Die Öko-Katastrophe

Das erste Buch aus dem neu gegründeten Rubikon-Verlag widerspricht allen massenmedial verbreiteten Ansichten zum Zustand der menschlichen Zivilisation und deren Auswirkungen auf unser Ökosystem. Die Lage ist schlimmer als gedacht, eine Lösung aber möglich – gemeinsam, für Mensch und Natur.

Zu Wort kommen Noam Chomsky, Rainer Mausfeld, Chris Hedges, Charles Eisenstein, Franz Ruppert, Ullrich Mies, Nafeez Ahmed, Karin Leukefeld, Florian Kirner, Dirk Pohlmann, Sven Böttcher, Steffen Pichler, Jonathan Cook, Susan Bonath, Wolfgang Pomrehn, Stephan Bartunek, Roland Rottenfußer, Peter H. Grassmann, Murtaza Hussain, Klaus Moegling, Caitlin Johnstone, Medea Benjamín, Anselm Lenz, Felix Feistel, Nicolas Riedl, Jens Bernert, Hermann Ploppa und Jens Wernicke. Ohne Systemwandel werden Umweltzerstörung und Klimawandel nicht aufzuhalten sein.

Wie einst die Titanic rast die Menschheit ohne Abbremsen und Kurskorrektur direkt auf die Katastrophe zu. Angesichts der seit Jahrzehnten wachsenden existentiellen Bedrohung durch Umweltzerstörung und globale Erwärmung versagen Politik und Medien, ja, versagt unser Gesellschaftssystem.

Die etablierten Medien berichten zwar weitgehend akkurat über wissenschaftliche Tatsachen, unterdrücken jedoch, welchen Anteil unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung an der ökologischen Katastrophe hat. Sie verkürzen Zusammenhänge und verschweigen die Hauptverantwortlichen sowie das wahre Ausmaß der Bedrohung.

Die Politik hingegen verspricht, die Katastrophe mit weiteren neoliberalen Reformen aufhalten zu können, will den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben. Sie setzt auf Mittel, die den kollektiven Wahnsinn nicht etwa infrage stellen, sondern in Stein meißeln, und die am Ende wieder die Armen belasten und Reichen privilegieren werden.

Rubikon, das Magazin für die kritische Masse, hat angesichts dieser Verwirrung einige der klügsten Köpfe weltweit aufgefordert, das Thema aus ihrer Sicht zu analysieren, nach bestem Wissen und Gewissen. Ohne die Zwänge der von Kapital- und Eliteninteressen gesteuerten etablierten Medien und Politik.

Die Autoren beschreiten Wege abseits bekannter medialer Trampelpfade. Viele kommen zu der Schlussfolgerung: Ohne Systemwandel werden Umweltzerstörung und Klimawandel nicht aufzuhalten sein.

Egal, was Sie bisher zum Thema denken, dieses Buch wird Ihren Horizont erweitern.


Die Ökokatastrophe Rubikon Buch 2019

Die Öko-Katastrophe Buchansicht (Grafik: Rubikon)

Die Öko-Katastrophe Umschlag (Grafik: Rubikon)


Inhalt

Einleitung

Jens Wernicke: Die Planeten-Zerstörer

Kapitel 1: Verwirrungen

Rainer Mausfeld: Die neue Arche
Sven Böttcher: Wir Klimalügner
Florian Kirner: Der Wahnsinn und die Realität
Jonathan Cook: Der Trost des Zweifels

Kapitel 2: Manipulationen

Steffen Pichler: Die Erfindung der grausamen Natur
Wolfgang Pomrehn: Die Klimaschutzfeinde
Peter H. Grassmann: Die Umwelt-Schwerverbrecher
Susan Bonath: Gelenkte Kritik
Roland Rottenfußer: Die Öko-Manipulation
Stephan Bartunek: Die Manipulation im Hintergrund

Kapitel 3: Wahnsinn

Medea Benjamin: Die Klimakiller
Dirk Pohlmann: Die Klimakriege
Murtaza Hussain: Krieg gegen die Welt
Klaus Moegling: Der Feind allen Lebens
Karin Leukefeld: Verbrannte Erde
Dirk Pohlmann: Das Nuklear-Klima
Caitlin Johnstone: Ihr wollt die Umwelt retten?

