur, meinen wir, dadurch, dass sie Quoten erzwing, verschiebt sie die Verhältnisse der Mittelmäßigkeit zu Ungunsten aller.

    (Beilaufige Anmerkung zum Autor: „Hedges received his Bachelor of Arts degree in English from Colgate University in 1979. He received a Master of Divinity degree from Harvard Divinity School“ – nicht zu verwechseln mit „Harvard University“)

    HG

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  2. Eine wichtige Ergänzung für Deutschland: Viele Medien und auch Parteien sind auf die Werbeeinnahmen des Großkapitals angewiesen. Dementsprechend wird die öffentliche Meinung einschließlich Politik beeinflusst. Das wird letztlich der Untergang für die sogenannten „Volksparteien“ sein, der jetzt schon im Gange ist. AfD und Linke lassen grüßen

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  3. Obama war die bestinstallierte Marionette im Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Weisse. Schwarze (Black Power) haben für Afroamerikaner (eine weisse rassistische Verniedlichung, denn sie sind Amerikaner) Verräter wie Obama eine Bezeichnung: Nigger (Diener der Weissen). Das wesse Wort Nigger hingegen ist eine Diskriminierung, genauso wie Farbiger.

    Nichtsdestotrotz herrscht Rassismus auf beiden Seiten, den sich die Weissen selbst eingebrockt haben. Zum reinen Menschsein wird es wohl noch Jahrzehnte brauchen und das weltweit!

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    1. Hallo Morgentau:

      „Zum reinen Menschsein wird es wohl noch Jahrzehnte brauchen und das weltweit!“

      1. Niemals.
      2. Was oft negativ als „Rassismus“ beschrieben wird, gehört zu
      den ältesten Überlebensinstinkten des Menschen – wenn man
      durch den ideologisch-politisch korrekten Nebel sieht.
      3. Was ist denn ein „reines Menschsein“?
      4. Entweder man stimmt für Vielfalt und Schutz der Minoritäten,
      und – wie der Autor – für die Emanzipation aller Gruppen, oder
      für den Einheitsbrei, den Karamel-farbenen genderneutralen
      Massenmenschen, (Darauf freuen sich die Produktvermarkter)

      HG

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      1. „Was oft negativ als „Rassismus“ beschrieben wird, gehört zu den ältesten Überlebensinstinkten des Menschen“. Hm, da kommen Zweifel auf.Kann diese Aussage in der heutigen Zeit noch Bestand haben, wo im Angesicht von Klimawandel (völlig wurscht, ob durch die Menschen gemacht oder als natürlicher Vorgang), Kriegen und Ausbeutung der 3. Welt, weltweite Kooperation zur Lösung dieser Probleme stattfinden muss, die einzige Überlebensstrategie, die Erfolg verspricht?! Wenn ja, gibt es trägfähige Belege aus der Wissenschaft?

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        1. Hello VonSeiten,
          Danke fuer Ihre Replik. Gute Frage, die es gilt mit Aufrichtigkeit zu beantworten, nicht durch Ideologie. Ob das „heute noch Bestand hat“ wird hier gut behandelt, mit einigen interessanten Kommentaren.:
          https://huaxinghui.wordpress.com/?s=Rassismus
          Wir bezweifeln, dass der Mensch ueber seine naechsten Interessen hinaus kooperationsfaehig ist. Der Mensch ist ein „Tier mit Hirn“. Haette er diese Faehigkeit, waere sie wohl schon in frueheren Krisen in Erscheinung getreten. Es ist sehr schwer, evolutionaere Dinge „wissenschaftlich“ zu „belegen“. Man sollte technologischen Fortschritt nicht mit menschlichem Fortschritt verwechseln. Die menschlichen Attribute sind die gleichen wie im Altertum.
          HG

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      2. Hallo alphachamber,

