Der Rubikon baut um!

Der Rubikon wird um- und ausgebaut. Bitte unterstützen Sie das Magazin für die kritische Masse auf seinem Weg zu noch mehr Lesefreude. Ein Beitrag von Florian Ernst Kirner, Jens Wernicke, Roland Rottenfußer und Wolfgang Romey.

Der Rubikon macht vom 9. September bis zum 2. Oktober Pause. Urlaub? Erholung? Im Gegenteil! Wir nutzen die Unterbrechung, um die Rubikon-Webseite deutlich zu verbessern — für Ihre Lesefreude. Eine Reihe von technischen, visuellen und qualitativen Neuerungen sind bereits in Arbeit und wir setzen nun zum großen Sprung an. Lassen Sie sich überraschen, we’ll be back!

Seit seinem Start vor etwas mehr als einem Jahr hat sich Rubikon gut entwickelt.

Veröffentlicht wurden bisher etwa 1.300 Artikel von mehr als 250 Autoren. Inzwischen gibt es 39 Kolumnen. Mehr noch als diese Zahlen sagen die vielen begeisterten und ermutigenden Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Und natürlich auch die kritischen und entrüsteten, denn ein lebendiges Magazin will und muss Debatten auslösen.

Wir fördern und ermutigen unsere Autoren, ohne sie dabei „auf Linie“ zu bringen. Bei uns finden Sie keine einschläfernde Meinungs-Monokultur, wir wollen geistige Biodiversität.

Anregendes Feedback ist Wind in unseren Segeln, die infolge eines immer noch mörderisch großen Arbeitsvolumens manchmal schlaff in den Seilen zu hängen drohen. Neben der ideellen Vitaminspritze braucht es ebenso viele kleine Geldspritzen, damit wir unseren Lesern weiterhin umfangreiche und qualitativ hochwertige Inhalte liefern können – wir sind gewachsen und wollen unser Angebot weiter ausbauen.

Wir bitten Sie deshalb um Spenden in einer Höhe, die Sie sich leisten können. Nicht als Anerkennung für erbrachte Leistungen – obwohl wir auch gegen Geld, das „einfach so“ gespendet wird, natürlich nichts haben –, Ihre Spende ist eine Investition in die Zukunft. Und wir versprechen, sie so einzusetzen, dass Sie als Leserinnen und Leser den Gewinn einstreichen.

All das dient unserer gemeinsamen Sache: dem Einsatz für den Frieden, für Wahrhaftigkeit und Vielfalt in der Berichterstattung, für soziale Gerechtigkeit, für Bildung, die Kinder nicht deformiert, eine Medizin und Psychologie, die nicht allein Profitinteressen dient – und vieles mehr.

Für Anliegen wie diese ist es in unserer Zeit nicht unbedingt leichter geworden, denn die „andere Seite“ schläft nicht. Wir als alternatives Medium können den etablierten noch nicht auf Augenhöhe begegnen – jedenfalls nicht, was die Leserzahlen anbelangt.

Der Rubikon wird von mehr als 150.000 Menschen pro Monat gelesen, der Newsletter hat mehr als 10.000 Abonnenten, auf Facebook erzielen wir teilweise über 1 Million Kontakte pro Woche und auch unser Newsfeed erfreut sich großer Beliebtheit. Dennoch ist die kontinuierliche Erhöhung unserer Reichweite wichtig, weil ausschließlich die Leserinnen und Leser die wirtschaftliche Basis des Rubikon bilden.

Ihre Spenden machen unsere Arbeit erst möglich. Wer unser Anliegen verstanden hat und teilt, sollte uns jetzt nach Kräften dabei unterstützen, in naher Zukunft zu einem ernstzunehmenden Gegengewicht in der Medienlandschaft heranzuwachsen und Politik mitgestalten zu können.

Hier ein kurzer Überblick über das, was in den vergangenen Monaten geschehen ist – und was wir weiter planen:

Eine besondere Aktion starteten wir mit unseren Rubikon-Aufklebern, die mit witzigen Sprüchen unsere Botschaften in die Offline-Welt transportieren. Die Sticker mit Sätzen wie „Soldaten aller Länder, geht nach Hause!“ oder „Es kommt immer anders, wenn man denkt.“ sollen auf Rubikon aufmerksam machen und unsere Reichweite erhöhen – denn außerhalb des Internets waren wir bisher nicht zu finden.

Dies ist seit Juni anders. Sie können die Sticker bei uns bestellen und auf Ihr Auto, auf Schränke und Gartenmauern kleben. Vor kreativeren Ideen – zum Beispiel die Aufkleber auf Bundeswehr-Fahrzeugen, auf den Schaufenstern von Banken oder dem Zaun vor dem Kanzleramt anzubringen – müssen wir jedoch streng warnen. Eine stärkere Offline-Präsenz wird uns helfen, weiterhin viele Menschen zu erreichen, auch wenn die Algorithmen der Internet-Giganten einmal den Zugang zum Rubikon erschweren sollten. Machen Sie mit und helfen Sie, den Rubikon „viral“ überall zu verbreiten. Hier ist der Link zum ursprünglichen Artikel. Dort finden Sie auch die Bestelladresse für unsere Sticker.

