GO! DIE TV-SHOW

In seinem aktuellen Risikobericht bezeichnet das Weltwirtschaftsforum den Klimawandel als die existenziellste Herausforderung der Menschheit. Der Ökozid, und damit der Zusammenbruch unseres gesamten Wirtschafts- und Wertesystems, wird immer wahrscheinlicher, da sich weder die Wirtschaft noch die an ihr gängelnd befindliche Politik dieser Herausforderung stellen.

Vor diesem Hintergrund wären eigentlich die Medien gefordert. Intensiver und radikaler, als sie und wir es bisher gewohnt sind.

Aber da sich die großen Medienhäuser im Besitz jener Eliten befinden, die gar kein Interesse an einer Änderung des Status quo haben, ist von ihrer Seite eine ehrliche Aufklärung nicht zu erwarten, welche zu den längst überfälligen Konsequenzen führen könnte.

Ich habe mir einmal überlegt, wie wohl ein aufklärerisches Fernsehformat aussehen könnte, das die Massen auch erreicht. In erster Linie muss es ins Entertainment-Muster passen, nach dem heutzutage fast alles transportiert wird. Hier ist sie also: die GO!-Show (GO, Abkürzung für Global Observer).

Die Go!-Show müsste vor allem in jenen Ländern installiert werden, deren Wirtschaftskraft es in wenigen Jahrzehnten verstanden hat, die unterschiedlichsten Kulturen auf diesem Planeten dem Gesetz ihrer Marktwirtschaft zu unterwerfen, um sie im „Global Village“ auf nie gekannte Weise zu „schleifen“. Die Sorge, dass ein ausschließlich auf Wachstum fixiertes Wirtschaftssystem über kurz oder lang den Nerv allen Lebens empfindlich treffen könnte, ist unter den Menschen nirgends so ausgeprägt wie in der sogenannten „ersten Welt“.

GO!: Die Message

GO! – Eine Show um Leben und Tod, um die Langzeitfolgen und das Kurzzeitgedächtnis. Eine Show, die auch für jene Generationen spricht, die sich in Zukunft auf verbrannter Erde einzurichten haben. Eine Abschiedsshow, ein Nachruf auf den funktionierenden Verbund des Lebens. Eine Verbeugung vor aller Kunst, die seit Menschengedenken herrlichste Narrenfreiheit besaß, solange die Luft rein war. Eine Hommage an Pflanzen und Tiere. Ein Blick zurück auf die kurzen Zeiten des Friedens, auf humanistische Ideale und auf alles, wozu Menschen sich hätten entwickeln sollen. Die GO!-Show – eine einzige drängende Frage, der kein Verantwortlicher entkommt. Eine große dokumentierte Ausrede. Ein vorgezogenes Tribunal. Archiv eines fehlgeleiteten Bewusstseins.

GO!: The Anchorman

Der Moderator: witzig, kompromisslos, radikal, frech. Er „nagelt“ seine zehn Thesen, mit denen man die Menschheit seiner Meinung nach in Schach zu halten hat, in jeder Sendung auf die Videowand. Ein Öko-Luther. Aber auch ein Anarchist, der Jaguar fährt, der es längst aufgegeben hat, seinen Müll zu trennen. Er glaubt nicht an das Prinzip der Freiwilligkeit, aber er hofft, dass man Leuten wie ihm eines Tages gehörig auf die Finger klopfen wird. Für ihn hat die Menschheit den „Point Of No Return“ längst überschritten.

So einer bettelt nicht um Spenden nach Überschwemmungen, so einer lacht über Hausgemeinschaften, die dazu übergegangen sind, sich ein Auto zu teilen. Er spottet über Greenpeace-Aktionen auf hoher See und auf genmanipulierten Soja-Feldern. Unser Mann ist es leid, über ein Problem zu reden, das zwar alle betrifft aber niemanden berührt. Er bezeichnet sich als „normalen Menschenhasser.“ Aber er wird verdammt sentimental, wenn er Sensibilität, Stolz und Mut ausmacht.

Nennen wir diesen Mann Cording. Cording macht sich bewusst gemein. Auf diese Weise knackt er die breitesten Publikumsschichten und nimmt dem verpönten Thema die spröde Aura, die der Ökologie seit den Tagen der Grünen anhaftet. Er ist der Star der GO!-Show. Er führt seine Interviews mit solcher Radikalität, dass sich jeder, der ihm im üblichen Politstil zu antworten versucht, von alleine lächerlich macht. Intoleranz und Flapsigkeit sind sein Markenzeichen. Gelegentlich erklärt er seinem Publikum schon im voraus, was er gleich zur Antwort bekommen wird. Das ergibt, sollte es denn so laufen, stürmische Lacher, an der so manche zugeschaltete Polit-Maske zerbricht.

GO!-Philosophie

Die GO!-Show ist keine Untergangsshow. Im Gegenteil: GO! ist äußerst positiv geladen. Die Show klagt einen Bewusstseinswandel ein und versammelt somit jene gesellschaftlichen Kräfte hinter sich, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. Die Menschen brauchen den Paradigmenwechsel, sie müssen raus aus der „Wertefalle“, die ihnen die Leistungsgesellschaft gestellt hat. Gewinnmaximierung ist ein lächerlicher Wert vor dem Hintergrund kollabierender Naturhaushalte – das gilt es zu verstehen. Je mehr Menschen dies verstehen, desto stärker wächst das Verantwortungsbewusstsein in der Wirtschaft.

