Schreiben, was Sache ist. (Header: Neue Debatte)

Der New Green Deal und das goldene Kalb

„Everywhere I hear the sound of marching charging feet, boy“ sang Sir Mick Jagger vor einem halben Jahrhundert und konstatierte „the time is right for fighting in the street boy.“

Nicht wenige der von Nostalgie benebelten Straßenkämpfer aus dem Ku’damm & Kreuzberg 68er Jahren deuten die weltumspannenden FFF- und XR-Demos als Renaissance ihrer Schlachten. Endlich, so schwärmen die alten grauen Männer, gibt es wieder eine Generation mit Mumm, Wut und revolutionärem Spirit.

Sicherlich kann man das so sehen und es auch für gefühlsecht halten, dass sich da plötzlich eine Generation rührt, die man schon unter digitaler Demenz abgehakt hatte. Allerdings: Ein auffälliger Unterschied zu den damaligen Tränengaskriegen wegen Vietnam, Imperialismus, Polizeigewalt und Notständen aller Art besteht darin, dass die aktuell empörte Jugend von Staatsmacht, Wissenschaft, Justiz und Wirtschaft zu ihren aktivistischen Happenings geradezu angetrieben wird.

Die City of London

Auch stehen Greta und unseren Reemtsma-Influencerinnen TV-Studios, Zeitungsredaktionen, Event-Hallen, Oligarchen-Paläste, Monaco-Yachten, Vatikan und – wie jetzt gerade wieder – die Davoser-Premium-Suiten rund um die Uhr offen. Die furchtlos-selbstbewussten Umwelt-Diven werden umgarnt, verwöhnt und herumgereicht wie seltene Superfood-Delikatessen. Im Vergleich dazu arteten die Kundgebungen der Dutschke-SDSler regelmäßig zu blutigen Hochrisikospielen aus.

Es verwundert, bei allem Respekt, dann doch ein wenig, dass dieselben Gegenkräfte rund um CIA, Gladio, Militärs, Banken und DAX-Konzernen die Öko-Guerilla mit fast pädophiler Zuneigung umarmen.

Das 2020-Kartenspiel der Apokalypse steckt voller hässlicher Trümpfe: NATO-Aggression, globale Aufrüstung, Weltwährungscrash, Geburtenexplosion, Migrationselend, Massenverblödung, spirituelle Verwahrlosung und vieles mehr. Doch die Sache mit dem Klima ragt aus dem Halbkreis heraus, und so verheddern sich die Weltbürger in einen Glaubenskrieg, dessen Frontlinie von den Klimaexperten Greta und Donald definiert wird.

Wie im vorletzten Akt eines Kita-Dramas beschimpfen sich grünrote Hetzer und rotblaue Hater, schwarzgrüne Faker und blaugelbe Leugner. Eine manisch aufgestaute Wut entlädt sich in einem diffusen Bürgerkrieg zwischen sogenannten Linken und sogenannten Rechten, ganz so, als ob sich in diesen bedeutungslosen Gesinnungscamps der Schlüssel für eine generelle Abkühlung befände.

Während die von allen Seiten angeheizten Menschen auf den zweiten Urknall vorbereitet werden, lachen sich die Großmeister der „City of London“ ins Delirium.

Seit ihrer gespenstischen Machtergreifung vor knapp 200 Jahren gehört dort der permanente Kriegszustand zum Geschäftsmodell. Es geht um zügellosen Handel, grenzenlose Geldströme, zeitgemäßes Sklaventum und systemische Desinformation. Die „City of London Corporation“ verfügt über eine eigene Staatlichkeit, die keinerlei Reglementierung kennt und weder britische noch sonstige Gesetze fürchten muss. Selbst die „objektive“ Geschichtsschreibung bereitet den Aufsichtsräten keinen Kopfschmerz, denn auch diese wird von hauseigenen Experten nach Belieben festgelegt und verankert.

