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Christentum und Fundamentalismus: Das Kreuz mit dem (Gipfel-)Kreuz

Nicht nur in Klassenzimmern, Gerichtssälen und Amtsstuben hängen Kreuze, selbst auf den höchsten Gipfeln befinden sich Kreuze, nicht selten sogar mit einer Darstellung des Jesus am Kreuz.

Im Folgenden soll nun untersucht werden, was wir also in unterschiedlichsten Situationen vor uns haben, welche kulturellen Ideen und Zusammenhänge hier transportiert werden und abschließend natürlich die Frage – gewissermaßen als Hausaufgabe für jeden Einzelnen: Wollen wir das überhaupt? Am besten auch noch mit Begründung.

Das Foto mit dem Gipfelkreuz sei „mittlerweile einfach in der DNA der Bergsteiger drin“, sagte im September 2017 Thomas Bucher, Sprecher des Deutschen Alpenvereins. „Das Kreuz als Symbol gehört für die meisten zum Gipfel dazu, wie die Kirche zum oberbayrischen Ort.“ [1]

Das mag wohl sein. Aber ist es deswegen verkehrt mal darüber nachzudenken, was sich da in unserer DNA eingehaust hat. Eine Kenntnislücke – so viel sei vorausgeschickt – ist kein gutes Argument dafür, eine solche zu feiern.

In der Ausgabe 10/2019 bewirbt der Kölner Alpenverein merkwürdigerweise völlig kritiklos eine Ausstellung künstlerischer Schwarz-Weiß-Fotografien von Gipfelkreuzen des Künstlers Ludwig Watteler [2]. Diese wurden dort im Rahmen der 80. Kunstbegegnung Bensberg in der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg im Herbst 2019 präsentiert [3].

In dem Ankündigungstext heißt es:

„(…) Wenn nach langer anstrengender Wanderung der Gipfel mit dem Gipfelkreuz sichtbar wird, geht jedem Wanderer das Herz auf, […] In besonderer Weise sind hier für ihn in der Horizontalen und der Vertikalen Himmel und Erde, Gott und die Menschen miteinander verbunden.“


Bergkreuz, Wilder Kaiser, Tirol, Österreich. (Foto: Jens Burkhardt-Plückhahn - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0 at)

Jesus am Kreuz: Nicht an einem Gipfelkreuz, sondern an einem Bergkreuz. Aufgenommen am „Wilden Kaiser“ in Tirol. (Foto: Jens Burkhardt-Plückhahn; CC BY-SA 3.0 at)


Kann man bei einem schlichten Kreuz vielleicht noch die christliche Symbolik übersehen oder übersehen wollen, so gibt es zahlreiche Gipfel- und Bergkreuze, bei denen das nicht möglich ist. Jesus am Kreuz beim Wilden Kaiser und die ausladenden Madonnen Darstellungen in Südtirol und im Trentino belegen das. Mein Herz geht da alles andere als auf. Vielmehr muss ich feststellen, dass die Erhabenheit der Berge, die umliegende Natur und mein Naturgenuss – für die christliche Ideologie – funktionalisiert werden sollen. Und damit kann und will ich nicht einverstanden sein.

Wer sagt was zum Kreuz?

Der Extrembergsteiger Reinhold Messner sagte schon im August 2016 gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass das Kreuz das christliche Symbol schlechthin sei, dieses nach seiner Meinung aber nicht auf einen Gipfel gehöre. Messner: „(…) Ich spreche nicht von Missbrauch, ich sage nur, man sollte die Berge nicht zu religiösen Zwecken möblieren.“ [4] Schön gesagt.

Auf Katholisch.de, dem Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland, hielt der Eichstätter Bischof Gregor Maria Handke wenige Tage später in einem Interview dagegen: „Nein! Ich finde, dass es ein schöner Brauch ist, Gipfelkreuze zu errichten. Gipfelkreuze sind ein Hinweis, dass diese Schönheit und Erhabenheit, diese Mächtigkeit einen Ursprung hat, der in Gott dem Schöpfer liegt.“ [5]

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kritisierte im Gespräch mit dem FOCUS eine „Unkultur“ der Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit [6]. Dass das Gipfelkreuz nach Ansicht einiger von den Bergen verschwinden solle, sei dafür ein Beispiel.

