Dokumentarfilm: „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“

Netflix? RTL? ARD? ZDF? Klicken Sie lieber beim YouTube-Kanal von Pressenza rein und schauen Sie sich den Dokumentarfilm „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ an. Er ist frei zugänglich und gibt eine Antwort auf das Ende der Erwerbsarbeit.


Dokumentarfilm: „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ (Quelle: YouTube/Pressenza)

Die Zukunft der Erwerbsarbeit

Wie steht es um die Zukunft der Arbeit und was kann getan werden, wenn die Erwerbsarbeit ausgeht? Eine Welt ohne Arbeit ist keine Utopie, sondern nahende Realität. Die Bit-Revolution beschleunigt auf dem ganzen Globus die Automatisierungsprozesse.

Die Umstellung der Produktion auf Robotik, der zunehmende Einsatz von Software und künstlicher Intelligenz in allen Ländern und Branchen, macht menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig.

Diese Entwicklung erfasst ohne Ausnahme alle Arbeitsbereiche, auch Banken, Versicherungen, Verwaltung und die Bürokratie. Wer braucht Menschen, um elektronische Akten abzulegen, Mahnschreiben zu verfassen oder die Stromrechnung zu erstellen? Niemand! Aber was kommt nach dem Ende der Erwerbsarbeit? Wie kann der Lebensunterhalt bestritten werden? Wie geht es für die Menschen weiter? Das universelle Grundeinkommen ist eine Antwort auf diese große gesellschaftliche Frage.

„Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“

Der Dokumentarfilm „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ ist eine Bestandsaufnahme. Die Doku erklärt in 41 Minuten, wie das Grundeinkommen zu definieren ist, was es nicht ist und welche Unterschiede es zu Mindestlohn und zur Sozialhilfe gibt. Darüber hinaus wird berichtet, welche Entwicklungen im Rahmen der Umsetzung stattgefunden haben, welche Erfahrungen gemacht worden sind, welche Konsequenzen und Hindernisse im Rahmen des Konzeptes berücksichtigt werden und vieles mehr.

Der von Álvaro Orús produziert und von Pressenza und den Humanisten für das Grundeinkommen unterstützte Film feierte im Mai 2018 beim Europäischen Forum in Madrid Premiere. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits in sieben Sprachen (Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Griechisch und Portugiesisch) übersetzt, hatte die verschiedenen Kontinente erreicht und wurde in Kinosälen, auf Kongressen und Tagungen gezeigt.

Anlässlich der Internationalen Woche über das universelle und bedingungslose Grundeinkommen (16. bis  22. September 2019) haben ihn die Förderer des Dokumentationsfilms „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ auf die YouTube Kanäle von Pressenza zur kostenlosen Ansicht frei gegeben.

Der Film ist das Ergebnis einer ehrenamtlich-kollektiven Arbeit des Produzenten Álvaro Orús, des Musikers David Bazo sowie der zahlreichen Menschen, die übersetzt, sich für das Projekt eingesetzt und es verbreitet haben. Es handelt sich um ein unerlässliches Projekt, um sich darüber informieren zu können, was viele Menschen als universelles Recht verstehen und die der Meinung sind, dass es als oberstes universelles Recht für die Lebensgrundlage definiert werden sollte.

Ein Recht, das aufgrund des angesammelten Reichtums möglich und dank des technologischen Fortschritts, der tagtäglich zur Senkung der Beschäftigung führt, notwendig ist.

Das universelle Grundeinkommen als Antwort

Durch die technologischen Entwicklungen gibt es jeden Tag weniger Beschäftigung und gleichzeitig mehr Wohlstand, sodass die Menschheit vor der folgenden Frage steht:

Wie wird sich der Lebensunterhalt eines wachsenden Prozentsatzes der Bevölkerung anheben, wenn es das Verhältnis von Lohn und Lebensunterhalt nicht in Frage stellt?

In „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ wird gefordert, dass der Wohlstand – die Folge der Arbeit von tausenden Generationen im Laufe der Menschheitsgeschichte und des Beitrags der gesamten heutigen Weltbevölkerung – im Rahmen des Grundeinkommens verteilt wird (für die gesamte Bevölkerung). Und zwar bedingungslos (unabhängig vom jeweiligen Einkommen), individuell (für alle aufgrund der Tatsache geboren worden zu sein) und ausreichend (um zu sichern, dass jeder Mensch seine Existenzgrundlage sichern kann).

Eine Fragestellung der Debatte untersucht, wie das Grundeinkommen, das durch die Regierungen bezahlt wird, finanziert werden kann. Viele Vorschläge zielen darauf ab, die Steuern für diejenigen zu erhöhen, die mehr haben, damit ein Maß an sozialer Gerechtigkeit aufrechterhalten wird. Darüber hinaus sollen die Gewinne, die einige wenige durch den Beitrag aller erhalten, neu verteilt werden.

Die Förderer des Films laden alle Interessierten dazu ein, sich „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ anzusehen und herauszufinden, was ein Grundeinkommen ist, damit Sie nicht mehr getäuscht werden, wenn über Mindestlohn oder von Sozialhilfe gesprochen wird.

PS: Informieren Sie sich, verbreiten Sie den Link zum Film und diskutieren Sie mit anderen über „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“!

Redaktioneller Anmerkung: Der Beitrag zum Dokumentarfilm „Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben“ erschien bei unserem Kooperationspartner Pressenza. Er wurde von Ioana Pavel aus dem ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam aus dem Spanischen übersetzt, von Neue Debatte übernommen, redaktionell bearbeitet und durch Hinweise auf die Entwicklung der Erwerbsarbeit ergänzt. Pressenza sucht Freiwillige zur Unterstützung!


Symbolfoto: Kaleb Nimz (Unsplash.com)

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