Einführung in soziologische Sichten (Teil 1): Gesellschaft, Macht und Gewalt

„Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.“

– Kurt Lewin (Sozialpsychologe; 1890 bis 1947)*

Gesellschaft

Gesellschaft, so Karl Marx (1818-1883) in seinen Vorarbeiten zum wissenschaftlichen Hauptwerk „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ (Band 1, 1867) besteht nicht aus vereinzelten Einzelnen und „nicht aus Individuen, sondern drückt die Summe der Beziehungen, Verhältnisse aus, worin diese Individuen zueinander stehn.“ (1)

Die Vorstellung von Gesellschaft als System reflexiv handelnder Menschen beruht auf dem historisch-materialistischen Grundsatz von Marx und Engels: „Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein.“ (2)

Dieser – marxistische – Ansatz ist zum einen allen eindimensional-verkürzenden ökonomistischen Sichten (etwa Webers: „Das Streben nach Einkommen [ist] die unvermeidlich letzte Triebfeder allen wirtschaftlichen Handelns“; 3) und zum anderen jeder individualistisch-obskurantistischen Sicht auf „Gesellschaft“, die sie schlicht negiert (etwa Thatchers: „There is no such thing as society, only men and women and their families“; deutsch etwa: „Gesellschaft ist ein Unding. Es gibt nur Männer, Frauen und deren Familien“; 4) deshalb um eine wissenschaftshistorische Epoche voraus, weil sie Gesellschaft als allgemeinen und übergreifenden Handlungszusammenhang vorstellt.

Die (auch von mir) als sozialkannibalische Ideologie und destruktive Politpraxis empfundene Entgesellschaftlichung von Gesellschaft ging in Ganzdeutschland inzwischen so weit, dass ein vor Jahren kurzfristig zum Bundesminister gekürter CSU-Spitzenpolitiker wie Michael Glos soziale „Schichten“ öffentlich und unwidersprochen zur „Erfindung von Soziologen“ erklärte, halte ich für einen Grundaspekt des gegenwärtig allumfassenden und typischerweise rechten Wertenihilismus, der, wenn noch weiter banksteristisch beschleunigt (5) und gesellschaftlich verallgemeinert, nächst die kulturellen Grundlagen auch des Kapitalismus als gesellschaftlichem System und damit von Gesellschaft zerstören könnte.

In diesem Sinn präzisiert Banksterismus als globalökonomischscheingeldschöpfendes System heute jenen (vor zwei Jahrzehnten noch allgemeinsystemisch beschriebenen) „Kapitalismus ohne menschliches Gesicht“, dem „über kurz oder lang nichts anderes mehr übrig bliebe als der geschichtliche Abtritt, weil er, seiner ungebändigten Eigenlogik folgend, seine kulturellen Grundlagen zunehmend selbst zerstört.“ (6)

Macht

„Die Macht im Staat ham‘ doch immer noch die Gleichen / Wo’s Geld sitzt ist die Macht, das ist doch klar … Die Macht im Staat ham‘ doch immer noch die Gleichen / Wo’s Geld sitzt ist die Macht, wer weiß das nicht … !“

– Knut Kiesewetter 1973 (7)

Eine Szene zur Machtentstehung aus Der Pate („The Godfather“) hat mich vierzig Jahre lang fasziniert. Diese lange Filmszene habe ich mehr als einmal angesehen. Sie findet sich im 1969 erstveröffentlichten Buch „The Godfather“ des US-amerikanischen Bestsellerautors Mario Puzo (1920-1999) als Geschichte der aus dem sizilianischen Dorf Corleone stammenden Familie im dritten Teil des Buchs. (8)

Diese längere Episode enthält der zweite in der deutschen Kinofilmfassung 196 Minuten dauernde Teil der Filmtrilogie Der Pate (1972 (9); 1974 (10); 1990) als Rückblende auf den Beginn seiner „Karriere“:

The Godfather Part II (Lizenz: Fair use)
The Godfather (Filmposter; Lizenz Fair use)