Follow the money

Christoph Pfluger vom Schweizer Magazin „Der Zeitpunkt“ äußerte unlängst: „Der Überschuss an CO2 ist nur ein Symptom. Die eigentliche Krankheit ist die großflächige Zerstörung der Umwelt und des Humanismus durch den neoliberalen Kapitalismus.“

Es hilft indessen kaum weiter, den neoliberalen Kapitalismus zum solitär-satanischen Feindbild auszurufen. Vielmehr geht es darum zu bewerten und zu durchschauen, wie und warum sich ausgerechnet die Londoner Mega-Changer als Speerspitze der globalen grünen Transformation inszenieren. Es geht hier nicht darum, eine weitere Meinung zu äußern oder eine „Haltung“ einzunehmen. Allein in Deutschland wetteifern Millionen von Klimaexperten und CO2-Populisten um die Wahrheit. Als einzig halbwegs seriöse Prognose zwischen den bunten Diagrammen der Hysteriker und dem infantilen Unsinn der Leugner lässt sich behaupten, dass wir in den nächsten 15 Jahren mit einer Erderwärmung von 1,5 bis 2,5 Grad Celsius zu rechnen haben – was Katastrophe genug wäre.

Zu betrachten ist vor allem, was sich derzeit vor unseren Augen als rettende Koalition formiert. Und als Orientierungshilfe in diesem vielstimmigen Chaos bietet sich die bewährte Methode „Follow the money“ an. Damit können wir den Motiven und Zielen der New-Green-Deal-Bewegung näher kommen.

Das clever ausgewählte Schlagwort lehnt sich an den eher positiv besetzten „New Deal“ an, mit dem Franklin D. Roosevelt zwischen 1933 und 1938 dank immenser Infrastrukturinvestitionen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Folgen der großen Depression ausbalancierte.

Tatsächlich entstanden die ersten planetarisch-ökologischen Visionen und Denkmodelle des „Green New Deal“ zu Beginn der Neunziger Jahre nicht auf den Streuobstwiesen der schwäbischen Grünen, sondern im inneren Kern der Rockefeller Foundation.

Wenn man vom heutigen Kenntnisstand aus zurückblickt, lässt sich in Erfahrung bringen, dass bereits in der so herrlich verklärten Clinton-Blair-Phase mächtige Finanzgiganten wie die schwedische Immobilienfirma Vasakronan, Apple, SNCF, Crédit Agricole oder Tesla Energy Unsummen an Investmentgeldern in völlig unbekannte Öko-Klimafirmen steckten. Als gemeinsames Ziel bildete sich heraus, die Mehrheit der gut 50 Billionen US-Dollar an herumflirrenden und global gemanagten „grünen“ Anleihen zu vereinnahmen. Parallel bewarben Öko-Prinz Charles und die nahe stehende „City“ grüne Bonds, um gigantische Pensions- und Versicherungsanlagen auf Ökoprojekte hin auszurichten.

In allen westlichen Metropolen schossen Büros und Agenturen aus dem Asphalt, um weitere Investoren und Kreditgeber über klimabezogene Risiken und Vorteile zu beraten und so nach und nach in das gemeinsame Boot zu konsultieren.

Am Spieltisch

Schrittweise vereinten sich unter dem Grünschirm genau jene Banken und Konzerne, die seit den Achtzigern die wahnhafte Globalisierung der Weltwirtschaft, den Sellout klassischer Gesellschaftsverträge und die systematische Verelendung Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und neuerdings auch der industrialisierten Welt betreiben.

Zum Jahresbeginn 2016 trafen weitere vom ökologischen Humanismus beseelte Förderer am Spieltisch ein – darunter Michael Bloomberg, BlackRock, Barclays Bank, HSBC, Swiss Re, Tata Steel, Eni Oil, Dow Chemical, die Bill Gates Stiftung und das „Climate Reality Project“ von Al Gore. Zum Jahresende verzeichneten die Croupiers die stolze Summe von 120 Billionen US-Dollar, also 120 mal 1000 Milliarden.

Zur selben Zeit nahmen sich die „Save the planet“- Jongleure von Goldman Sachs der Sache mit den Treibhaus-Emissionen an. Gemeinsam mit JPMorgan-Chase, der Bank of America, Google, Microsoft, Danone und Merrill Lynch präsentierte man der Welt einen globalen Ökoaktien-Index, worauf europäische und amerikanische Pensionsverwalter mit mehr als 600 Milliarden Dollar die grüne Arche betraten.