Was meine ich? Wenigstens in diesem Punkt, der von Schick aufgehörnten „Unkultur“ der Gleichgültigkeit und der Nachlässigkeit sind wir uns einig. Und diesen Vorwurf möchte ich auch ungern auf mir sitzen lassen. Ich verspreche daher, dass ich mich in den folgenden Zeilen der Symbolik des christlichen Kreuzes widmen werde. Hoffentlich rückt der Erzbischof, sollte er dies lesen, am Ende meiner kleinen Disputation zum Thema nicht von seiner Wehklage über Gleichgültigkeit ab. Man darf gespannt sein.

Das Kreuz in der christlichen Ideologie

Ein Zwischengedanke und -einwand: Warum übersehen wir eigentlich das Christliche am Kreuz und betonen mehr Gipfel als Kreuz, im Sinne von, da steht eben einfach was, was symbolisiert, dass wir oben angekommen sind? Aber: „(…) Wir können, müssen aber keine religiöse Botschaft im Gipfelkreuz erkennen. […] Es liegt an uns, ihre Bedeutung für uns persönlich zu interpretieren.“ [7] Ich möchte mal wissen (oder besser nicht), welchen Aufruhr es geben würde, wenn 1860 München oder die in der Nähe befindlichen Wanderclubs ihr Vereinsemblem dort platzieren würden.

Warum? Dazu müssen wir uns einmal klar machen, was das Kreuz in der christlichen Ideologie bedeutet. So viel sei schon einmal verraten, mehr als toll Wanderer oder Bergsteiger, dass du es bis hierhin geschafft hast, ist es in jedem Fall. Also, das Kreuz und seine Bedeutung in der christlichen Symbolik:

Die Christen glauben, dass die Kreuzigung an einem Kreuz stattfand; demnach symbolisiert das Kreuz die Verbindung bzw. den Bund zwischen dem Irdischen (waagerechte Achse des Kreuzes) und dem Himmlischen oder Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes). Das Kreuz symbolisiert somit zum einen den Opfertod Jesu Christi, zum anderen die Verbundenheit des Menschen mit der Erde und den Mitmenschen (waagerechte Achse des Kreuzes) sowie mit dem Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes). Vertikale und Horizontale stehen auch für die beiden Seiten der Schöpfung: Himmel und Erde, Geist und Materie, Seele und Leib, das Männliche und das Weibliche in der biblischen Zahlensymbolik.

Durch die Auflehnung und Rebellion gegen Gott (Sünde) ist die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Gott zerrissen oder der Bund gebrochen. Die dadurch entstandene Kluft zwischen dem sündigem Menschen und Gott ist nur durch das Eingreifen Gottes selbst zu überbrücken. Der Mensch ist von sich aus nicht in der Lage, den Bund wiederherzustellen und so die Sünde zu beseitigen. Diese Sünde musste gesühnt werden, damit der Mensch gerecht vor Gott sein kann. Durch seinen Tod am Kreuz, durch sein vergossenes „Blut des Bundes“ (Mk 14,24 EU; vgl. Ex 24,8 EU) im „Bundesopfer“, hat Jesus Christus die Verbindung zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Als Sohn Gottes starb er für die „gottlosen Sünder“ (Röm 5,6 EU) und bewirkte damit die Versöhnung zwischen Gott und Mensch (vgl. 2 Kor 5,18–21 EU2 Kor 5,18–21). Damit ist der Weg zu Gott frei für jeden, der diese Versöhnung annimmt. [8]

Böse, wie wir Menschen sind, haben wir uns gegen Gott aufgelehnt. Na, vielleicht haben wir ja unsere Gründe gehabt, weshalb sich aufgelehnt wurde, aber schon vorher ist gesetzt, dass wir böse sind – und das seit 2000 Jahren. Also, mal schön verurteilen, verurteilen ist immer gut. Da ist die Verurteilung zu Lebenslänglich, was in der Regel 15 Jahre bedeutet, eine milde Strafe. Es ist nicht bekannt, dass ein Richter, um auf 2000 Jahre zu kommen, die Nachfahren des Täters für die nächsten 1982 Jahre mit verdonnert hat. Hier aber schon.

Umgekehrt geht es weiter: Nur Gott kann kitten. Soso, warum denn das? Aber egal, überbrücken kann der Mensch nicht, aber dass gesühnt werden muss, ist angeblich klar. Warum soll das klar sein? Ich behaupte das Gegenteil. Zu allem Überfluss muss jetzt auch noch der Sohn geopfert werden, er starb für die gottlosen Sünder.

