Eric J. Hobsbawm: „… nicht besonders optimistisch.“

Eric John Ernest Hobsbawm (1917-2012) war ein bedeutender marxistischer Historiker und Soziologe. Er starb am 1. Oktober 2012 fünfundneunzigjährig in London. Seine gesellschaftlichen Analysen und Positionen sind zehn Jahre nach seinem Ableben brandaktuell.

Von Eric Hobsbawm erschienen in den letzten Jahren vor seinem Ableben deutschsprachige Bücher: „Globalisierung, Demokratie und Terrorismus“ (Aus dem Englischen von Andreas Wirthenson. München: dtv, 2009, 176 p. [dtv premium]); „Zwischenwelten und Übergangszeiten. Interventionen und Wortmeldungen“ (Hg. Friedrich-Martin Balzer; Georg Fülberth. Köln: Papyrossa, 2009; 2010, 240 p.); „Wie man die Welt verändert. Über Marx und den Marxismus“ (aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn. München: Hanser, 2012, 447 p.).

Von Sozialrebellen bis zum Zeitalter der Extreme

Primitive Rebels. Studies in archaic forms of social movement in the 19th and 20th centuries“ erschien zuerst 1959 und sodann, von Barry Hyams eingedeutscht, 1962 in der Luchterhandreihe als Soziologischer Text 14: Sozialrebellen.

Das Buch The Age of Extremes The Short Twentieth Century, 1914–1991 von Eric Hobsbawm erschien 1994. (Foto: Wikipedia, Fair use)
Das Buch The Age of Extremes The Short Twentieth Century, 1914–1991 von Eric Hobsbawm erschien 1994. (Foto: Wikipedia, Fair use)

Diese Studien zu archaischen Sozialbewegungen und vor allem Hobsbawms Darstellung des vorsozialistisch-linksstehenden Sozialbanditen (1) als Typus waren für mich, wie vorher die soziologischen Bestseller von David Riesman „The Lonely Crowd“ (1950, dt. 1956) und von Vance Packard The Hidden Persuaders (1957, dt. 1958) und nachher die Bücher von Eric Hoffer, The True Believer. Thoughts on the Nature of Mass Movements (1951, dt. 1965 udT. Der Fanatiker. Eine Pathologie des Parteigängers; erweiterte Neuausgabe 1999) und von Daniel J. Boorstin The Image. A Guide to Pseudoevents in America (1961, dt. 1964 udT. Das Image oder Was wurde aus dem amerikanischen Traum?), die kritisch-anregenden Texte, wegen derer ich nicht, wie zunächst geplant, in Kiel (Meeres-) Biologie und Kunst (-pädagogik) auf Lehramt, sondern Soziologie/Politikwissenschaft und Anglistik/Amerikanistik aufs Ungewisse zu studieren begann.

Der 1917 in Alexandria geborene, in Wien und Berlin aufgewachsene und 1933 nach London emigrierte britisch-jüdische Sozialwissenschaftler Eric John Ernest Hobsbawm wurde vor allem durch die Publikation seiner Buchtrilogie zum achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert (2) ein großer akademischer Name. Und seit Mitte der 1990er-Jahre mit seiner in Zeitalter der Extreme (3) begründeten These zum Zwanzigsten als kurzem Jahrhundert 1917 bis 1989 ein zeitgeschichtlicher Meisterdeuter.

Im Gegensatz etwa zu (s)einem auch historisch-soziologisch arbeitenden, freilich Schulen bildenden Genossen, Kollegen und fellow-country-man E. P. Thompson (4) untersuchte Hobsbawm weniger spezielle Arbeiterklassenentwicklungen/-politiken, sondern übergreifende und allgemeine Epochenprobleme (konter)revolutionärer Prozesse.