Allmählich wurden die Konturen eines Projekts sichtbar, das man mittlerweile als radikale Neuschaffung der gesamten Weltwirtschaft bezeichnen muss. Und spätestens mit dem Andocken des Davoser WEF und seiner „4. Industriellen Revolution“ wurde dem Zaungast klar, dass hinter den hübschen Slogans, den coolen Blockaden und farbenfrohen Hippie-Retro-Demos das ganz große Rad angeworfen wurde.

Visionen des Schreckens

Um diesem Coup eine ethische Note und etwas messianischen Touch zu geben, verzahnten sich die Netzwerke von Al Gore und George Soros mit der schwedischen NGO „We Don‘t Have Time“ von Ingmar Rentzhog. Automatisch folgten Richard Branson, Mark Zuckerberg und Al-Waleed bin Talal des philantropischen Clubs „Breakthrough Energy Europe“.

Nun musste nur noch gewährleistet sein, dass die CEOs der Medienkartelle ihre Hörer, Seher und Leser mit wissenschaftlich wohldosierten Schreckensvisionen auf Trab hielten. Und so lernten wir alle die zornige Greta kennen.

Obwohl sie mehr Panik verbreitete wie alle Black Panther zusammen, küsste ihr im Februar 2019 EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker galant die Hand und versicherte, dass sein Verein in den nächsten zehn Jahren Hunderte von Milliarden Euro zur Bekämpfung des Klimawandels ausgeben wird. Dies bestätigend, hatte dann auch am 28. November 2019 eine Zwei-Drittel-Mehrheit im EU-Parlament schnell mal der Resolution eines Klimanotstands zugestimmt.

Kurz bevor es Greta als „Person of the Year & The Power of Youth“ auf das Time-Cover schaffte, landete Alexandria Ocasio-Cortez aus dem Bernie Sanders Stall auf dem Titel von Vanity Fair. Mit dem Mix aus Leidenschaft und Eros entwarf sie im Heft selbst die alternativlose Transformation in eine energetische Zukunft aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse – flankiert vom eskalierenden Wording, Branding und Framing rund um „Global Governance“, „Transformative Governance der Energiewende“ oder „Transformative Governance der Urbanisierung“.

Unter den staunenden Augen der Menschheit entsteht seither eine fast paradoxe Fusion aus Topkonzernen und Zentralbanken, jung-bunten Wutbürgern, eloquenten Rainbow & Sunrise-Aktivisten und den Passagieren des DeCaprio & George Clooney-Sonderzugs. Für den Fetisch „Change“ wird jedes Opfer aufgeboten und keine Spende ist zu obszön.

Der grüne Deal und die Ökorepublik

Da Gott, Jesus, Marx und Lenin im Ringen um das Gute versagt haben, übernahm die neu-grüne Internationale aus London, Wallstreet und Davos das Ruder. Unverhohlen erklären deren Steuermänner den noch skeptischen Politikern und verunsicherten Staatenlenker, dass sich die klassische Demokratie für den alternativlosen Übergang in die schöne neue Green-Deal-Welt nicht eignet und den Platz zu räumen hat für eine global operierende Neue Welt Ökorepublik.

In genau diesem Kontext ist auch zu begreifen, wie und warum Frau von der Leyen in einer dunklen Brüsseler Nacht aus dem Hut gezaubert wurde – als jüngstem Schwank quasi im Sowjet-reloaded-Variete.

Unsere rundum glücklose Mehrfachministerin durfte bereits am 11. Tag des Kommissionsantritts ihre Road-Map-Idee des „Green New Deal“ verlesen. Ohne langes Herumreden erfuhren die Bürger Europas, dass „man“ bis 2030 den CO2-Ausstoss –verglichen mit 1990 – um 50 bis 55 Prozent reduziert. Bis 2050 wird dementsprechend die EU absolut „klimaneutral“ sein, das heißt der Ausstoß von CO2 entspricht haargenau dem, was die Natur als solche aufnimmt und verarbeitet.