        1.) Da könnten Sie Recht haben. Also Dauerkrieg mit Aussicht auf die zukünftige Totalvernichtung.
        2.) Überlebensinstinkt mag wohl zur damaligen (Ur-)Zeit zutreffend gewesen sein. Aber ideologisch-politisch-korrekt geht es heutzutage bestimmt nicht zu. Rassismus existiert immer noch öffentlich in allen Gesellschaften und das hat nichts mit Überleben zu tun, sondern mit Dummheit und Propaganda, die sich in Kriegen manifestiert (Muslime, Juden, Afrikaner, Chinesen, Russen, Amerikaner…..)
        3.) Die Frage haben Sie sich schon unter 1 selbst beantwortet.
        4.) Nein, man entscheidet sich nicht für dies oder das, sondern man akzeptiert alles, auch Karamelbonbons (reines Menschsein).

        Übrigens, wenn ich Minoritäten schützen muss, das ist schon latenter Rassismus.

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        1. Hallo Morgentau,
          Danke für Ihre Replik.
          Kriege wird es immer geben, sonst gäbe es keine Machtverteilung. Zu 2., besuchen Sie bitte den Link, dort finden sich Erklärungen.
          „Reines Menschsein“ ist IHR Begriff und wir würden gerne Ihre Version lesen.
          4. Ich denke, Sie wissen, dass es so nicht funktioniert, Aus Ihren Kommentaren wird klar, dass Sie für- und gegen etwas stehen.
          Ihrer letzten Erkenntnis stimmen wir zu: Das heuchlerische Resultat eines staatlich verordneten Aktivismus – da haben Sie sich selbst „verdialektiert.“
          HG

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          1. Hallo alphachamber,

            1.) Macht ist Krieg. Krieg verteidigt Macht. Das verdeutlicht die derzeitige Machtlosigkeit der Menschen. Vielleicht! entdeckt der Mensch irgendwann seine wahren Potentiale. Das war eigentlich damit gemeint.

            2.)Natürlich gibt es unterschiedliche Rassen auf diesem Planeten, die sich unterschiedlich entwickelt haben. Der Unterschied ist ja schon erkennbar bei Nord- und Süddeutschen.
            Ich beziehe mich auf den Rassismus in seiner negativen Form: Ausgrenzung, Stigmatisierung, Unterdrückung, Vernichtung.

            3.)Ersetzen Sie reines MenschSein mit einfach Sein (ohne Eigenschaften). Es gibt nur Existenz, alle anderen Attribute sind menschgemacht. Ein Löwe würde sich nicht als Löwe bezeichnen und ein Baum trauert auch nicht um seine Blätter, die er im Herbst verliert.
            Nur der Mensch* erschafft seine imaginären Dramen und beschwert sich auch noch darüber. Anstatt zu erkennen, erfindet er Schuldige/Ursachen und phantasiert Gott/Götter herbei, der/die dafür die Verantwortung übernehmen soll(en).

            Die Natur erschafft Vielfalt, aber sie stigmatisiert nicht den Unterschied.

            4.)Richtig, so funktioniert es (in dieser Welt) nicht, aber nur so wird es funktionieren.
            Siehe 1. ;-)

            *ersetzen Sie dieses Wort mal durch ein anderes, am besten neu erfundenes…

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            1. Nun, Morgentau, da sind wir uns doch schon einiges naeher gekommen. (Das ist oft das Produkt, wenn man die Ideologie zurucklaesst und die Details argumentiert.)

              „Ein Löwe würde sich nicht als Löwe bezeichnen“
              Richtig, das koennen nur Wesen mit Selbstbewusstsein. Dafuer sind Tiere elementare „Rassisten“. Ein Loewe koennte sich nie zur Gazelle „emanzipieren“ – aber das wird quasi vom heutigen Menschen verlangt.

