Der Mensch und die Orientierung zum Sinn

Der Mensch kann und muss sich entscheiden, ob er bewahrend oder beendend wirken will. Entsprechend dieser grundlegenden moralischen Orientierung kann er sein Leben sinnvoll oder sinnlos gestalten.

Die Wissenschaft

Die Entwicklung menschlicher Gesellschaften, ob sich diese nun evolutionär oder revolutionär vollzieht, ist immer dann fortschrittlich, wenn sich das Subjekt im Rahmen der gegebenen Lebensverhältnisse emanzipieren kann. Bewegen sich die Daseinsverhältnisse innerhalb einer Gesellschaft also in eine Richtung, in der jedem einzelnen das Bewahren des Menschseins durch eigenwilliges Wirken und aktives Gestalten möglich wird, unterliegt diese Gesellschaft einem Fortschritt.

Wissenschaft kann die Effektivität menschlicher Tätigkeit erhöhen, denn Wissenschaftsfortschritt, verstanden auch als Kulturfortschritt, bedeutet eine Erweiterung des Erklärungs-, Vorhersage- und Gestaltungspotenzials der Menschheit.

Aus der Wissenschaft entspringt Humankraft, wenn sie die Grundlagen für die Gestaltung und Erhaltung solcher Daseinsbedingungen liefert, die ihrerseits der Fortexistenz und weiteren Entwicklung der Menschheit dienen. Dabei sind vielfältige Inhalte im Sinne gesellschaftlicher und naturwirklicher Notwendigkeiten zu durchdenken, zu diskutieren und zu bearbeiten, damit das produktive und konstruktive Potenzial der Gesellschaft erschlossen werden kann.

Das Politische

Unser menschliches Mit- und Füreinander fordert den weiteren Ausbau der Demokratie, um die schöpferischen Potenzen aller Subjekte zu nutzen, ihr Engagement zu fördern, Gefahren zu erkennen, Risiken zu minimieren sowie Entscheidungen durch das Zusammenführen der Kompetenzen zu fundieren.

Humane Daseinsbedingungen, darüber sollte Einigkeit bestehen, sind in zunehmendem Maße nur durch das aktive Wirken, also durch die organisierte und koordinierte Teilhabe, möglichst aller Menschen zu realisieren. Denken wir zum Beispiel an den Schutz der Natur, der seine volle Wirkung entfalten kann, wenn jeder seine Handlungen am Umweltschutz ausrichtet.

Im demokratischen Prozess der gemeinsamen Gegenwartsbewältigung und Zukunftsgestaltung wachsen nicht nur die Anforderungen bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen von Individuen und Gruppen, sondern auch bezüglich der Kompetenz jedes Beteiligten.

Das Ökologische

Schließlich muss unbedingt beachtet werden, dass die menschliche Gesellschaft ein Teil des Ökosystems Erde ist. Leben kann ein Mensch nur, wenn er die Vielzahl der von ihm lebensnotwendigerweise zu erbringenden Leistungen unter Verwendung seines Bewusstseins in menschlicher Gemeinschaft erarbeitet, austauscht, verteilt und sinnvoll nutzt. Als Gegenpol bleibt die Sinnlosigkeit, ausgedrückt in der Produktion der Produktion willen, des Wachstums um jeden Preis und der Anhäufung von Reichtum trotz vorhandenen Reichtums.

In Ökosystemen geschieht Gleichwertiges durch Interaktionen zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Rückgewinnern, wobei jedes in die ökologischen Kreisläufe integrierte Lebewesen sowohl den Produzenten, als auch den Konsumenten und den Reduzenten zugeordnet werden kann.

Innerhalb dieses Systems werden Stoffe, Energie und Informationen produziert, verteilt, ausgetauscht und verbraucht, wodurch die momentane Existenz und die künftige Entwicklung – sowohl des einzelnen Menschen als auch der Menschheit insgesamt – möglich wird.

Von Menschen nicht genutzte Ökosysteme passen sich an die sie bestimmenden äußeren Bedingungen an sowie an die durch sie selbst im Inneren ausgelösten Auf- und Abbauprozesse. Sie bewegen sich erhebend, verkomplizierend und ihre Existenz bewahrend, solange es die äußeren und inneren Bedingungen zulassen.