E. P. Thompson bei einer Rede vor Atomwaffengegnern 1980. (Foto: Kim Traynor, CC BY-SA 4.0)
Der britische Historiker und Friedensaktivist E. P. Thompson bei einer Rede vor Atomwaffengegnern 1980. (Foto: Kim Traynor, CC BY-SA 4.0)

Dabei ging Hobsbawm als im Oxbridge der roten Dreißigerjahre marxistisch geschulter Sozialwissenschaftler auch im Besonderen methodisch von der „multidimensionality of human beings in society“ (5) aus und versuchte aus der Falle soziologischer Eindimensionalität (6), sei es marxistischer, sei es antimarxistischer Prägung herauszukommen. Hobsbawms 2002 veröffentlichte Autobiografie (7) schließlich soll die „weltoffene, urbane Existenz“ des Autors repräsentieren und diesen „fraglos im letzten halben Jahrhundert [als] die Inkarnation eines Weltbürgers“ (Hans-Ulrich Wehler) ausweisen (8).

Zwischenwelten und Übergangszeiten

Hobsbawms deutsch(sprachig)er Sammelband „Zwischenwelten und Übergangszeiten. Interventionen und Wortmeldungen“ wurde von Friedrich-Martin Balzer und Georg Fülberth herausgegeben. Er erschien 2009 in erster und 2010 in zweiter Auflage in einem linksorientierten Kölner Verlag. Der Band ist, wie auch „Globalisierung, Demokratie und Terrorismus“ und „Wie man die Welt verändert“ eine Textterrine und zugleich der aktuellste der drei genannten Sammelbände.

„Zwischenwelten und Übergangszeiten“ enthält einundzwanzig deutsche Kurztexte und ist damit auf auch publizistisch „einfache Formen“ (André Jolles) wie Diskussionsbeitrag, Forschungsskizze, Miszelle, Gedenkrede und Interview kapriziert. Die Buchtexte entstanden seit 1965. Ihre Schwerpunkte liegen zeitlich in den letzten fünfzehn Jahren seines Schaffens und sachlich in politikgeschichtlichen Feldern.

Die Texte sind jeweils mit Quellen versehen und in Form eines Anhangs ergänzt durch eine achtseitige Bibliografie von hundert deutsch(sprachig)en bzw. deutsch übersetzten Texten Hobsbawms 1944-2009. Der Band enthält sowohl ein zweiseitiges Herausgebervorwort als auch ein dreiseitiges Personenregister. Ergänzend zu diesem Druckwerk lassen sich bei YouTube etwa ein Dutzend Vorträge von und Interviews mit Hobsbawm anklicken und (kostenlos) herunterladen. (9)

Und wie dort akustisch-visuell, so zeigt sich auch hier buch-textlich, dass dieser auch vom Magazin STERN anerkannte wichtige „Gegenwartshistoriker“ – „fraglos einer der zurzeit bedeutendsten Figuren der internationalen Geschichtswissenschaft“ (Hans-Ulrich Wehler) – nicht wie im Hamburger Wochenmagazin am 6. Mai 2009 reklamiert ein apokalyptisch-blutrünstiger Geselle (10), sondern vielmehr ein nüchtern beschreibender und gediegen analysierender (und wie Hobsbawm selbst betont: linksengagierter) Zeitgenosse war. Dies veranschaulichen bei aller autobiografischer Narratik zwei seiner Wortmeldungen als Buchtexte: seine Kurzansprache zur Geschichtswissenschaft (Wien 2008) und sein in diesem Sammelband erstmals veröffentlichtes Interview zur Dritten Krise (London 2009).

Geschichte von unten

Im Beitrag zur Geschichtswissenschaft hebt Hobsbawm als berechtigterweise stolzer Greis (und nach Selbsteinschätzung „wohl der international bekannteste britische Historiker“) weniger auf seine vierbändigen „groß angelegten Synthesen des 19. und 20. Jahrhunderts“ ab als vielmehr auf den Ausgangspunkt seiner history from below und das beeindruckende Kapitel zum Sozialbanditen als/aus Sozialrebellen.

Insofern wäre es auch keine bloße Eitelkeit im Sinne von „Selbstgefälligkeit, Gefallsucht, Nichtigkeit“ (11) als vanity fair gewesen, wenn Hobsbawms „Primitive Rebels“ – wie Irving Horowitz Transaction-Edition seiner Studien zur Idee von Krieg und Frieden im neuzeitlichen philosophischen Denken (12) – nach fünfzig Jahren in einer erweiterten Neuausgabe 2009 veröffentlicht worden wären.

