Ob das noch lange gut gehen wird, darf bezweifelt werden

Es ist uns egal, ob der Umweltschutz systematisch ausgehöhlt oder ignoriert wird, uns kümmert es nicht, dass die Grenzen zwischen Konzernen und Regierungen gänzlich aufgehoben werden, dass sich die freie Presse aus freien Stücken gleichschaltet hat.

Lasst sie doch an jeder Straßenlaterne dieser Welt eine Kamera installieren, lasst sie unsere Mails lesen und unsere Telefonate abhören, sollen sie doch daran ersticken, mir doch egal, hab nichts zu verbergen. Maskenpflicht, Ausgehverbot, Kontaktsperre, Verbot von Gottesdiensten – ja und? Muss doch sein angesichts dieser furchtbaren Pandemie. Schließung von Restaurants? Da muss die Toskana-Fraktion eben mal zu Hause essen. Stilllegung des Kulturbetriebs? So what, wer braucht das in diesen Zeiten? Jetzt haben wir erst einmal Corona …

So oder so ähnlich denkt noch immer eine Mehrheit der Bürger, denen man in den letzten anderthalb Jahren einen Großteil ihrer Grundrechte genommen hat.

Unsere Gesellschaft wird gerade auseinander gehauen. Eigentlich müsste ein Aufschrei durchs Land gehen, eigentlich müssten sich genügend Klarsichtige finden, die sich aufgerufen fühlen, aus der Reserve zu treten, die ihre Duldsamkeit endlich ablegen, um ihr Selbstwertgefühl, ihren Stolz und ja … ihre Ehre wieder zu entdecken.

Um die Massen unter Kontrolle zu halten, bevor diese in Panik ausbrechen, und um den riesigen Misthaufen zu entsorgen, den die Drahtzieher aus Politik und Wirtschaft angehäuft haben, inszenieren diese nun mithilfe der Medien eine andauernde globale Bedrohung: das ewige Coronavirus mitsamt seiner Varianten.

Ein enormer propagandistischer Ausstoß an Angst lähmt zurzeit jeden Widerstand. Ob das noch lange gut gehen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn allmählich beginnen die Menschen das perfide Spiel zu durchschauen. Dann wird es ungemütlich für die Verantwortlichen. Und sie ahnen es wohl …


Redaktioneller Hinweis: Das Essay „Ob das noch lange gut gehen wird, darf bezweifelt werden“ von Dirk C. Fleck wurde am 19. Oktober 2021 erstmals auf www.keinzustand.at publiziert und von Neue Debatte übernommen. Mit der Kurzformel „Das ist kein Zustand“ legt man im allgemeinen Sprachgebrauch einen umfassenden Widerspruch gegen die Verhältnisse ein. Das Virus ist zum Instrument dafür geworden, Maßnahmen zur extremen Einschränkung des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens zu erlassen. „keinzustand.at“ bietet Platz, dagegen Widerspruch einzulegen.


Eine Frau springt in die Luft. Foto Adrianna Van Groningen, Unsplash

Alles beginnt mit dem ersten mutigen Schritt!

Journalismus hat Zukunft, wenn er radikal neu gedacht wird: Redaktion und Leserschaft verschmelzen zu einem Block – der vierten Gewalt. Alles andere ist Propaganda.


Foto: Tamar (Unsplash.com)