Das Tagesgeschäft des Rubikon ist inzwischen sehr komplex. Eine Vielzahl von Artikeln muss von der Redaktion und den inzwischen sechs Teilredaktionen bewältigt werden, alle Beiträge durchlaufen vor ihrer Veröffentlichung das Korrektorat, es sind Übersetzungen anzufertigen, … Für einen reibungslosen Ablauf bei der Bearbeitung der vielen Aufgaben ist eine optimale, gut strukturierte Organisation erforderlich. Dieser Anforderung werden wir uns in der Pause stellen. Das Korrektorat arbeitet bereits erfolgreich mit einer Cloud – eines für mehrere Mitwirkende nutzbaren Organisationstools – und wird die gesammelten Erfahrungen nun teilen, die Redaktionen werden sich anschließen [1].

Zukünftig ermöglichen wir eine vertrauliche Kommunikation – durch den verschlüsselten E-Mail-Verkehr mit der Redaktion und in der Redaktion. Immer mehr Teilredaktionen werden nach und nach auch mit der E-Mail-Verschlüsselung beginnen.

Weiterentwicklung des Internetauftritts

Dringend weiterentwickelt werden muss der Internetauftritt des Rubikon. Solange die Anzahl der Artikel gering war, funktionierte die Webseite gut. Zwei Eigenschaften zeichnen sie aus:

  • Die Seite ist weitestgehend barrierefrei; der Rubikon ist auch für Leserinnen und Leser mit körperlichen Einschränkungen gut lesbar.
  • Sie schützt die Privatsphäre der Leserinnen und Leser dadurch, dass nur die Daten erhoben werden, die zwingend für die Nutzung nötig sind.

Wir spionieren Sie also nicht aus. Es werden keine Daten an Facebook, Google oder Twitter weitergegeben, externe Dienste sind nicht eingebunden. Was Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre unserer Leser angeht, spielen wir in der 1. Liga.

Vergleichen Sie Rubikon einmal mit einer herkömmlichen Internetzeitung, bei deren Aufruf umgehend bis zu 100 Skripte ausgeführt, Cookies angelegt und Verbindungen zu einer Vielzahl von externen Internetseiten aufgebaut werden, um Ihre personenbezogenen Daten auszuforschen. So etwas gibt es bei uns nicht! Auch deswegen sieht der Rubikon anders aus und funktioniert anders als andere Seiten, die Sie vielleicht kennen.

Angeboten werden wichtige Dienste wie der PDF-Export, eine Vorlesefunktion, Drucken und der Newsletter; die Rubikon-Artikel können per E-Mail versendet werden oder über Whatsapp, Facebook, Twitter und das freie soziale Netzwerk Diaspora geteilt werden. Dabei ist sichergestellt, dass Daten erst weitergegeben werden, wenn der Leser sich auf seinem Account auf dem jeweiligen Netzwerk anmeldet. Bei anderen Online-Zeitschriften geschieht dies meistens schon, wenn man die Seite ansteuert; selbst dann, wenn man kein Konto, beispielsweise bei Facebook, hat.

Mit eigener Präsens ist Rubikon auf allen wesentlichen Netzwerken vertreten:

Erwähnenswert ist, dass Rubikon schon auf freien, verteilten sozialen Netzen zu finden ist, so etwa auf:

  • Diaspora, einer Alternative zu Facebook
  • PeerTube, einer Alternative zu YouTube.

Damit wird ein – kleiner – Beitrag dazu geleistet, den Rubikon unabhängig von den Datenkraken und ihren Zensuraktivitäten zu machen. Um diese Netze zu stärken, soll die Nutzung freier, verteilter sozialer Netzwerke in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Was aber fast vollständig fehlt und in der Pause soweit wie möglich ergänzt werden soll, sind Werkzeuge, mit denen man sich in der Fülle der Artikel auf Rubikon besser zurechtfinden kann. Auch die Darstellung der Artikel muss verbessert werden. Eine Zuordnung soll erkennen helfen, ob es sich bei einem Artikel um eine Analyse, eine Reportage, ein Interview, eine Satire, eine Polemik oder etwas anderes handelt.

Dringend nötig sind eine Suchfunktion und Werkzeuge wie eine Schlagwortliste und ein Kategoriensystem, das die Kolumnen ergänzt. Das alles soll auf unserer Startseite zu finden sein, die klar gegliedert, gut zugänglich und attraktiv bleiben soll. Attraktiv auch weiterhin für Sie, die kritische Masse.

Es ist Aufgabe des neuen Rubikon-IT-Teams, das alles umzusetzen. Das IT-Team besteht aus Fachleuten, die wie das Korrektorat und andere Abteilungen ehrenamtlich arbeiten. Im Juni hat es seine Arbeit aufgenommen und ist trotz der räumlichen Verteilung seiner Mitglieder über das ganze Bundesgebiet schon gut zusammengewachsen und hoch motiviert.