So ein fürchterliches Rache- und Gewaltszenario, dass sich jeder humanen Logik entzieht, darf ich nun bewusst oder unbewusst bei meinen schönen Bergtouren auf dem Gipfel wahrnehmen oder verdrängen – und zwar zwangsweise. Das geht zu weit! Und das sollten wir auch kennzeichnen.

Sich diese Wahrheiten klarzumachen, gilt ja schon als Gotteslästerung, spätestens wenn man damit in die Öffentlichkeit rückt. So oder so: Ich empfehle den oben genannten Akteuren mal die Teilnahme an einem Seminar zur „Gewaltfreien Kommunikation“ (GFK). Wo kommen wir denn hin, wenn jede „finstere Ideologie“ sich im öffentlichen Raum breitmacht und ihre absonderlichen vorsintflutlichen Rache-Konfliktlösungsmodelle zur Schau stellen kann. Jesus am Kreuz kann man auch als kinder- und jugendgefährdende Gewaltfantasie und Gewaltdarstellung bewerten. Mit dem Gedanken der Sünde ist ein prinzipielles Schuldverhängnisszenario über jeden Einzelnen von uns übergestülpt worden, aus dem man nie mehr herauskommt, an dem man sich aber permanent reuig abarbeiten darf, soll und muss.

Wie total eine solche Ideologie zu Werke geht, kann man daran ermessen, dass nicht nur eine Kirche in einem beziehungsweise jeder oberbayrischen Ortschaft steht, wie der Sprecher des Alpenvereins (DAV) so scheinbar einfach berichtend sich einbringt, sondern überall. Damit aber nicht genug.

Vom Kreuz bis zum Kulturimperialismus

Die Überlegung war offenbar, was machen wir mit denen, die den Berg dem Kirchgang vorziehen. Ganz einfach: Die bekommen ein Kreuz vor die Nase gesetzt, und zwar da oben, auf dem Gipfel, wo sie glauben, den zivilisatorischen Einflüssen entkommen zu sein. Mal angedacht, wie wäre es denn, wenn wir auf die Gipfel etwas Bildhauerisches setzen, in Zuständigkeit der jeweiligen Talgemeinde, damit kein Wildwuchs entsteht. Das könnten zum Beispiel Tierdarstellungen sein, in Ehrfurcht und Bewunderung vor der so schönen und wundersamen Tierwelt: Vielleicht auch etwas Abstraktes, je nach Fähigkeiten und Interessen der jeweilig Verantwortlichen. Aber Jesus am Kreuz? Nein, danke!

Ich würde mich auch gegen eine Szene wehren, wie der ungläubige Moctezuma auf dem Marktplatz von Tenochtitlán getötet wird, der ja einer von diesen Sündern war, die Gottes Liebe und ausgestreckte Hand nicht annehmen wollte und sich dabei auf seinen schon vorhandenen Glauben berufen hat. Auch die Darstellung einer brennenden Dame auf einem Scheiterhaufen, von den christlichen Foltermeistern Hexe genannt, würde ich ablehnen.

Wie wäre es mit einer Bonifatius Darstellung: überlebensgroß, in der einen Hand die Streitaxt, mit der er 723 die Donareiche, ein eminent bedeutendes germanisches Symbol, umgehauen hat, in der anderen Hand ausgestreckt en miniature ein christliches Kirchlein, welches an der Stelle der Donareiche errichtet wurde. Diese gewaltige, skulpturartige Figur ist übrigens nicht ein Produkt meiner Fantasie, sondern in Fritzlar gestaltet aufzufinden. Offiziell wird seine Tat übrigens bis zum heutigen Tage als zivilisatorische Errungenschaft gefeiert. Als ich im Alter von zehn Jahren dieses im Geschichtsunterricht auf die Frage des Lehrers nach der Bedeutung von Bonifatius zusammengestottert hatte, bekam ich zur Freude meiner Eltern die Note 1. Tja, Kulturimperialismus muss früh geübt werden. Hallo Bischof Schick, sind sie da?

