Fridays-for-Future ist mehr als „save the planet“

Zehntausende Demonstranten aus unterschiedlichen Ländern trafen sich vergangene Woche in Aachen zum ersten internationalen Fridays-for-Future-Streik. Was in vielen Medienberichten als Detail vernachlässigt wird: die linken Kräfte der Bewegung und ihre sozialen Forderungen.

Es ist Freitag, der 21. Juni. Der längste Tag des Jahres: Sommersonnenwende. Oder wie die Schweden sagen, Mittsommer.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg am 20. Juni 2019. (Foto: Screenshot, Twitter-Account Greta Thunberg)
Klimaaktivistin Greta Thunberg am 20. Juni 2019. (Foto: Screenshot, Twitter)

Auch Schwedens bekannteste Jugendliche, die Klimaaktivistin Greta Thunberg, war offenbar mehr mit dem Sommer beschäftigt als mit der Fridays-for-Future-Bewegung in Aachen. Statt eines Fotos auf der Bühne der internationalen Aktion postete Thunberg ein Foto von sich mit Blumenkranz. Das ist schade. Schließlich hätte ein Bild mit Blumengesteck im Haar vor Aachener Kulisse den Klimaaktivisten einen enormen Motivationsschub leisten können.

Am Wetter kann es nicht gelegen haben, dass Thunberg den Mittsommer-Freitag „schwänzte“. Denn neben sommerlichen Temperaturen sorgten im Laufe des Tages genügend Sonnenstrahlen für gute Laune. Nicht nur bei den Demonstranten, auch bei den Polizisten.

Einer von ihnen, 1,90 Meter groß, breite Schultern, gut gebaute Statur, also die Sorte Polizist, vor der man direkt Respekt bekommt, berichtet mir mit einem großen Grinsen es sei „die angenehmste Demonstration“, die er dienstlich betreut habe. Mich überrascht seine heitere, vollkommen optimistische Einstellung.

Die Klientel der Fridyas-for-Future-Bewegung

Warum auch nicht, frage ich mich. Alles läuft zivilisiert und gediegen ab. Ob das an der Klientel liegt? Die meisten Kinder und Jugendliche wirken etwas zaghaft, zurückhaltend, ordentlich, also nicht wie der typische Schüler einer sozialen Brennpunktschule. So wie ein Mädchen mit hüftlangem Zopf, der über ihre linke Schulter fällt und mit dem Takt des Windes weht. Und an ihrer rechten Seite – ich vermute ihre Freundin – ein Mädchen mit kurz geschnittenen braunen Haaren. Beide lachen.

Was geht mir durch den Kopf in diesem Moment? Sie hatten offensichtlich das Glück, in eine behütete Familie geboren und durch ihre Eltern gut abgeschottet von existenziellen Problemen zu sein, somit dem „wirklichen“ Leben irgendwie fern. Ebenso wie die anderen zahlreichen Schüler und Studenten, die sich dessen bewusst sind, dass das Klima ein Luxusproblem ist, das sie sich „noch“ leisten können.

Bei den erwachsenen Teilnehmern sieht es etwas anders aus. Sie machen auf mich den Eindruck, als gehörten sie nicht zu den sozialen Gruppen, denen es finanziell wirklich schlecht geht, aber wirklich gut, scheint es ihnen auch nicht zu gehen.

Viele Paare mit Kindern sind dabei. Diese Väter und Mütter teilen sich offenbar die Betreuung und Erziehung ihrer Kleinen gleich auf, wie es in diesen „Kreisen“ üblich ist. Und irgendwo in der Mitte situiert kompensieren sie ihre finanziellen Einbußen, denke ich mir. Dies geschieht einerseits durch ihren ökologischen Lebensstil: kein Auto, wenig Reisen, viel „Do-it-yourself“-Produkte. Andererseits fängt sie ihr soziales Prestige wieder auf, sei es als Wissenschaftler mit Zeitvertrag, als Medienschaffender mit halber Stelle oder als Verwaltungsangestellter, weit entfernt vom sicheren Hafen des Beamtenstatus.

