„Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann Feind wird.“

Wer sich aus dem Heute auf den Weg in ein besseres Morgen begeben will, ist gut beraten sich im Gestern umzusehen, um daraus zu lernen.

„Die Zähigkeit und Ausdauer, mit der die oberdeutschen Bauern von 1493 an dreißig Jahre lang konspirierten, mit der sie alle aus ihrer ländlich-zerstreuten Lebensweise hervorbringenden Hindernisse einer größeren, zentralisierten Verbindung überwanden und nach unzähligen Sprengungen, Niederlagen, Hinrichtungen der Führer immer von neuem wieder konspirierten, bis endlich die Gelegenheit zum Aufstand in Masse kam – diese Hartnäckigkeit ist wirklich bewundernswert.“[1] (Friedrich Engels)

Ein Sprint durch die Geschichte

Das heutige Deutschland befindet sich auf einem Gebiet, dass in der Vergangenheit Teil des Frankenreiches war. Nach dem Tod Karl des Großen im Jahr 814 wurde sein Sohn Ludwig der Fromme (778-840) König des Fränkischen Reiches und Kaiser. Es gelang ihm das Reich zusammenzuhalten, aber nach seinem Ableben führten Erbstreitigkeiten zum Zerfall. Im sogenannten Vertrag von Verdun wurde das Fränkische Reich am 10. August 843 unter seinen Söhnen Lothar (795-855), Karl dem Kahlen (823-877) und Ludwig dem Deutschen (etwa 806-876) aufgeteilt[2].

Das Westfrankenreich, aus dem Frankreich hervorging, bekam Karl der Kahle zugesprochen. Lothar erhielt die Kaiserwürde und ein Gebiet, das sich von der Nordsee bis nach Unteritalien erstreckte und Lotharii Regnum (lateinisch: „Reich Lothars“) genannt wurde. Die Kaiserstädte Aachen und Rom lagen in seinem Herrschaftsbereich. Ludwig der Deutsche wurde Herrscher über das Ostfrankenreich, dem Vorläufer des Heiligen Römischen Reichs.

Verschiedene Herrscherhäuser strebten danach, die Nachfolge des antiken römischen Imperiums anzutreten. Darunter befanden sich die Liudolfinger. Das sächsische Adelsgeschlecht herrschte von 919 bis 1024 im Ostfrankenreich. Die Kaiserkrönung von Otto I. am 2. Februar 962 markiert die Geburtsstunde des Heiligen Römischen Reiches. Im 11. Jahrhundert wird das Gebiet als Regnum Teutonicorum (Reich der Deutschen) bezeichnet. Mitte des 13. Jahrhunderts wird der Name Sacrum Romanum Imperium (Heiliges Römisches Reich) urkundlich erwähnt. Das Wort „Heilig“ sollte betonen, dass die weltliche Herrschaft durch die Gnade Gottes gewollt sei. Erst Ende des 15. Jahrhunderts, also nach den Bauernaufständen, findet der lateinische Zusatz Nationis Germanicæ (Deutscher Nation) Verwendung.

Das Heilige Römische Reich, das sich um 1400 flächenmäßig unter anderem auf Teile des heutigen Österreichs, Frankreichs, Tschechiens, Italiens und das Gebiet der Bundesrepublik erstreckte, war ein Gebilde, das nichts mit einem modernen Staat gemein hatte. Es überspannte zwar zahlreiche Territorien, aber diese wurden von unterschiedlichen Landesherren geführt. Die Herrscher des Heiligen Römischen Reiches wurden von den Fürsten gewählt und als römisch-deutsche Könige bezeichnet. Nur der Papst konnte sie zum Kaiser krönen.

Die Saat der Revolution

Der Schwarzer Tod, die Pest, ausgelöst durch eine Variante des Pesterregers Yersinia pestis, dezimierte die europäische Bevölkerung im 13. und 14. Jahrhundert. Genaue Aufzeichnungen gibt es nicht. Die Zahlen beruhen auf Schätzungen. Demnach lebten um 1347 im Heiligen Römischen Reich etwa 12 Millionen Menschen. Durch den Schwarzen Tod sank ihre Zahl auf 8,5 Millionen (1357). Nach dem Verschwinden der Pandemie nahm die Bevölkerungszahl wieder zu. Um 1500 sollen im Heiligen Römischen Reich rund 12,5 Millionen Menschen gelebt haben[3].

Circa 17 Prozent der Bevölkerung lebten zu diesem Zeitpunkt in Städten, etwa 3 Prozent gehörten dem Adel an. Die übrigen 80 Prozent waren Bauern. Sie waren ohne jede politische Macht und trugen dennoch die ökonomische Last der Feudalgesellschaft. Mit ihrer Arbeitskraft und ihren Abgaben finanzierten sie den Adel und den Klerus.