Die Verbraucher der Zukunft werden ein Unternehmen ganz wesentlich an der Nachhaltigkeit seiner Geschäfte messen. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Firmen über die eigene Unternehmenshygiene nachzudenken beginnen. Das birgt Chancen. Wer sich rechtzeitig ein Eco-Siegel zuzulegen weiß, ist für den Zukunftsmarkt gut gerüstet. Kein Image ist Erfolg versprechender. Vom Otto Versand über Karstadt bis zu Ford und VW – die Runderneuerung der Unternehmensphilosophie hat längst begonnen. Sie korrespondiert mit der wachsenden aber kaum geforderten Bereitschaft der Menschen, sich ökologisch stärker engagieren zu wollen.

Die GO!-Show spiegelt die Aufregung und das Aufregende ihrer Zeit wider, wir sind fasziniert von den Risiken und den Chancen, von dem Balanceakt zwischen Irrsinn und Vernunft. Das dokumentieren wir dadurch, dass wir die Show selbst in Balance bringen. Der Analyse des Ist-Zustands steht die Vision gegenüber. GO! bietet den fortschrittlichen Kräften in der Wirtschaft ein herausragendes Forum. So etwas wie die GO!-Wirtschaftsreportage hat es bisher nicht gegeben – weil es den Denkansatz bisher nicht gab. Das gilt auch für die GO!-Unternehmerporträts sowie für die GOGOGIRLS, einem Gewinnspiel aus der Wirtschaft mit Sexappeal.

Gute Beispiele müssen nicht langweilig sein, positives Denken nicht zum Gähnen. In Verbindung mit den polemischen Elementen der Show, mit der Radikalkur, dem das Publikum ausgesetzt ist, bietet sich ihm an anderer Stelle die Chance, sein Gewissen neu auszurichten. Die GO!-Show versteht sich durchaus als Propagandasendung der Eco-Economy, sie ist parteiisch. Sie hat keinerlei Hemmungen, Unternehmen über den grünen Klee zu loben – wenn sie es sich denn verdient haben.

GO!-Online

Das Info-Format im Internet

Während die GO!-Show hauptsächlich auf Entertainment setzt, ist ihr Schwester-Format GO!-Online in erster Linie den ökologischen Fakten verpflichtet. GO!-Online fungiert quasi als verlängerter journalistischer Arm der Show.

Wer GO-Online geht, findet Hintergrundinformationen zu Beiträgen und Personen, die in der TV-Show nicht ausreichend behandelt oder vorgestellt werden konnten. Außerdem halten wir das Publikum im Internet über die Erfolge der GO!-Investigation-Teams auf dem laufenden, bereiten auf die nächste Sendung vor und öffnen unsere elektronische Hotline für jedermann.

GO!-Online präsentiert täglich Umwelt-Nachrichten, die von den Mainstreammedien in der Regel ignoriert werden. Außerdem regelmäßig im Angebot: umweltpolitische Reportagen und Interviews.

In Zusammenarbeit mit den bedeutenden internationalen Umweltschutzorganisationen bietet GO!-Online ein öffentliches Diskussionsforum im Netz. Außerdem halten wir sämtliche Kontaktadressen bereit, die ein interaktives Publikum braucht, wenn es in Sachen Ökologie kommunizieren will.

Ein wesentliches Element von G0!-Online wird der virtuelle GO!-Friedhof sein, auf dem Menschen aus aller Welt Tiere und Pflanzen zu Grabe tragen, die unsere Erde gerade für immer verlassen haben.

Nicht zu unterschätzen ist der Service-Aspekt, den ein Medium wie GO!-Online zu leisten vermag. Ob es sich um ökologischen Landbau oder um alternative Medizin handelt – GO!-Experten erteilen zu jedem Thema Auskunft.

GO!-Online setzt bewusst auf ein jüngeres Publikum. Dieses Publikum ist nur zu gewinnen, wenn der mediale Kontakt zu ihm wie ein Handschlag aus naher Zukunft funktioniert. Deshalb muss das Programm nicht nur inhaltlich, sondern auch grafisch und technisch höchsten Ansprüchen genügen.

Eine wesentliche Rolle im Umgang mit dem jüngeren Publikum spielen die beiden Kultfiguren der GO!-Show, Cording und Xenia. Für beide werden virtuelle Chatrooms geschaffen, in denen der Online-User seinen Helden persönlich begegnen kann. Dass er dabei von Xenia aufs Gröbste beschimpft wird, gehört zum Spiel und wird aufgrund ihres Images auch erwartet.

GO!-Online ist ein Format mit ungeheuren Möglichkeiten. Und es ist ein Format, das Geld verdient! Und zwar durch den GO!-Shop. In ihm werden sämtliche Produkte vorgestellt, die sich unter eigenem GO!-Logo vermarkten lassen.