Das zu Bewusstsein befähigte und zu Kreativität begabte Wesen, der Mensch, kann die Spontaneität natürlicher Entwicklungslinien aufheben und sich mit harmonisch verlaufenden Daseins- und Wirtschaftskreisläufen in das Ökosystem bewusst und zielorientiert eingliedern.

Bewusstsein und Kreativität eines Menschen werden aufgrund seiner individuellen Veranlagung, seiner Anatomie und Physiologie ermöglicht. Durch eben diese konkrete Eigenart – die sich in einem lebenslangen Lernprozess spiegelt –, ist er in die Lage versetzt, reizbar zu sein. Die Reize wandeln sich in Erregung, werden in seinem Innern weitergeleitet, intelligent verarbeitet und durch zielorientiertes Handeln beantwortet.

Die Motive

Grundlegend ausgestattet und durch Mutation, Selektion und ökologisch notwendige Interaktionen als psychisches Wesen hervortretend, begann der Mensch bewusst seine ihn bedingende Lebenswirklichkeit im sozialen Miteinander zu gestalten und wirtschaftlich zu nutzen.

Die durch wissenschaftlich-technische Revolution und Akkumulation des Kapitals determinierte Wirtschaftskraft ermöglicht die notwendige und ständige gesamtgesellschaftliche Reproduktionserweiterung. Dies funktioniert, bis sich die grundlegende und letztlich alles bestimmende Triebkraft des wirtschaftlichen Geschehens, das rücksichtslose Streben nach Profit, so weit von den Motiven zum gesamtgesellschaftlichen Stoff-, Energie- und Informationswechsel entfernt hat, dass sich das Kapital kaum mehr auf- beziehungsweise entladen kann: Akkumulation wird immer schwieriger.

Es wird produziert und ausgetauscht, was maximalen Profit verspricht; es zirkulieren überwiegend Wertpapiere und Derivate und immer weniger Waren und Leistungen; es haben immer weniger Menschen die Möglichkeit am gesellschaftlichen Produktionsprozess teilzunehmen, profitable Massenkonsumtion lässt sich immer schlechter realisieren.

In Das Kapital schreibt Karl Marx dazu: „(…) Gebrauchswerte werden hier überhaupt nur produziert, weil und sofern sie materielles Substrat, Träger des Tauschwerts sind. Und unsrem Kapitalisten handelt es sich um zweierlei. Erstens will er einen Gebrauchswert produzieren, der einen Tauschwert hat, einen zum Verkauf bestimmten Artikel, eine Ware. Und zweitens will er eine Ware produzieren, deren Wert höher ist als die Wertsumme der zu ihrer Produktion erheischten Waren, der Produktionsmittel und der Arbeitskraft, für die er sein gutes Geld auf dem Warenmarkt vorschoss. Er will nicht nur einen Gebrauchswert produzieren, sondern eine Ware, nicht nur Gebrauchswert, sondern Wert, und nicht nur Wert, sondern auch Mehrwert [1].“

So getrieben erobert sich das Kapital die Welt, um zu bestimmen, was, wo, wie, wann und von wem produziert, verteilt, ausgetauscht und konsumiert wird.

Das ethische Grundproblem der profitorientierten Wirtschaftsweise ist, dass das Schaffen nützlicher Gebrauchswerte lediglich das Mittel zum Zweck der Erzeugung austauschbarer Mehrwerte, mit denen sich wiederum Mehrwerte erzielen lassen, darstellt. Dies sogar durch das Zerstören von Gebrauchswerten, der Verhinderung ihrer Erzeugung oder deren unsinniger Zirkulation, wie es die Produktion von Waffen, die Vernichtung von Lebensmitteln, Überproduktionskrisen oder die Praxis von Reimporten und vielem anderen mehr zeigt.

Nicht der Mensch mit seinen realen Bedürfnissen und Ansprüchen ist die Triebkraft und Zielstellung dieses Wirtschaftsgeschehens, sondern der Mehrwert heckende Mehrwert, beflügelt durch künstliche Bedürfnisse und künstliche Ansprüche.