Viele von ihnen fristeten ihr Dasein in Leibeigenschaft. Sie bewirtschafteten Grund und Boden, der ihnen nicht gehörte. Diese Bauern waren faktisch rechtlos und auf den Großmut eines Leibherren angewiesen. Missernten und die teilweise willkürlich festgelegten Abgaben verschärften die Lage der bäuerlichen Bevölkerung.

Der Revolution des gemeinen Mannes in den Jahren 1524 bis 1526, heute bekannt als Deutscher Bauernkrieg, gingen mehrere Aufstände voran. So kam es bereits im 13. und 14. Jahrhundert in der Schweiz und Flandern zu Bauernaufständen und im 15. Jahrhundert in Böhmen und erneut in einigen Kantonen der Schweiz. Die Ursache für all diese Erhebungen war die zunehmende Verschlechterung der Lebensumstände in der ausbeuterischen Feudalgesellschaft[4].

Die Widersprüche zwischen den Besitzlosen und den Landesfürsten, zwischen den aufstrebenden und freien Städten und dem Adel, zwischen Humanismus und der von den Kanzeln gepredigten gottgewollten Ordnung mit seinen Ungerechtigkeiten, der willkürlichen Rechtsprechung, der Enteignung von Gemeindeland, der Kluft zwischen der armen Landbevölkerung, den reichen Herrschern und den weltlichen Vertretern der katholisch-christlichen Kirche, die die Wissenschaft unterdrückte und deren Pfarrer und Bischöfe den Gemeinen mit Fegefeuer und Verdammnis Angst einjagten, aber den Ablasshandel, durch den Sünden mit Geld aus der Welt geschafft werden konnten, förderten, Andersgläubige unbarmherzig verfolgten und die Verherrlichung des Wuchers, der Gier nach Gold und Boden, dies alles bereitete das Feld für die Revolution.

Reformer und Revolutionäre

Den Menschen im frühen 16. Jahrhundert ging es schlecht. Dies erkannten und erlebten natürlich nicht nur Martin Luther, Thomas Müntzer und andere Reformer, sondern alle Menschen im Zeitalter der Reformation. Die Mächtigen, ob kirchlich oder weltlich, nutzten ihre Position zum eigenen Vorteil. Ihr wichtigstes Machtinstrument war die unwissende Hilflosigkeit breitester Bevölkerungsschichten.

Die meisten Menschen, so ist anzunehmen, konnten weder Lesen oder Schreiben. Sie mussten sich darauf verlassen, wie ihnen die Gebildeten die Welt erklärten und die Theologen die herrschende Ordnung, die Gott gewollt habe. Das Vaterunser und Gebete wurden in Latein gesprochen. Reformatoren begannen etwa 1522 damit, einzelne Messtexte auf Deutsch zu sprechen.

Jahrhundertelang war die katholische Kirche die mächtigste Institution der Welt, die auch das Bildungs-, Wissens- und Glaubensmonopol innehatte. Anfang des sechzehnten Jahrhunderts begann ihre Macht, zu bröckeln: Die freien Bürger in den Städten wurden selbstbewusster. Die neu gegründeten Universitäten hatten regen Zulauf; immer mehr Professoren wagten es, die Verhältnisse in Rom und in der Kirche zu kritisieren. Die humanistischen Gelehrten vertraten ein neues Ideal: den freien Menschen. Um die Freiheit des Geistes zu erlangen, las man die Schriften der antiken Autoren im Originaltext. Auch die Heilige Schrift wurde mit neuen Augen gesehen.

Im Gegensatz zu Martin Luther, der sich zwar offen zeigte für neue Ideen und mit dem Anschlag seiner 95 Thesen in Wittenberg[5] quasi den Startschuss zur Reformation der katholischen Kirche einleitete, aber an der gesellschaftlichen Ordnung nichts ändern wollte, in der es ihm an nichts mangelte, schloss sich Thomas Müntzer den rebellierenden Bauern an. Sie verband die Vorstellung von einer freien und besseren Welt.

Menschenrechte als Forderung

Der Laienprediger Sebastian Lotzer hatte die Forderungen der Bauern 1525 in den Zwölf Artikeln von Memmingen festgehalten und damit die erste Formulierung von Menschenrechten niedergeschrieben[6]. Es war ein Manifest. Den Bauern ging es um weit mehr als die Abschaffung von Willkür und Leibeigenschaft. Die Freiheit des Menschen sollte durch eine gesellschaftliche Neuordnung erreicht werden, die in ihrer Konsequenz Machtverlust für Adel und Klerus bedeutet hätte und damit das absehbare Ende des Feudalismus. Ein Gemeinwesen wurde angestrebt, in dem alle Bürger frei und gleich sind und das Volk Macht ausübt, auch wenn Herrschaft, Religion und Glaube weiterhin als bedeutsam anerkannt wurden.