Kapitel 4: Irrwege

Anselm Lenz: Mörderische Ideologie
Susan Bonath: Mythos »Grüner Kapitalismus«
Felix Feistel: Die Vereinnahmung
Jens Bernert: Die Umwelt-Verräter
Felix Feistel: Die Scheinlösung
Hermann Ploppa: Die Klima-Manipulateure

Kapitel 5: Realitäten

Noam Chomsky: Kollaborateure der Macht
Roland Rottenfußer: Massenmord im Anthropozän
Ullrich Mies: Planetarer Supergau
Nafeez Ahmed: Das Ende der menschlichen Zivilisation
Susan Bonath: Systemwechsel für den Wandel!
Chris Hedges: Die letzte Wahl

Kapitel 6: Hoffnung

Charles Eisenstein: Der größere Zusammenhang
Roland Rottenfußer: Die Tiefen-Ökologie
Franz Ruppert: Das innere Ökosystem
Steffen Pichler: Abriss statt Fassadenreparatur
Felix Feistel: Die letzte Chance
Nicolas Riedl: Rebellion mit Empathie
Chris Hedges: Der letzte Akt


Stimmen zum Buch

„Das Thema Umwelt treibt viele um und ist zugleich hochexplosiv. Ich finde es wichtig und richtig, dass sich der Rubikon hier klar positioniert und sagt, dass der Klimawandel eine große Herausforderung darstellt und wir mehr erneuerbare Energien benötigen.“

Dr. Daniele Ganser, Friedensforscher

„Die aktuell größten Bedrohungen für das Überleben der Menschheit stellen die beständig wachsende Gefahr eines großen Krieges sowie die immer gravierendere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dar. Zeit, dass entschlossen gegen die Propaganda in beiden Bereichen vorgegangen und so immens wichtige Aufklärung geleistet wird.“

Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„In Zeiten massiver sozialer Kämpfe und medial organisierter Massenverwirrung ist es das besondere Verdienst des Online-Magazins Rubikon, der Umweltdebatte neue Impulse zu geben. Die katastrophalen Langzeit-Trends weltweit kollabierender Ökosysteme zeigen in aller Deutlichkeit, dass ein begrenzter Planet mit hirnrissigen Wachstumsideologien marktradikaler Herrschaftscliquen unvereinbar ist. Rubikon leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit.“

Ullrich Mies, Politikwissenschaftler und Publizist

„Menschen traumatisieren ihre Mitwelt, weil ihre Innenwelt traumatisiert ist. Sie stellen das Chaos in ihrem Inneren in ihrer Außenwelt her. Umweltzerstörung ist Ausdruck ihrer Destruktivität als Folge ihrer Traumabiografie. Wer jedoch seinen inneren Frieden findet, muss auch seine Mitwelt nicht mehr zerstören. Frieden findet, wer seinen Schmerz in Mitgefühl für sich selbst und andere verwandelt.“

Prof. Franz Ruppert, Traumaforscher


Stimmen aus dem Buch

„Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im Wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten. Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht.“

Prof. Noam Chomsky, Linguist

„Unsere Geschichte ist nicht neu. Die eklatanten Lügen und Dummheiten der unfähigen und korrupten Eliten. Die Unfähigkeit, die kostspieligen, endlosen Krieg aufzuhalten und die gigantischen Ausgaben für das Militär zu senken. Die Plünderung einer belagerten Bevölkerung durch die Reichen. Die Zerstörung des Ökosystems. Der Zerfall und die Aufgabe einer einst effizienten Infrastruktur. Der Zusammenbruch der Institutionen, die einen funktionierenden Staat aufrechterhalten, von der Bildung bis zur Diplomatie. Die Welt hat all das schon gesehen. Es ist die altbekannte Krankheit des Endes einer Zivilisation.“

Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Je mehr Greta Thunberg die angstmachenden Emotionen zur Sprache bringt, dass wir als Spezies kurz vor dem Aussterben stehen – wie sie es, erfüllt von zitternder Wut, auf dem UN-„Aktionsgipfel“ zur Klimakrise im September 2019 tat –, desto mehr strengt sich ein Teil der progressiven Linken an, ihrer Rolle als Akteurin des Wandels zu widerstehen.“