Der Weg abwärts

Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ein kleiner Mensch, der offensichtlich gerade die Welt des Laufens entdeckt hat, versucht, seinen Eltern zu entkommen, und bietet mir frech und mit erhobenem Arm die braune Sonnenbrille seines Vaters an. Ich muss schmunzeln und stelle mir dieses kleine Wesen als erwachsene Person vor. Sind hier die Grundfesten eines neuen Kavaliers gesetzt? Doch schon kommt der Vater angelaufen. Er entschuldigt sich, schnappt sich den Kleinen und lässt in mir die Frage aufkommen:

Dass es Ihnen finanziell schlechter geht, als noch jemanden in gleichwertiger Position vor 30 Jahren, scheinen Sie nicht zu wissen. Oder haben Sie es vielleicht vergessen oder erfolgreich verdrängt?

Der „Fahrstuhleffekt“, den der Soziologe Ulrich Beck [1] in den 1990-er Jahren konstatierte, also ein Mehr an Einkommen, Bildung und Freizeit für alle Bevölkerungsschichten, ist Vergangenheit. Er wandelte sich zu einem gesellschaftlichen Paternoster, in dem viele nicht mehr nach oben fahren, aber durch die offene Tür herausfallen und nicht mehr hinein können.

Ist es vor diesem Hintergrund Zufall oder schicksalhafte Fügung, dass die Teilnehmer der Demo die Krefelder Straße bergab marschieren müssen, um ihre Destination, zu erreichen, den Vorplatz des Tivoli, das Fußballstadion der Kaiserstadt?

Über mehrere Hundert Meter geht es hinunter. Fernab von der Innenstadt, am Rande der Stadt, an einer vierspurigen Straße, dort ist der Ort der Kundgebung. Bergauf geht es hiernach nicht – so wie wahrscheinlich für die meisten Teilnehmer im wahren Leben.

Dass sich ein Unwissender hierher verliert, an die „Öcher“-Peripherie, ist eher unwahrscheinlich. Aber unmöglich ist es nicht, wie etwa eine junge, zierliche Frau zeigt. Sie ist BWL-Studentin an der RWTH, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen.

Sie sagt mir, dass sie hier eher zufällig gestrandet ist, nun versucht mit dem Smartphone herauszufinden, wie es weitergehen kann und „überhaupt keine Ahnung“ hat, worum es bei der Demonstration geht. Ich kläre sie auf, ebenso wie die vielen Einwohner, älteren Jahrgangs, die sich von dieser ganzen Aktion überrumpelt fühlen.

So wie eine ältere Frau mit lockigen, blond gefärbten Haaren. An das Fensterbrett ihrer Küche angelehnt, beobachtet sie das Geschehen aus der Ferne. Medial habe sie nichts hiervon mitbekommen, stehe skeptisch den Medien gegenüber, weil so viel „Quatsch“ zu lesen sei, sagt sie mir. Doch näher darauf eingehen möchte sie nicht. Ich ziehe also weiter.

Gediegene Volksfeststimmung

Während nun die Demonstrantenschar so langsam am grau betonierten Vorplatz des Tivoli eintrudelt, heizt sich auf der Bühne das Programm auf – ebenso ordentlich, ruhig und sauber, wie der bisherige Fußmarsch.

Die anonyme Menschenmasse transformiert sich langsam in kleinere Grüppchen. Das Gefühl der Geborgenheit versprüht sich. Das spürt man, auch als Außenstehender. Die soziale Wärme überlappt die physikalische der Sonnenstrahlen. Sonnenschirme werden gezückt, Sonnenbrillen bedecken die Gesichter und die ersten Schweißperlen bilden sich auf der Stirn.

In der Nähe der Bühne sammelt sich eine Schülergruppe, die „Climate Warriors“ aus Bielefeld. Etwas weiter hinten stehen die „Opas for Future“. Und noch weiter hinten gelegen, wie es sich für „echte“ Revoluzzer nicht gehört, ist eine Gruppe der internationalen kommunistischen Jugendorganisation „Revolution“.

Es ist ein friedliches, ruhiges Beisammensein, das eher an ein Volksfest als an eine Demonstration erinnert. Um „down“ zu kommen, bedarf es hier keines Beruhigungsmittels.