DIE GO!-SHOW

Struktur der Sendung

Die GO!-Show findet live und vor Publikum statt. Das Studio wird von einer großen Videowand dominiert, über die sowohl vorgefertigte Beiträge als auch Live-Interviews oder Videokonferenzen laufen. Zur Linken befindet sich eine gläserne Telefonzentrale, in der vier attraktive Damen die GO!-Hotline bedienen. Auch sie werden bei Bedarf im O-Ton auf die Wand geschaltet. Die einzelnen Elemente der Show:

GO!-Hotline

Die Hotline dient dazu, Beobachtungen über Umweltsünden zu sammeln, die sich in unmittelbarer Nähe des Zuschauers ereignen. GO! fungiert als exklusive Anlaufadresse für all jene, deren Sorgen und Beschwerden im Umweltbereich bisher niemand ernst nimmt. Das Spektrum ist breit gefächert – es reicht von der Meldung über das unerlaubte Fällen eines Baumes über die illegale Entsorgung von Giftmüll bis hin zu dem Verdacht, dass im eigenen Betrieb fahrlässig gegen Umweltbestimmungen verstoßen wird. Früher oder später wird GO! einen solchen Vertrauensvorschub genießen, dass die großen Skandale als erstes hier auflaufen.

GO!-Investigation

Der GO!-Helikopter bringt ausgewiesene Experten vor Ort, um die von den Zuschauern gemeldeten Ökosünden zu untersuchen und zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden in der folgenden Sendung vorgestellt.

GO!-Konferenz

Die Themen der Videokonferenz ergeben sich aus dem Tagesgeschehen (Atomunfall in Japan, Hurrican in den USA etc.) oder werden von der gesellschaftspolitischen Debatte bestimmt (Genmanipulation, Ökosteuer, Ozon etc.). Ziel ist es, extrem unterschiedliche Meinungen zu hören, um den Stillstand zu dokumentieren, den jeder Interessengegensatz produziert – um die Frage zu stellen, wie lange wir uns eine solche Entscheidungsfindung anlässlich der immer dringender werden Probleme noch leisten können. Der Moderator dieser Konferenz ist alles andere als moderat, er nimmt sich das Recht heraus, die Diskussion zu beenden, wann immer es ihm beliebt. Seine Arroganz ist ein unverwechselbarer Teil der Diskussion.

GO!-Presseschau

Die Ökologie im Spiegel der Medien. An Informationen mangelt es nicht – die Frage ist: wie gehen wir mit ihnen um? Ein kommentiertes Abbild unseres öffentlichen Bewusstseins, gewürzt mit spontanen Fragen an die Chefredakteure der Meinungsträger. Wenn möglich vor dem Hintergrund seriöser Studien, wie beispielsweise dem jüngst präsentierten UNEP-Bericht zur Lage des Planeten, der an Dramatik kaum zu überbieten war, aber in den Medien kaum Widerhall fand.

GO!-Friedhof

In einer virtuellen Zeremonie werden Tier- und Pflanzenarten beerdigt, die während der Sendung die Erde für immer verlassen. Außerdem werden auf dem GO!-Friedhof Worte zu Grabe getragen, die ihre ursprüngliche Bedeutung verloren haben. Dies ist ein adäquates Mittel, um den aktuellen Kulturwandel zu dokumentieren. Die Zuschauer sind aufgefordert, sich mit eigenen Vorschlägen zu beteiligen. Der TED entscheidet, welches Wort zu Grabe getragen wird. Der GO!-Friedhof wird im Internet installiert.

GO!-Reports

Die Archive von BBC und National Geographic sind wahre Schatzkammern, wenn es darum geht, die Phänomene der Natur plastisch, unterhaltsam und wissenschaftlich korrekt darzustellen. Sowohl Engländer als auch Amerikaner messen dem Naturfilm seit jeher eine besondere Bedeutung bei. Sie verstehen sich in der Kunst, dem Mysterium des Lebens filmisch auf die Spur zu kommen, ohne dabei zu sehr ins Didaktische zu gleiten. GO! könnte sich daher mit beiden Institutionen auf Nutzungsrechte einigen. Bei aktuellen Reports sollte man sich als Co-Produzent beteiligen. Der GO!-Report dient als optischer Edelstein einer jeden Sendung. Er ist frei von Polemik und beeindruckt allein durch die Kraft seiner Bilder.

GO!-Visionen

Nach dem Motto „Das wäre Ihre Zukunft gewesen“ präsentiert die Show computeranimierte Szenarien einer Gesellschaft, die sich konsequent den ökologischen Erfordernissen unterwirft: „Paradies Großstadt“, „Energie – ein Geschenk des Himmels“, „Die Rückkehr der Tiere“, „Ein Leben ohne Geld“ et cetera. Lebensqualität einmal anders definiert…

GO!-Economy

Wann immer in der Wirtschaft ökologische Eigeninitiativen sichtbar werden, die über den gesetzlichen Rahmen hinausreichen – hier werden sie vorgestellt. Unternehmer erklären, warum sie sich dem umweltbewussten Management verpflichtet fühlen. Wir lernen ihre Methoden und Produkte kennen, wir erfahren aus kompetenter Quelle von der Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens. Wir werden sowohl über die Kosten der betrieblichen Umstrukturierung informiert als auch über ihren langfristigen Nutzen – für das Unternehmen wie für die Gesellschaft. GO!-Economy ist der Hoffnungsanker der Show. Es ist der Versuch, den geschlossenen Frieden zwischen Ökologie und Ökonomie zu dokumentieren. Jeder Betrieb oder Konzern, der diesen Frieden zum Unternehmensziel erhebt, bekommt die Chance, sich in aller Öffentlichkeit vorzustellen.