Dabei ist die Existenz der Menschheit in besonderer Weise an die wirtschaftlichen Aktivitäten gekoppelt: Wirtschaften muss grundsätzlich von ethischen Vorstellungen ausgehen und diese verwirklichen, will sie die Lebenswirklichkeit vor dem Verfall bewahren.

Die Erkenntnis

Fast 14 Milliarden Jahre, vom Urknall, der Entstehung des Universums, von Materie, Raum und Zeit, des ersten Lebens bis hin zu unseren Zivilisationen und Kulturen, werden der Menschheit immer bewusster.

Daten, Ereignisse und Zusammenhänge der Evolution, unserer Wirklichkeit und der Kulturgeschichte werden bewusst gesucht, zusammengetragen, bewertet und zur allseitigen Nutzung auf Datenträgern erfasst. Erkenntnisse und Leistungen sämtlicher Gebiete des Daseins, der Politik, der Geschichte, der Schauspielkunst, der Religion, der Philosophie, der Erziehung, der bildenden Kunst, der Architektur, der Musik, des Tanzens, des Films, der Wissenschaften und der Technik, der Wirtschaft, des Sports und überhaupt der Kreisläufe und Wechselbeziehungen des täglichen Lebens, werden immer wieder aufs Neue überprüft und dargestellt, um erneut geprüft und dargestellt zu werden.

Sowie im alltäglichen Handeln der Menschen als auch in den entscheidenden Orientierungen durch herausragende und befähigte Persönlichkeiten liegen die Ursachen für Sternstunden aber auch Katastrophen menschlichen Wirkens.

Die Gegebenheiten und Bedingungen unserer Existenz zwingen uns stets, Widersprüche zu lösen. Dabei werden wiederum neu zu überbrückende Gegensätze hervorgebracht, die sich aus den stofflich energetischen Auf- und Abbauprozessen unseres biotischen Körpers, aus unserer psychischen Erregbarkeit und aus individueller Selbstbehauptung in sozial geregelten gesellschaftlichen Strukturen und deren Funktionen ergeben.

Daraus erwächst, sehr verschieden in Erscheinung tretend, das gesamte multikulturelle Menschsein. Jede Kulturleistung der Menschheit muss durch schöpferisches Arbeiten erwirtschaftet und in politischem Diskurs gestaltet werden.

Die Vervollkommnung

Politik ist die Art und Weise, wie ein Gemeinwesen geführt und gestaltet wird, sie ist eine Kulturleistung der Menschen, die in Gesellschaft zusammenleben. Ob durch einzelne Menschen, Gruppen, Parteien, Klassen, Parlamente oder Regierungen gestaltet, immer ist Politik Interessenvertretung und somit kämpferische Auseinandersetzung.

Es werden Fragen und Probleme verschiedener gesellschaftlicher Bereiche, wie der Wirtschaft, nationaler und internationaler Normen des Zusammenwirkens, des Gesundheitswesens, der Bildung und Erziehung, der Verteidigung, des Schutzes, der Rechtsbeziehungen, der Familienangelegenheiten, der Moral, der Freiheiten und Verpflichtungen, der Ästhetik, also aller Verhältnisse und Kreisläufe der zwischenmenschlichen Beziehungen diskutiert und beraten beziehungsweise Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, die diese Fragen und Probleme beantworten und einer Lösung zuführen sollen.

Je nach Charakter der Gesellschaftsverhältnisse unter denen Politik stattfindet, geschieht dies kontrovers oder ebenso konstruktiv, herrscht mehr oder weniger Toleranz, wird Macht und Gewalt tendenziell im mehrheitlichen Konsens oder in diktatorischer Einseitigkeit ausgeübt.

Mittels der Wirtschaft fügt sich der Mensch in die Bewegungsvorgänge der Wirklichkeit, konkreter in den Stoff- und Energiewechsel beziehungsweise die informationsübertragenden Kreisläufe zwischen allen Produzenten, Konsumenten und Reduzenten ein. Von Kulturstufe zu Kulturstufe erarbeiten sich die Menschen, aus allumfassender Wahrheit schöpfend, das Wissen und Können, um alle ihre Bedürfnisse befriedigen und ihre Wirklichkeit in schöner Vervollkommnung gestalten zu können.