Für die erste Dekade errechnete die McKinsey Ikone eine Billion Euro. Später, so tröstete sie die herumsitzenden Runzelstirnen werden aber noch viele weitere Nullen dazukommen. Woher? Egal. Vielleicht übernehmen ja die fleißigen Mittelständler die Zeche oder die europäischen Landwirte oder der kleine Mann auf der Straße – mittels Benzinsteuer, verdeckten Kompensationen, Emissions-Ablässen, Umlageverbesserungen, Reduktionsvergütungen und sonstigen linguistisch wertvollen Win&Win&Win-Zombie-Konstrukten.

Hofiert wird Röschen von Robert, der sich in Erwartung eines sehr hohen Amts vermutlich JFK-Youtubes anschaut, Fremdsprachen lernt und sich im diplomatisch-betulichen Sedierungssprech übt. Beim jüngsten Parteitag der Grünen elektrisierte er seine Jünger aber noch einmal mit deftigem Messianismus der Sorte:

„Wir wollen die Weichen mitstellen und die neue Zeit mitgestalten. Wir müssen jetzt auf einen Green-New-Deal setzen. Green-New Deal ist nicht nur ein großes Investitionsprogramm, sondern ein Wirtschaftsprogramm, das den Krieg der Ökonomie gegen die Natur beendet. Wir müssen jetzt in der Gegenwart so energisch wie möglich handeln, um den Raum der Zukunft wieder aufzusperren. Legen wir den vollen Fokus auf die Gegenwart, investieren wir in eine klimaneutrale Infrastruktur und Wirtschaftsweise, um die Zukunft wieder möglich zu machen. Wir leben in der besten und freiesten Republik, die es jemals in Deutschland gab. Verteidigen wir diese Republik und sorgen dafür, dass sie nicht faschistisch abgeräumt wird. Werden wir Verfassungsschützer…“

Früher wäre da ein Farbbeutel geflogen. Oder zwei. Doch seit Joschkas Metamorphose zum Schoßhund von Madame Albright sind die Grünen bedingungslos entschlossen, die CDU/CSU in Sachen transatlantischer Unterwerfung und NATO-Helotisierung rechts zu überholen. So wie sie jede Verständigung und Entspannung mit Russland und China sabotieren, stimmen sie sich auch beim New Green Deal mit den anglosächsischen Eliten ab.

Auf dem langen Marsch in die ersehnte Grüko und ein absehbar ökoliberal-reaktionäres Wirtschaftsmodell widmen sie sich derzeit noch werbewirksam um das eher Kleingedruckte: Tempolimit, Feinstaub, E-Mobilität, Plastik, Windmühlen.

Das goldene Kalb

Der kühle Außenstehende muss es mit einem gewissen Widerwillen bewundern, wie es die Kräfte hinter dem Grünnebel des Grauens mit einer massenhypnotischen Dauerbeschallung schaffen, die menschliche Vernunft und Selbstbestimmung mit pseudolinken und pseudoprogressiven Irrensprüchen auszuhebeln.

Man erklärt Strychnin zum Hustenmittel und am Tag danach keuchen Abermillionen aufgeklärter Citoyens einem grünen Marshall-Plan hinterher, schwenken Fähnchen, skandieren „Yes we can“ und „Change Now“ und opfern tradierte Ideale und Werte auf dem Altar des goldenen Kalbs.

Dabei gäbe es jenseits der Klimadebatte so viele Bereiche, denen sich eine echte Graswurzel-Bewegung zuwenden müsste. Es gilt Klarheit zu schaffen, was hinter dem HAARP-Geo-Engineering-Komplex in Alaska steckt, dem nicht wenige Forscher die menschengemachte Produktion von Erdbeben, Stürmen, Vulkanausbrüchen und Manipulation der Jetstreams unterstellen.

Auch kann man sich kümmern um die aktuellen Regime-Changes in Chile, Bolivien und weiten Teilen Afrikas, bei denen es den Nadelstreifenbuddies nicht so richtig ganz echt um Menschenrechte geht, sondern doch eher um knapp werdende Erden wie Lithium.