GO!-Musik

In jeder Sendung sind Musiker aus aller Welt zu Gast, die uns virtuos mit Klängen verwöhnen, wie wir sie bisher nicht zu hören bekamen. Viele der Musiker sind von Go!-Scouts entdeckt worden und haben ihr Dorf für diesen Auftritt das erste Mal verlassen. Ihre Natürlichkeit wird nicht nur das Studio-Publikum in den Bann ziehen.

GO!-Comedy

In bester Tradition amerikanischer Stand-up-Comedians wird das Verhalten des Homo Sapiens „überdacht“. Liebevoll, bissig, brillant. Zu überlegen wäre, ob dieser Part von immer derselben Person (Gruppe) oder von wechselnden Künstlern wahrgenommen wird. Der ganz normale Wahnsinn als entspannende Lachnummer.

GO!-Heroes

Wir präsentieren Menschen, die sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit tapfer widersetzt haben: die Frau aus El Salvador, die einen Plantagenbesitzer verklagt, weil sie sich ohne Schutzkleidung im Umgang mit Pestiziden lebensgefährlich vergiftet hat; den portugiesischen Bauern, der sich als moderner Michael Kohlhaas seit Jahren gegen die EU-Bestimmungen wehrt; die Wissenschaftlerin, die in der Schweiz auf merkwürdige Weise in einen Autounfall verwickelt wurde, nachdem sie einer Zeitung gegenüber von unerlaubten Experimenten in ihrem Genlabor berichtet hatte et cetera.

GO!-Native

Begegnungen mit Menschen, die einer noch relativ intakten Kultur angehören und die innerhalb ihres Volkes eine wichtige Funktion bekleiden. Ein Hopi-Medizinmann, ein Indianer aus dem brasilianischen Regenwald, ein Lama aus Tibet, ein Dorfältester aus dem Norden Alaskas. Alle diese Kulturen verfügen trotz unterschiedlichster Geschichte über ähnliche Endzeitprophezeiungen, die sich für sie jetzt zu erfüllen scheinen. Nur deshalb treten sie mahnend hervor. Wir wollen hören, was sie zu sagen haben.

GOGOGIRLS

Unser Gewinnspiel. Auch im Internet.

Die GO!-Show

Rechnen wir ab.

Vielleicht bleibt unterm Strich noch etwas übrig.


Symbolfoto: Dominic Hampton (Unsplash.com)

Dirk C. Fleck (Jahrgang 1943) ist freier Journalist und Autor aus Hamburg. Er machte eine Lehre als Buchhändler, besuchte danach in München die Deutsche Journalistenschule und absolvierte Mitte der 1960er ein Volontariat beim „Spandauer Volksblatt Berlin“. 1976 siedelte er wieder nach Norddeutschland über und arbeitete bei der „Hamburger Morgenpost“, wo er Lokalchef wurde. Später war er Chefredakteur des „Hanse-Journal“, Reporter bei „Tempo“ und Redakteur bei „Merian“. Er arbeitete im Auslandsressort der Wochenzeitung „Die Woche“ und schrieb ab Mitte der 90er Jahre als freier Autor und Kolumnist für Tageszeitungen (u.a. Die Welt) und Magazine wie zum Beispiel Stern, GEO und Spiegel. Seit den 1980ern setzt er sich journalistisch mit den ökologischen Folgen der zügellosen kapitalistischen Wirtschaftsweise auseinander und verarbeitet seine Erfahrungen, Überlegungen und Recherchen in Romanen. Das Buch „Palmers Krieg“ erschien 1992 und beschäftigt sich mit der Geschichte eines Ökoterroristen. „GO! Die Ökodiktatur“ (1993) ist eine Auseinandersetzung mit den Folgen des Ökozid. Außerdem erschienen von Dirk C. Fleck die Bücher „Das Tahiti-Projekt“ (2008), „MAEVA!“ (2011), „Die vierte Macht – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten“ (2012) und „Feuer am Fuss“ (2015).

5 Comments

  • Das ist inspirierend, macht Hoffnung, und weckt auf, weckt den Willen doch nicht zu resignieren. Ich bin bei allem dabei Dirk!!

  • Was noch fehlt, ist ein GO-Moderator, der laufend über das weltweite, militärische Geo-Engineering informiert und Debatten darüber auslöst. Widerstand weckt.

  • Phantasien
    Es wird uns doch nicht schwer fallen, einmal ein wenig mehr Phantasie zu entwickeln, um sich vorstellen zu können, wie wir in näherer Zukunft uns verhalten und miteinander umgehen werden. Wer sich das nicht zutraut, solche Vorstellung zu verkraften, kann hier das Weiterlesen beenden.Was würde wohl ein Außerirdischer denken, wenn er einen Blick auf die Vorgänge auf der Erde werfen könnte. Dem zeigt sich Wesen, die eigentlich eingebunden in die Natur, wohl immer mehr zu Maschinen-Menschen wurden, die viel Wert auf bezahlte Arbeit legen. Dieses Wesen hat sich angewöhnt, die Natur nur noch zum eigenen Vorteil zu nutzen. Jegliche Hochachtung oder Demut vor ihr ist verloren gegangen. Es entsteht der Eindruck, als ob diese sich als Herrscher der Erde und vielleicht sogar noch des Weltalls fühlen. Vielleicht lohnt sich hier eine Gegenüberstellung von dem, was ist, zu dem, wie es sein könnte. Man sollte erwarten können, dass Menschen noch so viel Verstand aufbringen können, um das eigene Verhalten mit ein wenig Abstand zu betrachten. Man muss wahrscheinlich auch lernen, nicht nur einfach dagegen zu sein, sondern auch dem „dafür“ eine Lücke zu lassen.