Jonathan Cook, Journalist

„‚31 Seiten Schocklektüre‘ – so hatte Spiegel Daily eine Studie betitelt, deren Autoren im Auftrag der Firma Shell die Risiken des Klimawandels beschrieben. Das war 1986. Die Studie war verdammt präzise. Nicht nur die kontinuierliche Erwärmung, auch die Zunahme extremer Wetterereignisse und Gefahren für die Bewohnbarkeit weiter Teile des Globus wurden als sehr wahrscheinlich vorhergesagt – ziemlich zutreffend, wie wir heute wissen. Die Studie zeigte auch, dass der einzige verantwortbare Weg aus dieser Bedrohung die Aufgabe der fossilen Brennstoffe war, des Geschäftskerns von Shell. Aber Shell entschied sich dagegen, gegen den Rat seiner eigenen Wissenschaftler, die einen „nach vorne schauenden Ansatz gemeinsam mit den Regierungen“ empfahlen. Die Vorstände erklärten das Dokument als streng geheim und beschlossen eine Politik des organisierten Anzweifelns und Zuwartens.“

Dr. Peter H. Grassmann, Publizist und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss

„Hinter schillernden Namen, wie dem American Enterprise Institute, Heartland Institute, Competitive Enterprise Institute, verbergen sich Lobbyorganisation, die mit Desinformationskampagnen insbesondere in den USA das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimawissenschaften zu untergraben versuchen. Finanziert werden sie unter anderem von den Brüdern Charles und David Koch, Multimilliardäre, die für ihre Unterstützung der rechten Tea-Party-Bewegung bekannt sind und unter anderem erhebliche Beteiligungen am besonders klimaschädlichen Teersandgeschäft in Kanada haben.“

Wolfgang Pomrehn, Physiker, Autor und Publizist

„Besonders absurd, speziell bezogen auf die Partei der Republikaner, erscheint eine weitere PR-Strategie, die Luntz seinen Kunden vorschlägt. Sie sollten in ihren öffentlichen Äußerungen herausarbeiten, dass es gerade die weniger Betuchten seien, die unter Umwelt-Regulierungsmaßnahme zu leiden hätten. Dass das kalte Herz der vielleicht mächtigsten Unterstützer-Partei der neoliberalen Globalisierung jetzt ausgerechnet für die Armen schlägt, dient dabei einem klaren manipulativen Ziel: Der ‚einfache‘ Amerikaner soll gegen Maßnahmen zum Umweltschutz eingenommen werden, vor allem dort, wo diese höhere Preise zur Folge hätten.“

Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

„Ihnen war klar, dass sie bewaffnete Wachleute brauchen würden, die ihre Anwesen vor dem wütenden Mob schützten. Aber wie sollten sie diese Wachen bezahlen, wenn Geld wertlos war? Was würde die Wachleute davon abhalten, ihre eigene Anführerin zu wählen? Die Milliardäre überlegten, die Nahrungsvorräte mit speziellen Schlössern zu sichern, deren Zahlenkombination nur sie kannten. Oder die Wachen als Gegenleistung für ihr Überleben mit irgendeiner Art von disziplinierendem Halsband auszustatten. Oder vielleicht Roboter zu bauen, die als Wächterinnen und Arbeiterinnen dienen – falls sich diese Technologie rechtzeitig entwickeln ließe.“

Douglas Rushkoff, Autor und Dokumentarfilmer

„Seit ‚Die Grenzen des Wachstums‘, dem Bericht an die Klimaschutzorganisation Club of Rome aus den Jahren 1971/72, ist fast alles über das Umweltproblem des Menschen auf dem Planeten Erde bekannt. (…) Wir wissen, dass die Menschheit, also wir alle, den einzigen Planeten, den wir haben, durch die marktwirtschaftliche Produktionsweise zerstört und dabei ist, ihn früher oder später für Menschen unbewohnbar zu machen.“

Anselm Lenz, Kulturwissenschaftler und Dramaturg

„Die aktuelle Situation ist doch viel ernster. Zwar ist alles Leben auf der Erde schon fünfmal weitgehend ausgestorben, sie hat also zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Bewohner verloren – und beileibe nicht immer wegen kosmischer Kiesel, vulgo Asteroiden. Erderwärmung und CO2 waren zuletzt vor 250 Millionen Jahren Ursache für einen 5-Grad-Temperaturanstieg und das weitgehende Ende der Planetenbesiedlung. Doch im Unterschied zu heute wussten unsere Vorfahren nicht, was sie gegen dieses drohende Ende versuchsweise hätten unternehmen können. Wir wissen es. Aber wir machen es nicht. Deshalb ist unser zeitnahes Aussterben nicht nur ein bisschen tragisch, sondern ich empfinde es vor allem als peinlich.“

Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Sicherlich werden wir, bei all dem Gerede über die gewaltigen, umfassenden Veränderungen, die erforderlich sind, um eine Klimakatastrophe abzuwenden, (…) nicht den schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt übersehen, nur weil einige Mitarbeiter von Denkfabriken und ihre plutokratischen Sponsoren der Meinung sind, dass es für die US-zentralisierte Machtallianz wichtig sei, ihre totale globale Hegemonie beizubehalten? Sollten wir also immense, weitreichende Veränderungen vorhaben, dann wäre die völlig unnötige weltumspannende US-Kriegsmaschinerie der naheliegende Ausgangspunkt.“

Caitlin Johnstone, Journalistin und Guerilla-Poetin

„Das so von der Großindustrie gesponserte Heartland-Institut gehört zum Atlas Network, das der britische Unternehmer und Wirtschaftsförderer Anthony Fisher 1981 zum Aufbau und zur internationalen Vernetzung neoliberaler beziehungsweise rechtslibertärer Denkfabriken gegründet hatte. Fisher war Mitglied der Mont Pelerin Society. Der neoliberale Vordenker Friedrich August von Hayek hatte diese Stiftung 1947 in der Schweiz gegründet. Unter Obhut von Atlas, gesponsert von Mont Pelerin, schossen in den 1980ern und 90ern Hunderte neoliberale Denkfabriken in 95 Ländern aus dem Boden und vernetzten sich. Nachdem Ende der 1980er Jahre wissenschaftliche Prognosen zur klimatischen Entwicklung an die Öffentlichkeit geraten waren, widmeten sich die Think Tanks (…) vor allem dem Verhindern von Umwelt- und Klimaschutz im Sinne der Industrie. (…) Auf dem Programm (…) steht seither die Diskreditierung von Wissenschaftlern und Leugnung ihrer Thesen ganz oben. Die Industrie honoriert es fürstlich.“

Susan Bonath, freie Journalistin

„Mit dem Erfolg oder dem Scheitern entscheidender Maßnahmen gegen die Erderwärmung wird innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre über die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln entschieden. Es wird außerdem darüber entschieden, welche Flüchtlingsströme bisher unbekannter Dimension entstehen und welche Kriege ausgelöst werden. Denn es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kriege geben, die durch die globale Erwärmung verursacht werden. Das ist nicht etwa die Einschätzung einiger alarmistischer Angehöriger der Klimareligion oder panischer Greta-Jünger, wie uns professionelle PR-Agenten und Lobbyisten einreden wollen. Es ist die interne Einschätzung der Generalstäbe der größten Militärapparate der Welt (…).“

Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, müssen wir dringend etwas ändern. Wenn sie nicht menschengemacht ist, müssen wir erst recht dringend etwas ändern. Die „Mad-made“-Diskussion ist somit überflüssig. Wir müssen so oder so handeln.“

Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Dass dieser Schrecken des Klimawandels so gut zu unserer gewohnten Denkweise passt, sollte uns zum Innehalten veranlassen. Es bedeutet nicht, dass der Klimawandel nicht alarmierend ist oder dass der Mensch ihn nicht verursacht hat, aber es deutet darauf hin, dass unsere Herangehensweise an das Problem den psychischen und ideologischen Unterbau des Systems zu stärken vermag, das den Planeten verschlingt. Dies ist besonders wichtig, da sich die Aktivisten nahezu uneingeschränkt darüber einig sind, dass die Bemühungen zur Begrenzung der Kohlenstoffemissionen kläglich gescheitert sind. Dieser Misserfolg ist jedoch nicht darauf zurückzuführen, dass die Bewegung zu radikal ist und ‚enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten‘ oder das Oxymoron des ‚nachhaltigen Wachstums‘ annehmen muss. Es ist eher so, dass sie nicht radikal genug ist – noch nicht bereit, die zentralen, unsichtbaren Narrative infrage zu stellen, die unsere Zivilisation lenken. Im Gegenteil, die Bewegung selbst verkörpert sie.“

Charles Eisenstein, Philosoph und Vordenker für eine ökologische, vom Geld unabhängigere Lebensweise