„In 1917, Vito Corleone […] lives in a tenement with his wife Carmela and son Sonny, and works in a New York grocery store owned by the father of a close friend. A member of the Black Hand, Don Fanucci, who extorts protection payments from local businesses, forces the store owner to fire Vito and give his job to Fanucci’s nephew. As a favor to his neighbor, Peter Clemenza, Vito hides a stash of guns; in return, he is invited to the burglary of a rich apartment. His share of the loot is a plush rug, which he lays in his own living room.“ (11)

Diese Episode beschreibt anschaulich den Ausgangspunkt der Handlungsmacht des späteren Paten. Sie lässt ihn im Lauf der Jahrzehnte von einem der vielen jungen Arbeiter in der New Yorker Spaghetti Community zu einem der wenigen mächtigen Mafia-Akteure der US-amerikanischen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft werden.

Etymologisch wird Macht im Deutschen verstanden als „Vermögen, Herrschaft, Gewalt, Kraft, Stärke.“ (12) Herrschaft ist Machtausübung in sei’s organisierter sei’s personaler Form. (13) Autorität wird ebenfalls personal wie positionell verstanden als „auf einer besonderen Stellung, auf überlegenen Fähigkeiten, Kenntnissen beruhendes Ansehen, das seinem Träger einen bestimmenden Einfluss auf andre sichert.“ Ansehen als Autoritäten können sowohl Personen als auch Institutionen „genießen“. (14) Gewalt schließlich wird als „rohe Kraft, Wucht, Macht, Zwang“ gefasst. (15)

Mit Ausnahme der Darstellung der aktuellen englisch(sprachig)en und der dieser weitgehend folgenden deutschsprachigen Wikipedia (16) lehnen sich die soziologischen Machtverständnisse in allen für diesen Beitrag durchgesehenen begrifflichen Bestimmungen nicht nur an die Definition des bekannten deutschen Soziologen Max Weber (1864-1920) an; sondern rückbeziehen sich ausdrücklich auf Webers bekanntes Diktum als gefällige Formel zur Macht (17): diesen soziologischen Grundbegriff stellte Weber in den Zusammenhang mit Herrschaft und Disziplin und definierte Macht als „jede Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“ (18)


Der Soziologe Max Weber 1894.
Der Soziologe Max Weber (1864 bis 1920) definierte Herrschaft als „Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden“. (Foto: Gemeinfrei)

Nach seinen zwei folgenden „soll heißen die Chance“-Definitionen von Herrschaft und Disziplin gibt Weber in diesem Paragrafen [§ 16] des ersten Kapitels seiner soziologischen Kategorienlehre fünf erläuternde Abschnitte. Sie beginnen mit Hinweisen auf den (theoretisch abstrakten) soziologisch amorphen Charakter seines Machtbegriffs und enden mit der Form „der Legitimationsgrundlagen der Herrschaft.“ (19) Insofern interessieren Machtrechtfertigungen und Machtmissbrauch. Nicht aber Ohnmacht als realer Antipode und begriffliches Antonym.

Auffällig weiters, dass Weber von einer sozialen Beziehung ausgeht und auf jede inhaltliche Präzisierung zugunsten zweier Formalien verzichtet: Macht und Herrschaft werden sowohl als inhaltlos-beliebige Konzepte wie auch als quantifizierbare Chancen präsentiert. Entsprechend kritisierte der tschechisch-US-amerikanische Politikwissenschaftler Karl W. Deutsch bereits 1964 Webers quantitativen „Begriff der Herrschaft“ so: „Eine Chance ist eine Wahrscheinlichkeit, und die Antwort auf die Frage ‚Was ist eine Wahrscheinlichkeit?‘ ist eine Zahl. (20)

Deutsch‘ weiland verlachte Kritik erinnert daran, dass sich weder Naturphänomene auf „Kern und Schale“ (Johann Wolfgang von Goethe) zurückführen noch Sozialphänomene vollständig berechnen lassen. (21) Und das dialektische Verständnis von Macht und Ohnmacht als widersprüchliche Einheit von Gegensätzen drückt ein an Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) (22) geschulter poetischer Vierzeiler von Bertolt Brecht (1898-1956) aus. Der Kurztext lässt sich auch als Anspielung auf Macht und Ohnmacht (23) sinnverstehen:

Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär’ ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“ (24)