    Demut:
    Auf den letzten Drücker sollte einem Großteil der Menschen klar geworden sein, dass ein „Weiter so“ alles, was sich aus der Art zu leben und zu verhalten, nicht mehr von der Natur und noch weniger vom Klima nicht mitgetragen wird. Es sollte ein anderer Weg eingeschlagen und somit dem Miteinander viel mehr Beachtung geschenkt werden. Wenn wieder die Demut der Menschen vor der Natur und Erde vorherrscht, werden diese sich hilfsbereit zeigen. Diese Beachtung und Demut sollten wie eine Religion festgeschrieben werden. Die Kenntnis, dass nur gemeinsam mit Natur und Erde ein Überleben gesichert ist, muss auch als Grundgedanke aller nachfolgenden Veränderungen anzusehen sein:

    Demokratie:
    Voraussetzung für die Durchführung solcher Veränderungen ist natürlich die Mitbestimmung aller Bürger durch die Einführung der direkten Demokratie. Parteien sind abgeschafft, alle Abgeordneten sind aufgefordert, nach ihrem Gewissen ihre Entscheidung zu treffen, da Professoren herausgefunden hatten, dass die Mehrheit immer die besten Lösungen liefern, auch wenn eine spezielle Kenntnis nicht immer vorhanden war. So bestimmt der Wille des Volkes das Verhalten aller und damit war der Gier Einzelner ein Riegel vorgeschoben. So sind alle Bürger gefordert, sich um Natur, Erde, Welt und das Miteinander zu kümmern. Bei ganz wichtigen Entscheidungen sind auch Volksbefragungen möglich. Egoismus, die Gier und die Introvertiertheit sind einem Denken im Miteinander gewichen. Jedem ist bewusst, dass auch er eine Verantwortung für das Ganze mitzutragen hat. Falls die Menschheit hier versagt, so ist ihr eben nicht zu helfen.

    Das Geldsystem:
    Das heutige Geldsystem ist als den größten Übeltäter im heutigen Umgang miteinander anzusehen. Es hat unser ganzes Denken vergiftet, weil alle Vorgänge zunächst immer unter dem Aspekt „Ist hierfür Geld da“ gesehen wird. Dabei liegt es nicht an der Menge des vorhandenen Geldes, es befindet sich systembedingt in den Händen weniger, die kein Interesse am Wohlstand der Allgemeinheit haben. Da es sich bei diesem Geld um Kreditgeld handelt, fordern diese Wohlhabenden stetig Zinsen dafür, daher eine stetige Zunahme der Armut bei den Minderbemittelten. Hier ist dringendst eine Änderung erforderlich, wenn nicht alle Völker einen grausamen Einbruch erleben wollen.
    Geld muss wieder unter die Kontrolle aller Bürger durch die Einführung von Vollgeld kommen. Was für eine sonderbare Art, die Erzeugung von Geld profitorientierten Banken zu überlassen. Wie bei allen natürlichen Gegenständen, nimmt Geld an Wert ab, wenn es sich nicht im Geldkreislauf befindet. Gespartes Geld wird mit einem Negativzins belegt.

    Vom Umgang mit Geld:
    Um der Menschheit in Zukunft ein sinnvolles überleben zu garantieren, ist der Verzicht auf den vielen Luxus vorrangig. Es ist dringend erforderlich, unseren Energieverbrauch stark zurückzuführen, damit die Schäden durch Klimakatastrophen wieder begrenzt werden. Das muss bei allen Überlegungen im Vordergrund stehen. Außerdem darf die Erde und die Natur nicht mehr so stark ausgebeutet werden, um unseren Nachkommen noch ein auskömmliches Leben zu garantieren.
    Heute drängeln sich in jeder Stadt morgens zu gleicher Zeit sehr viele Autos auf zu engen Straßen in die Stadtmitte. Alle wollen oder müssen arbeiten. Sie machen das, weil sie ja Geld verdienen müssen. Und wird auf der Arbeit das hergestellt, was gerade benötigt wird. Nein, diejenigen wissen oft gar nicht mehr, was sie herstellen. Wichtig ist nur, viel zu arbeiten, das bringt Geld in die Kasse. Und immer reicht es noch nicht, Wirtschaftswachstum ist weiterhin angesagt. Dieses Verhalten hat sich so eingebürgert, sollte man da nicht doch auf die Idee kommen, über die Sinnhaftigkeit dieser Art zu leben, ein wenig mehr nachzudenken.

