„Geist über Materie“ – Ausbruch aus der Trance

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. Heinrich Heine wirkt fort. Aber auch in den Tagträumen eines Menschen wie dem Max, eines Ewiggestrigen, wie man ihn und andere gleicher Gesinnung nach Abbruch eines friedlichen Lebens im Osten Deutschlands hämisch grinsend zu nennen pflegt. Schuld daran ist ein Buch mit dem Titel „Geist über Materie“ von einem gewissen Dawson Church.

Max, den Titel kritisch lesend, nahm die Lektüre nur mit spitzen Fingern in die Hand. Aber nicht ohne eine gewisse Neugier. Des Abends dann verfiel er dem Lesen. Immer mit der Frage im Kopf, wie wohl der Geist über alles und jedes bestimmen sollte. Oder hat sich hier ein moderner Schamane in die Spur der Verklärung der menschlichen Hirne begeben?

Dann passierte es: Nach mühevollem und nahezu stundenlangem Lesen nahm seine Müdigkeit zu. Er versank in eine unendliche Stille. In sich gekehrt, begann er zu meditieren. Nur so für sich. Das macht ja jeder. Ob beim Malen oder beim Lesen oder beim Schreiben. Aber mit Tiefsinn. Nicht so wie bei Anne Will in der oberflächlichen Plauderrunde. Diesmal aber geriet er unbewusst in Trance. Und dann schwebten Bilder auf ihn zu, die ihn „um den Schlaf“ brachten und ihn bis in die Träume verfolgten.

Er sah sich mit dem Autor in ein Duell verwickelt. Nicht mit Schusswaffen, Gott bewahre, sondern nur mit Worten. Ein Duell, mitten in einem stillen Park. Max, der Materialist, hatte sein Gegenpart, offensichtlich ein Idealist, herausgefordert. Schließlich geht es um Bodenständigkeit des Ersteren und um die aufrührerische Verbreitung des Glaubens, der Geist beherrsche das menschliche Hirn und sei imstande, die Materie zu verändern. Einem Geist, der alles lenkt und schafft. Die Grundfrage der Philosophie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, sei überholt in der heutigen Zeit der unübersichtlichen politischen und sozialen Unstimmigkeiten in dieser Welt. Anders gesagt: Es ging um den Abbruch von Überzeugungen und stattdessen um die Flucht aus der Wirklichkeit, was herrschenden Eliten natürlich sehr zu Pass kommt.

Der „wissenschaftliche“ Dämon

Max und Moritz sitzen gemeinsam auf einer Parkbank. Max will dem anderen nichts antun, sondern nur zur Rede stellen, will herausfinden, wie dieser die Welt sieht und verändern will. Moritz ahnt es. Er geht sogleich in Angriffsposition. Er bringt den Max mit „wissenschaftlich“ bewiesenen Aussagen mühelos ins Schleudern, und damit, wie er glaubt, ins Reich des ewigen Glücks und der Freude.

Auf unendlich langen Seiten quält Moritz, also der Autor, mit Unterstützung unzähliger Wissenschaftler und Freunde – vor allem aus dem medizinischen und psychologischen Bereich – unkundige Leser mit Fachausdrücken, die niemand – woher auch – verstehen kann.

Und schon duckt sich Max ab, denn auch ihm prallen diese an den Kopf: Von Epigenetik, Kymatik, „Strings“ (Energie) ist da die Rede. Auch von Epiphänomen, Synapsen oder auch Enzyme katalysieren und über transzendente Erfahrungen wird philosophiert. Die Verbindung des menschlichen Hirns mit der Welt sollen Gehirnwellen bewerkstelligen, die da heißen: Delta, Theta, Alpha und Gamme. Der Autor empfiehlt eine kostenlose EcoMeditation, dies sei ein Rezept für ideale Gehirnwellen.

Max hebt die Hände. Er ist einer Ohnmacht nahe. „Genug“, ruft er seinem neben ihm sitzenden Duellanten zu. „Mag ja alles perfekt sein, was sie mir anbieten und zumuten, aber wer soll das außer den Ärzten und Medizinern denn verstehen? Sie spielen ihre Tricks aus, diese Fachausdrücke sollen doch nur ihre sicherlich noch verborgenen politischen Absichten verbergen, nicht wahr?“

Unbeirrt fährt Moritz fort. Diesmal kann er mit Fallbeispielen aufwarten. Etwas beruhigt schaut Max seinen Nebenmann leicht erbost an. Innerlich ist er gespannt, aber auch darauf gefasst, neue Ungeheuerlichkeiten an den Kopf gedonnert zu bekommen.

Beispielloses

Mit einem hämischen Grinsen offeriert Moritz nunmehr dem angeblich Ewiggestrigen eine ganze Palette von tatsächlichen Begebenheiten und Erlebnissen einzelner Personen, die wie durch Zauberhand eine wundervolle Heilung ihres Leidens erfahren hätten.