Gewalt

Anders als Weber Ferdinand Tönnies. (25) In seiner letztveröffentlichten monografischen Abhandlung (1935) fasste der Begründer der wissenschaftlichen Soziologie in Deutschland sein auch philosophisch grundiertes Verständnis von „Macht und Machtstreben als bewegende Kräfte der Gesellschaft“ triadisch zusammen und sprach vom „großen und entscheidenden, immer erneuten Kampf in der Gesellschaft um

1. die ökonomische

2. die politische

3. die geistig moralische Macht – der immer ein ‚Klassenkampf‘ [ist], der heute am unmittelbarsten und am auffallendsten sich kundgibt als Streit zwischen Kapital und Arbeit, woran aber viele Elemente auf der einen oder anderen Seite teilhaben, die weder als Mitkämpfer des Kapitals noch als solche der Arbeit sich wissen und kennen, und bald in das eine Lager – das des Kapitals – hineingezogen werden oder in der Meinung, dass dessen Herrschaft sich von selbst verstehe, also gerecht und billig sei, sich hineinstellen, zuweilen auch durch ihr Denken, ihre Ideen in es hineinfallen.“ (26)

Dem entspricht auch Tönnies’ Verständnis von staatlicher Zwangsgewalt:

„Im Strafrecht setzt sich die Zwangsgewalt des Staates, um den bestehenden öffentlichen und privatrechtlichen Zustand aufrecht zu erhalten, am unmittelbarsten der Freiheit des einzelnen entgegen.“ (27)

Um Macht im Allgemeinen geht es im didaktisch angelegten Lehrbuchbeitrag von Dieter Claessens (1921-1997). (28) Über Allgemeinheiten zu Macht, Einfluss und Herrschaft kommt Claessens zum Umfeld von Macht, Gewalt und Zwängen als Ergebnis „harter Kommunikation.“ (29) Das politiksoziologische Konzept der Macht als „strukturelle Gewalt“ (Johan Galtung) lehnt Claessens als abstrakt-allgemein ab und folgt insofern dem Pfad der „Möglichkeit der Gewaltanwendung“ als „Chance“ im Weber’schen Sinn. Entsprechend auch der Ausblick. Dort geht es über allein aufs Personale bezogene Verständnis von Autorität hinaus um „Macht und Legitimation: Herrschaft“ nebst „Charisma als Basis von Legitimation“. Das machtsoziologische Kernstück des Claessens Textes enthält eine Auseinandersetzung mit Heinrich Popitz (1925-2002) (30) und dessen Buch „Prozesse der Machtbildung“ (1968). Es geht um Machtbildung, -erhaltung und -verteidigung.

Im Rückbezug auf Popitz und dessen Rückgriff auf den schottischen Philosophen David Hume (1711-1776) beginnt Claessens mit dem Bonmot von der „Leichtigkeit, mit der Viele von Wenigen beherrscht werden können.“


David Hume war ein schottischer Philosoph, Ökonom und Historiker.
David Hume (Porträt von Allan Ramsay; gemeinfrei)

Aus dem ersten von drei elementarsoziologischen Fallbeispielen zur „Machtbildung“ bei Popitz, hier eines Passagierschiffs mit Liegestühlen und dem Kampf um diese, stilisiert Claessens zwei soziale Klassen: „Besitzende und Nichtbesitzende, positiv und negativ Privilegierte“. Sodann interessiert die im Have- oder Haben-Status liegende „überlegene Organisationsfähigkeit der Privilegierten“. Am Ende der beschriebenen „Machtausbildung“ geht es um „Selbstlegitimierung“ der besitzenden Bevorrechteten und ihr Gemeinschaftsgefühl einer „gewissen Legitimität.“

Aus der Lagersituation von Kriegsgefangenen wird im zweiten Fallbeispiel im Sinne strategischer Machtgewinnung auf die „produktive Überlegenheit von Solidaritätskernen“ und damit auch auf die Bedeutung sozialer Gruppen und die diese konstituierende Arbeitsteilung abgehoben. Im Anschluss an Webers Machtformel sieht Claessens hier jedoch weniger Macht als vielmehr Einfluss, weil „niemand gehindert ist, sich dieser ‚Macht‘ zu entziehen.“