Im Mai 2011 nahm der Historiker und Politologe Eric J. Hobsbawm (1917 bis 2012) am Literaturfestival im walisischen Bücherdorf Hay-on-Wye teil. (Foto: Rob Ward, CC BY 2.0)
Im Mai 2011 nahm der Historiker und Politologe Eric J. Hobsbawm (1917 bis 2012) am Literaturfestival im walisischen Bücherdorf Hay-on-Wye teil. (Foto: Rob Ward, CC BY 2.0)

Aber wie auch immer: Die Rückbesinnung des Autors auf „Primitive Rebels“ empfinde ich als ähnlich redlich wie seine Variation der letzten Feuerbachthese (13): „Geschichte [ist] nicht nur zum Verstehen der Welt da, sondern auch zum Verändern und Verbessern der Welt“ und seinen offenen Schlussakkord: dass „nur die Zukunft entscheiden“ kann, ob er als Historiker zugleich auch ein „bedeutender Schriftsteller“ war.

Gestört hat mich dreierlei: die doppelt benützte antisoziologische Kategorie „Glück“ zur Erklärung seiner Historikerkarriere; die Verkennung bedeutender Versuche anderer Sozialwissenschaftler, die Jahrzehnte vor ihm „Verbindungen zwischen der Geschichte und den Gesellschaftswissenschaften“ suchten (14); und der Kotau vorm nach wie vor nachhaltig überschätzten (oben doppelt zitierten) Haupt der „Bielefelder Deutschen Gesellschaftsgeschichte“ (15). Dieses wurde vor 47 Jahren kritisiert. (16) Zuletzt polemisierte es im Radiointerview gegen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht anlässlich des 90. Jahrestags von deren Ermordung am 15. Jänner 1919 und unterstrich seine (auch als politische Mordapologie rezipierbare) These: „Wer den Bürgerkrieg entfesselt, lebt immer im Angesicht des Todes“ achtzehn Mal durch die Leerformel „sozusagen“ (17).

Der zweite Text geht auf den geschichtlichen und aktuellen Kapitalismus als Wirtschaftsform, seine „grundlegenden Krisen“ und seine durch die gegenwärtige, inzwischen teilweise aufgebrochene, Ideologie des economic market fundamentalismus mit ihren quasireligiösen Verklärungen ein.

Was die meisten „Volkswirtschaftler“ als „Theologen mit mathematischen Algorithmen“ als das „Neue seit den 70er-Jahren“ verkannten – Internationalisierung und Multinationalisierung der Produktion – und was nur wenige Weltökonomen, etwa in Deutschland der ehemalige SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt, als problematischen „Raubtierkapitalismus“ kritisierten, lässt sich mit vorgehenden Krisen nicht vergleichen. Hobsbawm erinnert an die „ökonomische Weltkrise“ von 1929, dass es „letztlich der Krieg war, der sie beendete“ und dass das wirksame Krisenlösungsprogramm „die Vorbereitung des Krieges“ mit einem zehn Jahre später folgenden Weltkrieg war. Das neue Moment der ihn beängstigenden gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise „ist ein verhältnismäßiger Rückzug der großen alten Zentren durch die Auswanderung der Produktion und auch der hochintellektuellen, hochgradigen Dienstleistungen in andere Länder.“

Käthe Kollwitz Gedenkblatt für Karl Liebknecht 1920. (Foto: Gemeinfrei)
Käthe Kollwitz Gedenkblatt für Karl Liebknecht 1920. (Foto: Gemeinfrei)

Es ist nicht der „ungeheure Rückzug aller Linken in Europa“, der Hobsbawm bedrückt. Sondern der Antritt neuer rechtsextremistischer Kräfte, die im Gegensatz zu herkömmlichen Konservativen „keine Angst vor Tabubrüchen haben“ und insofern von der „totalen Unsicherheit der Weltordnung“ profitieren:

„[Ich] bin auf kurze Sicht nicht besonders optimistisch. Im Lauf der nächsten 20, 30 Jahre wird sich ein neues Weltsystem herausbilden, so daß, wenn es nicht in der Zwischenzeit zu Katastrophen kommt […], der Kapitalismus auf welche Weise auch immer seine 30, 40 Jahre weiter funktionieren kann, bis er wieder seine internen Widersprüche entwickelt. Aber was die Antriebskräfte der sozialen Interessen der Bevölkerung, der Völker sein werden, das ist bei weitem nicht so klar.“