Seite 86/87: Eine Frau litt an Gebärmutterkrebs. Sie sollte operiert werden, was sie aber ablehnte. Sie ernährte sich gesund, meditierte täglich, las inspirierende Bücher, ging viel spazieren, trennte sich von nicht so nahen Menschen. Neun Monate später: keine Spur mehr von Krebs. „In diesem Umfeld voller positiver Heilenergie und vom Bewusstsein angeleitet und gelenkt, wandelte sich die Materie von Adelines Körper. Ihre Zellen reagierten, und ihr Körper begann das funktionsgestörte Krebsgewebe zu beseitigen. Anhand von Energie heilte sie ihren materiellen, stofflichen Körper; sie kehrte nie mehr zu ihren alten Gewohnheiten zurück.“

Seite 139: Ein bösartiger Gehirntumor bei einem Mann. Eine lebensbedrohliche Operation steht bevor. Der Mann meditiert. Er sieht außerirdische Wesen. „Eines davon fasste mit der Hand in Josès Schädel und suchte eine Weile darin herum.“ Einen Tag später – nach einer neuen Aufnahme – war der Tumor „spurlos“ verschwunden.

Seite 182: Glenda Payne erlitt eine tödliche Muskeldegeneration, eine seltene Störung namens „Mitochondriale Einschlusskörpermyositis“. Da praktizierte Dawson mit Glenda Payne in „einem Live-Call ein paar Minuten lang Tapping“. Und Glenda Payne nahm an einem Zertifizierungskurs bei Dawson teil. Mit Erfolg. Das Bild des gesunden Körpers wurde in das „vereinheitlichte Bewusstseinsfelf“ projiziert. Dann tanzte Glenda Payne wieder.

Seite 276: Studien besagen: Die Anzahl an Aids-Viren im Blut steigt bei jenen Probanden dreimal so schnell, die „an einen strafenden Gott“ glauben als bei den Patienten, die „an einen gütigen Gott“ glauben.

Mögen sie glauben

„Hör auf!“, schreit Max seinem Gesprächspartner empört zu. „Kann ja alles der Wahrheit entsprechen, schließlich gibt es Tausende ähnlicher Erlebnisse von Menschen. Aber diese sollten nicht missbraucht werden für die Manipulierung der Menschen, sie mögen nur glauben und meditieren, dann würde alles besser werden. Auch kann man noch so viele Beispiele aus allen Lebensbereichen anführen, sie beweisen gar nichts, wenn sie nicht in einen größeren Zusammenhang gerückt, wissenschaftlich untersetzt werden.“ Moritz winkt ab und legt erneut seine mentale Abwehr- und Angriffswaffe an. Diesmal mit Sätzen, die wie Kanonenschläge jeden vernünftigen Menschen entweder das Blut gerinnen lassen oder zum Lachkrampf reizen.

Max nickt zunächst. Meditation, spirituelle Suche, das Besinnen auf das eigene Ich ist in der Menschheitsgeschichte tief verankert, darf aber nicht zur Askese, zum Rückzug aus jeglicher Verantwortung führen. Meditation, so alt sie ist, heute betreiben sie so viele Menschen in der zerrütteten Welt. Mögen sie zu sich finden. Mögen sie glauben.

Aber es kommt doch auch darauf an, den eigenen Horizont zu erweitern. Kohärent sein, wie es oft im Buch heißt. Zusammenhänge erkennen. Nicht die Flucht aus der Wirklichkeit soll das Ziel des Meditierens sein, sondern die Zuwendung zu anderen Menschen, zu den Problemen, die sie bewegen. Nicht das ICH, sondern das WIR steht im Mittelpunkt.

Max ist tolerant und ist achtsam gegenüber seinen Mitmenschen. In diesem Fall stimmt er dem Autor, seinem Duellanten, innerlich zu. Er fordert ihn auf, weiter mit ihm im Wortgefecht zu bleiben. Was hat er weiter zu sagen? Kommt er noch auf den gewissen Punkt und auf den Beweis, dass der Geist die Materie bewegt?

Glaubenssätze

Doch der Autor Moritz streut immerfort seine Erkenntnisse als Wahrheiten zwischen die Zeilen, was den Duellanten Max schmunzeln und seine Haare sträuben lässt.

