Der Satz, Error schreibt sich ohne T, ist die kosmische Ödnis für Algorithmen. (Illustration: Neue Debatte)

Literarischer Anschlag: Error schreibt sich ohne T

Humor ist ein Überlebensmittel. Bücher sind Lebensmittel. Was sind dann humorvolle Bücher? Bio-Produkte des Geistes, zusammengebraut von modernen Schamanen, die von der DEA als Endomorphin-Dealer gejagt werden.

Warum diese Strenge? Weil Humor an den Stahlgittern des Überwachungssystems oxidiert und so die tragenden Säulen zum Einsturz bringen könnte. Die Machteliten, besser beschrieben als Regisseure der Matrix, fürchten nämlich nichts mehr, als dass der humorvolle, also angstfreie Einfluss in unseren Hirnen zu unkonventionellen Synapsenverbindungen führt, sodass die giergesteuerten Schweinereien von uns bis auf den Grund beleuchtet werden.

Wer es als Mächtiger also mit Erleuchteten zu tun hat, kann einpacken. Dass dem so ist, versuchen wir hier zu beweisen. Mit anderen Worten: dies ist ein literarischer Anschlag.

ERROR schreibt sich ohne T

stadt muss sich bücken … prophetische melonen gegen flut … abreise ohne wesenheiten … bilderkreis mit schneefeldern am fuß … schleifen auf spaziergängerinnen haben keine fenster … umwundene Müdigkeiten zweibeinig … weder sand noch pfoten in der wut … unyss schuppenkollektion drei blatt … tausend stäbchen stürzen sieger … oeih3oiweu äshjc-vrevbb?w lö qrtqw034 … error …

TERROR! schallt es aus den unterfütterten Logen. Liebe Satanisten, ERROR schreibt sich ohne T.

Wie ist dieser Text zu deuten? Zunächst ist eines klar: er unterminiert die NSA-Suchmaschinen und führt ihre Super-Algorithmen in die kosmische Ödnis, wie die armen Reichen das universelle Meer der unbegrenzten Möglichkeiten in ihrer allumfassenden Unwissenheit zu bezeichnen pflegen. Wie sagte doch Prof. Toyota gegenüber seinem Freund Friedrich Fiat? „Der Leere ist genug gepredigt, jetzt geht es um Fußball!“ Dada est ergo sum. Oder esta bueno esto! Der Ball, die Kugel, das Leder, das Spielgerät, die Pille, das Geschoss, die Murmel, die Kirsche – alles wie gehabt.

Wie stehts? „5:1!“ – „Das gibts doch nicht!“ – „Die Verteidiger halten viel zu viel Abstand!“ – „Anderthalb Meter, um genau zu sein“.

Also: Wer hat hier die Deutungshoheit? Wir oder die Neo-Satanisten aus Fort Meade? Die Letzteren, sagen Sie? Nun ja, kann man nichts machen. Stimmt aber nicht. (Mein Freund frankly Frank gibt gerade zu bedenken, immer mal wieder Hand und Fuß in den Text einzustreuen, sonst geht es in die Nonsens-Ecke und das gilt es in jedem Fall zu verhindern). „Wie stehts?“ – „Immer noch 5:1. Meine Hand drauf.“

„Wie stehts?“

Bleiben wir beim Fest der Elfenbeine und den Endomorphinen. Bei uns gibt’s den Eimer für fünf Euro. Umsonst ist nix. Ach, Sie machen sich Ihre Endomorphine selbst? Und Sie glauben auch noch, dass diese von besserer Qualität sind als unsere? Weil sie im Verbund hysterischer Maskenfans genossen werden?

Aber Sie kennen doch die Stadion-Verordnung, nach der 51 Prozent der produzierten Menge an die Gates-Fundation abzuführen sind, die das Produkt solange streckt, bis es für alle reicht. Nach dem Motto: du kriegst die Nadel oder Dünnpfiff, was beides unangenehm ist. „Wie stehts?“ – „5:6“. Puh, gerade noch mal gut gegangen …

So kulminiert alles wieder einmal in der Frage: GIBT ES EIN LEBEN NACH DER IMPFUNG? Und wenn ja, wie viele …?

Mit überschäumenden Grüßen
Ihr Zielobjekt


Redaktioneller Hinweis: Das Essay von Dirk C. Fleck erschien unter dem Titel „Error schreibt sich ohne T. Ein literarischer Anschlag“ bei Kenfm.de und wurde von Neue Debatte übernommen und redaktionell überarbeitet. Links wurden ergänzt und einzelne Absätze zur besseren Lesbarkeit im Netz eingefügt und hervorgehoben.


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Illustration: Neue Debatte

Dirk C. Fleck (Jahrgang 1943) ist freier Journalist und Autor aus Hamburg. Er machte eine Lehre als Buchhändler, besuchte danach in München die Deutsche Journalistenschule und absolvierte Mitte der 1960er ein Volontariat beim „Spandauer Volksblatt Berlin“. 1976 siedelte er wieder nach Norddeutschland über und arbeitete bei der „Hamburger Morgenpost“, wo er Lokalchef wurde. Später war er Chefredakteur des „Hanse-Journal“, Reporter bei „Tempo“ und Redakteur bei „Merian“. Er arbeitete im Auslandsressort der Wochenzeitung „Die Woche“ und schrieb ab Mitte der 90er Jahre als freier Autor und Kolumnist für Tageszeitungen (u.a. Die Welt) und Magazine wie zum Beispiel Stern, GEO und Spiegel. Seit den 1980ern setzt er sich journalistisch mit den ökologischen Folgen der zügellosen kapitalistischen Wirtschaftsweise auseinander und verarbeitet seine Erfahrungen, Überlegungen und Recherchen in Romanen. Das Buch „Palmers Krieg“ erschien 1992 und beschäftigt sich mit der Geschichte eines Ökoterroristen. „GO! Die Ökodiktatur“ (1993) ist eine Auseinandersetzung mit den Folgen des Ökozid. Außerdem erschienen von Dirk C. Fleck die Bücher „Das Tahiti-Projekt“ (2008), „MAEVA!“ (2011), „Die vierte Macht – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten“ (2012) und „Feuer am Fuss“ (2015).

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