Die Kommunikation

Seitdem Menschen denken und fragen können, suchen sie nach ihrer ursprünglichen Herkunft und nach Orientierungen für ihre Lebensgestaltung. Und sie fragen sich, weshalb sie sich sowohl aller Mühen als auch aller Lust des lebendig seins aussetzen und hingeben sollen und wollen. Und immer sind sie Suchende.

So auch der Sozialphilosoph Johannes Heinrichs. Er sieht in seinem „Demokratiemanifest für die schweigende Mehrheit“ [2] die zwischenmenschliche Kommunikation als Schlüssel zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Diese sei an die einfache Frage gebunden: „Wer kommt zu Wort, und wie können die Wortmeldungen geordnet aufeinander bezogen werden?“

Die Probleme der Gerechtigkeit, also von Arm und Reich, die Ernährungsprobleme der Welt, die Probleme mit der Natur und ihren Schätzen, mit der Arbeitslosigkeit und dem Verkehr, mit dem Frieden und mit der Gerechtigkeit auch in den Bildungschancen, seien allesamt sachlich lösbar.

Dies hänge aber von einer Schlüsselfrage ab: „Wie können die Menschen sachlich und friedlich, womöglich verständnis- und vertrauensvoll diese Lösungen aushandeln? Und zwar in dem alle Betroffenen, das sind alle, zu Wort kommen?“

Das fatale Gefühl, in der Gesellschaft gar nicht erst gehört zu werden, sei der Kern des Gefühls der Ohnmacht, das die große Mehrheit der Menschen beschleiche. Um dem abzuhelfen, sei es zwingend notwendig, auf vier Ebenen den Diskurs zu gesellschaftspolitischen Aufgaben zu führen, um diese auf demokratische Weise zu erfüllen.

Dies seien die Ebene der Grundwerte, die Ebene der kulturvollen Lebensweise, die der politischen Lenkung und Leitung des gesellschaftlichen Zusammenwirkens und die Ebene der Erwirtschaftung der materiellen Grundlagen für ein ertragreiches Füreinander aller.

Der Epilog

„Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun. Uns von dem Elend zu erlösen müssen wir schon selber tun.“ Die zweite Strophe der Internationale [3], politisch neutral betrachtet, zeigt auf, um was es geht.

Wir Menschen können Überfluss und Vollkommenheit schaffen, müssen uns aber im Streben nach Gerechtigkeit für alle vor erbärmlichem Neid bewahren. Wir können uns gnadenlos ausbeuten, uns gegenseitig umbringen und die Grundlagen für unser eigenes Dasein zerstören. Wir können uns aber auch so in die Zusammenhänge der Wirklichkeit hineindenken, dass wir in der Lage sind, uns natürliche Gegebenheiten zu eigen zumachen, die Welt zu verändern und sie dennoch zu bewahren.

Das grenzenlos Menschenmögliche geschieht im gesellschaftlichen Zusammenwirken konkret einmaliger Individuen, die, um überleben zu können, sowohl in sich selbst als auch gemeinsam mit ihren Mitmenschen nach ihrer Individualität suchen. Entsprechend ihrer Individualität emanzipieren sie sich und müssen sich aus den gleichen Gründen in das gesellschaftliche Leben integrieren.

Um unser einmaliges Leben selbst zu gestalten, müssen wir zuerst in uns schauen, um zu erkunden, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten können und was wir mit diesem Können tun wollen.

Da wir unser Leben aber nur im mitmenschlichen Miteinander gestalten können, müssen wir uns umschauen, um zu erkennen, wo Gelegenheit besteht, unsere Fähigkeiten und unsere Vorstellungen zum eigenen Nutzen und zum Nutzen aller einzubringen.

Und schließlich müssen wir über die Dauer des eigenen Daseins hinaus schauen, um zu erkennen, dass die Menschheit als Teil des Ökosystems Erde nur überleben kann, wenn sich jeder als Teil des Ganzen versteht.