Dirk C. Fleck (Jahrgang 1943) ist freier Journalist und Autor aus Hamburg. Er machte eine Lehre als Buchhändler, besuchte danach in München die Deutsche Journalistenschule und absolvierte Mitte der 1960er ein Volontariat beim „Spandauer Volksblatt Berlin“. 1976 siedelte er wieder nach Norddeutschland über und arbeitete bei der „Hamburger Morgenpost“, wo er Lokalchef wurde. Später war er Chefredakteur des „Hanse-Journal“, Reporter bei „Tempo“ und Redakteur bei „Merian“. Er arbeitete im Auslandsressort der Wochenzeitung „Die Woche“ und schrieb ab Mitte der 90er Jahre als freier Autor und Kolumnist für Tageszeitungen (u.a. Die Welt) und Magazine wie zum Beispiel Stern, GEO und Spiegel. Seit den 1980ern setzt er sich journalistisch mit den ökologischen Folgen der zügellosen kapitalistischen Wirtschaftsweise auseinander und verarbeitet seine Erfahrungen, Überlegungen und Recherchen in Romanen. Das Buch „Palmers Krieg“ erschien 1992 und beschäftigt sich mit der Geschichte eines Ökoterroristen. „GO! Die Ökodiktatur“ (1993) ist eine Auseinandersetzung mit den Folgen des Ökozid. Außerdem erschienen von Dirk C. Fleck die Bücher „Das Tahiti-Projekt“ (2008), „MAEVA!“ (2011), „Die vierte Macht – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten“ (2012) und „Feuer am Fuss“ (2015).

Ein Gedanke zu “Ob das noch lange gut gehen wird, darf bezweifelt werden”

  1. dass während einer pandemie-lage selbst „gottesdienste“ (das wort muss man sich auf der zunge zergehen lassen) ausfielen, war allerdings schwere versündigung an gott und an den gläubigen, denn gott bedarf solcher dienste unbedingt (gott ohne weihrauch = undenkbar, weihrauch-büsche ohne gott = normale pflanzen), und die gläubigen wurden daran gehindert, durch superspreader-ereignisse tödlich zu erkranken, und so früher ins paradies zu gelangen als jetzt, wo sie schnöde einfach im irdischen jammertal weiterleben müssen – unverzeihlich sowas !

    und “ […] inszenieren diese nun mithilfe der Medien eine andauernde globale Bedrohung: das ewige Coronavirus mitsamt seiner Varianten. “

    da müssen wir uns wirklich keine sorgen machen,

    (1) denn je mehr und länger das c.virus weltweit noch aktiv unterwegs ist, desto mehr mutationen wird es auf dem weg der adaptionen ausbilden, und desto größer die zumindest potentielle bedrohlichkeit für uns alle, und gewöhnlich endet ein pandemie“spiel“ damit, dass erreger (nur noch) endemisch und/oder epidemisch werden, mit der potenz allerdings, vom epidemischen (praktisch jederzeit) wieder ins pandemische überzugehen

    (2) und im rahmen klimadrift usw haben wir wirklich allerbeste aussichten auf neue erreger-pandemien, und zwar mit viren und bakterien als mitspielern, zb heute die unterschiedlichen bakteriellen mrsa-klassen (die wir selbst erst „gezüchtet“ haben, zb tiere-massen-haltung, menschen-massenhaltung zb in form großstädten) = da genügt „ein funke“ um neue pandemische flächen“brände“ auszulösen.

    biologisch muss man sich klarmachen, dass weit mehr als 90% allen irdischen lebens in form von mikrolebensformen vorliegt = bakterien, pilze und ihre biofilm-gemeinschaften = also auch mensch, so überzahlreich es ihn heute gibt, uns so „besonders“ er sich selbst dünkt, eine im prinzip vernachlässigbare lebensform auf diesem planeten darstellt, zudem sind fast alle höheren lebensformen (die vielzelligen) in der geschichte des lebens auf diesem planeten nach wenigen millionen jahren ganz natürlich wieder ausgestorben, warum sollte es ausgerechnet dem mensch-vielzeller da andersgehen? wir haben jetzt ca 2-3 millionen jahre als menschtier hinter uns, und tun aktiv sogar alles mögliche, um uns selbst demnächst in den geschichtsbüchern der paläontologie zu verewigen, lange bevor in 400 millionen jahren die sonne selbst definitiv den shutdown allen irdischen lebens bewirken wird, und bakterien und mikropilze diejenigen sein werden, die die türe dann abschließen = das leben selbst und insgesamt auf einem planeten oder mond als vorübergehendes pandemisches phänomen, und vermutlich gilt das kosmos-weit.

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