Flugschrift der Zwölf Artikel von Memmingen 1525

(I.) Jede Gemeinde soll das Recht haben, ihren Pfarrer zu wählen und ihn zu entsetzen (abzusetzen), wenn er sich ungebührlich verhält. Der Pfarrer soll das Evangelium lauter und klar ohne allen menschlichen Zusatz predigen, da in der Schrift steht, dass wir allein durch den wahren Glauben zu Gott kommen können.

(II.) Von dem großen Zehnten sollen die Pfarrer besoldet werden. Ein etwaiger Überschuss soll für die Dorfarmut und die Entrichtung der Kriegssteuer verwandt werden. Der kleine Zehnt soll abgetan (aufgegeben) werden, da er von Menschen erdichtet ist, denn Gott der Herr hat das Vieh dem Menschen frei erschaffen.

(III.) Ist der Brauch bisher gewesen, dass man uns für Eigenleute (Leibeigene) gehalten hat, welches zu Erbarmen ist, angesehen, dass uns Christus alle mit seinen kostbarlichen Blutvergießen erlösen und verkauft hat, den Hirten gleich wie den Höchsten, keinen ausgenommen. Darum erfindet sich mit der Schrift, dass wir frei sind und sein wollen.

(IV.) Ist es unbrüderlich und dem Wort Gottes nicht gemäß, dass der arme Mann nicht Gewalt hat, Wildbret, Geflügel und Fische zu fangen. Denn als Gott der Herr den Menschen erschuf, hat er ihm Gewalt über alle Tiere, den Vogel in der Luft und den Fisch im Wasser gegeben.

(V.) Haben sich die Herrschaften die Hölzer (Wälder) alleine angeeignet. Wenn der arme Mann etwas bedarf, muss er es um das doppelte Geld kaufen. Es sollen daher alle Hölzer, die nicht erkauft sind (gemeint sind ehemalige Gemeindewälder, die sich viele Herrscher angeeignet hatten), der Gemeinde wieder heimfallen (zurückgegeben werden), damit jeder seinen Bedarf an Bau- und Brennholz daraus decken kann.

(VI.) Soll man der Dienste (Frondienste) wegen, welche von Tag zu Tag gemehrt werden und täglich zunehmen, ein ziemliches Einsehen haben (sie ziemlich reduzieren), wie unsere Eltern gedient haben, allein nach Laut des Wortes Gottes.

(VII.) Soll die Herrschaft den Bauern die Dienste nicht über das bei der Verleihung festgesetzte Maß hinaus erhöhen. (Eine Anhebung der Fron ohne Vereinbarung war durchaus üblich.)

(VIII.) Können viele Güter die Pachtabgabe nicht ertragen. Ehrbare Leute sollen diese Güter besichtigen und die Gült nach Billigkeit neu festsetzen, damit der Bauer seine Arbeit nicht umsonst tue, denn ein jeglicher Tagwerker ist seines Lohnes würdig.

(IX.) Werden der große Frevel (Gerichtsbußen) wegen stets neue Satzungen gemacht. Man straft nicht nach Gestalt der Sache, sondern nach Belieben (Erhöhungen von Strafen und Willkür bei der Verurteilung waren üblich). Ist unsere Meinung, uns bei alter geschriebener Strafe zu strafen, darnach die Sache gehandelt ist, und nicht nach Gunst.

(X.) Haben etliche sich Wiesen und Äcker, die einer Gemeinde zugehören (Gemeindeland, das ursprünglich allen Mitgliedern zur Verfügung stand), angeeignet. Die wollen wir wieder zu unseren gemeinen Händen nehmen.

(XI.) Soll der Todfall (eine Art Erbschaftssteuer) ganz und gar abgetan werden, und nimmermehr sollen Witwen und Waisen also schändlich wider Gott und Ehre beraubt werden.

(XII.) Ist unser Beschluss und endliche Meinung, wenn einer oder mehr der hier gestellten Artikel dem Worte Gottes nicht gemäß wären …, von denen wollen wir abstehen, wenn man es uns auf Grund der Schrift erklärt. Wenn man uns schon etliche Artikel jetzt zuließe und es befände sich hernach, dass sie Unrecht wären, so sollen sie von Stund an tot und ab sein. Desgleichen wollen wir uns aber auch vorbehalten haben, wenn man in der Schrift noch mehr Artikel fände, die wider Gott und eine Beschwernis des Nächsten wären.