Auch das dritte Fallbeispiel Popitz‘ aus einer Erziehungsanstalt für Jugendliche wird von Claessens problematisiert. Hier geht es vor allem um „Machtstaffelung“ durch Gewalt(ausübung/androhung) in Form eines Drei-Schichten-Modells. Die Machthaber sind oben. Die „Untersten möchten gern ‚aufsteigen‘, die Mittleren fürchten den Abstieg. Sie sind eine ‚Zweifrontenschicht‘ (Norbert Elias), die die Oberen achtet (allerdings insgeheim auch kritisiert) und die Unteren verachtet.“

Das Modell entspricht „einer Art ‚Gewaltherrschaft'“. Claessens hält diese Kennzeichnung für einen „soziologisch unzulässigen Begriff“. Die Webersche „Legitimation zur Herrschaft […] durch Zustimmung“ fehlt: „Macht allein ist brüchig […]. Sie kann nur durch eine Legitimationsgrundlage verfestigt werde. Dann ist sie ‚Herrschaft‘.“

Gewalt ist die zentrale Kategorie der anthropologisch begründeten Machttheorie von Popitz. Was Claessens post-weberianisch als begriffliche Schwäche meint vorstellen zu sollen, erweist sich im systematischen Zusammenhang jedoch als analytische Stärke.

Gewalt gilt Popitz als „die grundlegende Machtform. Auf diese Weise gehen Theorie der Gewalt und Theorie der Macht eine enge Verbindung ein, d.h. Gewalt wird in eine umfassende Machttheorie inkorporiert, die darauf aus ist, einen strukturierenden Zusammenhang zwischen Gewalt, Machtbildungsprozessen und Herrschaft herzustellen. Dies ist zugleich ein den oft herausgestellten Gegensatz von Macht und Gewalt aufhebender Schritt, der sich auf „Gewalt als ordnungsstiftende Erfahrung“ in Vergangenheit und Gegenwart berufen kann. Macht bekommt so den Stellenwert eines soziologischen Grundbegriffs, der außerdem analysetauglich ist.“ (31)

Popitz selbst hat seinen Grundansatz, Gewalt als besondere Form von Macht(ausübung), „Todesmacht von Menschen über Menschen“ (32) eingeschlossen, anthropologisch zu verorten, soziologisch zu präzisieren versucht und als Elementarkategorie jeder gesellschaftlichen Grundstruktur 1986 so beschrieben (33):

„Der Mensch muss nie, kann aber immer gewaltsam handeln, er muss nie, kann aber immer töten […] – jedermann. […] Gewalt überhaupt und Gewalt des Tötens im besonderen ist auch kein bloßer Betriebsunfall sozialer Beziehungen, keine Randerscheinung sozialer Ordnungen und nicht lediglich ein Extremfall oder eine ultima ratio (von der nicht so viel Wesens gemacht werden sollte). Gewalt ist in der Tat […] eine Option menschlichen Handelns, die ständig präsent ist. Keine umfassende soziale Ordnung beruht auf der Prämisse der Gewaltlosigkeit. Die Macht zu töten und die Ohnmacht des Opfers sind latent oder manifest Bestimmungsgründe der Struktur sozialen Zusammenlebens.“


Quellen und Anmerkungen

* Kurt Lewin: Problems of Research in Social Psychology, in: Field Theory in Social Science. Selected Theoretical Papers. Ed. D. Cartwright. New York: Harper & Row, 1951: 169.

(1) Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie [Rohentwurf 1857/58], Berlin 1974: 176.

(2) Marx-Engels-Werke, Band 3. Berlin: 1960: 27.

(3) Max Weber: Wirtschaft & Gesellschaft [1920]. Studienausgabe; Köln 1964: 153.

(4) Zitiert nach Richard Albrecht, Subjektmarxismus; in: soziologie heute, 3 (2011) 15: 20-23.

(5) Richard Albrecht: Banksterismus; in: soziologie heute, 5 (2012) 21: 32-35.

(6) Richard Albrecht: Von den Selbstheilungskräften zu den Selbstabschaffungstendenzen des Marktes. Zur Kritik des real-existierenden Kapitalismus; Gewerkschaftliche Monatshefte, 8/1991: 508-515; zuletzt online auf http://www.trend.infopartisan.net/trd0112/040112.html (abgerufen am 6.1.2022).