In selben Zusammenhang ließe sich auch nachdenken über die „farbigen Revolutionen“ aus dem Portfolio jener edlen Stifter und Greendealer und ihrer Nähe zu dem wohl dokumentierten Brzezinski-Plan, die Welt zwischen Gibraltar und dem Hindukusch fürs erste in ein produktives Schlachtfeld zu verwandeln. Man könnte auch nachfragen, ob die Green-Deal-Hysterie etwas mit den panisch rotierenden FED&EZB-Notenpressen zu tun haben könnte und der ganze Spuk der Weltumwandlung nichts anderes sein mag als der Versuch des Turbokapitalismus auf Kosten der Menschheit die alte und damit neue Hierarchie „ethisch-solidarisch“ zu stabilisieren.

Auch kann man abschließend erwägen, ob sich hinter dem ganzen Theater rund um CO2, Windräder-Muff, Emissions-Ablaßgeschachere, E-Zapfsäulenkomödie und Solardach-ekstasen vielleicht doch die globale Atomlobby nebst dem militärisch-industriellen Bereich verbirgt. Man wird in diesen Tagen auch den Eindruck nicht mehr los, dass dort mit großer Seelenruhe abgewartet wird, um in letzter Sekunde die derzeit entwickelten High-Pressure-Techniken auf den Markt zu werfen und so den dringend benötigten Strom zu Höchstpreisen zu verhökern.

How dare You?

Reden wir Klartext: die Protagonisten des New Green Deal waren und sind kaltblütige Agenten einer entfesselten, neo-kolonialen Globalisierung. Die Damen und Herren interessieren sich einen feuchten Kehricht für gesunde Wälder, freie Menschen, fairen Handel, Chancengleichheit, Solidarität, transparente Ökonomie. Ihr Kerngeschäft war und ist Betrug, Plündern, Unterwanderung, Death & Destruktion und der Sieg im Krieg zwischen Oben und Unten.

In der Brust des Londoner Straßenkämpfers sang damals schon seine zweite Seele:

„Please allow me to introduce myself, I’m a man of wealth and taste, I’ve been around for a long, long year, Stole many a man’s soul to waste….“

Es spricht für einige Naivität, sich als Botschafter des Guten zusammen mit dem britischen Bankenkraken, den Gordon Gekkos von Goldman Sachs, den Rockefeller- und Gates Foundation-Hohepriestern und den neogrünen Hedgefonds-Magiern auf den gemeinsamen Weg zum Wohle der Menschheit zu machen.

Wie sagte einst der alte Kohelet? „Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch. Ich beobachtete alle Taten, die unter der Sonne getan wurden. Das Ergebnis: es ist alles Windhauch.“


Unabhängige Medien zur Verbreitung von Fakten. (Illustration: Neue Debatte)


Illustration: Neue Debatte

Reporter und Essayist | Webseite

Wolf Reiser ist Reporter und Essayist und pendelt zwischen München und Athen. Er schreibt für alle nennenswerten Blätter im deutschsprachigen Raum und ist Autor mehrerer Bücher, Hörspiele und Filmskripte. Weitere Informationen unter http://www.wolf-reiser.de.

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10 Responses

  1. Helga und Hermann Pulz sagt:

    Bei allen unterschiedlichen Auffassungen zu bestimmten Aussagen z- B. zu den 68ern kann man sich den Darstellungen nicht entziehen! Wer die “ Umwelthysterie!“ gelassen und kritisch verfolgt hat,kann nur zur Schlussfolgerung kommen, dass hier ein übles Spiel mit zuerst geschürten Ängsten der Menschen getrieben wird!
    In der heutigen Zeit des Turbokapitalismus kann eine von den Regierungen unterstütze Kampagne nur der Profitmaximierung dienen!
    Für uns wäre es sehr wissenswert, wenn die Strippenzieher hinter den Kulissen des „Green Deals“ mehr mit konkreten Namen und evtl. Untaten/ Verbrechen genannt bzw. charakterisiert würden.
    Wir denken, dass die öffentliche Darstellung der Verbrechen der Schmarotzer- Eliten und ihre Marionettenregierungen die Wirkung auf die Meinung vieler politisch Interessierten nicht verfehlen würde! Außerdem wäre das eine große Unterstützung und Erleichterung
    bei Diskussionen gegen die manipulierte Meinung vieler Bürger!
    Unsere Auffassung ist: Der größte Feind des Vokkes ist die Regierung!
    Grüße!
    Helga und Hermann Pulz

  2. Morgentau sagt:

    Nun mal ehrlich, was unterscheidet denn die FFFs von den 68ern? Die Hippies von damals sind schon lange im Establishment angekommen und die FFFs von heute werden evtl. erkennen, dass sie vom Establishment benutzt werden.