Spenden helfen!

Möglichkeiten gibt es viele, die Rubikon-Webseite weiterzuentwickeln, auch eine schnellere Umsetzung all dieser Ideen wäre machbar – wenn größere Projekte als bezahlte Aufträge vergeben werden könnten. Das wäre jedoch nur bei einem deutlichen Zuwachs der Spenden an den Rubikon möglich.

Und natürlich fließen Ihre Spendengelder nicht nur in die Technik.

Wir setzen auch unseren Weg fort, Redakteurinnen und Redakteure sowie zumindest einige Autorinnen und Autoren finanziell so zu unterstützen, dass sich ihre soziale Lage verbessert und ihre mit viel Idealismus erbrachte Leistung nachhaltig erhalten bleibt. Denn müde und ausgebrannte „Alternative“ mit Existenzsorgen tun sich noch schwerer, in politischen Debatten gegen die satten „Etablierten“ zu bestehen.

Und auch unsere Video-Produktion – vor allem Interviews mit interessanten Persönlichkeiten aus dem Rubikon-Umfeld – planen wir auszubauen, was natürlich mit Zusatzkosten verbunden ist. Mit Hilfe eines wachsenden Teams konnten wir die Angebotspalette des Rubikon in den letzten Monaten nochmals erweitern, ohne dass bei der Genauigkeit unserer Arbeit Abstriche gemacht werden mussten. Dies gelang auch mit Ihrer Hilfe, aufgrund der bisher geflossenen Spenden.

Besonders wichtig sind selbstverständlich regelmäßige Spenden: sie sind die wesentliche Grundlage für das Erscheinen des Rubikon.


Quellen und Anmerkungen:

[1] Verwendet wird die Anwendung Nextcloud über selbst betriebene Server. Es werden keine Angebote wie Dropbox oder Google-Cloud genutzt, damit die Daten Eigentum des Rubikon bleiben.


Florian Ernst Kirner (Foto: Rubikon.news)Florian Ernst Kirner ist als Sohn friedensbewegter, sozialdemokratischer Eltern seit seiner Kindheit politisch aktiv. Unter dem Namen Prinz Chaos II. ist er als Liedermacher und Kabarettist bekannt. In Südthüringen entwickelt er seit 2008 ein Kultur- und Gemeinschaftsprojekt auf Schloss Weitersroda . Zuvor hat er an der Universität zu Köln Anglo-Amerikanische Geschichte, Japanologie und Neuere und Mittelalterliche Geschichte studiert, sowie Internationale Beziehungen an der Sophia-Universität Tokio. 2013 verfasste er mit Konstantin Wecker einen „Aufruf zur Revolte“. Als Journalist schrieb er lange für die junge Welt. Seit dessen Gründung unterstützt er den Rubikon.

Jens Wernicke (Foto: Rubikon - Magazin für die kritische Masse)Jens Wernicke, Jahrgang 1977, Diplom-Kulturwissenschaftler (Medien), arbeitete lange als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Politik und als Gewerkschaftssekretär. Er verantwortete mehrere Jahre das Interviewformat der NachDenkSeiten, Deutschlands meistgelesenem politischen Blog. Heute ist er Autor, freier Journalist und Herausgeber von „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“. Zuletzt erschienen von ihm als Mitherausgeber „Netzwerk der Macht – Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus Gütersloh“ und „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“. Sowie von ihm als Autor „Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“.

Roland Rottenfußer ist seit 2006 Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen.Roland Rottenfußer, Jahrgang 1963, war nach dem Germanistikstudium als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage tätig. Von 2001 bis 2005 Redakteur beim spirituellen Magazin connection, später für den Zeitpunkt“. Aktuell arbeitet er als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag. Seit 2006 ist er Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen.

Wolfgang Romey (Foto: Rubikon.news)Wolfgang Romey arbeitete nach dem Studium der Theoretischen Elektrotechnik als Lehrer für Mathematik, Elektrotechnik und Digitaltechnik im Berufsbildenden Bereich, später als Lehrerausbilder im Vorbereitungsdienst, dem Referendariat. Dann folgte ein Wechsel in die Bezirksregierung Düsseldorf als Dezernent für Lehrerausbildung und später auch -fortbildung. Er verfügt über etwa 20 Jahre Erfahrung darin, angehende Lehrerinnen und Lehrer auf die Bildungsarbeit mit Digitalen Medien vorzubereiten und deren Urteilskraft in diesem Feld zur Entfaltung zu verhelfen. Die kritische Auseinandersetzung mit den dramatischen Folgen der Digitaltechnik, die ihm extrem unterentwickelt scheint, ist bis heute sein Thema.


Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 InternationalDieses Werk erschien erstmals auf Rubikon – Magazin für die kritische Masse und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Foto: Michal Jarmoluk (Pixabay.com, Creative Commons CC0) und Rubikon.news

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