Uns Menschen ist vieles möglich. Wir besitzen Hände zum Arbeiten, in unserem Gehirn können wir uns unserer Gefühle gewahr werden. Wir können Erkanntes durchdenken und verstehen, unsere Gedanken durch Sprache, Gestik und Mimik austauschen und gemeinsam etwas unternehmen. Wir können verändernd wirken.

Wir Menschen sind eigenartig einmalig. Wir vernehmen, verbrauchen und verändern, wir können bezweifeln und begreifen, begehren und benutzen, beenden und bewahren. Im gesellschaftlichen Mit- und Gegeneinander streben wir nach Anerkennung, spielen um unser Glück und sind neugierig auf das Erleben des nächsten Tages.

Mit Weisheit können wir das Sinnvolle und das Nützliche erkennen und tun. Im konstruktiven Miteinander finden wir die Stärke, um das Sinnvolle und das Nützliche zu erwirken. Und sowohl in der Natur als auch in unserem kreativen Wirken, entdecken wir die Schönheit des Sinnvollen und des Nützlichen – es ist die Orientierung zum Sinn im Leben.


Quellen und Anmerkungen

[1] Karl Marx: Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie. Bd. I. (1867). Die Produktion des absoluten Mehrwerts (Arbeitsprozess und Verwertungsprozess).

[2] Johannes Heinrichs: Demokratiemanifest für die schweigende Mehrheit – Die Revolution der Demokratie in Kürze (Steno Verlag München 2005).

[3] Die Internationale ist das weltweit am weitesten verbreitete Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung. Der ursprünglich französische Text stammt von dem Dichter Eugène Pottier, einem Beteiligten der Pariser Kommune von 1871. Die Melodie komponierte 1888 der Belgier Pierre Degeyter.


Foto: Charisse Kenion (Unsplash.com)

Frank Nöthlich wurde 1951 in Neustadt/Orla (Thüringen) geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und sechs Enkelkinder. Er studierte Biologie, Chemie, Pädagogik, Psychologie und Philosophie von 1970 bis 1974 in Mühlhausen. Nach dem Studium war er an verschiedenen Bildungseinrichtungen als Lehrer tätig. Von 1985 bis 1990 war er Sekretär der URANIA-Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Später arbeitete er als Pharmaberater und ist heute Rentner und Buchautor (www.briefe-zum-mensch-sein.de). Er sagt von sich selbst, dass er als Suchender 1991 in der Weltbruderkette der Freimaurer einen Hort gemeinsamen Suchens nach Menschenliebe und brüderlicher Harmonie gefunden hat.

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8 Responses

  1. Claus Meyer sagt:

    So lange wir dieses Geldsystem haben, so lnge ist ein anderes Denken nicht möglich.

    • marie sagt:

      nach diesem kommentar fühle ich mich, wie „friß oder stirb“ … dabei birgt er ja viel wahrheit in sich >>> also: ich bin eh schon immer bestrebt, aus dem existierenden geldsystem auszusteigen … dabei jedoch in einer nicht mal erwähnenswerten minderheit

      interessant fand ich (dazu) die ausgangsfrage „bewahren oder beenden“ ? … die sich nicht pauschal – sondern nur sehr differenziert beantworten läßt … und dialektisch zu betrachten ist = das schädliche, giftige, häßliche = beenden – sonst ist das bewahren bedroht und sinnlos

  2. Jochen Becker sagt:

    Dieser Artikel ist offensichtlich aus einer Esoterik Blase entkommen. Plattitüden in verschwurbelter Sprache dargestellt kann man wirklich nicht unter „Philosophie“ rubrizieren. Der in gockelhafter Attitüde vorgetragene Anspruch des Autors den Leser von seiner Ideologie überzeugen zu müssen zeugt von mangelnder intellektueller Integrität und pseudoreligiösem Missionierungsdrang. Unerträgliche Zeitverschwendung.

