Who is watching als neue Göttlichkeit. (Symbolfoto: Claudio Schwarz, Unsplash.com)

Corona-Imperialismus: Seine Göttlichkeit …

Corona unser,
der du bist mitten unter uns,
dein Virus ist uns heilig,
dein Reich ist schon da.
Wir wollen endlich erkranken,
an der Nordsee wie in der Sahara.

Du vergibst grundsätzlich niemand etwas,
die Schulden, die sich durch dein Wirken bei uns auftürmen,
dürfen wir selber bezahlen – Danke.
Hauptsache, du weidest uns auf coronen Auen.

Das ist die eine Sichtweise, die der sogenannten Corona-Verehrer.

Solidarität mit das Virus Corona

Wir, die Vereinigung todbringender Krankheiten, rufen auf zur Solidarität mit unserem kleinen Bruder namens Corona. Gründe:

  • Seit Jahren wird er diskriminiert, als sei es die schlimmste Todesursache auf Erden.
  • Ich, der Krankenhauskeim bin stolz darauf, dir sagen zu können, dass ich in den letzten Jahren pro anno bis zu etwa 20.000 Leben hinweggerafft habe.
  • Ich bin die Thrombose, die das, was der doofe, so gefeierte Corona-Keim hinbringt, verdoppelt. Laut S3 Richtlinie der Bundesregierung macht das pro anno 40.000 bis 50.000.
  • Und so weiter und so weiter.
  • Kein Wunder, dass unser kleines Neutrum Corona da Minderwertigkeitskomplexe bekommen hat.
  • Aktuell hat „Es“ es gerade mal auf 9000 und ein paar Zerquetschte gebracht.
  • Um ihm zu helfen, hatte ich mich als Opfer angeboten. Endlich hat „Es“ es auch angenommen.

Nun fand ich mal Zeit, ich hatte ja auch nur drei Tage 38 Fieber, den Keller aufzuräumen und dann, es war April, den Skiservice und dann frühzeitig selbst zumachen: „Nach der Saison ist vor der Saison„.

Na ja, was kann man nicht alles erzählen.

Unser Forderungskatalog: Freiheit für Corona und andere gefährliche Viren!

  1. Wir fordern die Bundesregierung auf, uns barrierefreien Zugang zu Altenheimen, Pflegeheimen, Intensivstationen et cetera zu verschaffen, also dort, wo wir sozusagen im Vorbeigehen einen Skalp an unseren Gürtel hängen könnten.
  2. Wir, nicht mehr und nicht weniger als die feindlichen Brüder der Krankenhauskeime, möchten unser grundgesetzlich verbrieftes Recht auf freie Entfaltung unserer Persönlichkeit wahrnehmen dürfen.
  3. Wir, dies heißt wir, es ist dieses Virus namens Corona, sind auch nur, beinahe hätte ich gesagt Menschen, ich meine natürlich Viren. Was haben wir euch eigentlich getan, dass ihr uns unser ebenfalls verbrieftes RECHT AUF LEBEN absprechen wollt?
  4. Wir kommen aus dem „gleichen warmen Teich“. Dorther, wo Charles Darwin den Beginn alles organischen Lebens verortet hat („of the origin of space“ oder so ähnlich). Ja, in dieser Ursuppe waren wir noch eins, haben uns erst später als unterschiedliche Wesen ausdifferenziert, gemäß eines preußischen Visionärs: Jeder soll nach seiner Fassung oder so ähnlich verrückt – Quatsch, Entschuldigung – glücklich werden. Den Namen dieses Visionärs trage ich nach.
  5. Also gemeinsame Wurzeln und jetzt so etwas? Nicht gerade familiensinnig von euch, ihr Raben.
  6. Zur Wiedergutmachtung des so lange unseren lieben Mitbürgern namens Coronisten begangenen Unrechts fordern wir sofort die Einführung einer Solidaritätsabgabe in Höhe von 10 Euro pro Jahr pro Bürger für Corona – und diese wird ewig bestehen bleiben müssen. Denn wir bleiben auch ewig, ja, wir lassen uns sogar noch helfen: Wir sind die Vorreiter einer Welle von Pandemien, die über euch hereinbrechen werden wie so manches Gewitter.
  7. Auch im Bergbau, der Atomfrage gibt es Ewigkeitskosten (ggf. googlen).

Hääh, eine Welle von Pandemien? Ja, was glaubst du denn! Massentierhaltung, das Herauslocken der Wildtiere aus ihren Naturräumen durch Eindringen der Zivilisation… alles Ursachen, die bekannt sind und hausgemacht sind und die Produkte von euch sind. Diese aber wollt ihr nicht als eure lustvoll „produzierten“ Kinder annehmen.

Aktuell könntet ihr wahrnehmen, wie das Mercosur-Abkommen, das solche Praktiken heiligt, natürlich nicht einfach so, sondern im Namen von Übervater „Profit“ von der EU – allen voran Deutschland, wie immer – gegen Österreich durchgepeitscht wird.

Summa summarum – Wir fordern …

  1. die Gleichstellung von das Corona mit anderen todbringenden Krankheiten,
  2. die Anerkennung und damit verbundene Aufwertung, dass Corona entsetzliche Langzeitwirkungen haben könnte.
  3. Maskenpflicht: Alle Masken haben die Pflicht, sich für den nächsten Faschingsball bereitzuhalten und das Jahr über in der Kostüm-Kiste gemeinsam mit Federschmuck, Piraten-Augenklappe und dem Bärenfell zu verharren.
  4. Spahns Aufzugfahrt in der Gießener Uni sollte zum Weltkulturerbe erklärt und früh in Kindergärten gezeigt werden.
  5. Alle Substantive sind ab sofort mit dem Attribut Corona zu versehen. Mal so zum Bleistift: Einen Corona-Kaffee bitte; Wo ist hier das Corona-Klo?; Ich hau dir gleich eins auf die Corona, …

Feldstudien der Uni Göttingen oder so haben ergeben, dass der so langweilige Deutschunterricht wieder an Fahrt aufnimmt: „Huhu, ich bin Corona-Cowboy, hau ab, du blöder Corona-Indianer …“

Viele Coronas,

eure todbringenden Krankheiten


Foto: Claudio Schwarz (Unsplash.com)

Lehrer

Klaus Hecker (Jahrgang 1954) ging nach dem Abitur in Wetzlar 1973 nach Marburg und studierte Deutsch, Politik und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien. Von 1985 bis 2017 war er in der Universitätsstadt Lehrer an der Carl-Strehl-Schule, einem Gymnasium für Sehbehinderte und Blinde. Seit jeher engagiert er sich in sozialen und politischen Initiativen und tut dies noch heute. Als DSV-Lehrer "Skitour und Alpinist" ist er häufig im Alpenraum unterwegs.

1 thought on “Corona-Imperialismus: Seine Göttlichkeit …

  1. Wahrscheinlich muss man Corona ins Lächerliche ziehen, um diesen Irrsinn überhaupt noch irgendwie ertragen zu können. Ich bezweifle aber, dass uns das helfen wird, denn mittleiweile höre ich die Schafe aus jeder Ecke blöken, und schaue in angstverzerrte Gesichter die man versucht unter bakteriell verseuchten Lappen zu verstecken.

Wie ist Deine Meinung?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Journalismus und Wissenschaft von unten