    Familie und Wohnen
    Gegenüberstellen könnte man ja einmal die Arbeitsteilung in einer normalen Familie. Hier werden die auszuführenden Arbeiten erledigt, wenn sie anfallen. Es wird nicht darauf geachtet, ob jemand mehr oder weniger arbeitet. Die Mahlzeiten werden meistens gemeinsam eingenommen, wobei der Zeitpunkt sogar variieren kann. Den Bedürftigen, ob alt oder jung, wird jede Hilfe zuteil, ohne Rücksicht auf Entschädigung.
    Noch sinnvoller könnte das wohl noch in einem Mehrgenerationen-Haus zugehen, besonders in Bezug auf die Gemeinschafts-Arbeiten, die Kosten stehen hier nie im Vordergrund. Viele der heute mit finanziellen Mitteln zu leistenden Pflege- und Hilfsarbeiten werden dann innerhalb der Familien unentgeltlich geleistet. Kinderbetreuung ist dann kostenlos und ohne Nutzung von Transportmitteln möglich und auch von den Großeltern zu erledigen. Die Pflege von Kranken und Behinderten spielt sich meistens innerhalb des Hauses ab. Wenn dann auch noch Nachbarschafts-Hilfe angesagt wäre, spielt für solches Miteinander hier Geld keine ausschlaggebende Rolle. Besonders erfolgreich könnte es noch sein, wenn der Beruf oder die Arbeitsmöglichkeit so gewählt wird, dass diese sich in der Nähe der Wohnung befindet. Die Einsparungen von Energie und Zeit sind nicht zu ermessen. Da wird zunächst sicher ein großer Protest zu erwarten sein, aber die Freiheit des Einzelnen könnte dann auch dann bedeuten, aus Gründen des Gemeinwohls sich dem mehr zu widmen und auch unterzuordnen, damit die Vermeidung von Ressourcen Vorrang erhält. Unter Berücksichtigung, dass wir 7 Milliarden geworden sind, kann es nichts Wichtigeres geben als den Zustand der Erde so wenig wie möglich zu schädigen. Solcher Umdenkungsprozess wird sicher sehr viel Mühe machen. Der heutige Egoismus und auch die Gedankenlosigkeit gehören zumindest reduziert.

    Geld und Finanzen
    Gerade beim Geld lohnt es sich, darüber intensiver nachzudenken. Da wird immer festgestellt, dass die Anzahl der Minderbemittelten zugenommen hat. Aber gleichzeitig steigt der DAX und das BIP in größere Höhen, ein Zeichen, dass wieder mehr Gewinn erzielt wurde. Wohin also bewegt sich das Geld, das doch schon durch Zinsen stetig mehr wird. Und diese Zinsen landen bei den Reichen, denn diese habe das meiste Geld. Das also ist der große Schaden, den dieses Geld den Minderbemittelten zufügt und auch der Grund, warum öffentlich wichtige Arbeiten nicht ausgeführt werden. Diese riesigen Unterschiede entstehen nur durch die so starke automatische Umverteilung aller Gelder. Dies zeigt, wie wichtig hier eine Änderung nottut.
    Voraussetzung dafür ist, dass das heutige Geldsystem abgeschafft und durch das Vollgeldsystem ersetzt wurde. Wie kann man profitorientierten Institutionen die Funktion zugestehen, Geld aus dem Nichts zu erzeugen und dafür auch noch Zinsen zu verlangen. Außerdem sollte jedes Land seine eigene Währung haben, denn nur dann kan der Souverän bestimmen, wie groß die gesamte Geldmenge sein soll. Möglich wäre auch, Banken zu Filialen der Zentralbank zu machen und deren Beschäftigte zu Angestellten des Bundes zu machen. Die Verwaltung von Geld gehört nicht in private Hände. So wären Entartungen nicht mehr möglich. Nie wird es erlaubt, dass Behörden Schulden machen dürfen. Wenn Arbeitskräfte und erforderliche Arbeit für die Gemeinschaft anfallen, dann müssen sie auch geleistet werden, es darf nicht am Geld scheitern. Es ist nicht gestattet, Probleme einfach den Nachkommen überlassen.

    Das bedingungslose Grundeinkommen
    Gleichzeitig muss auch das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) eingeführt worden sein. Folgende Vorteile resultieren daraus: Es entfällt die Arbeitslosen- und Renten-Versicherung und deren Verwaltung. Die heute so große Abhängigkeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist nicht mehr möglich. Es können diese riesigen Unterschiede nicht mehr entstehen. Nur mit einem Vollgeldsystem in Verbindung mit dem BGE kann eine Konstanz zwischen der Finanzwirtschaft und dem Einkommen entstehen. Das heutige System bedingt immer eine Anreicherung fast allen Geldes bei wenigen Reichen. Jeder Einfluss ist damit hauptsächlich diesen Wenigen überlassen. Es ist also gefährlich, wenn viel Geld in einer Hand ist und Entscheidungen allein dem Inhaber überlassen bleibt. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Jeder Arbeitsuchende könnte in Zukunft auch jede Arbeit ohne einen Arbeitsvertrag ausführen, es fallen dafür keine Steuern an, die Arbeiten unterliegen normalerweise auch keiner Genehmigung. Wieviel Ideen Einzelner könnten dann verwirklicht werden. Wichtig wäre in Zukunft, dass die Geldmenge eines Einzelnen nie Größenordnung erreicht, dass es daraus immer zu einer Herrschaft über Andere kommt. Diese Abhängigkeit kann nur dadurch unterbunden werden, wenn eine andere Art der Geldumverteilung stattfindet und damit auch immer einer Mitbestimmung Vieler unterliegt, das könnte nur möglich sein, wenn alle Aktien durch Genossenschafts-Anteile ersetzt werden. Die gesamte Geldmenge unterliegt danach der Monetative, einer Institution, die aus gewählten von der Regierung unabhängigen Vertretern besteht. Eine Gemeinschaftswährung mit anderen Ländern ist nicht zulässig, da dann bei Mängeln jeder auf den anderen zeigt. Die Monetative bestimmt die gesamte Geldmenge und regelt durch Geld die Aufrechterhaltung aller öffentlichen Einrichtungen, sodass dort Mängel nicht den Nachkommen übertragen werden. Gleichzeitig muss der Geldkreislauf so geregelt sein, dass nirgends eine große Ansammlung von Geld entsteht. Auch das Verhalten der gesamten Gemeinschaft kann so geregelt werden, damit erst keine Mangelerscheinung wegen Geld aufkommt.