„US-Militärstützpunkte zerstören die Landschaft, belasten den Boden und vergiften das Trinkwasser. Auf dem Kadena-Stützpunkt in Okinawa hat die US-Luftwaffe den dortigen Boden und das Wasser mit gefährlichen Chemikalien, wie Arsen, Blei, polychlorierten Biphenylen, Asbest und Dioxin, verseucht. Darüber hinaus hat die US-Umweltschutzbehörde EPA über 149 aktuelle oder ehemalige Militärstützpunkte als Standorte für den Entschädigungsfond ausgewiesen, da die Umweltverschmutzung des Pentagons den dortigen Boden und das Grundwasser hochgefährlich für menschliches, tierisches und pflanzliches Leben gemacht hat.“

Medea Benjamin, Friedensaktivistin und Publizistin

„Wenn das Pentagon ein Land wäre, stünde es unter den größten Kohlendioxidemittenten der Welt an der 55. Stelle. Und sein Hauptzweck – Kriegsführung – ist mit Sicherheit die kohlenstoffintensivste Aktivität. (…) Die Tatsache, dass der Hauptfaktor des Klimawandels die Emission fossiler Brennstoffe ist, verleiht diesen Kriegen eine weitere düstere Ironie. Seit Jahrzehnten wird der starke militärische Fußabdruck der USA im Nahen Osten durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, den Zugang zu den Ölreserven der Region aufrechtzuerhalten.“

Murtaza Hussain, Journalist

„Es darf bezweifelt werden, ob das Militär tatsächlich nur den Schutz der Bevölkerung im Sinn hatte. Eine Studie aus jenen Jahren nimmt kein Blatt vor den Mund. Zweck von Project Cirrus sei es, ‚feindliche Truppen in Schnee und Regen festfahren zu lassen, Flugpisten so kostengünstig wie möglich vom Nebel zu befreien sowie angefachte Stürme mit bakteriellem oder radioaktivem Material zu infizieren.‘“

Hermann Ploppa, Politologe und Publizist

„Die Folgen der von den USA und ihren Verbündeten in mehreren Golfkriegen eingesetzten abgereicherten Uranmunition haben noch heute die Familien im Südirak und westlich von Bagdad, in Falluja zu tragen. Unzählige Kinder werden tot oder mit schweren Missbildungen geboren: mit offenem Rücken, zusammengewachsenen Beinen, außenliegender Blase, einem Auge oder auch gar keinem Auge, offenen Schädeln, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Karin Leukefeld, Auslandskorrespondentin


Redaktionelle Anmerkung: Der Beitrag von Jens Wernicke ist unter einer Creative Commons Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie das Werk verbreiten und vervielfältigen.


Illustration und Buchcover: Neue Debatte und Rubikon

Jens Wernicke, Jahrgang 1977, Diplom-Kulturwissenschaftler (Medien), arbeitete lange als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Politik und als Gewerkschaftssekretär. Er verantwortete mehrere Jahre das Interviewformat der NachDenkSeiten, Deutschlands meistgelesenem politischen Blog. Heute ist er Autor, freier Journalist und Herausgeber von „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“. Zuletzt erschienen von ihm als Mitherausgeber „Netzwerk der Macht – Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus Gütersloh“ und „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“. Sowie von ihm als Autor „Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“.

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2 Responses

  1. Morgentau sagt:

    Kaum habe ich meinen Kommentar zum Artikel https://neue-debatte.com/2019/11/23/wider-den-gehorsam/ niedergeschrieben, so wird er auch noch einen Tag später in diesem Artikel bestätigt. Also nur noch mal so zur Erinnerung. ;-)

    Und noch ein Buch, – wird es nicht richten. Wird hier unterschwellig ein Greenwashing betrieben im Namen des Kapitalismus? Nur der Kauf dieses Buchs wird euch erlösen?

    Die wahren Probleme unserer Umweltzerstörung sind seit Jahrzehnten bekannt, allen voran den Grünen, die den Prozess paradoxerweise noch beschleunigt haben.
    Damals wurden Umweltaktivisten als Spinner und gefährlich stigmatisiert und heute werden sie passend umgelenkt.

    90 Jahre Rundfunk- und TV- Propaganda eingebettet in minütlichen Werbeblocks haben Generationen zu willigen Arbeitssklaven und hirnlosen Soldaten geformt, mit Hauptgewinnen: Eigenheim, Auto, Urlaubsreise. Und man darf zufrieden applaudieren: Wir bezahlen unsere Gehirnwaschmaschinen auch noch gerne selbst, sprich 4K TV und Smartphone.