Selbst der Donner eines laut ins Megafon schreienden jungen Mannes kann der locker-guten Laune nichts anhaben. „Wir streiken seit sechs Monaten und es ist nichts passiert“, brüllt er. Eigentlich ein Satz, der demotivieren, desillusionieren und echauffieren sollte. Doch der Feststimmung tut dies keinen Abbruch. Alle bleiben ruhig und gelassen. Ich wundere mich.

Der Fokus auf das Klima

Inmitten dieser Ruhe treffe ich Sabrina. Sie ist 20 Jahre alt, Abiturientin aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Dunkle, auf Millimeter kurz geschorene Haare ergänzen ihre grünen Augen. Sie weckt mein Interesse, weil ihr Schild so ganz anders ist als das der anderen: „Protect the trees, not capitalism“.

Es ist eines der wenigen Schilder, auf dem die Systemfrage gestellt und der Zusammenhang von Ökologie und Ökonomie benannt wird. Das sagt mir Sabrina auch. Für sie ist der Ausstieg aus den Kohlekraftwerken wichtig, aber sie weiß auch, dass das nur mit einem systemischen Wandel möglich ist.

So ähnlich sieht es auch Pablo. Ein junger Mann mit Hipsterbart, Käp­pi und Sonnenbrille, 23 Jahre alt, Student an der RWTH. Er wundert sich, warum einzig und allein die Bürger die Kosten einer ökologischen Wende tragen sollen. Warum sollte der Malermeister mit altem Diesel „bestraft werden“ und nicht die deutschen Unternehmen, fragt er. Seiner Meinung nach müsse „die Politik die Wirtschaft in die Mangel nehmen“, das würde etwas bringen.

Ich bin überrascht, dass diese „soziale“ Seite der Fridays-for-Future-Bewegung in den Medien nonchalant liegen gelassen wird. Ob es an der zunehmenden journalistischen Ideologiebehaftung und dem Überschwang für die Klimathematik liegt?

Die Mehrheit der Journalisten verortet sich nicht „rechts von der Mitte“. Die meisten von ihnen leben in urbanen Zentren wie Berlin, Hamburg oder München, sind glühende Anhänger der Grünen und Robert Habeck scheint für sie so eine Art Erlöser zu sein.

Diese Melange ist verführerisch. Sie kann eine bruchstückhafte oder vielleicht sogar tendenziöse Berichterstattung hervorbringen, das Futter für all jene, die das Wort von der „Lügenpresse“ auf den Lippen tragen.

Nicht über die Welt, die der Journalist gerne hätte, ist zu berichten, sondern über die Welt, wie sie ist. Der Philosoph Karl R. Popper [2] wusste bereits: „Der Versuch den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle.“

Der linke Flügel der Fridays-for-Future-Bewegung

Dass diese Welt ungerecht ist, darüber spreche ich mit Lars. Er gehört zur „Revolution“-Gruppe, der internationalen kommunistischen Jugendorganisation. Lars, 25, braune Haare, braune Augen, ist ein ruhiger Zeitgenosse. So ruhig wie sein Gemüt, so ruhig verläuft unser Gespräch. Aber es ist alles andere als langweilig, eher das Gegenteil. Von Lars erfahre ich, dass die Zügel der Fridays-for-Future-Bewegung in der Hand der Grünen, Grünen Jugend und NGO’s wie Greenpeace und BUND liegen sollen.

Die „Revolution“ spricht sich explizit für einen Systemwechsel aus, so wie auch die örtlichen Fridays-for-Future-Gruppen in Frankfurt am Main, Köln und Bonn, die eher antikapitalistisch orientiert sind (mit ihnen hätte ich auch gerne gesprochen, konnte sie aber nicht mehr finden). Sie alle sehen eine notwendige Verknüpfung der ökologischen mit der ökonomischen Frage, sie erkennen die gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Während Lars und ich über den Kapitalismus, die Arbeiterbewegungen und die neue, notwendige Rolle der Gewerkschaften sprechen, wird die Sonne immer beißender. Lars nimmt seinen Schal, bindet ihn wie einen Turban um seinen Kopf, um sich vor ihr zu schützen.

