Die Kinder des Prometheus

Befriedigung erfordert Schöpfungswonnen. Verträglichkeit muss neu erstritten werden. Ein Gedicht.

Feuer brannte tiefe Wunden
Urgewalt auf nackter Haut
angstverzerrt und schmerzgeschunden
hat er doch den Herd gebaut
hat er doch den Herd gebaut
und am Herd muss keiner frieren
und der Braten schmeckt so gut
einer muss das Feuer schüren
alle suchen solche Glut
alle geben viel der Glut

Wasser gibt der Herde Labung
grünem Land die Fruchtbarkeit
einzigartige Begabung
macht sich viele dienstbereit
macht sich viele dienstbereit
und verteilt die Göttergaben
und das Schwert hält Schwache fern
Tempel muss er dafür haben
alles lenkt der grelle Stern
alle opfern ihrem Herrn

tiefe Furchen ziehen Pflüge
Herr beschütze unser Land
und sie gießen Silberkrüge
Schiffe liegen stolz am Strand
Schiffe liegen stolz am Strand
Drohend schützen dicke Mauern
und es kostet harte Fron
herrlich lässt ein Bild erschauern
alle lieben diesen Sohn
alles nimmt der Erdenthron

singend drehn sich tausend Räder
tausend Sonnen braucht das Haus
Schlote rauchen und dann später
speien die Pforten Waren aus
speien die Pforten Waren aus
und sie sprechen von der Liebe
und sie kleben Blut daran
heimlich schleichen sie wie Diebe
alle scheuen diesen Plan
alles beugen Gier und Wahn

ängstlich tönen Dunkelheiten
Sehnsucht spielt und spiegelklar
schafft die Freude Deutlichkeiten
wird die Liebe wirklich wahr
wird die Liebe wirklich wahr
und sie suchen alle Sonnen
und sie legen sich ins Gras
fröhlich plagen Schöpfungswonnen
alles lebt im Haus aus Glas
alle treibt der Höllenspaß


Über den Autor: Frank Nöthlich wurde 1951 in Neustadt/Orla (Thüringen) geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und sechs Enkelkinder. Er studierte Biologie, Chemie, Pädagogik, Psychologie und Philosophie von 1970 bis 1974 in Mühlhausen. Nach dem Studium war er an verschiedenen Bildungseinrichtungen als Lehrer tätig. Von 1985 bis 1990 war er Sekretär der URANIA-Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Später arbeitete er als Pharmaberater und ist heute Rentner und Buchautor (www.briefe-zum-mensch-sein.de). Er sagt von sich selbst, dass er als Suchender 1991 in der Weltbruderkette der Freimaurer einen Hort gemeinsamen Suchens nach Menschenliebe und brüderlicher Harmonie gefunden


Foto: Simon Shim (Unsplash.com)


Weitere lesenswerte Artikel

Wie ist Deine Meinung? Schreibe einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: