Rosa Luxemburg Konferenz in Wien

Rosa Luxemburg. (Foto: Wikipedia, Gemeinfrei)

Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung können überwunden werden, aber:

Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.Rosa Luxemburg (1871-1919)

Es gilt, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, auch wenn in und um Österreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus zu entwickeln.

Nach der erfolgreichen Premiere 2018 besteht bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien (1./2. März 2019; VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien) erneut die Möglichkeit, Analysen, Erfahrungen und die Strategien fortschrittlicher Organisationen zu diskutieren.

100 Jahre nach der Ermordung Rosa Luxemburgs – und anlässlich ihres 148. Geburtstages – findet am 1. und 2. März zum zweiten Mal eine Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Die Konferenz soll ein Forum für linken Dialog sein. Über 60 Organisationen und Initiativen beteiligen sich an der Konferenz.

An 40 Informationstischen und in über 30 selbst organisierten Workshops, werden unterschiedlichste Themen diskutiert und Standpunkte dargelegt. In zwei zentralen Podiumsdiskussionen erfolgt ein pluralistischer Gedankenaustausch über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg.

Die politische Grundlage

Im mächtigsten Land der Welt regiert mit Donald Trump ein unberechenbarer Präsident, der wie kein anderer die politische Instabilität der heutigen Weltordnung verkörpert. Gleichzeitig sind in Europa rechtsextreme und populistische Parteien so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Wurde vor 25 Jahren nach dem Fall der Berliner Mauer das Ende der Geschichte ausgerufen, so war dies rückblickend nur das Vorspiel für die größte Krise der kapitalistischen Ordnung, deren volles Ausmaß schwer abzuschätzen ist.

Die Rechnung für diese Krise zahlen alle Menschen in Form von Sozial- und Lohnkürzungen, dem Abbau von Arbeitsrechten und der Einschränkung ihrer demokratischen Rechte. Es wird jedoch immer deutlicher, dass die bisher herrschende Ordnung, so mächtig sie heute noch erscheinen mag, auf Sand gebaut ist. Die Notwendigkeit der Überwindung des Kapitalismus stellt sich daher einmal mehr ganz konkret.

Die Linke steht dabei vor der Frage, mit welchen Theorien, Programmen, Strategien und Methoden sie den Kampf für eine bessere, gerechtere Welt weiterführen möchte. Die Rosa Luxemburg-Konferenz in Wien soll ein Forum sein, wo diese linken Strategiedebatten von einer antikapitalistischen Perspektive aus solidarisch und breit geführt werden sollen.

Im Rahmen der Konferenz werden linke Organisationen, Vereine und Verlage ihre Arbeit mit Infoständen und inhaltlichen Programmpunkten präsentieren. Abgerundet wird das Programm mit Kunst & Kultur.


Programm der 2. Rosa Luxemburg Konferenz

Freitag, 1. März 2019

Samstag, 2. März 2019

Ort

VHS Hietzing (Hofwiesengasse 48, 1130 Wien; öffentlich erreichbar mit U4 bis Hietzing, 60er Richtung Rodaun direkt bis Hofwiesengasse).

Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Grafik: 2. Rosa Luxemburg Konferenz 2019)

Eintritt

2-Tages-Pass: 8,00 Euro (online bestellbar über VHS Hietzing)
Tageseintritt: 5,00 Euro

Ermäßigungen für „Kulturpass“-BesitzerInnen (vor Ort):
2-Tages-Pass: 5,00 Euro
Tageseintritt: 3,00 Euro

Veranstalter

Unsere Zeitung – Die Demokratische in Kooperation mit der Volkshochschule Hietzing in Zusammenarbeit mit unterstützenden Organisationen/Initiativen.

Gefördert durch die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien.


Redaktioneller Hinweis: Alle Informationen zur 2. Rosa Luxemburg Konferenz sowie Veranstaltungsbeschreibungen sind auf der Webseite www.rosaluxemburgkonferenz.at hinterlegt.


Fotos und Grafiken: Rosa Luxemburg Konferenz 2019

Redaktion bei | Webseite

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One thought on “Rosa Luxemburg Konferenz in Wien

  1. die “politische instabilität” wird im text mit der person trump kritisiert – zu recht.

    ich denke jedoch, dass es genau dieser instabilität bedarf, um eine wirkliche veränderung zu erschaffen. natürlich ist der ausgang ungewiß … natürlich gilt es um die richtung der veränderung zu kämpfen …

    wer nicht verstanden hat, das LEBEN KAMPF bedeutet, hat die chancen dieser zeit nicht erkannt.

    dringend wichtig wäre es jedoch für die “kampfbedingungen” etnische normen zu definieren … bestenfalls sind “wir” da mittendrin … doch vielleicht gehört zu dieser sichtweise auch ein tiefes vertrauen an evolutionäre kämpfe und veränderungen, die sich nicht in taktischen “punktsiegen” bestimmen lassen … sondern von einem lebenswillen, welcher die lebendige natur begleitet … und auch das sterben für eine wiedergeburt akzeptiert … ja, man kann über die dinosaurier traurig sein … doch man kann nicht alles haben … aber der kampf wird bleiben … selbst in einem erträumten weltfrieden der gerechtigkeit, wird es einen kampf gegen naturGEWALTEN geben müssen … doch solange die gewalt von menschen gegen andersdenkende menschen unsere existenz völlig sinnlos bedroht – und dies in der heutigen “hochkultur” von “rechtsstaatlicher demokratie” … wird dieser kampf noch sehr lange dauern und sich in bereiche begeben, die es zu beDENKEN gilt … dringend und gegen viel widerstand von menschenverachtung …

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