              Die Natur ist in der Tat neutral, nur der Mensch wertet und ordnet, sonst koennte er sich ja auch nicht entwickeln. Unsere Bedenken gehen dahin, dass man versucht, natuerliche Unterschiede durch Gesetze und Verhaltenszwaenge zu ebnen.
              „Der Unterschied ist ja schon erkennbar bei Nord- und Süddeutschen“.
              Ist also ein abfaelliges „Saupreiss“ schon Rassismus?
              Bei genauem Hinschauen, wuerdigen beide nicht die kulturellen Unterschiede – Rassismus und Antirassismus; denn beide arbeiten mit menschlichen Massstaeben.
              HG

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              1. Was sind natürliche Unterschiede? Sind es nicht eher die unnatürlichen Unterschiede die man versucht durch Gesetze und Verhaltenszwänge zu ebnen, um sie gesellschaftlich zu legitimieren/zementieren ? Beispiel Genderwahn.

                Und was sind kulturelle Unterschiede? Ideologien, gesellschaftliche Wertesysteme. die dem Menschen schon mit der Muttermilch eingetrichtert und von Generation zu Generation weitergegeben werden.

                Ist es möglich über den Tellerrand hinauszuschauen, fernab vom systemischen Konformismus, gesellschaftlichen Neurosen?

                Eine Gesellschaft die ihren Wert an Börsennotierungen abliest (werten und ordnen) hat sich selbst zum Objekt einer künstlich geschaffenen Scheinwelt degradiert, aus denen dann so Wortschöpfungen, wie elementare Rassisten, hervorsprudeln. Und sie glaubt innerhalb ihrer selbst erschaffenen Parameter einen Ausweg zu finden. Doch das kann nur scheitern, da wir immer nur innerhalb unserer selbst geschaffenen Kausalität agieren.

                Das was wir glauben zu (Mensch)SEIN, um Ihre/Eure anfängliche Frage noch mal zu beantworten, ist nur ein funktionierendes Produkt dieser Gesellschaft, dieses Systems (Religion, Werte, Politik, Wissen…), ein Abklatsch, angefangen bei unserem Namen, dem Anker für die manipulierte Identität.
                Doch die Wirklichkeit bleibt dahinter verborgen.

                Falls weiteres Interesse besteht, hier eine weiterführende, spannende Lektüre: Zen Buddhismus und Psychoanalyse von Erich Fromm, Taitaro Suzuki Daisetz, Richard De Martino.

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                1. Lieber Morgentau,
                  zunächst Dank für den interessanten Dialog. Ich kann mich in Ihre Sicht hineindenken. Wenn ich etwas andere Anschauungen vertrete, so kam das nach Jahrzehnte-langer Suche und Studium der Philosophie, Kulturgeschichte und Linguistik.
                  Herzlichen Dank auch für Ihre Empfehlung. Seit meiner Ausreise 1972 nach Asien, beschäftige ich mich mit orientalischen Religionen. Suzuki und De Martino werde ich besuchen. Fromm habe ich gelesen, er gehört nicht zu meinen Favoriten.

                  Anthropologisch unterscheiden wir zwischen menschlichen Attributen und den verschiedenen kulturellen Institutionen. Die Eigenschaften der Menschen haben sich über die letzten 3 Jahrtausende nicht geändert, die Kulturen schon. Diese haben sich über die Zeiten an die gesellschaftlichen Umstände angepasst, behielten aber ihre Unterschiede zwischen den Völkern untereinander. (Selbst innerhalb Europas, hat sich z.B. die Kultur der Engländer nicht an die der Franzosen angeglichen).

                  Mit Ihrer Verknüpfung von Werte, Börse, Scheinwelt und Rassismus verliert Ihr Text etwas an Klarheit. Darin stecken zu viele Einzelthemen. Gesellschaftlich ist Deutschland eine Besonderheit: als einzige Nation, der bedeutende Teile ihrer Kultur und kulturellen Institutionen zwangsweise tabuisiert wurden – das kann nur in Neurose enden. Sicher fehlt es den Deutschen an bedeutenden Denkern und Philosophen.