    Gemeinsam haben beide, dass beide mit den Wurzeln des Übels harmonier(t)en.
    Und waren die 68er nicht auch von der CIA unterwandert, „damit die daraus resultierenden Grünen“ Jahre später mit dem Kniefall vorm Imperium ihr wahres Gesicht offenbarten?
    (Operation Chaos: https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_CHAOS)
    (Fischer und Daniel Cohn-Bendit von der CIA gedeckt: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19037)

    Die Strassenkämpfe von damals gipfeln im neuen grünen Geschäftsmodel, welches durch Ressourcenkriege verteidigt wird. Und selbst SIR Mick Jagger ist ja „dafür“ 2003 geadelt worden. ;-)

    Damals war alles besser? How dare you – to believe in this!

    @Helga und Hermann Pulz
    Der grösste Feind des Volkes, ist das Volk selbst… ;-)

    • Helga und Hermann Pulz sagt:

      Hallo Morgentau, ( zu feige mit richtigen Namen zu agieren?) Aber Ihre Argumente haben selbst in Ihren Beitrag eine kürzere Lebensdauer als der Morgentau in der Morgensonne: Establishment= Schmarotzer Eliten benutzt – Grüne im Kniefall vorm Imperium (was ist das?)- Ressourcenkriege – wo ist da das Volk als sein eigener Feind?? Sehen Sie nach Davos- dort sind die Feinde versammelt und beraten zittern um ihre Macht, wie sie das Volk weiter betrügen können!! Für uns eigentlich kein Diskussionspartner! Tschüss!!

  3. Uwe Leonhardt sagt:

    Ja, Morgentau
    Das satte, Handy spielende, dumme Volk. BILDUNGSBÜRGERTUM war einmal. Alkohol ist billig und die Michels hocken vor der Glotze, statt Ihrer Bürgerpflicht, die Demokratie zu verteidigen, nachzugehen. Derweil fahren 35000 Amis Richtung Russland zum Säbelrasseln und kaum einer unserer Volksvertreter unternimmt was dagegen, geschweige denn eine Friedensbewegung.

    • Morgentau sagt:

      Jain?! Die Friedens- und Umweltbewegung gibt es seit über 50 Jahren und wird genau so lange niedergeknüppelt. Höhepunkt Friedensdemo Bonn 1981, über 300.000 Teilnehmer auch Politiker und Kirche ;-) . Doch was hat es gebracht??? Und heute ist das Volk gespaltener denn je…

      Tagesschau Friedensdemo von 1981:

  4. Uwe Leonhardt sagt:

    Holla liebe Morgentau,
    Hatte mich wirklich Monate zurückgehalten mit Komentaren. Doch jetzt mal Butter bei die Fische- Sie haben in ganz vielen Punkten Recht, nur nicht immer und überall.
    Erzählen Sie mir bitte nichts davon, wie sich Mut zum Widerstand äußern kann. Da hat jeder von uns seine eigene Geschichte! Und mit Bonn 1981 zu argumentieren (angeblich 300000), deplatziert den tatsächlichen Wert eines z.B. Dietrich Bonhoeffer oder die politischen Gefangenen in der DDR. Sie beweihräuchern leider zu oft Ihre scheinbar unüberwindlichen eigenen Ausweglosigkeiten. Dabei habe ich Ihnen ab und an die Hand gereicht, damit wir UNS NICHT WEITER SPALTEN lassen. Denken Sie bitte in Ruhe darüber nach- ich schätze Sie wirklich sehr.