Seite 20: „Wir richten unseren individuellen Geist auf das Bewusstsein des universellen nichtlokalen Geistes aus, und die Schönheit der materiellen Wirklichkeit, die wir kreieren, übertrifft alles, was unser begrenzter lokaler Geist sich jemals träumen lassen könnte.“ Seiten 31/33: Der Geist erzeugt buchstäblich das Gehirn. Meditation verändert die Gehirnstruktur. Seite 38: Aus Geist wird Materie. Seiten 52/53: Das Bewusstsein sei fähig, „Materie von Grund auf zu verändern – durch Intention und Energiefelder“. Der Geist einer einzigen Person könne manchmal „eine ganze Gesellschaft auf der Ebene der Materie verändern“. Seite 80: Felder können Materie erzeugen „und anhand von Kraftlinien Materie in Atome, Moleküle und Zellen anordnen“. Seite 108: Materie sei ein Phänomen der Energie, das hätten empirische Daten ergeben. Seite 270: Die Rolle des Bewusstseins „bei der Erschaffung dieser Welt“. Seite 298: Das Universum „ist Bewusstsein, das beständig aus Geist Materie erschafft (Hoss, 2016)“. Man solle sich „auf das nichtlokale Bewusstsein des Universums einstimmen…“ So bringe man den lokalen Geist in Kohärenz mit dem nichtlokalen Geist. So denke man nicht mehr in Schubladen, man erkenne Möglichkeiten, „die Welt zu verändern“. Seite 302: Das Kultivieren eines kohärenten lokalen Geistes beginnt mit dem Ausrichten unseres Bewusstseins auf die Felder der Liebe und Kreativität des nichtlokalen Geistes. Deshalb sei es so effektiv, „morgens, solange sich das Gehirn in einem Alpha-Zustand befindet und Beta noch nicht wirkt, als Erstes zu meditieren“. Seite 369: „Indem wir als spirituelle Wesen mit materiellen Körpern leben und unser Bewusstsein tagtäglich entsprechend ausrichten, kreieren wir mit unserem Geist eine ganz andere Materie.“ Seiten 291/292: Menschen und Länder, die in Kohärenz sind, gewinnen eine „umfassendere Sichtweise des Planeten“, dies würde „bei der Abschaffung von sozialer und wirtschaftlicher Unterdrückung, Kriegen, kultureller Intoleranz, Kriminalität und der Missachtung unserer Umwelt eine entscheidende Rolle spielen (McCraty & Deyhle, 2016)“.

An dieser Stelle des Worttrommelns durch Moritz, seinem wortreichen Duellanten, sieht Max seine Zeit gekommen, Oberwasser zu ergattern. Er kontert mit einer der wichtigsten Fragen für die Menschheit: „Was ist, wie Sie sagen, mit Unterdrückung und Krieg? Haben Sie auch dafür ihren Geist mobilisiert, der alles kann, angeblich?“

Die „Wahrheit“ über Krieg und Frieden

Moritz, angeblich im Vollbesitz seiner geistigen Wahrnehmung, verweist auf seine Aussage auf Seite 402, dass zwei Weltkriege, blutige Konflikte, Unwissenheit, Armut, Hunger Ungerechtigkeit und Grausamkeit unsere Spezies seit Jahrtausenden gezüchtet haben. Die Menschen mussten leiden, da sie nicht wussten „dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen“. Doch nun wisse man es besser. Unermesslich groß sei das Potenzial unseres Geistes, die Realität zu kreieren. Positive Energie – gemeinsam mit Millionen anderer Menschen – schaffe eine neue Realität für unseren Planeten. Es entstehe ein „unwiderstehliches Feld der Liebe. Dieses Feld der Liebe lehnt niemanden ab. Wir verurteilen, verdammen und klagen nicht. Wir lieben einfach.“ (S. 404) Ab sofort würden die Menschen instinktiv aus Güte und Mitgefühl heraus handeln.

Max erkennt blitzartig: Sein Widersacher als Diener der Geldvampire kann und darf die dringende Lebensfrage nicht beantworten. Er denkt, immer noch in Trance: Unglaublich, was er da von seinem Widersacher hört. Man müsse also nur lieben und alles werde gut. Und so träumt auch Max … Diese Erleuchtung habe auch die politische Führungsriege erfasst: Die Welt – bisher in argen Nöten wegen eines neuen Kalten Krieges, wegen der zunehmenden Widersprüche zwischen den Mächtigen Kapitaleliten und den Ärmsten dieser Welt –, es hat sich alles schlagartig geändert.

Nunmehr raucht es aus allen Industrieschornsteinen, denn Schwerter werden zu Pflugscharen umgeschmolzen. Der transatlantische Elitenfaschismus gibt seine Pläne der gigantischen Landnahme wie die NATO-Osterweiterung wegen fehlender Feinde auf und zieht sich vor allem aus Europa zurück. Die Kapitalmächtigen überschreiben ihre Reichtümer dem Volk. Die Mieten sinken rapide. Enteignungen wie Deutsches Wohnen gehören zur Normalität. Die Politiker verlassen ihre bürgerlichen Scheinparlamente und begeben sich geschlossen zum Meditieren. Sie folgen der Einsicht, dass nur die Liebe zwischen allen Menschen und zur Natur unsere Welt noch retten kann. Nicht ohne Grund predigt die deutsche Kanzlerin, man möge zusammenhalten, ob reich oder arm. So wird Frieden sein auf Erden. „So wahr mir Gott helfe.“

Max, noch im Halbschlaf auf der Parkbank sitzend, will noch etwas sagen, aber sein Nebenmann reagiert nicht. Sein Platz ist leer. Max sieht ihn, wie dieser sich in gebückter Haltung im Morgengrauen und im dichten Nebel davonschleicht, vorsichtig sich umschauend. Hat er, der Max, ihn sozusagen im Wortgefecht geschlagen?