  3. Ich danke für diese tiefgehenden Worte! :) Ich freue mich darüber in meinem Garten schon viel Gemüse und Blumen eingepflanzt und gesät zu haben, so dass ich weniger von Plastik abhängig bin. Tanti saluti

  4. waldemar hammel sagt:

    der obige artikel ist mir zu sehr aus anthropozentrischer sichtweise geschrieben, obwohl ich ihm inhaltlich weitestgehend zustimme.

    lebewesen sind grundsätzlich sog. „selbst-referente“ systeme, dh, sie erleben sich zwangsläufig deshalb subjektiv immer als „nabel der welt“, so auch der mensch. objektiv betrachtet, ist der mensch aber kein „sonder-wesen“ oder sonder-tier, sondern nur ein gleichartiges unter heute auf diesem planeten existierenden millionen unterschiedlicher arten.

    geschätzte ca 99% aller jemals gelebt habenden arten sind heute schon wieder ausgestorben, während die evolution stets neue arten erzeugt = im evolutionären lebens-prozess sind die einzelnen arten nur sowas wie rasch wieder vergehende statisten, peaks, bergspitzen auf dem uniformen genetischen hintergrundrauschen, und dies gilt mit sicherheit auch für die mensch-tier-art, die sich natürlich, wie alle jeweils lebenden arten, ihrer vergänglichkeit selbst nicht bewusst ist.

    dass die mensch-art heute im vordergrund die erde „beherrscht“, ist kein argument dagegen, denn vor uns gab es vielerlei andere tierarten, welche diesen planeten „beherrschten“, auch wir menschen sind im rahmen des weiterlaufenden (kosmischen) lebensprozesses nur „gäste“, kurzzeitig auf diesem planeten erscheinend, dann wieder verschwindend.

    dies sich bewusst machend, müssten wir völlig anders leben und wirtschaften, als wir es bis heute, aus historischen gründen quasi geerbt, wie in trance tun. dies ergäbe dann auch ein völlig anderes „daseins-bewusstsein“, welches ein tatsächliches „wachwerden anhand der realitäten“ bewirken würde. bis heute, und wohl auch weiterhin, lebt menschtierart wie ein bewusstloses kleinkind in den überkommenen geistigen und verhaltens-„windeln“ der vorfahren vor sich hin, und HOFFT dabei, dies möge auch weiterhin gutgehen.
    die in diesem rahmen für unsere art bedrohlichen naturwissenschaftlichen erkenntnisse der letzten 100-300 jahre sind in den köpfen nicht angekommen, was die wahrscheinlichkeit von „fatal errors“ drastisch erhöht, siehe als nur EIN beispiel den anthropogen-verursachten klimawandel, oder auch die tatsache, dass menschart sich grenzenlos weiter vermehrt und dabei die planetenoberfläche kahl-frisst.

    wir wissen heute um unsere schlicht lebensprozess-evolutionär (und kosmisch) bedingte artliche endlichkeit, und statt habwegs von diesem wissen schockiert und sensibilisiert zu sein, befördern wir unseren eigenen artlichen untergang und den untergang der anderen arten auf diesem planeten auch noch aktiv aus leibeskräften, als wären wir irrsinnige amokläufer, und real, ganz neutral gemessen an unserem tun und lassen, sind wir genau das, und flüchten uns dabei in selbsterfundene legenden, zb „der mensch wird das weltall EROBERN und dabei dann andere planeten finden und besiedeln = wir bereiten uns mit solchen märchenbildungen in unseren allmachtsfantasien sogar darauf vor, als flüchtlinge den von uns selbst demnächst zerstörten planeten erde verlassen zu müssen, statt zu begreifen, dass solche tröstenden fantasien uns erst recht in der sackgasse gefangennehmen, in der wir uns befinden !

    • Morgentau sagt:

      Sehe ich ähnlich. Ganz zu schweigen, sollten wir wirklich die Möglichkeit haben andere Planeten zu besiedeln, dann geht der Exodus dort weiter, solange es noch Planeten gibt? Fragt sich nur, was stirbt schneller aus? Aber auch egal, der letzte Planet ist dann auch das Ende unserer verrückten Spezies. – Und am 8. Tag erkannte Gott, dass er/sie/es sich wohl verrechnet hatte… :-D

      • waldemar hammel sagt:

