Dokumentarfilm: Marsch in den Sarg – Stimmen einiger Alt-68er

Was kam nach Rudi Dutschke? In Gesprächen mit unter anderem Christian Ströbele, Maria Mies, Stefan Saarbach und Klaus Ernst skizziert Gaby Weber den Gang der 68er in die Institutionen und in die Unglaubwürdigkeit.

Als der Studentenführer Rudi Dutschke Ende der 60er Jahre die Parole „Marsch durch die Institutionen“ ausgab, meinte er nicht den Marsch in die Institutionen, sondern die Zerschlagung der Institutionen der kapitalistischen Gesellschaft. 50 Jahre nach Dutschke geht die Journalistin Gaby Weber in ihrem Dokumentarfilm Marsch in den Sarg – Stimmen einiger Alt-68er der Frage nach, was aus dem Vorhaben geworden ist.

Gaby Weber sprach unter anderem mit der Soziologin, Globalisierungsgegnerin und Feministin Maria Mies, mit Stefan Saarbach, Arnulf Rating, Jochen Gester, Werner Ruf, Klaus Ernst (Die Linke) und Christian Ströbele, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und von 2002 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Wir saßen im Sommer 68 praktisch als eine gescheiterte, als eine geschlagene Bewegung auf dem Campus der Universität.

Die Aussagen der Befragten erklären teilweise die schnelle Verwandlung ehemaliger Pazifisten zu Kriegstreibern, den rasanten Aufstieg der Karrieristen in den Parteien und die politische Unglaubwürdigkeit der in den Institutionen angekommenen Linken.


Informationen zum Dokumentarfilm

Marsch in den Sarg – Stimmen einiger Alt-68er

Argentinien: 2018
Sprache: Deutsch
Länge: 58 Minuten
Realisierung: Gaby Weber
Mitwirkende: Christian Ströbele, Maria Mies, Stefan Saarbach, Arnulf Rating, Jochen Gester, Werner Ruf und Klaus Ernst.
Zitatsprecher: Klaus Manthey

Der Film erhielt keine Finanzmittel von Dritter Seite. Wenn Sie unabhängigen Journalismus schätzen und fördern wollen, spenden Sie bitte über Paypal (gaby.weber@gmx.net) an Gaby Weber.


Gaby Weber (Aufnahme von Frank C. Müller; CC BY SA 3.0)

Gaby Weber (Foto: Frank C. Müller; CC BY SA 3.0).

Über Gabriele „Gaby“ Weber: Die Publizistin mit dem Schwerpunkt deutsch-lateinamerikanische Beziehungen wurde 1954 in Stuttgart geboren und studierte an der Freien Universität Berlin Romanistik und Publizistik. Sie gehörte 1978 in West-Berlin zu den Gründungsmitgliedern der taz. 1982 wurde Gaby Weber am Lateinamerika-Institut promoviert.

Sie ging nach Südamerika und berichtete etwa ab Mitte der 1980er-Jahre als freie Korrespondentin aus Montevideo (Uruguay) und von 2002 an aus Buenos Aires. Weber arbeitet hauptsächlich für den Rundfunk und veröffentlichte mehrere Reportagen und Recherchen zur Geschichte von Nachrichtendiensten. Außerdem verfasste sie zahlreiche Bücher.

Auf der Webseite www.gabyweber.com finden sich weitere Informationen zu Gaby Weber und ihren Dokumentarfilmen und Reportagen.


Illustration und Fotos: Stefan Schweihofer (Pixabay.com, Creative Commons CC0), Frank C. Müller und Gaby Weber.


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