                  Nationen, Kulturen und Klassen sind das letzte Bollwerk gegen Globalisierung und Weltherrschaft der Elite. Der Mensch kann nicht als globales Einheitswesen überleben, er kann nicht mit 7 Milliarden Mitbewohnern solidarisch sein. Zuerst war der Mensch. Dann entstanden unterschiedliche Gesellschaften und Klassen aus unterschiedlichen Fähigkeiten, Talenten und Umständen ihrer Mitglieder. Die einzigen wirklichen Emanzipatoren sind Kapitalismus und Konsumerismus, die erlauben z.B. einem hirntoten Unterhaltungsstar der untersten Schublade, zusammen mit dem Generalsekretär der UN auf einem Podium zu stehen, oder einer Märchentante zu einem Milliardenvermögen zu verhelfen.

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                  1. Hallo alphachamber,

                    Sie haben ja schon geschrieben, dass der Mensch sich seit 3 Jahrtausenden nicht geändert hat. Und solange das nicht passiert, so zu sagen ein Bewusstseinssprung der Menschheit, wird kein politisches, kulturelles, religiöses, kapitalistisches, sozialistisches, gesellschaftliches und was-weiss-ich-nicht-noch-alles – System die Menschheit weiter bringen. Auch in weiteren 3 Jahrtausenden nicht, falls wir solange überhaupt noch überleben.

                    Sie schreiben weiter, zuerst war der Mensch und dann haben sich die Kulturen, Nationen, Klassen (Ausgrenzung, Abgrenzung, Egoismen) daraus ergeben. Richtig, aber genau das war der Fehler, deshalb haben wir nie endende Kriege (gegen andere Rassen, Kulturen, Klassen). Wir haben uns technologisch, materiell weiter entwickelt, aber geistig sind wir mehr als 3 Jahrtausende zurückgeblieben.

                    Was Sie als Emanzipation bezeichnen, wenn hirntote Unterhaltungsstars und Märchentanten ein Vermögen erlangen können, ist in Wirklichkeit Konsumterror und die Totalverblödung der Menschheit. Denn es profitieren nicht mal +-10% der Weltbevölkerung von dem Reichtum, der keiner ist, weil er gepaart, mit unserer Dummheit, unserem Egoismus diesen Planeten ausplündert, bis nichts mehr zum Leben übrig bleibt.

                    Insofern ist auch Ihr kapitalistisches System zum Scheitern verurteilt. Alle Systeme sind menschgemacht, der Mensch ist die Ursache von allem, also muss sich logischerweise der Mensch erst geistig weiter entwickeln und nicht das Drumrum, denn das kann nur so gut oder schlecht sein wie wir Menschen selbst.

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                  2. Hallo Morgentau,
                    Erster & zweiter Absatz: Zustimmung.
                    Dritter Absatz: Da haben wir uns etwas falsch verstanden; gemeint war (durch ein krasses Beispiel) dass der Kapitalismus selbst dem 4. Stand Moeglichkeiten bot. Ansonsten aber Zustimmung, bis auf den letzten polemischen Satz. Warum, haben wir hier schon mehrmals belegt.

                    Die heutige Form des Kapitalismus ist sicher (hoffentlich) zum Scheitern verurteilt, nicht aber die prinzipiellen kapitalistischen Mechanismen. Die Notwendigkeit fuer diese Strukturen nimmt eher zu.

                    „Der Mensch ist die Ursache aller Dinge“
                    Eben, deshalb erscheint es muessig ein System zu verdammen. WIE allerdings Menschen dagegen motiviert werden sollen verschweigen Sie. Alles liegt in den Antworten zu den Fragen: WARUM und WIE.
                    Wenn Menschen ihre Individualitaet (oder negativ: ihren Egoismus) der Allgemeinheit unterstellen sollen, kann man der Masse auch keine ethisches Handeln abverlangen, da eine abstrakte Entitaet keine Vernunft besitzt – die ewige „catch-22“ der Kollektivisten.
                    HG

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