Doch Sekunden später trifft der schleichend Davoneilende auf einen Mann mit Brille und dunklem Anzug. Im Hintergrund ein Mercedes. Der Unbekannte überreicht Moritz irgendein Stück Papier. Max ergreift eine erschreckende aber fast erwartete Erleuchtung …

Wie sich in der noch aufrichtigen linken Presse später nachlesen ließ, war dies ein Scheck in Millionenhöhe. Gespendet von der größten Kapitalsammelstelle der Welt, dem Vermögensverwalter BlackRock. Eine Billionen-Macht. US-Dollar. Max als Materialist hätte dies eigentlich vorausahnen müssen: Volksverdummung wird hoch honoriert. Max, der Materialist und Humanist lächelt verbittert: Sein Wortgefecht mit dem politisch verkappten „Weltverbesserer“ verändert nicht die Welt, aber es hilft, Positionen zu klären.

Nach diesem Albtraum – Max fällt dieser Vers wieder ein: „Denk ich an Deutschland in der Nacht …“ Er steht auf. Mit einer Handbewegung wischt er den nächtlichen Spuk hinweg. Was ist zu tun? Er setzt sich an den Computer und schreibt ein Gegenbuch. „Ausbruch aus der Trance“. Etwas tun. Jeder, wie er kann …


Informationen zum Buch

Dawson Church: Geist über Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realität erschafft
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Momanda (1. Ausgabe; Oktober 2018)
Preis: 19,99 Euro
ISBN-10: 9783956280252
ISBN-13: 978-3956280252
ASIN: 3956280253


Symbolfoto: Kevin Bessat (Unsplash.com)

Harry "Henry" Popow (Jahrgang 1936) stammt aus Berlin. Ab 1953 war er Berglehrling im Zwickauer Steinkohlenrevier. In Schwerin arbeitete er ab September 1954 als Kollektor in der Außenstelle der Staatlichen Geologischen Kommission der DDR. Unter dem Versprechen, Militärgeologie studieren zu können, warb man ihn für eine Offizierslaufbahn in der KVP/NVA. Er war zunächst Ausbilder, anschließend Reporter und Redakteur der Wochenzeitung „Volksarmee“. Den Titel Diplomjournalist erwarb er im Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach Beendigung einer fast 32-jährigen Dienstzeit arbeitete Popow bis Ende 1991 als Journalist und Berater für das DDR-Fernsehen. Ab 1996 lebte er mit seiner Frau in Schweden. Gemeinsam kehrten sie 2005 nach Deutschland zurück. Sie sind seit 1961 verheiratet und haben drei Kinder, zwei Enkel und zwei Enkelinnen. Popow schreibt Rezensionen und veröffentlichte als Autor u.a. das autobiografische Buch "Ausbruch aus der Stille".

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9 Responses

  1. waldemar hammel sagt:

    tja, ohne zweifel steht der geist über der materie, ist ja auch bei wellen so, die meereswellen finden „oben am wasser“ statt, indes fehlt dieser geist meist, sodass die „matter“ dann dennoch dominiert und das meer spiegelglatt ist …
    conclusio: alles unsinn !
    die evolutionäre spirale dreht sich weiter, wir kommen aus dem magischen welterleben, drehten uns über den magischen realismus bis gestern zum realismus (war die zeit der klassischen physik), und driften seitdem in formen der realistischen magien zurück wieder ins magische welterleben eine stufe „höher“ dann, sieht man heute daran, die naturwissenschaften bekommen langsam zunehmend immer mehr esoterische einfärbungen, sog „wissen“ wird zunehmend immer spekulativer.
    der grundsätzliche fehler liegt 1000 jahre vor heute, als man sich am ausgang der scholastik auf den „nominalismus“ als gültige wirklichkeiten-beschreibung einigte, ohne weiterzudenken, das trug bis vor ca 100 jahren sehr gut, als die quantenwelt auf unserem radar auftauchte, technisch beherrschbar, aber seitdem haben wir ein ungelöstes problem mit der frage „was ist wirklichkeit?“
    dass „der geist“ die materie dominiert, ist einfach tatsache bei allen jenen, denen es ausgerechnet an ersterem fehlt ! es wird dabei schlicht ursache+wirkung verwechselt, und diese verwechslung als „wahr“ behauptet, womit es sich um simple und zudem primitiv gestrickte ideologie handelt … (analog zb „kreationismus“, oder der alten „vis vitalis“, sheldrakes morphogenetischen fldern, uä)