Christliche „Agitation“

Ich denke, es ist klargeworden: Ich suche etwas, was sich symbolisch mit der Schönheit, unserer Ergriffenheit von der Schönheit dieser Natur auf Augenhöhe darstellen lässt. Und zwar wäre es schön, wenn man sich an diesem noch unbestimmten Etwas erfreuen könnte, dürfte und wollte, ohne seine Herkunft verleugnen zu müssen, weil wir dann in unschöne Herrschafts- und Gewaltszenarien verstrickt würden. Und jetzt frage ich: Ist das nachvollziehbar? Und wenn ja, leistet das der in unserem Namen ans Kreuz geschlagene Jesus? Meine Antwort: Nein, das leistet er nicht, im Gegenteil. Wie wäre es mit der Alternative, es jedem Naturfreund selbst zu überlassen, ob und wie er den Gipfel aus seinem Herzen heraus erleben möchte.

Ein Blick zurück in die Geschichte des Gipfelkreuzes zeigt, dass dieses selbst seinerseits nicht als ideologiefreie Markierung obenauf hingesetzt wurde, sondern als eine Reaktion auf den so gerne vom Christentum gepflegten Schuld/Rache/Böses-Menschentum-Gedanken entstanden ist. Die frühen, meist adeligen Bergerklimmer des späten 18. Jahrhunderts brachten meist Fahnenstangen mit.

Claudia Paganini, Philosophin der Uni Innsbruck führt dazu in ihrem Werk „Dem Himmel so nah“ aus: Es habe Sorge gegeben, „Gott ins Gehege zu kommen, Gott in seiner Allmächtigkeit infrage zu stellen, indem man auf diese hohen Gipfel gestiegen ist“ [9]. Na prost Mahlzeit. Aus diesem grauslichen Verhängniszusammenhang, scheint man überhaupt nicht rauszukommen. Und je tiefer man eintaucht, um so schlimmer wird es. Herr Schick, gerade weil ich ihrem 2016 geäußerten Kerngedanken bis in die Gegenwart folge, es sei eine zu große Gleichgültigkeit eingezogen, plädiere ich nach intensiverer Beschäftigung mit der Problemstellung zu dieser Zuspitzung:

Es wird Zeit, dass die christliche „Agitation“ auf unseren schönen, ideologiefreien Bergen beendet wird.

Zurück zum Kreuz

Mein Zielgedanke und hoffentlich auch der von anderen Bergfreunden und kritischen Zeitgenossen ist: Wir verbitten es uns, dass menschenähnliche Wesen in unserem Namen irgendwo drauf- oder hingenagelt werden. Zudem erfolgte das ja angeblich als notwendig für eine uns zugeschriebene Schuld. Und ausgerechnet eine solche Blut- und Gewalttat soll nun der Weg zu unserem Heil sein. Nein danke!

Ausblick: Die Dialektik dieses Hardcore Szenarios kennt ja als Pendant zur Opferung des Sohnes im Namen der Menschen im nächsten Schritt auch auf dem Globus gleich die Versenkung des gesamten belebten Arsenals (ob Mensch, ob Tier, ob Pflanze). Im Vergleich zum im letzten Jahrhundert ausgiebig praktizierten Völkermord handelt es sich hier um ein diese engen Grenzen sprengendes, sehr frühes globalisiertes Vorgehen – gleich alle Völker betreffend. Zurück zum Kreuz: Mahnt dieses im Opfer Jesu unsere Schuld an, so werden hier die Konsequenzen weiterer Bockigkeit von uns Menschen apokalyptisch ausgepinselt. Die Chance zur Umkehr wird uns eingeräumt, auch für Nicht-Kirchgänger, nämlich auf dem Gipfel [10].


Quellen und Anmerkungen

[1] Sonntagsblatt (03.09.2017): Gipfelkreuze – Kulturgut und Machtsymbol. Auf https://www.sonntagsblatt.de/artikel/spiritualitaet-mystik/gipfelkreuze-kulturgut-und-machtsymbol (abgerufen am 12.06.2020).

[2] ALPINEWS 10/2019 (01.10.2019): Newsletter des Kölner Alpenvereins. Auf http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/news.cgi?191001#07 (abgerufen am 16.6.2020).

[3] Thomas-Morus-Akademie: 80. Kunstbegegnung Bensberg; Verbindung zwischen Himmel und Erde. Gipfelkreuze – Schwarzweiß Fotografien von Ludwig Watteler. Auf https://tma-bensberg.de/80-kunstbegegnung-bensberg/ (abgerufen am 13.06.2020).

[4] Süddeutsche Zeitung (31. August 2016): Reinhold Messner: Kreuze haben am Gipfel nichts verloren. Auf https://www.sueddeutsche.de/bayern/alpinismus-reinhold-messner-kreuze-haben-am-gipfel-nichts-verloren-1.3144068 (abgerufen am 17.6.2020).