    Und liebes Ehepaar Pulz,
    Bitte nicht in die Trotzecke gehen, Morgentau hat so glaube ich Recht, wenn Sie sagt. Gespaltenes Volk! Sie müssen sich erst mal ordentlich beschnuppern, das wird schon.
    VERBIEGT EUCH NICHT, SEID STANDHAFT UND BEREIT ZUR KURSÄNDERUNG,

    Geduld ist der Schlüssel zur Freude!

    LG
    Uwe L

  5. Morgentau sagt:

    @ Ehepaar Pulz
    und
    @Uwe Leonhardt

    Holla, lieber Uwe Leonhardt!

    Sie müssen sich meinetwegen nicht mit Kommentaren zurückhalten, denn ich bin nicht DIE liebe Morgentau, der man die Hand reichen muss, sondern der Morgentau, der Sie mit Sicherheit nicht belehren will. Wir mögen zwar nicht dieselbe Geschichte haben, aber die Diktatur in der DDR ist mir durchaus bekannt, da meine Mutter kurz vor dem Mauerbau fliehen konnte und „wir öfter rüber sind in die Zone“.
    Und ich habe auch gar nicht versucht Bonhoeffer und/oder die DDR-Häftlinge mit der (westlichen) Friedensbewegung gleich zu setzen.
    Ebenso verabscheue ich zutiefst Weihrauch ;-) und wollte mit meinem Kommentar gerade die Ausweglosigkeit von (Friedens-)Demos verdeutlichen, denn sonst hätten wir ja Frieden und die DDR würde sich nicht in einer neuen (Kapitalismus-) Diktatur wieder finden.

    Wie Sie sehen, haben Sie mich komplett missverstanden und falsch interpretiert. Aber auch ich schätze Sie sehr, u.a., weil Sie zu den Wenigen gehören, die eine Diskussion auch zu Ende führen.

    Schönes Wochenende!

    @ Ehepaar Pulz
    Und da meine Antwort gestern an das Ehepaar Pulz nicht erschienen ist, hier nochmal der Kommentar:

    Hallo liebes Ehepaar Pulz.

    Nun, ich weiss nicht, ob Sie meine Links im Kommentar weiter verfolgt haben, da erklärt sich der Kniefall vorm Establishment von selbst. Und die da jetzt in Davos Ihre Missbilligung erfahren, sind die nicht vom Volk gewählt worden, natürlich nicht von allen? Und ist es nicht unser ausufernder Konsum, welcher die Umwelt mit schädigt? Und wer sind die Soldaten, die die Kriege der Herrschenden ausführen? Nicht nur Deutschland hat eine freiwillige Berufsarmee. Mehr als 30.000 Soldaten treffen sich demnächst zum Manöver (Defender 2020) vor der russischen Grenze.
    Es gibt genug Beispiele, die das Volk (auch ich) mit zu verantworten hat. Deshalb mein Kommentar, das Volk ist sein eigener Feind. Denn wenn wir uns selbst nicht unserer eigenen Verantwortung stellen und nur mit dem Finger auf DIE zeigen, werden DIE nichts ändern.

    Und wenn Sie mehr über mich wissen wollen, so schauen Sie sich einfach meine Seite an, auf der ich seit 2009 genau über diese Sachen schreibe. Und vergleichen Sie die alten Artikel mit heute, Sie werden erstaunt sein. http://rekursivparadoxon.eu Dennoch bin ich froh, dass man ausserhalb der digitalen Welt noch nicht seinen Ausweis vorlegen muss, damit man sich unterhalten, oder diskutieren darf. Denn das will man uns in der digitalen Welt einreden. Man sollte das Recht auf Privatsphäre, als auch das Recht auf Anonymität stets bewahren, so lange es noch möglich ist!

    Im Übrigen bin ich etwas erstaunt, dass Sie sich persönlich angegriffen fühlen, was nicht beabsichtigt war, und jede weitere Diskussion ablehnen?! Ich habe doch nur Ihren letzten Satz kommentiert. Vielleicht liegt es ja am Zeitgeist, der heutzutage herrscht?

    Auch Ihnen ein schönes Wochenende!

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