  2. waldemar hammel sagt:

    nachtrag:
    dass unser „geist“ uns unsere wirklichkeit erzeugt, stimmt allerdings, und ist nach maturana/varela „AUTOPOIESE“ genannt = ein mittlerweile alter hut, weshalb wir auf eine „objektive welt“ *prinzipiell* keinen zugriff haben, deshalb ist unsere erlebbare welt auch eine autopoietisch wachbewusstsein-hirn-erzeugte eigenschaften-welt, deren „dinge“ ausschließlich aus summen/clustern von eigenschaften bestehen, und dahinter nichts
    zb ist ein erlebbarer apfel (nur) eine summe aus örtlich + zeitlich stationären eigenschaften, denkt man sich diese fort, bleibt nicht etwa ein eigenschaftenloser „ur-apfel“ übrig, sondern nichts.
    das gilt für uns erlebbare „materie“ insgesamt, es handelt sich immer nur um summen/cluster von eigenschaften, die hirnerzeugte sind.
    dies bedeutet aber NICHT, dass hirne und bewusstsein materie + welt als objektiv-vorhandene erzeugen, sondern nur die altbekannte tatsache, dass unser erlebenkönnen aufs rein subjektive beschränkt ist = kein zugriff auf objektive welt möglich, und dazu konnte die evolution hirne auch nicht optimieren, weil lebewesen als systeme sog. „selbst-referente systeme“ sind und sein müssen, sonst wären sie aus kybernetischen gründen nicht überlebensfähig.
    und dass „der geist“ eines selbstreferenten systems dieses dominiert, heißt übersetzt nur, dass ein selbstreferentes system selbstreferent ist, also binsenweisheit !

  3. Morgentau sagt:

    Man muss nicht die Esoterik, Mystik oder gar die Quantenphysik bemühen, um festzustellen, dass der menschliche Geist Materie erschafft. Jedes Auto, Flugzeug, Haus, jede Stadt und leider auch Waffe ist Beweis genug, dass es so ist. Tragisch ist nur, dass der Mensch anscheinend all diese Dinge braucht und sich selbst damit begrenzt.

  4. waldemar hammel sagt:

    Lieber Herr Morgentau,

    nun haben Sie, mit verlaub, aber einen bock geschossen:
    der menschliche geist erdenkt und erschafft dann dinge, zb werkzeuge, AUS vorhandenen stoffen, also AUS materie, aber (noch) nicht materie …

    philosophisch-physikalische anmerkung:
    demnächst wird man allerdings auch materie erschaffen, und zwar just aus dem berühmten philosophischen NICHTS!, nämlich aus dem vakuum, zb dem vakuum des weltalls, man kanns heute schon, aber aufwand/nutzen sind bis auf weiteres nicht lohnend. die natur indes erschafft laufend ungeheuere materiemengen aus diesem nichts, und lässt umgekehrt auch ungeheure materiemengen wieder zu nichts werden.
    das ganze ist keine zauberei, sondern was wir als völlig leeren raum erleben, ist sog. „geladenes vakuum“ = energie in form leeren raumes, und nach E=mc^2 sind energie und masse ( = materie) schlicht äquivalent, man kann sich materie im denkmodell (es ist nur ein denkmodell!) als „gefrorene energie“ vorstellen

    *
    das problem des menschen, als bio-kybernetisch zwangsläufig selbst-referentem system, ist, dass er welt intentionalisiert, soll heißen, die welt erscheint wie ein selbstbedienungsladen, der nicht nur zum plündern einlädt, sondern in form ihrer diversen erscheinungsformen sogar zum blindwütigen plündern aufzufordern scheint. schauen SIE zb das heutige abschmelzen der erdpole, statt entsetzt zu sein, was dadurch auf uns zukommen mag, streitet man sich bereits um die damit erreichbar werdenden rohstoffe

    • Morgentau sagt:

      Lieber Herr Waldemar Hammel,

      Sie vertreten hier u.a. Schrödinger/Heisenberg Thesen, bezweifeln aber, dass der Geist die Welt formt, nur weil die Bausteine angeblich schon vorhanden sind. Sind sie das wirklich? Wie kann das sein, wenn die Dinge erst existieren, wenn wir unsere geistige Aufmerksamkeit darauf richten?