        @ morgentau,

        in geschätzten 400 millionen erdjahren ist hier definitiv schluss, alles iedische dann shutdown, weil die alternde sonne größer und dabei heißer wird (funktioniert umgekehrt wie ein ofen, dem das brennmaterial ausgeht)

        darüber müssen wir uns indes keine sorgen machen, denn falls wir so wie bisher weiterwursteln, werden wir die nächsen 500 jahre, das sind nur ca 16 mensch-generationen, artlich bereits nicht überleben können

        und das fatale ist, es sind keine grundlegenden änderungen unserer lebensweisen in aussicht, mensch ist mensch, und bleibt mensch als größtes raubtier auf diesem planeten. normale raubtiere fressen nur andere tiere, mensch frisst indes tatsächlich ALLE ressourcen, selbst diejenigen unter dem erdboden und die weltmeere, ratzekahl weg, bis am ende tabula rasa, und jede mögliche kleine verbesserung dabei wird mehr als neutralisiert durch die explosive weitervermehrung des menschtieres.
        wir sind bereits heute zuviele menschen für den planeten, und es werden zunehmend schneller immer mehr, exponentiell ansteigende kurve, und diese kurve wird noch zusätzlich getriggert, weil diese immer mehr menschen zusätzlich immer höhere ansprüche stellen, während der finale kollaps durch die endlichkeit der ressourcen befördert wird.
        es ist zb heute bereits völlig ausgeschlossen, dass jede lebende person ein eigenes auto hätte, oder dass alle heute lebenden tatsächlich satt zu essen und sauberes trinkwasser haben könnten.

        die jetzt beobachtbare klima-veränderung, völlig egal ob menschgemacht oder natürlich, wird bewirken, dass die gletscher weltweit verschwinden, der größte teil des süßwassers aber stammt aus gletschern, zb himalaya, sind die gletscher weg, werden halbe kontinente trockenfallen, schluss dann mit trinkwasser, schluss dann mit landwirtschaft in diesen weltgegenden, stattdessen hungerkatastrophen nie gekannten ausmaßes und massenfluchten, die dann soziale katastrophen im gepäck haben werden, usw – und all das steht uns in fast-jahrzehnten-gemessen zeitnahe bevor

        selbst wenn wir ab morgen früh die beste aller politiken hätten, und global-weit dann, wäre trotzdem jetzt schon die frage, ob wir dem voraussehbaren noch wirksam gegensteuern könnten, denn wir stehen diesbezüglich auf völlig unbekanntem terrain, wir haben keine historischen vorlagen, an denen wir uns wenigstens orientieren könnten. wir wissen heute, dass wir in messer laufen werden, haben aber keine wirkliche ahnung, wie dies wirksam zu vermeiden wäre, von den dann notwendigen globalweit zu ergreifenden maßnahmen ganz zu schweigen, die umzusetzen (aufbau neuer globaler infrastrukturen, andere wirtschaftsweisen, usw) ihrerseits viele jahrzehnte an zeit in anspruch nehmen würden

        möglicherweise haben wir jetzt und heute bereits verspielt, und wissen es nur noch nicht …

        • Uwe Leonhardt sagt:

          Herr Hammel, ja, das ist recht warscheinlich. Nur können wir Menschen, wenn es Schicksal sein sollte, trotzdem wenigstens unsere Familie als kleinste soziale Zelle bis zum tatsächlichen Ende am Leben erhalten, koste es was es wolle. Denn Blut ist dicker als Tinte und Druckerschwärze. Wir bauen doch alle an Netzwerken mit Freunden und versuchen uns autark aufzustellen. Leider glauben hier bei ND einige, von familiäre Liebe ausgeschlossene, daß sie mit übergroßem Engagement zeitungsbastelnd ihr Leben endlich in den Griff bekommen könnten.
          Totes Pferd.
          Fangt an zu lieben, zu verzeihen und schau euch Emphatie bei Ken an.
          Werdet ruhig zu euch selbst. Nehmt euch erst mal an und hört auf mit diesem elenden Hass gegen euch selbst, den ihr nur billig auf andere reflektiert.
          Jeder von uns hat sein Päckchen oder Zentnersack zu tragen.
          Friede am Zaun oder stoßt euch die Hörner blutig.
          Im Alter wird man wieder milde ob der Fehler, die man man machte und der Fehlurteile, die man traf.
          Nichts geht mehr, glaub ich noch lange nicht.
          Geduld ist der Schlüssel zur Freude.

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