Wir sprechen über „Capitalism kills“, einem Heft der Gruppe. Die „Revolution“ will das „Problem an der Wurzel packen“, wie ihr Vorbild Karl Marx [3]. „Mit den Grünen ist keine Politik gegen die Konzerne möglich“, lautet ihre Aussage. Warum? „In Nordrhein-Westfalen haben die Grünen in der Landesregierung der Rodung des Hambacher Forstes zugestimmt – und tun jetzt so, als hätten sie damit nichts zu tun.“ Die grünen Kräfte der Fridays-for-Future-Bewegung würden diese „in eine für das Kapital ungefährliche Richtung“ lenken.

Erklärt das die friedfertige Stimmung am Tivoli? Alle wirken beschwingt, manche tanzen, andere singen. Ein junger Mann versucht, eine Erdnuss mit dem Mund aufzufangen, die ihm ein Mädchen aus drei Meter Entfernung zuwirft. So wirklich klappen will es nicht. Trotzdem lachen beide und haben erkennbar Spaß. Etwas entfernt sitzt ein Gesetzeshüter auf dem Motorrad und spielt mit seinem Visier. Zwei seiner Kollegen, beide mit Hipster-Vollbart, necken sich gegenseitig. Hätten sie keine Polizeiuniform an, man könnte sie glatt für Demonstranten halten.

„Revolutionäres“ Potenzial bei Fridays-for-Future

Das die Grenzen zwischen der Staatsgewalt und den aufmüpfigen Bürgern verwischen, ist eine logische Konsequenz der bisherigen gesellschaftliche Entwicklung. Der Sozialpsychologe Erich Fromm [4] kritisierte bereits 1955 in „Wege aus einer kranken Gesellschaft“ den Wandel von einer offenen in eine anonyme Autorität. In fast allen Lebensbereichen stellt sich die Frage: Wer übt die Macht aus? „Man, ‚der gesunde Menschenverstand‘, ‚die wirtschaftliche Notwendigkeit‘?“ Das verwirrt und lähmt auf Dauer.

Doch revolutionäres Potenzial ist durchaus auffindbar in Aachen. Einige Banner versuchen dieses zu artikulieren, wie zum Beispiel mit dem Slogan „Imperialistische Barbarei oder Sozialismus“ oder  der Forderung „Kapitalismus ist kein Naturgesetz/alle zusammen für Klimagerechtigkeit“.

Hier kommt zum ersten Mal zum Ausdruck, was seit Langem fehlte: Der Feind. Und das ist nicht der Chinese, nicht der Russe, nicht der Amerikaner, sondern der Kapitalismus.

Etwas abgeschwächt formuliert es Steffen, 31, aus Duisburg. Für ihn, einen glühenden Thunberg-Anhänger, wie ich im Laufe unseres Gespräches erfahre, ist die ökologische eine demokratische Frage. Ihn stört es, dass keine wirklichen Ideen in der politischen Landschaft vorzufinden sind.

So ähnlich sieht es auch Volker, 54, der gerade aus Berlin gekommen und nach achtstündiger Fahrt dementsprechend müde ist. Die klirrende Hitze und die ständige Beschallung durch die Bühne sind da nicht gerade hilfreich. Auch mir wird schon etwas schummrig. Trotzdem fragt sich Volker, ob es am politischen Willen oder Unvermögen liege, dass Flaute herrsche. Ich zucke mit den Achseln, ich weiß es auch nicht.

Verzicht als Lösung?

Etwas mehr Enthusiasmus auf den Tivoli bringen da Pascal, 15, und Hanna, 16, die „Climate Warriors“ aus Bielefeld. Während mir die hellblauen Augen und das hellblonde Haar bei Pascal auffallen, ist es bei Hanna ihr Gesicht: Zwei grüne Streifen zieren ihre Wangen. Das macht mich neugierig. Ich frage nach. Hannah erzählt mir, dass diese grüne „Kriegsbemalung“ spontan entstanden ist, und dass diese sie auch auf die Idee der „Climate Warriors“ brachte. Ich freue mich, bei der Geburtsstunde der „Climate Warriors“ dabei gewesen sein zu dürfen.