Quelle: Die Zwölf Artikel von Memmingen[7] von 1525.

Es sind einfache Forderungen einfacher Menschen, die heute banal anmuten mögen. Die Obrigkeit im 15. Jahrhundert sah keine Notwendigkeit, sie zu erfüllen.

Rebellisch, störrisch, unerbittlich

„Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann Feind wird“, ist eine schriftlich hinterlassene Feststellung Thomas Müntzers. Man kann sie als eine Begründung dafür ansehen, warum sich der Prediger an die Seite der Bauern zur Empörung wider die Tyrannei stellte.

Müntzer, der im Gegensatz zu Luther Gewalt als legitimes Mittel ansah, um die Bauern aus ihrem Elend zu befreien, zog es folgerichtig nicht in die Schweiz zu den Täufern, sondern zu den Bauern, die sich im Südwesten des Reiches im Sommer 1524 erhoben hatten. Später ging er ins thüringische Mühlhausen. In dem Mikrokosmos der freien Reichsstadt versuchte Müntzer, seine Vorstellung einer neuen Gesellschaft umzusetzen.

Er ließ Klöster auflösen, Obdachlosenunterkünfte errichten, es gab eine Armenspeisung und alte Privilegien wurden abgeschafft. Gleichheit und Gerechtigkeit sollten herrschen, und ein Gott gefälliges Leben aller. Aber es gelang Müntzer nicht, die Bauernhaufen zu vereinen, um mit geballter Kraft den Söldnerherren der Fürsten entgegenzutreten, die ihre Macht bedroht sahen, auch durch Haufen, die plünderten, mordeten und brandschatzten. Die Taktik des Adels ging auf. Sie konnten die Bauern spalten und einen Aufstand nach dem anderen blutig niederschlagen.

Drum soll hier zuschmeißen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und gedenken, dass nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann denn ein aufrührischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muss: Schlägst du nicht, so schlägt er dich und ein ganz Land mit dir.

Martin Luther (1525): Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern.

Müntzer erlebte am 15. Mai 1525 als Anführer eines Bauernhaufens das Ende des Kampfes um Gerechtigkeit und menschliches Miteinander. Bei Frankenhausen wurde sein Haufen von einem Fürstenheer aufgerieben. 6000 Gemeine sollen getötet worden sein[8]. Müntzer wurde gefangen genommen. Er habe den Bauern gepredigt und etliche Artikel gegeben, bekennt er auf der Folter. Am 27. Mai 1525 wird Müntzer in der Nähe von Mühlhausen enthauptet.

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde er als Volksheld angesehen. Mühlhausen trug ab 1975 den Namenszusatz „Thomas-Müntzer-Stadt“. Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland und dem Abzug der letzten sowjetischen Einheiten 1991 aus Mühlhausen wurde der Beinamen „Thomas-Müntzer-Stadt“ aus dem Stadtnamen gestrichen[9].

Gerhard Brendler schreibt in seiner Müntzer Biographie[10]: „In Thomas Müntzer tritt uns wohl der älteste Typ des Revolutionärs entgegen: ein Gottesstreiter. Im alten Testament schon gibt es ihn; der Zimmermann Jesus aus Nazareth gehört auf seine Weise dazu wie die Taboriten und manch andere vor ihnen und nach ihnen bis in unsere Tage.“ Brendler scheibt weiter: „Revolutionäre dieser Art sind rebellisch, störrisch und unerbittlich, verwundbar, sensibel und meist nicht sehr glücklich. Sie interessieren sich nicht für das Mögliche und für das Machbare, nur für das Ewige. Sie liegen immer quer.“

Der Reformer

So sind auch Martin Luthers reformierende und – wenn man den stürmischen Verlauf der gesellschaftlichen Ereignisse dieser Zeit in Betracht zieht –, seine die revolutionären Vorgänge unterstützenden Ansätze zu sehen. Er erkannte, dass Veränderungen unvermeidbar sind, aber eine radikale Abkehr von der bestehenden Ordnung wollte er nicht.

Luther stellte sich unter anderem gegen den Ablasshandel und hob die Bedeutung der Barmherzigkeit hervor. Seine zu Wittenberg verkündeten Thesen 40 bis 45 lauten:

  1. Wahre Reue sucht und liebt die Strafen; der Reichtum der Ablässe aber befreit von ihnen und führt dazu, die Strafen – zumindest bei Gelegenheit – zu hassen.

  2. Mit Vorsicht sind die (päpstlich-)apostolischen Ablässe zu predigen, damit das Volk nicht fälschlich meint, sie seien den übrigen guten Werken der Liebe vorziehen.