      Erwin Schrödinger, Geist und Materie, Zitat:
      „Die Welt ist ein Konstrukt aus unseren Empfindungen, Wahrnehmungen, Erinnerungen. Zwar ist es bequem, sie uns an und für sich einfach schlechthin vorhanden zu denken. Aber sie ist anscheinend nicht schon durch ihr bloßes Vorhandensein auch wirklich manifest. Das Manifestwerden der Welt ist an sehr spezielle Vorgänge in sehr speziellen Teilen eben dieser Welt gebunden, nämlich an gewisse Vorgänge in einem Gehirn.“
      http://www.quantum-cognition.de/texts/srod2.html

      Sind Sie selbst auch aus vorhandenen Baustoffen modelliert worden, oder haben Sie sich entwickelt? Der Geist, Ihr Bewusstsein, der Charakter wie ist das entstanden, geformt worden? Was und wo ist dieses ich, was mir obigen Kommentar schrieb?
      Und dieser Geist hat nun etwas „erfunden“ was es vorher noch nicht gab. Die Materialien sind wohl vorhanden (oder vielleicht gerade erdacht worden), aber allein die Idee diese Materialien entsprechend zu legieren, zusammen zu fügen und evtl. mit Energie zu versorgen bedarf geistiger Aktivitäten.

      Und ein Vakuum, ist nicht nichts, sondern der Raum der benötigt wird um z.Bsp. ein Universum aufzunehmen. Aus einem Nichts mag vielleicht der Urknall hervorgegangen sein. Aber nichts genaues weiss man.

      Erschafft Materie Geist und Bewusstsein, oder ist es eher umgekehrt? Und was ist Materie? Verdichtete Energie, der Grundstoff des Universums, das mit uns spielt, oder umgekehrt?

      Natürlich ist es sensationeller, wenn wir einfach nur mit dem Finger schnippen und ein „materielles Schlaraffenland“ offenbart sich uns. Ich bin mir sicher, dass das möglich ist, aber es wird wohl noch einige Generationen dauern, bis wir dieses Bewusstsein (wieder)erlangen, doch dann wird das Fingerschnippende Schlaraffenland nicht mehr nötig sein.

      „Was war zuerst da, die Welt oder du? Wo ist die Welt, ohne dich?“
      (Sri Nisargadatta Maharaj, indischer Mystiker)

      • waldemar hammel sagt:

        @ Morgentau,
        die frage:

        * “Was war zuerst da, die Welt oder du? Wo ist die Welt, ohne dich?”
        (Sri Nisargadatta Maharaj, indischer Mystiker) * =

        macht ein umfallender baum auch dann krach, wenn keine ohren in
        der nähe sind ?

        zwei antworten dazu:
        (1)
        nein, wenn keine ohren um zu hören, dann auch kein „krach“, denn „krach machen“ bezieht sich auf, ist nur gültig, wenn ohren vorhanden, um zu hören
        (2)
        der in luft umfallende baum sendet allerdings auch ohne ohren in seiner nähe schallwellen und erdvibrationen aus, und macht so wechselwirkungen mit seiner umgebung

        *
        und dabei zu beachten: wechselwirkung ist nicht ursache+wirkung (wie im alltag), nur halt zeitlich nahe zusammen, sondern etwas völlig anderes, indem ww zb nicht in ursache-wirkung aufspaltbar ist, was daran liegt, dass die welt eine „diskrete planckwelt“ ist, das im alltag erlebte scheinbar kontinuierliche der welt ist ein mesoskopisches artefakt, das kann man modellhaft vergleichen etwa mit wasser, in meinem erleben ist wasser eine kontinuierliche gleichförmige flüssigkeit und kein sack voller zusammenliegender tennisbälle, ein paar stufen skalen-tiefer aber entpuppt sich das kontinuum wasser als aus einzelnen molekülen bestehend, also doch ein sack mit tennisbällen, und gerade dies erzeugt auf meiner alltagsebene den eindruck einer gleichförmigen, kontinuierlichen flüssigkeit, weil die zwischen den tennisbällen wirkenden elektromagnetischen felder gegenüber den materiellen molekülen in den auswirkungen dominieren = mein alltagswasser ist garkeine molekülewirkung, sondern ist „elektromagnetische felder“, die sich so überlagern, dass mir im alltag wasser als kontinuum, als gleichförmige flüssigkeit erscheint

        und WIE elektromagnetisch wasser ist => siehe zb gewitter, die oberfächenspannung von wassertropfen, uvm, man kann sogar maschinen bauen (alte erfindung), die wasserfilme mechanisch zerreissen und damit elektrischen strom erzeugen

        zu oben „welt“:
        die objektive welt war vor mir da, denn ich selbst bin evolutionär aus weltinventar zusammengebastelt, die welt in meinem kopf = die von meinem hirn erzeugte, die ich für objektive welt halten muss, weil ich auf anderes keinen zugriff habe, ist allerdings erst mit mir zusammen vorhanden, ist mit meinem hirn zusammen entstanden, und wird mit der zerstörung meines hirns wieder enden.
        die ‚“objektive welt“ wird ohne mich weiter stattfinden, „meine welt“ meines hirns, dieses autopoietisch selbsterzeugte konstrukt, das ich mangels weiterer möglichkeiten für objektive welt halten muss, wird mit mir zusammen untergehen