Aber was mich brennender interessiert, sind ihre Einstellungen zum Klimaschutz und ich erfahre: Sowohl Hanna als auch Pascal sehen primär jeden Einzelnen in der Pflicht, etwas zu ändern, um das Klima zu retten.

So benutzen beide kein Auto, verzichten möglichst auf Plastik, Hanna lebt vegan, Pascal reduziert seinen Fleischkonsum. Sich heute vorzustellen, wie es ist, eine Familie zu ernähren, frage ich sie. Das können sie schwerlich. Warum denn auch? Für sie ist das noch eine ferne, unnahbare Zukunft, in zehn oder zwanzig Jahren. Sie leben im Hier und Jetzt, und die Umweltzerstörung ängstigt beide. Das ist auch der Grund für ihr Engagement, sagen sie mir.

Die Zukunft der Fridays-for-Future-Bewegung

Langsam wird es stiller am Aachener Tivoli. Die Lücken zwischen den Demonstranten mehren sich, das Bühnenprogramm verflacht. Ebenso ruhig, wie sie kamen, verlassen nun die Klimaaktivisten die Szenerie. Alles ist sauber, ordentlich und geregelt, wie bei ihrer Ankunft.

Die Sonne scheint weiterhin, die Polizisten sind immer noch gut gelaunt, etwas abseits spielt ein junger Mann an einem Flügel „Yesterday“ von den Beatles. Die Szene wirkt wie die Atmosphäre an einem gediegenen Lagerfeuer am Ende eines langen Tages. Und ich denke mir: Man kann es sich eben leisten.

Wie sieht die Zukunft der Fridays-for-Future-Bewegung aus? Wird sie irgendwann ebenso ruhig im Nichts auseinandergehen wie jetzt in Aachen oder zündet das revolutionäre Potenzial und sorgt für gesellschaftlichen Wandel?

Wenn die Grünen weiterhin die Bewegung lenken und die ihnen wohlgesonnenen Medienschaffenden vor allem über die grünen Themen berichten, ist anzunehmen, dass die Bewegung langsam ermüdet und lautlos zerfällt.

Sollten die linken Kräfte jedoch die soziale Frage zu einem Kernthema machen können, sodass die Medien dieser mehr Aufmerksamkeit schenken müssen, bestünde durchaus revolutionäres Potenzial für die Bewegung. Im Moment steht das Signal auf Grün. Und das nicht nur am Aachener Tivoli, wo im Juli die Pferde im Rahmen des internationalen Pferdesportturniers CHIO durch das Stadion „galoppieren“ müssen, was vielleicht eine Tierschutzbewegung auf den Plan ruft.


Quellen und Anmerkungen

[1] Ulrich Beck (1944-2015) war ein deutscher Soziologe, der Bekanntheit durch sein Werk „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“ (1986) erlangte.

[2] Karl Raimund Popper (1902-1994), ein österreichisch-britischer Philosoph und Begründer des kritischen Rationalismus.

[3] Karl Marx (1818-1883), Gesellschaftstheoretiker, der sich mit dem Kommunismus und Sozialismus auseinandersetzte.

[4] Erich Fromm (1900-1980) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Anhänger der Frankfurter Schule. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem „Wege aus einer kranken Gesellschaft“ (1955) und „Haben oder Sein“ (1976).


Symbolfoto und Screenshot: Jonathan Borba (Unsplash.com) und Twitter-Account Greta Thunberg

Deborah Ryszka (Jahrgang 1989), M. Sc. Psychologie. Nach universitär-berufspsychologischen Irrwegen in den Neurowissenschaften und Erziehungswissenschaften nun mit aktuellem Lager in der universitären Philosophie. Sie versucht sich so weit wie möglich der gesellschaftlichen Direktive einer hemmungslosen öffentlichen Selbstdarstellung bis hin zur Selbstaufgabe zu entziehen. Mit Epikur ausgedrückt: „Lebe im Verborgenen. Entziehe dich den Vergewaltigungen durch die Gesellschaft – ihrer Bewunderung, wie ihrer Verurteilung. Lass ihre Irrtümer und Dummheiten und gemeinen Lügen nicht einmal in der Form von Büchern zu dir dringen.“

Wie ist Deine Meinung?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.