Erkenntnis eines Übermenschen

Die Hitze, ach, verdrehte ihr den Kopf, das Herz,
Ich wollte beides grade biegen,
Doch langsam stellte ich dann fest (mit Schmerz)
Es kann nicht alles sich zum Guten fügen.

Einst betrat ich in den Semesterferien eines heißen Sommers ein Studentencafé der Freien Universität Berlin. Dort erblickte ich auf einem der Tische eine Kerze, welche sich durch die Sonneneinstrahlung mehr als ein wenig gekrümmt hatte.

„So geht’s ja nun nicht!“, dachte ich bei mir, und unternahm den Versuch, sie gerade zu biegen. Es machte knack und die Kerze war entzwei.

„Was ist daraus zu lernen?“, räsonierte ich, und dachte darüber nach, wie Menschen manchmal miteinander umgehen, insbesondere in partnerschaftlichen Beziehungen. So entstand obiges Gedicht.


Foto: AdinaVoicu (Pixabay.com, Creative Commons CC0).

Dr. Christian Ferch studierte Linguistik, Philosophie und Religionswissenschaft mit den Schwerpunkten Semantik, Kommunikationstheorie und Religionskritik. Er war Chefredakteur der Studentenzeitung „Die Spitze“ und schrieb seine Dissertation unter dem Titel „Elemente einer allgemeinen Kommunikationstheorie“ an der Freien Universität Berlin. Christian Ferch veröffentlicht zahlreiche philosophische Texte auf seiner Homepage. Im Podcast Philosophie Heros reflektiert er auf gesellschaftliche Aspekte aus dem Blickwinkel der Philosophie und der Kommunikation.

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