  3. Man muss die Christen lehren: Der Papst hat nicht im Sinn, dass der Ablasskauf in irgendeiner Weise den Werken der Barmherzigkeit gleichgestellt werden solle.

43. Man muss die Christen lehren: Wer einem Armen gibt oder einem Bedürftigen leiht, handelt besser, als wenn er Ablässe kaufte.

  1. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe, und der Mensch wird besser. Aber durch Ablässe wird er nicht besser, sondern nur freier von der Strafe.

  2. Man muss die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, sich nicht um ihn kümmert und für Ablässe etwas gibt, der erwirbt sich nicht Ablässe des Papstes, sondern Gottes Verachtung.

Quelle: Martin Luthers 95 Thesen[11] vom 31. Oktober 1517.

Wie die weltlichen Missstände zum Besseren verändern werden könnten, dürfte Luther gewusst haben, vielleicht war es ihm aber auch unklar. Erkannt haben wird er, dass eine radikale Neuordnung der Gesellschaft Hand in Hand gehen wird mit Gewalt, weil die Mächtigen nicht gewillt waren, von der Macht abzulassen.

So blieb er, trotz seiner revolutionären Ansätze, auf ihrer Seite stehen, wohl ahnend, dass es moralisch die falsche ist, und versuchte, ihnen wenigstens die Gewalt über die Seele des Menschen zu nehmen – eine Art sozialer Ausgleich statt radikaler Veränderung.

Daraus folgte Luthers Forderung nach einer deutschsprachigen Kirche und einer ins Deutsche übersetzten Bibel. Der Gläubige sollte die in der Bibel verkündeten Weisheiten begreifen können. Der alles umwälzende Jesus Christus habe schließlich, wie es die Evangelien verkünden, Wege gewiesen, wie sich jeder durch das Tragen seiner irdischen Last bei barmherzigem Verhalten und dem Bewirken Gott gefälliger Werke, einen Weg zu jenseitiger Glückseligkeit suchen kann. Und das Wissen dazu findet der Gläubige in der Heiligen Schrift.

Die Interpretation des Menschen

Mit Wissen kann man die Hungrigen nicht sättigen. Ungehemmt und brutal wurden massenhaft dem gemeinen Mann in den Städten und auf dem Land selbst geringste Lebensnotwendigkeiten streitig gemacht, entzogen oder nicht gewährt. Nichts gegen das alltägliche Elend zu versuchen wäre genauso tödlich für die Notleidenden gewesen, wie das Leben in einem noch so aussichtslosen Kampf zu verlieren.

Bauern, städtische Plebejer, verarmte Ritter und andere wurden zum Aufstand gegen ihre Herren getrieben. Wenn diese sich denn nicht als die Zuchtrute Gottes, also als diejenigen aufführten, welche die Menschen zu wahrhaft Gott gefälligen Werken anzuhalten haben, „dann machen die Herren das selber, dass ihnen der arme Mann Feind wird“, denn „am Volke zweifele ich nicht“, bekannte Thomas Müntzer, die einfachen Menschen seiner Zeit sehr genau kennend.

Im Gegensatz zu Luther, der die Seele des Menschen mit einem Reittier verglich, das dem, der es reitet, sei dies nun Gott oder der Satan, gehorcht, der also den Menschen jede Möglichkeit abspricht eigenwillig, den rechten Weg zum Seelenheil einzuschlagen, war Müntzer der Meinung, dass der Mensch seine Lebensverhältnisse verändern sollte und kann, indem er sich selbst ändert.

„Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann feind wird. Die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun. Wie kann es die Länge gut werden? So ich das sage, muss ich aufrührerisch sein.“

Thomas Müntzer (um 1489-1525), Theologe und Revolutionär

Nach Müntzer entscheidet der Mensch darüber, von wem er sich leiten lässt, von Gott oder dem Teufel, er brauche jedoch Anleitung, da er nicht wisse, was zu tun sei. Weil er also sah, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse für den größten Teil der Bevölkerung unerträglich waren und er glaubte, dass die aufständischen Bauern von Gott geleitet seien, schloss er sich ihnen an und ging mit ihnen in schrecklicher Weise zugrunde.

Luther sah keine Möglichkeit, dass der Mensch an seinen Gesellschaftsverhältnissen etwas ändern könne, und er dachte sicher auch kaum darüber nach, war er doch der Meinung, dass jeder durch die Gnade Gottes seinen Platz im Leben zugewiesen bekomme. Seine eigenen Lebensverhältnisse hatten sich seit dem Thesenanschlag, dem Wormser Reichstag und der Bibelübersetzung auf der Wartburg als Wittenberger Universitätsprofessor ja auch beträchtlich zum Wohlbefinden hin geändert[12].

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität stieg Luther noch zweimal in der Woche in der Stadtkirche von Wittenberg auf die Kanzel und ermahnte die Gläubigen zu Gehorsam. Er soll gesagt haben, die Fürsten dieser Welt seien Götter, das gemeine Volk der Satan. Und das es besser sei, wenn Tyrannen hundert Ungerechtigkeiten gegen das Volk verüben, als dass das Volk eine einzige Ungerechtigkeit gegen die Tyrannen verübt.

In der Schrift Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können[13] wird deutlich, wie sehr Luther das einfache Volk verachtete und die Grausamkeiten der Gewaltherrschaft des Landadels und der Fürsten legitimierte, weil das Volk selbst tyrannisch sei, würde es herrschen. Luther schrieb 1526: „Denn der Pöbel hat und weiß kein Maß, und in jedem Einzelnen stecken mehr als fünf Tyrannen. Nun ist es besser, von einem Tyrannen (das heißt von der Obrigkeit) Unrecht zu leiden, als Unrecht zu leiden von unzähligen Tyrannen (das heißt vom Pöbel).“

Der falsche Zeitpunkt

Thomas Müntzer hat die Mächtigen angegriffen und erfolglos. Er hatte zwar Vorstellungen, wie nach einem Sieg des „Gemeinen Mannes“ das Leben gestaltet werden müsste, aber es war eine Utopie, weil er den falschen Zeitpunkt erwischte. Die feudalistische Wirtschaftsweise war noch von keiner produktiveren überholt und das gesellschaftliche Bewusstsein noch nicht ausreichend entwickelt, um Müntzers Vorstellungen zu verstehen und umzusetzen. Auch darum konnten die Fürsten, durch Söldnerheere militärisch den Bauern ohnehin haushoch überlegen, nicht besiegt werden.

Zwingend notwendige, revolutionäre Veränderungen setzen sich durch, wenn die Ausgebeuteten nicht mehr so weiter machen wollen und die Machthaber vor allem nicht mehr so weiter machen können wie bisher. Jedenfalls machten die Aufständischen des Bauernkrieges und insbesondere Thomas Müntzer den Anspruch geltend, dass der Mensch ein Recht auf Selbstverantwortung und Eigenwilligkeit hat: einen Anspruch auf Souveränität.

Luther hat in seinem Leben in Wittenberg den Lebensstatus des künftigen Bürgers erreicht, eines Menschentyps, der zunächst unter den alten Gesellschaftsverhältnissen Wissen und Eigentum erwirbt, um dann zu gegebener Zeit auf der Basis dieses Wissens und dieses Eigentums die Macht zu ergreifen und neue, fortschrittlichere Gesellschaftsverhältnisse zu organisieren. Die Klassengesellschaft aber, die die Menschen auf der Grundlage von Besitz und der uneingeschränkten Verfügungsgewalt über das Eigentum in Arm und Reich teilt, und somit in zwingender Konsequenz soziale Konflikte und Verteilungskämpfe heraufbeschwört, wird auf diesem Weg nicht überwunden.

Moralisches Handeln

Wer von den beiden, Luther oder Müntzer, deren Weltbild vom christlichen Ethos geprägt war, hat wahrhaftig moralisch gehandelt? War es Martin Luther, der es für das geringere Übel ansah, dass Tausende Menschen dahin geschlachtet wurden, als dass „einem Tyrannen auch nur eine Ungerechtigkeit widerfahren wäre“, oder handelte Thomas Müntzer moralisch, der sich den Revoltierenden zugesellte, um ihnen zu sagen, dass es gerecht ist, sein Schicksal selbst zu gestalten? Beide lagen falsch.

Um die Antwort zu begründen, ist es unvermeidbar, einen genaueren Blick auf Jesus Christus zu werfen. Der Nazarener, nach christlicher Vorstellung der Sohn Gottes auf Erden und in der Bibel die überragende Persönlichkeit, war in der Vorstellung der Menschen im 15. Jahrhundert ebenso präsent wie der Wunsch, durch Gottgefälligkeit das eigene Seelenheil und damit das Paradies zu finden oder die Angst vor Verdammnis und dem Fegefeuer.

Die von Jesus verkündete moralische Maxime, man solle den Menschen das tun, von dem man wünscht, dass man es von ihnen getan bekommt, ist wahrhaftig revolutionär. Die Frage, wer Jesus von Nazareth war, ist von je her eine große Herausforderung, besonders in Epochen der Geschichte, wie der Renaissance und der Reformation, in denen sich das gesellschaftliche Leben der Menschen beinahe vollständig verändert. Es geht um den Sinn des Daseins.