[5] Katholisch.de (15.9.2016): Bischof Gregor Maria Hanke über die Diskussion um Gipfelkreuze: „Das Kreuz gehört zu unserem Kulturraum“. Auf https://www.katholisch.de/artikel/10504-gipfelkreuz-ist-ein-dickes-plus (abgerufen am 15.6.2020).

[6] FOCUS (15.9.2016): Geistliche widersprechen Messner: Gipfelkreuze gehören zur Kultur. Auf https://www.focus.de/panorama/welt/debatte-um-religioese-symbole-geistliche-widersprechen-messner-gipfelkreuze-gehoeren-zur-kultur_id_5941281.html (abgerufen am 17.6.2020). 

[7] Bergwelten (13. Juli 2016): Wie der Gipfel zum Kreuz kam. Auf https://www.bergwelten.com/a/wie-der-gipfel-zum-kreuz-kam (abgerufen am 18.6.2020).

[8] Wikipedia: Kreuz (Christentum). Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz_(Christentum) (abgerufen am 18.6.2020).

[9] Claudia Paganini: Dem Himmel nah … Von Gipfelkreuzen und Gipfelsprüchen. Berenkamp-Verlag, Innsbruck 2002. (2. Auflage 2006, S. 64).

[10] Ausblick: Teil 2 meiner Reihe „Modernes Christentum und Fundamentalismus“ ist damit gesetzt: Bonifatius.


Redaktioneller Hinweis: Der Beitrag von Klaus Hecker erschien in einer älteren Version beim untergrundblättle; er wurde für Neue Debatte aktualisiert und ergänzt mit Zwischenüberschriften und weiteren Fußnoten.


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Illustration und Foto: Neue Debatte und Jens Burkhardt-Plückhahn (Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, Link)

Lehrer

Klaus Hecker (Jahrgang 1954) ging nach dem Abitur in Wetzlar 1973 nach Marburg und studierte Deutsch, Politik und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien. Von 1985 bis 2017 war er in der Universitätsstadt Lehrer an der Carl-Strehl-Schule, einem Gymnasium für Sehbehinderte und Blinde. Seit jeher engagiert er sich in sozialen und politischen Initiativen und tut dies noch heute. Als DSV-Lehrer "Skitour und Alpinist" ist er häufig im Alpenraum unterwegs.

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2 Responses

  1. Timm Herbst sagt:

    Der Autor ist also Atheist. Sei Ihm ja unbenommen.
    Wer oder was diesen jedoch zwingt, auf das Kreuz zu sehen, anstatt woandershin, will sich nicht erschließen.

    Im Ausblick wird völlig verquer: „´Dialektik“ kennt gar nichts, sondern ist eine abstrakte Methode. Die Verknüpfung des Opfers Jesu mit Völkermord sprengt imo alles Grenzen des Zumutbaren und geht weit über das hinaus, an was sich der Autor stößt.

  2. Morgentau sagt:

    Nicht nur auf Berggipfeln drängt sich einem ungefragt die christliche Symbolik auf. Man schaue nur in die Natur, wo an so manch Wegesrand, einer Straßenkreuzung, oder in der freien Wildbahn der natürliche Anblick der Natur durch irgendwelche Madonnen, Kruzifixe und Kapellen zugestellt wird. Zugegeben, eine freie Wildbahn ist heutzutage eh nicht mehr zu finden, in diesem christlich, sündig aufgebürdeten Abendland. Vielleicht stehen ja deshalb diese Götzenbilder (sind die nicht eh verboten lt. Bibel?) als Mahnung gegen Aberglauben und Umweltzerstörung einfach so da? Und jene, die die Mahnungen gar ignorieren, diesen wird durch ein minutenlanges, immer wiederkehrendes, donnerndes Glockengeläut alle Priestersünden um die Ohren gehauen. Vielleicht mit ein Grund, weshalb Jesus nach seiner Auferstehung nicht auf Erden blieb? ;-)

    Übrigens, Fahnenstangen sind auch nicht viel besser, lasst die Natur doch einfach Natur sein.
    Vielleicht ist es ja auch ausreichend, wenn die Himmelsstürmer ihren Triumph durch urinieren kenntlich machen? Leider stand diese Option auf dem Mond nicht zur Debatte.

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