    Arbeit und Beschäftigung
    Der Nachteil des heutigen Lebens ist, dass es fast immer außerhalb der Familie stattfindet. Pünktlich auch noch fast zur gleichen Zeit treffen sich die Mitmenschen zur Arbeit und das meistens im Zentrum der Stadt. Es herrscht täglich ein riesiges Gedränge von Autos, Staus sind dabei fast immer vorprogrammiert. An seinem Arbeitsplatz leistet jeder seine Arbeit, ob sie ihm Spaß macht, danach wird in den wenigsten Fällen gefragt. Wir sind inzwischen 7 Milliarden Erdbewohner geworden, da ist es wichtig, dass grundsätzlich eine riesige Energie-Einsparung stattfindet. Wie viel Energie und Zeit könnte für den Einzelnen eingespart werden, wenn Geschäfte wieder zentral in den Ortschaften oder Ortsteilen vorhanden wären. Benötigen wir wirklich diese Auswahl in den Handels-Ketten, benötigen wir gleichzeitig das Konkurrenzdenken. Müssen wir immer darauf achten, wo etwas günstiger ist. Das bedeutet doch nur, dass Arbeitnehmer wieder unter Druck gesetzt werden, um Güter preiswerter herzustellen. Dieses andere Denken immer unter dem Gesichtspunkt vom sorgfältigen Umgang mit der Natur. Die Arbeitsstätten sollten schon in der Nähe angeordnet sein, um Transport-Energien und -Zeiten einzusparen. Eine Anpassung an die Verhältnisse vor Ort das scheint möglich, weil dann in jeder Firma Mitbestimmung ein Standard ist. Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es sicher eine Anzahl Arbeiten, die sogar von zuhause erledigt werden können. Eine Anzahl Ökonomen sollten sich nur damit befassen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft so wenig wie möglich einer bezahlten Arbeit nachgehen müssen. Um Engpässe zu vermeiden, sollte die Ausbildung frühzeitig genug gestartet werden können. Wir sind doch wohl nicht auf der Welt, um zu arbeiten. Die heutige Meinung, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen eine wichtige Aufgabe sei, ist doch ein Zeichen, dass das Geldsystem fehlerhaft organisiert ist. Arbeitslos zu sein, ist dann nicht mehr als Mangel anzusehen.

    Firmen und Anteile
    Unter der Annahme, dass Vollgeld und bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt und Konzerne durch Genossenschaften ersetzt wurden und dabei alle Beschäftigten auch Anteilseigner wären und so die Anteile der Einlagen gering zum Ganzen wäre, könnte eine ganz andere Art von Firmen entstehen. Eine Anstellung in einer Firma bedeutet eine Absprache auf Augenhöhe. Sicher wäre dann zusätzlich eine Kooperation zwischen Firmen zu erwarten und zu hoffen, schon um größere Projekte zu handhaben. Bei einem Schwund im Absatz, sollte niemand Bedenken wegen einer Entlassung haben, man könnte sich ja auf eine Verringerung des Arbeitslohns einigen, das BGE schützt außerdem immer gegen echte Armut. Über Entlassungen und Einstellungen wird gemeinschaftlich beraten. Das Einkommen sollte sich nach der Ausbildung und der Position in der Firma richten, aber höchstens im Verhältnis 1 zu 5 variieren. Die Leitung der Firma wird in gemeinschaftlicher Abstimmung ermittelt. Falls eine erhöhte Auftragserteilung vorliegt, könnte auch eine Kooperation das Problem lösen. Immer alles unter dem Gesichtspunkt, die Schädigung von Erde und Natur klein zu halten. Ganz wichtig ist die Abkehr vom Konkurrenzdenken, stattdessen sollte alles in Koexistenz gelöst werden.

    Berufe und deren Ausbildung
    Heute ist die Regierung daran interessiert, dass solche Arbeitsplätze entstehen, die durch Steuern viel Geld in Kasse kommt. So ist immer wieder zu beobachten, dass gerade bei vielen wichtigen Berufen, wie Pfleger oder auch Lehrer, großer Mangel herrscht. Das resultiert natürlich daraus, dass gerade diese wichtigen Berufe unterbezahlt sind. Nur wenn die Denkweise sich vom heutigen Geldsystem lösen würde, wäre es möglich, dass Fachleute frühzeitig genug feststellen würden, dass hier ein Mangel zu erwarten ist, könnte danach die Ausbildung diesen Mangel beheben. Das gilt nicht nur für diese Berufe, sondern für das gesamte Miteinander sollte diese Art zu handeln, Allgemeingültigkeit haben. Immer wieder ist das Geldsystem, das jegliches Miteinander unterdrückt.