    Die jetzige Spaltung dient als letztes Alibi einer untergehenden Spezies. Wir haben es doch immer gewusst und gesagt. Wir haben Bücher geschrieben, Blogs gepflegt und demonstriert.
    Und die andere Seite hat nach Elektroautos und CO2-freien Atomkraftwerken geschrieen.

    – Aber niemand hat das Geld verbrannt! –

  2. Claus Meyer sagt:

    Wohlstand
    Alle Menschen könnten in einem einfachen Wohlstand leben. Voraussetzung dabei ist, sinnvoll mit Geld umgehen zu können. Die MMT-Bewegung (Modern Monetary Theory) könnte hier den Weg zeigen. Demnach muss es allein dem „Souverain“ erlaubt sein, Geld zu schöpfen. Das Volk als Souverain bestimmt durch direkte Wahl ihre Vertreter für den Umgang damit. Sie treffen nur dem eigenen Gewissen folgend ihre Entscheidung. (Parteien fördern nur das Machtdenken, die direkte Demokratie ist somit Voraussetzung). Bei den anstehenden öffentlichen Aufgaben wird das dafür notwendige Geld immer vom Souverain zur Verfügung gestellt, daran darf im Gegensatz zu heute keine Ausführung scheitern. Geld muss ein Hilfsmittel sein und nie als Bremse oder Erpressung wirken. Zur Vermeidung von Fehlentwicklungen, sollten alle Geldbewegungen öffentlich gemacht werden. Folgen von Fehlentscheidungen haben dann der Souverain sich selbst zuzuschreiben. Alles so entstandene Geld muss nicht zurückzahlt werden. Über Steuern finden die erforderlichen Geldabschöpfungen statt, das Geld fließt nicht zurück in den Haushalt. Welche Vereinfachung bei der Verwaltung. Damit kann die gesamte Geldmenge den gerade anstehenden öffentlichen Anforderungen angepasst werden. Fehlende Zinsen machen solch ein System stabil.
    Eine weitere Unterstützung des allgemeinen Wohlstands wäre das bedingungslose Grundeinkommen. Die Frage,woher das Geld kommt, braucht nicht mehr gestellt werden. Mit dem Grundeinkommen werden Arbeitskämpfe überflüssig. Wenn dann Aktien-Gesellschaften auch noch durch Genossenschaften ersetzt werden und die Mitarbeiter Anteile an der Firma halten, dann würde Geld in ein anderes Denkmuster fallen und Menschen sich einem Wohlstand für Alle nähern können. Riesige Geldmengen in einer Hand sind immer schädlich.
    Probleme wie gerade die Klimakrise wären lösbar, da nie das Geld der Grund einer Nichtausführbarkeit wäre. Ein Wirtschaftswachstum wird nicht mehr angestrebt, dagegen eher die gemeinsame Versorgung mit Verbrauchsgütern, die noch in der Nähe erzeugt worden sind. Hier ist eine große Energieeinsparung zu erzielen. Die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen zur Erhöhung des Umsatzes hätte seinen Sinn verloren. Wichtig ist dann, dass die Versorgung aller unter geringster Nutzung von Natur und Erde geschieht. Das sollte die bevorzugte Aufgabe werden.
    Es wird nicht mehr um Wirtschaftswachstum gehen, nicht mehr um Schaffung von Arbeitsplätzen, vielmehr steht das Familienleben dann wieder im Vordergrund. Das Miteinander hat dann wieder Vorrang gegenüber Beruf und Einkommen und solcher Wohlstand ist sicher viel höher zu bewerten. Die Pflege und die gegenseitige Hilfe von Jung und Alt gehört in die Familie und stärkt auch das Zusammenleben und stärkt sicher auch den Umgang miteinander. Es bleibt dann viel mehr Zeit für Bildung und Ausbildung. Das scheint wichtig, um wieder den Kontakt zur Natur zu festigen.
    Dadurch sollte so viel Vernunft eingekehrt sein, dass Kriege und auch die Herstellung von Kriegswaffen ein Ende findet. So etwas kann sich die Menschheit nicht mehr leisten, wenn für ihr Überleben noch eine Chance bleiben soll.
    In welches sonderbare Denken von Fortschritt und immer mehr Technik haben wir uns begeben. Dieses neue Denken muss erst Vielen klar werden, wir sollten uns von dem heutigen Umgang mit Geld schnellstens verabschieden, sonst scheint die Zukunft rettungslos verloren.

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