Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts

Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts (Quelle: YouTube/Gerhard Mersmann)

Ist Diskriminierung ein Verdienst? Es gibt Menschen, die dies für sich beanspruchen. Sie haben es „an sich“. „An sich“ und „für sich“ sind Begriffe der Philosophie. „An sich“ bezeichnet Gegenstände und Tatsachen, vorausgesetzt, sie sind unabhängig vom Bewusstsein eines Menschen. Im Gegensatz dazu stehen Gegenstände, sofern diese in einer bestimmten Weise subjektiv erscheinen, sie also „für uns“ sind.

Der französische Philosoph Jean-Paul Sartre (1905 – 1980) hat sich in „Das Sein und das Nichts“ mit „an sich“ und „für sich“ auseinandergesetzt.

Das Werk ist eine existenzielle Psychoanalyse und gilt deshalb als Gegenentwurf der von Sigmund Freud (1856 – 1939) begründeten Psychoanalyse. Sartre beschrieb in „Das Sein und das Nichts“ den Menschen als ständig heimgesucht von dem Versuch, ein Sein zu erreichen, das sein eigener Grund ist; die ‚ens causa sui‘, in den Religionen Gott genannt.


Informationen zum Video

Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts

Unser Autor Gerhard Mersmann zeichnet in seinem Video Sartres Gedanken nach. Die Corona-Krise gibt uns die Zeit, sich auch mit diesen Dingen zu beschäftigen.

Genre: Philosophie
Crew: Gerhard Mersmann
Länge: 00:10:11



Illustration: Neue Debatte

Politologe, Literaturwissenschaftler und Trainer | Webseite

Dr. Gerhard Mersmann ist studierter Politologe und Literaturwissenschaftler. Er arbeitete in leitender Funktion über Jahrzehnte in der Personal- und Organisationsentwicklung. In Indonesien beriet er die Regierung nach dem Sturz Soehartos bei ihrem Projekt der Dezentralisierung. In Deutschland versuchte er nach dem PISA-Schock die Schulen autonomer und administrativ selbständiger zu machen. Er leitete ein umfangreiches Change-Projekt in einer großstädtischen Kommunalverwaltung und lernte dabei das gesamte Spektrum politischer Widerstände bei Veränderungsprozessen kennen. Die jahrzehntelange Wahrnehmung von Direktionsrechten hielt ihn nicht davon ab, die geübte Perspektive von unten beizubehalten. Seine Erkenntnisse gibt er in Form von universitären Lehraufträgen weiter. Sein Blick auf aktuelle gesellschaftliche, kulturelle wie politische Ereignisse ist auf seinem Blog M7 sowie bei Neue Debatte regelmäßig nachzulesen.

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