Hermann Arnold fragt sich, wie starte ich eine Revolution. (Illustration: Neue Debatte)

Grundsatzfrage: Wie starte ich eine Revolution?

Es geht ins Eingemachte: Nicht erst durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die Gesellschaften ökologisch, ökonomisch, sozial, ethisch und politisch an einem Wendepunkt angekommen sind. Das bisherige System, aufgebaut auf Konkurrenz, Profitgier und Rücksichtlosigkeit, funktioniert nicht mehr. Die Freiheit ist gefährdet, die Politik beliebig, die Demokratie wird ausgehöhlt, es droht der ökologische Kollaps.

Jeder Einzelne ist deshalb gefordert, Verantwortung zu übernehmen, um diese Entwicklungen nicht nur zu stoppen, sondern neue Wege zu beschreiten, die aus der zivilisatorischen Sackgasse führen.

Für mehr Verantwortung: Wie starte ich eine Revolution?
Ein Gespräch mit dem Unternehmer und Visionär Hermann Arnold über den Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt

Der Unternehmer und Visionär Hermann Arnold beschreibt bei „Reiner Wein“, dem politischen Podcast aus Wien, seine Beweggründe, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren, welche positiven, aber auch negativen Erfahrungen er mit Projekten wie „Österreich entscheidet“ (www.entscheidet.at) oder „Demokratie21“ (www.demokratie21.at) gesammelt hat und was funktionieren muss, um eine Epoche der Verantwortung einzuleiten.

Dafür bedarf es auch einer inneren Initialzündung, den letzten Tropfen, der das mit Unerträglichkeiten gefüllte Fass zum überlaufen bringt. Hermann Arnold bewegt daher schon länger eine einfache Frage: Wie starte ich eine Revolution?


Themen der Sendung sind u.a.:

  1. Motivation: Warum engagiert sich Hermann Arnold für die Demokratie?
  2. Die digitale Revolution: Automatisierung, Rationalisierung und die Macht der Spezialisten.
  3. Die kreative Zerstörung: In der Wirtschaft normal, in der Gesellschaft brutal.
  4. System und Geschichte: Von den Römern und dem Recht.
  5. Vertrag und Staat: Wohin gehört der Mensch?
  6. Zur Herrschaft: Parteien und Menschen als Opfer des Systems.
  7. Gute Arbeit: Das Einkommen als Fessel des Wandels.
  8. Die Hürde: Neue Demokratie versus alte Machtkonzentration.
  9. Ende oder Anfang: Ethisch, sozial, ökologisch, ökonomisch und politisch.
  10. Mach‘ es selbst: Das Prinzip der Verantwortung.

Diese und weitere Themen kommen auf den Tisch bei Reiner Wein.


Weiterführende Links

Projekte: Österreich entscheidet und Demokratie21
Unternehmung: Haufe Group


Zur Person

Reiner Wein, der politische Podcast aus Wien, im Gespräch mit dem Visionär und Unternehmer Hermann Arnold. (Foto: www.reiner-wein.org)Hermann Arnold (Jahrgang 1975) ist Unternehmer, Mitgründer und Vorsitzender der Haufe-umantis AG (St. Gallen/Schweiz). Nach dem Abitur studierte er an der Universität St. Gallen Betriebswirtschaftslehre und gründete parallel zwei Start-up-Unternehmen. Seine Diplomarbeit, mit der er 1998 sein Studium abschloss, verfasste er zum Thema „Was kann das Human Resource Management zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen?“.

2000 gehörte er zu den Gründern der Risikokapitalgesellschaft BrainsToVentures. 2001 gründete er die Firma umantis (Entwicklung einer Talentmanagement-Software), wurde später Geschäftsführer des Unternehmens und Vorsitzender des Verwaltungsrats. In dieser Funktion setzte er demokratische Formen der Unternehmensführung und -entwicklung durch. Hermann Arnold engagiert sich bei Unternehmensgründungen, fördert soziales Unternehmertum und ist Mentor und Initiator in sozialen Initiativen.

2012 gehörte er zu den Mitbegründern der österreichischen Partei NEOS. Nach dem Zusammenschluss mit dem Liberalen Forum zog er sich aus der Partei zurück. 2016 veröffentlichte er das Buch „Wir sind Chef. Wie eine unsichtbare Revolution Unternehmen verändert.“ Darin plädiert Hermann Arnold für eine neue Form der Unternehmensführung, die auf der radikalen Beteiligung der Belegschaft basiert.



Illustration und Audio: Neue Debatte und Reiner Wein

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1 thought on “Grundsatzfrage: Wie starte ich eine Revolution?

  1. Wir sind der Meinung, es ist an der Zeit unser Grundgesetz – Art 14 umzusetzen:
    Darin wird verlangt:
    Absatz 1)Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen
    Dass unsere sogenannten „Eliten“ diesen  Grundsatz erfüllen, ist nicht zu erkennen ! Deshalb ist notwendig den
    Absatz 3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig… .
     umzusetzen!
     Die reichsten Deutschen:
    Mit einem geschätzten Vermögen von 34 Milliarden Euro dürften es die BMW-Großaktionäre Stefan Quandt und Susanne Klatten sein, berichtete das Managermagazin 2015
    Zum Besitz von Mitgliedern der Quandt-Familie gehören aktuell unter anderem
    46,7 Prozent der Anteile an BMW,
    der Spezialchemiekonzern Altana,
    direkt und indirekt mehr als 40 Prozent an SGL Carbon, einem Spezialisten für Kohlefasern, vor allem für die Autoindustrie,
    rund 20 Prozent der Anteile am Windanlagenbauer Nordex,
    eine Beteiligung an der BHF-Bank
    sowie eine Reihe weiterer Beteiligungen.
    Vermögen der 100 reichsten Deutschen stieg auf 400 Milliarden Euro
    Für das Jahr 2019 war zu vermerken:
    Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW in Kürze 1,12 Milliarden Euro aufs Konto. Der Autokonzern hat im vergangenen Jahr 8,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sollen 30 Prozent davon als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
    Familie Quandt verdient drei Millionen Euro – pro Tag
    Woher stammt das erebte Vermögen:in der Studie des Historiker Joachim Scholtyseck 2001heisst es:
    Die Quandts waren vielleicht keine eifernden Ideologen, aber dennoch Teil des Naziregimes,
    Von der Aufrüstung profitierten sie ohnehin – aber sie bereicherten sich auch schamlos bei Arisierungen, initiierten diese zum Teil sogar. Sie sperrten sich nicht gegen den Einsatz von Zwangsarbeitern in ihren Fabriken, nur kurz gegen den von KZ-Häftlingen.
    Während der Corona-Krise war von ihnen keine Hilfe zu erkennen! Im Gegenteil erwarten sie erneut hohe Millionenbeträge als Dividende
    Auch für die Zeit nach der Kriseist von  Ihnen nichts positives zu erwarten!
     
    (Infos aus:Handelsblatt 21.03.19 München, Managermagazin, Spiegel online, Die Welt)

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