    • waldemar hammel sagt:

      @ morgentau:
      antwort auf 11.april, 21:14 uhr,

      (1) die „dinge“ existieren nicht erst, wenn wir unsere aufmerksamkeit darauf richten, das war die hypothese bischof berkeleys im rahmen seines philosophischen solipsismus, diese spekulation ergänzte berkeley im folgenden damit, dass die „dinge“ dauernd existieren würden, weil GOTT sie fortwährend anschaue = unter seinen fittichen halten würde,
      es ist vielmehr so, dass „existieren“ und „wechselwirken“ synonyme sind = 2 worte für dasselbe, etwas, das nach aussen hin keinerlei bilaterale wirkung macht, existiert nicht, deshalb existieren ua keine sog. „abgeschlossenen syteme“.
      die „dinge“ dieser welt stehen in permanenten wechselwirkungen untereinander, und selbst die geschwindigkeit dieser ww’s ist als planck-größe bekannt = es sind ca 10 hoch 44 wechselwirkungen pro sekunde möglich (und finden, falls keine impedanzen vorhanden sind, auch statt) = 10 hoch 44 ww’s pro sekunde auf jeweils 10 hoch 35 plancklängen/ meter, das sind 10 hoch 79 ww’s pro meter welt (kann man nun in kubikmeter usw rechnerisch erweitern) – dies ist sozusagen der takt des existierens
      (und anmerkung: das problem gottes, denn als „unbewegter beweger“ macht er per definition keine wechselwirkungen mit welt, was übersetzt bedeutet, null existenz = es kann kein gott existieren!)

      (2) meine thesen mögen teils ähnlich erscheinen, wie bei schrödinger usw, stammen aber aus ganz anderen „ecken“, haben daher mit den schödingers nichts zu tun, im gegenteil, müssen fast alle damaligen philosophischen schnellschüsse als folgerungen aus der physik heute kritisiert und neu überdacht werden, andere zusammenhänge, andere kontexte, heute mehr wissen als damals usw

      immer an den spruch denken, „wissen kommt nicht von autorität, sondern utorität von wissen“

      (3) ich bin nicht „modelliert“ worden, nicht geschöpft und nicht geschaffen, sondern ich bin entstanden aus naturgesetzlichen notwendigkeiten, so wie ein salz entsteht, wenn ich säure und lauge zusammenbringe, darauf hat dann, vom einzeller, über biofilme (das war das erste internet!), bis hin zum menschenaffen eine evolutionäre entwicklung aus selektionen und optimierungen im hinblick überlebensfähigkeit stattgefunden. deshalb bin ich heute hier, ungeschöpft, und nicht als der weisheit letzter schluss, denn solange die evolution des lebens weiterläuft, ist jedes realisierte lebewesen nur ein zwischenwesen, eine protoypische schimäre der nachfolgenden =
      die reise der unauffälligen Beagle (charles darwin) war ein weit bedeutender quantensprung des wissens als zb die mondlandung, und hat uns einen blick auf die ungeheueren immer-weiter-werden möglichkeiten der nach kosmischer skala gerade eben erst, vor 13,8mrd erdjahren, entstandenen welt eröffnet …, alles weltinventar noch ganz neu, ist quasi noch warm wie frische brötchen, und die evolution geht weiter, schon die weiterlaufende expansion des universums verhindert, dass die welt ins gleichgewicht kommt, falls man das „schöpfung“ nennen will, so hat diese nicht vor urzeiten stattgefunden, sondern wir sind mittendrin

      (4) das sog „geladene vakkum“ ist nicht der raum, in den die welt hineingestellt ist, sondern die raumzeit wird von materie und energie als eigenschaften miterzeugt (nicht „mitgebracht“, sondern aktiv mit erzeugt), das wusste bereits einstein. raum und zeit SIND nicht, sondern finden mit materie und energie gemeinsam statt, es handelt sich um nicht-finale immer-weiter-werden prozesse.
      deshalb ist „welt“ mit der methode des beschreibens auch nicht gültig einzufangen, denn beschreiben-können setzt etwas zu beschreibendes voraus, das wenigstens während des beschreibens statisch ist, die welt als prozess aber läuft jeder möglichen beschreibung davon noch ehe die tinte auf dem papier trocken ist

      (5) mystiken und glaubensrichtungen sind nicht meine fächer, und die frage „huhn oder ei zuerst?“ ist eine platonische scheinfrage auf basis einer vermeintlichen seins-welt (statt werden-welt), denn sie unterschlägt die bezugs-kontexte, auf denen sie gestellt wird.
      „glauben“ darf man als quasi verlängerung des wissens, nennt man zb „interpolation“, aber solches glauben muss realistisch begründbar sein, ich kann zb gut begründbar glauben, dass ein jesus als damals lebender mensch etwas gegessen hat/haben muss, ich kann aber NICHT legitim glauben, dass tote wieder auferstehen, oder dass im zentrum der sonne ein grüner kaktus wächst