Die Botschaft Jesu war nicht: Fallt vor mir auf die Knie, sondern: Macht euch nach meiner Weise auf die Socken.

Eugen Drewermann, Theologe und Friedensaktivist

Alles was man von Jesus weiß oder glaubt, von ihm zu wissen, ob über seinen Lebens- und Leidensweg oder seine Lebensanschauungen, stellt immer wieder alle Lebensgewohnheiten der Menschen infrage und fordert zu neuen Sichtweisen auf.

Jesus verkündete seine Erfahrungen einer Welt des Geistes und stellte dadurch immer aufs Neue die Vorstellungen der Menschen von einer schlechten beziehungsweise besseren Welt auf die Probe. Er griff immer wieder die von ihm als intensiv erlebte Beziehung zum göttlichen Geist auf und fordert damit auch immer wieder die Menschen auf, darüber nachzudenken, ob die Wirklichkeit nicht doch anders sein könnte, als sie jeweils erlebt würde.

Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft, ob sie sich nun evolutionär oder revolutionär vollzieht, ist immer dann fortschrittlich, wenn sich jeder konkret Einzelne gerne in seine Lebensumwelt integriert, weil er sich gleichzeitig aus den ihm gegeben Lebensverhältnissen seiner Selbstverwirklichung entsprechend emanzipieren kann. Er sucht also die Attraktivität in der Veränderung, aber, dies muss berücksichtigt werden, er sucht auch seinen persönlichen Vorteil.

Wahrhaft moralisch bewegt sich die menschliche Gesellschaft, wenn in ihr jeder Einzelne die Freiheit hat, eigenwillig für die Befriedigung seiner Bedürfnisse zu sorgen, sich nützlich an der Gestaltung des Miteinanders zu beteiligen und nach den ihm gemäßen Aspekten der Wahrheit suchen zu können.

Bei der Einflussnahme der Menschen auf die Entwicklung des gesellschaftlichen Geschehens, besonders in Zeiten, da rasche Qualitätssprünge erforderlich sind, geht es im Wesentlichen um Veränderungen in den Eigentums- und Machtverhältnissen und um die Erweiterung menschlichen Selbstbewusstseins. Moralisch zu bewerten ist dabei immer, was warum und wie verändert werden soll.

Die glaubhafte Begründung dazu kann derjenige liefern, der die Freiheit und Unverletzlichkeit jedes Subjekts anerkennt und sich weder theologisch noch ideologisch über andere Menschen erhebt, damit eine Gesellschaft der Gleichen entstehen kann, in der Wohlstand und Mangel, aber auch Freude und Hoffnungen brüderlich geteilt werden.

Jesus steht für diese Gleichheit, die die Unterordnung unter einen Gott voraussetzt. Diese Perspektive boten weder Müntzer noch Luther an. Der Reformer wollte zu wenig geben und der Revolutionär wollte alles nehmen. Das konnte nicht gut gehen.

Eine Zukunft der Gleichen unter Gleichen

In der Gegenwart steht die Menschheit wieder vor der Frage, wie sie leben und letztlich überleben will. Neben den globalen Problemen der Umweltzerstörung und eines sich wandelnden Klimas rückt die soziale Frage ins Zentrum. Wie vor 500 Jahren stehen den wenigen Besitzenden immer mehr Nichtbesitzende gegenüber. Doch dieses Mal tritt die Kluft weltweit ans Tageslicht. Sie ist begleitet von Kriegen und Zerstörung. Welche Antwort wird gegeben werden? Eine sozialpolitische wäre erstrebenswert.

Aber welche könnte das sein? Luthers Halbherzigkeit oder Müntzers Unnachgiebigkeit? Oder so, wie es der Nazarener vorlebte, eben nur ohne Gott. So oder so, wird es eine Wechsel des Wirtschafts- und Verteiligungssystem geben. Erzwungen durch die Natur oder gelenkt durch Einsicht in die Notwendigkeit.

Die einzige Ideologie, die nur Gleiche unter Gleichen kennt, und die als gesellschaftliche Lösung von den Mächtigen immer unterdrückt und bekämpft wurde, so wie sie aus Angst vor dem Verlust weltlicher Macht Jesus bekämpften, geißelten und ihn ans Kreuz schlugen, ist der Anarchismus – die herrschaftsfreie, basisdemokratische und sich selbst organisierende Gesellschaft. Vielleicht wäre es einen Versuch wert, denn Gewalt ist keine Option und ein Weiter so auch nicht.

Es wird kein Bedenken oder Spiegelfechten helfen. Die Wahrheit muß hervor. Die Leute sind hungrig, sie müssen und wollen essen.