(7) Knut Kiesewetter: Die Macht im Staat. Video verfügbar auf http://www.youtube.com/watch?v=Pfi1WNSSS0s (abgerufen am 6.1.2022).

(8) Mario Puzo: The Godfather, Greenwich, Connecticut: Fawcett, 1969, 446 p.; deutsch(sprachig)e Originalausgabe udT. Der Pate. München: Fritz Molden, 1969, 572 p.; zum Autor als Erstinformation(en) vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Puzo [und] http://www.kaliber38.de/autoren/puzo/puzo.htm (beide Links abgerufen am 6.1.2022).

(9) Vgl. jeweils mit den kompletten Filmdaten http://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather (175’) [und] http://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather_Part_II (200’); (beide Links abgerufen am 6.1.2022).

(10) Vgl. jeweils mit den kompletten Filmdaten http://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather_Part_II (200’); „(…) the film is in part both a sequel and a prequel to The Godfather, presenting two parallel dramas. The M. storyline, following the events of the first film, centers on Michael Corleone (Pacino), the new Don of the Corleone crime family, trying to hold his business ventures together from 1958 to 1959; the other is a series of flashbacks following his father, Vito Corleone (De Niro), from his childhood in Sicily in 1901 to his founding of the Corleone family in New York City.“ Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/ Der_Pate_–_Teil_II (196’); (beide Links abgerufen am 6.1.2022).

(11) Siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather_Part_II (abgerufen am 6.1.2022).

(12) Etymologisches Wörterbuch. Hg. Wolfgang Pfeifer. München 1995: 821.

(13) Etymologisches Wörterbuch: 536.

(14) Ebenda: 83.

(15) Ebenda: 444.

(16) http://en.wikipedia.org/wiki/Power_(social_and_ political); http://de.wikipedia.org/wiki/Macht (beide Links abgerufen am 6.1.2022).

(17) Vgl. anstatt weiterer: http://www.olev.de/m/macht.htm; http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Macht.html; http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/7125/macht-v8.html; http://fr.wikipedia.org/wiki/Pouvoir; https://es.wikipedia.org/wiki/Poder_(social_y_pol%C3%ADtico).

(18) Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft [1922]; Frankfurt/M. 2005: 38; im spanischen Netzlexikon ist dem Text als Leitsatz vorangestellt: „Por poder se entiende cada oportunidad o posibilidad existente en una relaciïn social que permite a un individuo cumplir su propia voluntad.“ (Sinngemäß: „Macht ist jede Gelegenheit oder Möglichkeit in einer sozialen Beziehung, die es einem Individuum ermöglicht, seinen eigenen Willen zu realisieren, den eigenen Willen zu erfüllen“.) Max Weber, Conceptos Básicos de Sociología: https://web.archive.org/web/20190901071424/http://es.wikipedia.org/wiki/Poder_%28sociolog%C3%ADa%29 (Link abgerufen im Webarchiv am 6.1.2022)..

(19) Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft; 39.

(20) Auf dem 15. Deutschen Soziologentag: „Max Weber und die Soziologie heute“; Zitat nach Heinrich Popitz, Soziale Normen. Hg. Friedrich Pohlmann; Wolfgang Eßbach. Frankfurt/M. 2006: 227.

(21) Vgl. Richard Albrecht: Ein Korn ist ein Korn ist ein Korn … in: Aufklärung und Kritik, 14 (2007) II: 295-296; http://ricalb.files.wordpress.com/2009/07/korntext.pdf [Netzversion; Link abgerufen am 6.1.2022].

(22) G. F. W. Hegel: Wer denkt abstrakt [1807]; in: ders., Theorie-Werkausgabe 2. Hg. Eva Moldenhauer; Karl Markus Michel. Frankfurt/M. 1986: 575-581 [Anhang]; http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr91.htm [Netzversion; Link abgerufen am 6.1.2022].

(23) Grundlegend: H. G. Adler; Die Erfahrung der Ohnmacht. Beiträge zur Soziologie unserer Zeit. Frankfurt/M. 1964.

(24) Bertolt Brecht: Gedichte [1933-1938]; in: Gesammelte Werke 9. Frankfurt/M. 1968: 513.