    Gemeinwohl
    Alle Mitglieder einer Gemeinschaft, ob Ortsteil, Ort, Kreis und Land sind gefordert, sich um Gemeinschaftsaufgaben zu kümmern, das gilt natürlich auch für den Arbeitsplatz. Gerade hier muss Einiges sich ändern, weil von der jetzigen Regierung wenig zu erwarten ist, denn das Kapital allein bestimmt, wie viel Geld unter welchen Bedingungen für den Staat zur Verfügung steht. Die großen Schulden geben heute den Banken diese große Macht. Eine große Anzahl Ökonomen sind beauftragt, ein Optimum im Miteinander zu finden, um die Natur und die Erde so wenig wie möglich zu schädigen.
    Durch das eingeführte Vollgeldsystem ist der Erhalt und die Errichtung der öffentlichen Einrichtungen lösbar und wird nicht den Nachkommen aufgebürdet.
    Gemeinschaftlich wird entschieden, wenn größere Projekte in Angriff genommen werden sollen. Alle gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen sind immer auch gemeinschaftlich erstellt und gewartet. Da wieder Demut vor der Natur eingekehrt ist, werden alle großen Aktionen nach der Schwere der Schädigung der Natur entschieden. Niemals sollte die Beschaffung von Geldern ein Grund für eine Nichtausführung einer wichtigen Gemeinschaftsarbeit sein.

    Demokratie und Entscheidungen
    In der heutigen parlamentarischen Demokratie bestimmt nicht das Volk. Es ist das Kapital, dem sich alle Entscheidungen unterzuordnen haben. Nur die direkte Demokratie, bei der alle Mitglieder des Parlaments direkt gewählt wurden und keiner Partei angehören, kann man erwarten, dass die Entscheidungen denen des Volkes entsprechen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an jeder Abstimmung teilzunehmen. Damit die Entscheidungsfindung für den Einzelnen vereinfacht wird, sollte es parallel ein Forum von Wissenschaftlern geben, die ihre Meinung jeweils zu ihrem Fachgebiet frei und öffentlich aussprechen müssen. So unterstützt es die Entscheidung eines jeden Mitglieds des Parlaments und ist vom Volk besser nachvollziehbar.

    Klima und Folgen
    Dieses Thema sollte nicht am Ende der Überlegungen stehen, denn es ist erschreckend, die Äußerungen von Klima-Experten zu hören. Wie oft hören wir heute schon von Überschwemmungen oder Dürre-Perioden. Wenn diese Verhältnisse so bleiben, dann ist die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr gesichert oder es beginnen Machtkämpfe. So sind die vorher beschriebenen Änderungen und Einschränkungen wichtiger denn je.

    Gründe für das heutige Verhalten
    Es fehlen oft die Informationen der Medien und auch in der Schule werden diese Themen vernachlässigt.Der allgemein so ausgedehnte Egoismus verhindert ein Gemeinwohl-Denken. Auch liegen die Ursachen des Konkurrenz- und Wettbewerbs-denkens schon im heutigen Geldsystems begründet und unterdrückt auch das Gemeinwohldenken. Die Anschauung jedes Einzelnen an seine völlige Freiheit bei seinen Entscheidungen verhindert leider wieder ein Denken an Gemeinwohl, das aber zum Erhalt des menschlichen Lebens schon in Bezug auf die Klimaveränderung, auf die Ausbeutung der Erde und der Natur dringend erforderlich ist.

    Ausblick
    Wann wird bei den Menschen so viel Vernunft einkehren, dass sie erkennen, wie schädlich ihr Verhalten gegenüber der Erde, der Natur, den Menschen und Tieren heute ist. Wie viel Arten von Tieren sind schon von der Erde verschwunden. Jede Art sinnvoller Einschränkung muss als Fortschritt angesehen werden. Jeder Tag, der in der heutigen Art verbracht wird, ist ein Tag zu viel.

    (Diese Überlegungen lassen sich stetig vielseitig nach allen Richtungen erweitern.)

    • Worüber ich mich nur immer sehr wundern muss: Dass kaum jemand der ganzen Kritiker das Problem des ungebremsten Menschenwachstums anspricht. Wie stellen sich diese Leute denn damit eine Zukunft vor? Alle anderen Arten sterben aus, nur unsere Art pflanzt sich in hoch potenzierter Form immer weiter fort. Wie ich mir so eine Zukunft nur vorstellen kann, möchte ich hier lieber gar nicht erst beschreiben.
      Dabei wäre das doch ganz einfach zu regeln, wenn nur die Menschen da einsichtig wären. Schon im antiken Griechenland haben sich die bekannten Denker sorgenhafte Gedanken darum gemacht. Heute, seitdem sich die Menschenzahl um weiß nicht wie viel mal verdoppelt hat, ist das für die meisten gar kein Problem mehr. Da stimmt doch etwas im Denken von Grund auf nicht!

  • „Jede Art sinnvoller Einschränkung muss als Fortschritt angesehen werden. Jeder Tag, der in der heutigen Art verbracht wird, ist ein Tag zu viel“.
    Ich teile Ihre Einstellung, vielen Dank!

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