Thomas Müntzer (um 1489-1525), Theologe und Revolutionär

Über den Autor: Frank Nöthlich wurde 1951 in Neustadt/Orla (Thüringen) geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und sechs Enkelkinder. Er studierte Biologie, Chemie, Pädagogik, Psychologie und Philosophie von 1970 bis 1974 in Mühlhausen. Nach dem Studium war er an verschiedenen Bildungseinrichtungen als Lehrer tätig. Von 1985 bis 1990 war er Sekretär der URANIA-Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Später arbeitete er als Pharmaberater und ist heute Rentner und Buchautor (www.briefe-zum-mensch-sein.de). Er sagt von sich selbst, dass er als Suchender 1991 in der Weltbruderkette der Freimaurer einen Hort gemeinsamen Suchens nach Menschenliebe und brüderlicher Harmonie gefunden habe.


Quellen und Anmerkungen

[1] Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Band 7, S. 359-371 (Dietz Verlag, Berlin/DDR 1960). Auf http://www.mlwerke.de/me/me07/me07_359.htm (abgerufen am 08.09.2018).

[2] Vertrag von Verdun. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Verdun (abgerufen am 08.09.2018).

[3] Bevölkerung im Heiligen Römischen Reich um 1500. Auf https://www.xn--heiliges-rmisches-reich-hlc.de/bevoelkerung.html (abgerufen am 08.09.2018).

[4] Bauernaufstände in der Schweiz und Flandern. Auf http://www.bauernkriege.de/gesamttab.html (abgerufen am 08.09.2018).

[5] Luthers 95 Thesen. Auf https://www.ekd.de/95-Thesen-10864.htm (abgerufen am 08.09.2018).

[6] BR: Sebastian Lotzer 1525: Geburtsstunde der Menschenrechte. Auf https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/land-und-leute/sebastian-lotzer-metz-seesslen100.html (abgerufen am 08.09.2018).

[7] Die Zwölf Artikel von Memmingen (1525). Originalfassung auf https://stadtarchiv.memmingen.de/918.html und Kurzfassung auf https://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_Artikel (beide abgerufen am 08.09.2018).

[8] Schlacht bei Frankenhausen. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Frankenhausen (abgerufen am 08.09.2018).

[9] Geschichte Mühlhausens. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlhausen/Th%C3%BCringen (abgerufen am 08.09.2018).

[10] Gerhard Brendler: Thomas Müntzer. Geist und Faust (DVW, Berlin 1989).

[11] Die 95 Thesen. Auf https://www.ekd.de/95-Thesen-10864.htm (abgerufen am 18.09.2018).

[12] Lebenslauf Martin Luther. Auf http://www.geschichtsatlas.de/~ga14/body/beitraege/luther.htm (abgerufen am 18.09.2018).

[13] Universität Tartu (Estland); Institut für germanische, romanische und slawische Philologie (Abteilung für deutsche Sprache und Literatur). Zitiert aus der Magisterarbeit von Eve Saumets (2014): Der Wortführer Martin Luther und das von ihm geführte Wort am Beispiel der Schrift „Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können“ (1526). „Denn der Pöbel hat und weiß kein Maß, und in jedem einzelnen stecken mehr als fünf Tyrannen. Nun ist es besser, von einem Tyrannen (d.h. von der Obrigkeit) Unrecht zu leiden, als Unrecht zu leiden von unzähligen Tyrannen (d.h. vom Pöbel).“ (Calwer 1996: 75–76). Auf http://dspace.ut.ee/bitstream/handle/10062/38657/eve_saumets.pdf (abgerufen 13.09.2018).


Foto: Clker-Free-Vector-Images (Pixabay.com, Creative Commons CC0)


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  1. Das ist ein sehr interessanter Beitrag. Wenn man mit ein wenig Abstand einen Vergleich zu dem heutigen Verhalten der Menschheit zieht, so hat sich im Machtdenken nur insofern etwas geändert, als dass früher die Kirche und der Adel das Verhalten der Untertanen bestimmt haben. Und immer ging es um die Ausübung ihrer Macht. Der feine Unterschied ist, dass heute die Macht dem Kapital zugeordnet werden muss. Nach außen hin scheinen meistens gewählte Regierungen die Macht übernommen haben. Mit etwas Abstand gesehen ist es erschreckend, womit sich Regierungen heute befassen. Trotz der Kenntnis über den Zustand der Erde handelt es sich weiterhin im Grunde nur um Machtkämpfe. Wann endlich ist die Demut vor der Erde und der Natur das wesentliche Denkenfür die Mächtigen vorrangig. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Kenntnisse über die Folgen des heutigen Verhaltens ind genügend oft von Wissenschaftlern erkl#rt worden, wir sind inzwischen 7 Milliarden geworden.

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