(25) Richard Albrecht: Ferdinand Tönnies (1855-1936). Zum 75. Todestag eines soziologischen Klassikers: soziologie heute, 4 (2011) 16: 30-33.

(26) Ferdinand Tönnies: Geist der Neuzeit [1935]; Profil Verlag-Neuauflage, Hg. Ralf Fechner. München/Wien 2010: 187-190.

(27) Ferdinand Tönnies: Probleme des Verbrechens und der Strafe [1903]. In: ders., Soziologische Schriften (1889-1905). Hg. Rolf Fechner. München/Wien 2008: 200.

(28) Wichtige Bücher (Erstauflagen): Familie und Wertsystem. Eine Studie zur zweiten sozio-kulturellen Geburt des Menschen. Berlin 1962; Angst, Furcht und gesellschaftlicher Druck und andere Aufsätze. Dortmund 1966; Instinkt, Psyche, Geltung. Bestimmungsfaktoren menschlichen Verhaltens. Dortmund 1966; Rolle und Macht. Grundfragen der Soziologie. München 1968; [Mitautor] Kapitalismus als Kultur. Entstehung und Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft. Düsseldorf 1973; Das Konkrete und das Abstrakte. Frankfurt/M. 1973; Nachruf von Jürgen Fijalkowski (1977): https://web.archive.org/web/19970619095913/http://www.fu-berlin.de/FUN/5-97/l2.htm (Link abgerufen am 6.1.2022).

(29) Dieter Claessens: Macht und Herrschaft; in: Einführung in die Hauptbegriffe der Soziologie. Opladen 1992: 111-125; die Claessenszitate hiernach. Lesenswert zu „sozialer Macht“, Herrschaft, (depersonal verstandener) Autorität und politischem Handeln: Hans Paul Bahrdt, Schlüsselbegriffe der Soziologie. Eine Einführung mit Lehrbeispielen. München 1994: 161-180.

(30) Wichtige Bücher (Erstauflagen): Der Begriff der sozialen Rolle als Element der soziologischen Theorie. Tübingen 1967; Über die Präventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe. Tübingen 1968; Prozesse der Machtbildung. Tübingen 1968; Die normative Konstruktion von Gesellschaft. Tübingen 1980; Phänomene der Macht. Tübingen 1986; posthum (2006) erschien die Edition: Soziale Normen, aaO. [Anm. 14]; Nachruf von Hubert Treiber (2002): Zum Tode des Soziologen Heinrich Popitz (1925-2002). Auf https://www.researchgate.net/publication/41010081_Zum_Tode_des_Soziologen_Heinrich_Popitz_1925-2002 (Link abgerufen am 6.1.2022).

(31) Hubert Treiber: Zum Tode des Soziologen Heinrich Popitz (1925–2002); in: Zeitschrift für Soziologie, 31 (2002) 5: 349-353, hier 351-352.

(32) Heinrich Popitz: Phänomene der Macht. Autorität – Herrschaft – Gewalt – Technik. Tübingen 1986: 82.

(33) Heinrich Popitz: Phänomene der Macht. Tübingen 1986: 76 [und] 83.


Ein ruhender Mensch auf einem weißen Bett. (Foto: Ahmet Ali Agir, Unsplash.com)

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Fotos: Tristan Frank (Unsplash.com) sowie Filmposter von http://www.movieposterdb.com/poster/f2874b3b (Lizenz: Fair use) auf https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=6703096 und Porträts von Max Weber und David Hume (Allan Ramsay); gemeinfrei.

Kulturforscher und Sozialwissenschaftsjournalist | Webseite

Dr. Dr. habil. Richard Albrecht ist historisch arbeitender Kulturforscher und Sozialwissenschaftsjournalist mit einem Arbeitsschwerpunkt kulturanalytische Sozialpsychologie. Leitkonzept "The Utopian Paradigm" (1991). Kolumnist des Linzer Fachmagazins "soziologie heute". Autor des Marburger "Forum Wissenschaft" und der Berliner Netzzeitung "trend". Letzterschienenes Buch: HELDENTOD. Kurze Texte aus langen Jahren (Shaker Media 2011).

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