Trauriges Österreich

Lirum, larum - verdammt noch mal - Löffelstiel,
eine Zeitmaschine wünsch ich mir her,
als den Mächt'gen Demokratie noch gefiel,
wo Rechtsstaatlichkeit mehr war als nur Mär.

Heut' ist doch viel Erstaunliches möglich.
Dacht immer, die Bananen hätten irgendwann ein Ende.
Ab wann werden sie giftig, ab wann werden sie tödlich?Ab wann werden sie giftig, ab wann werden sie tödlich?
Zum Schluss reiben sich die Opportunist:innen die Hände.

Die Pflanzen sind recht fleißig am Treiben,
was der Minister gerade treibt, ist noch offen.
Ab wann werden sie giftig,
ab wann werden sie tödlich?

Dass wir grad alle pflanzt werden, ist zum Speiben.
Die G'schicht war womöglich auch... besoffen.

Es blüh(mel)t schon länger recht oarg im Land,
das haben wir alle schon lang geschnallt.
Regieren heißt mehr als "PR-Stunt",
der Frühling '21 ist noch nicht sehr alt.

Die Grünen sind eh noch da?
Auf dem Papier eh, is scho war^^
Ich hab a mal g'hört, die sind Links.
Sind's jetzt links, oder link?
Glaube, ich hab mich verhört,
es gibt so viel was die nicht stört.

Da sitz ich nun vor der Waschmaschine,
diese brave Arbeits-Biene,
die macht wenigstens,
was ihr die Menschen sagen!
Über die Arbeit von der musst ich mich nur selten beklagen.
Bei der aktuellen Regierung dreht's
ma sauber den Magen.

Gewaschen sind sie alle weich,
trauriges Österreich.

Foto: Dominik Vanyi (Unsplash.com)

Leseempfehlung

Gesucht wird Jesus Christus – Realität, Politik und der Flirt mit Gott

(…) Je mehr Wissen der Menschheit zugänglich wird, desto mehr Menschen schlüpfen in die Rolle eines Giordano Bruno: Sie sehen, sie verstehen und sie begreifen langsam, welche Machtstrukturen den Weg ins weltliche Paradies versperren. Wie der Philosoph Bruno, der im 16. Jahrhundert erkannte, was er nicht erkennen durfte, weil er damit die Ohnmacht gegenüber der kirchlichen Macht überwand. Er sah die Unendlichkeit des Universums, in dem es weder Platz für ein göttliches Gericht gibt, noch für ein Jenseits.

Student

Johannes Pfaundler-Spiegel (Jahrgang 1996) studiert Biologie in Wien und ist Bundesvorstandsmitglied der neuBasis. Die neuBasis ist die Jugendorganisation des Bund sozialdemokratischer Akademikerinnen, Intellektuellen und Künstlerinnen (http://www.bsa.at). Johannes Pfaundler-Spiegel engagiert sich im Rahmen seines politischen Mitwirkens an gesellschaftspolitischen Innovationen in den Bereichen Partizipationsprozesse, Umwelt, Forschung und Technologie.

Wie ist Deine Meinung zum Thema?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.