      *
      und nicht falsch verstehen, das sog „wissen“ dominiert nichts, da es (1) immer nur vorübergehend korrekt ist, und (2) uns nur aufzeigt, dass wir, im höheren sinn, NICHTS wissen können ! wir alle sind und bleiben zwangsläufig dumm, aber dieses dumm-sein+bleiben ist nicht das vermeidbare alltags-dumm-sein

      • Morgentau sagt:

        @Waldemar Hammel

        (5)
        „Ich weiss, dass ich nichts weiss.“
        (Buddha)
        Man mag daran glauben, oder nicht. Doch Wissen ist nichts anderes als glauben, da (unser) Wissen sich permanent ändert.
        Das mit dem grünen Kaktus mag (für uns) unwahrscheinlich sein, aber es gibt Menschen mit Nahtoderfahrungen.

        (4)
        Da stimme ich mit Ihnen überein. Dennoch wird Raum benötigt, damit „Dinge“ sich entfalten können und Zeit, damit sie „sichtbar“ werden (für uns).

        (3)
        Tatsächlich „spielt sich alles“ nur in diesem Moment ab, Schöpfung, Expansion, Untergang, Schöpfung…
        Und ja, Sie sind „nur“ eine evolutionäre Entwicklung, mit selbst reflektierendem Bewusstsein. Wobei die Frage gestattet sei, wozu ist Bewusstsein nötig? Nur eine Laune der Natur? Oder gibt es nur Bewusstsein in dem die (irgendeine) Welt (und wir) erscheinen?

        (2)
        Zitat:
        „dass unser “geist” uns unsere wirklichkeit erzeugt, stimmt allerdings, und ist nach maturana/varela “AUTOPOIESE” genannt = ein mittlerweile alter hut, weshalb wir auf eine “objektive welt” *prinzipiell* keinen zugriff haben,…“

        Nun, dass ist ziemlich nah an Schrödinger/Heisenberg. Aber Wissen/Glauben ist fliessend, deshalb wohl auch meine falsche Annahme.

        (1)
        Und da schliesst sich der Kreis wieder, was war zuerst, Huhn(Welt) oder Ei(Geist) (5)? Existieren die Dinge, wenn wir sie fokussieren (ins Bewusstsein holen) und somit „erschaffen“( Autopoiese). Oder ist alles immer vorhanden und die „Dinge“ bestehen aus sich selbst heraus in Wechselwirkung? Das wäre ja göttlich.

        Meine persönliche Antwort ist: Ich weiss es nicht, da ich weder Priestern noch Wissenschaftlern traue… ;-)

        Vielen Dank für Ihre Anregungen, schönes Wochenende…

  5. waldemar hammel sagt:

    wichtig bei der uralten philosophischen/religiösen/ erlebten und in der sache gegenstandslos hochstilisierten (schein)dichotomie „geist versus materie“ wäre es, zu begreifen, dass AUS materie ua auch „geist“ entsteht, nennen wir den „geist“ handfester „bewusstsein + intelligenz“, dieser „geist“ dominiert aber nicht seine entstehungsgründe, sondern ist lediglich eines von ungeheuer vielen produkten der materiellen grundlagen.
    bei lebewesen ist das: die materielle neuro-physiologie erzeugt und erhält-aufrecht, solange sie intakt ist, bewusstsein, selbstbewusstsein, intelligente funktionen, und vieles mehr, winzigste änderungen an kritischen stellen dieser neurophysiologie vernichten bereits den gesamten überbau, zb ein paar minuten sauerstoffmangel gehirn, und nichts geht mehr.

    das bildschirmbild eines tv-gerätes dominiert nicht das materielle gerät, sondern ist schlicht das (erwünschte) produkt eines funktioniernden tv-gerätes, ist das gerät defekt, ist das bild weg

    das blaue eines blauen farbstoffes dominiert nicht die moleküle, aus denen der betreffende farbstoff materiell besteht, sondern ist das produkt der molekularen eigenschaften + licht, verändert man die zugrunde liegenden moleküle, ist „das blau“ weg

    stirbt ein mensch oder tier, sind bewusstsein + intelligenz weg, sogar schon verschwunden, wenn man mensch oder tier nur vorübergehend zb narkotisiert,
    der sogenannte „geist“ ist nur die modellhafte summarische zusammenfassung bestimmter neurophysiologischer funktionen in form einer platonischen idee = eine abstrahierung wie „das gute an sich“, „die rose an sich“, uä, krass gesagt, was wir „geist“ nennen, hat keine reale entsprechung

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