Hobsbawm erzählt lebendig und flüssig. Was herauskommt, ist meilenweit entfernt von allen ganzdeutschen Bierschenken, die im gegenwärtigen Mediendeutschland Talkshow genannt werden. Dem Alleswissentrend widerspricht auch Hobsbawms grundlegender Hinweis auf die Unmöglichkeit, Zeitpunkte von Krisen(prozessen), ihren Anfängen und Enden, vorherzusagen: „Was sich nie voraussagen läßt, ist der Moment, in dem etwas geschieht.“

Das Leben bestimmt das Bewusstsein

Und auch noch der „alte“ Hobsbawm ist als Historiker, Soziologe und Marxist wirklich der Alte geblieben: Gesellschaft existiert für ihn nach wie vor real und muss weder neu rekonstruktiv erfunden noch dekonstruktiv in partikelhaften Diskursen dekonstruiert werden.

Hobsbawms Vorstellung von Gesellschaft als System reflexiv handelnder und zu gemeinschaftlichem planvollen Handeln grundsätzlich fähiger Menschen beruht auf dem historisch-materialistischen Grundsatz von Karl Marx und Friedrich Engels: Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein (18). Sie ist damit zum einen aller eindimensional-reduktionistischen und zum anderen jeder individualistisch-obskurantistischen Sicht auf ein so unbegriffenes wie unbegreifliches Sozialgebilde, aus der und in dem schon soziale Schichten als „Erfindung“ von Soziologen gelten („There is no such thing as society, only men and women and their families“; Margaret Thatcher: „Gesellschaft ist ein Unding. Es gibt nur Männer, Frauen und deren Familien.“), um eine wissenschaftshistorische Epoche voraus.

Denn sie stellt Gesellschaft als allgemeinen und übergreifenden Handlungszusammenhang in seiner Gesamtheit vor: Gesellschaft bildet sich nicht in Form einer Addition von Subjekten ohne Raum- und Zeitbindung, ohne Tradition, ohne Kultur, ohne Erfahrens- und Gefühlswelten. Gesellschaft ist auch keine bloße Aufhäufung angesammelter „vereinzelter einzelner“ als Individuen. Gesellschaft ist vielmehr ein grundlegender gemeinschaftlicher Handlungszusammenhang, der die „Summe der Beziehungen, Verhältnisse aus[drückt], worin diese Individuen zueinander stehn.“ (19)

In der letzten Interviewpassage geht Hobsbawm auf eine der vielen Veränderungen, namentlich des „late modern age“ (Anthony Giddens), als gleichwohl realexistierende Konstanten ein und nennt beispielhaft erstens biologische, zweitens geografische sowie drittens die Musik, die Kunst und die Schönheit:

„Und viertens noch etwas: Soweit ich weiß, gibt es keine Gesellschaft ohne den Begriff der Ungerechtigkeit. Und daher soll es auch keine geben, in der man sich nicht gegen sie auflehnt.“

Dies ist die Perspektive des vor dreißig Jahren entwickelten kultur- und sozialwissenschaftlichen Utopischen Paradigma (20), in dessen deutsch(sprachig)er Gesamtzusammenfassung der auch von Hobsbawm angesprochene Zusammenhang verallgemeinert wurde:

„Geht man […] davon aus, daß derzeit in allen westlichen Gegenwartsgesellschaften beschleunigte Wandlungs- und Umbruchprozesse stattfinden, dann erscheint die aktuelle soziale Welt grundsätzlich veränderbar und zukunftsoffen. Damit ist auch eine neue wissenschaftliche Perspektive für die Zukunft und in der Zukunft möglich und nötig. Es geht um die Konturen eines neuen, wenn auch derzeit empirisch noch nicht voll ausgebildeten Zivilisationsmodells als Grundlage einer zunehmend globaler werdenden neuen Welt. Das künftige ‚westliche‘ Zivilisationsmodell könnte nach meiner Auffassung auf vier Grundpfeilern beruhen: auf Subjektivität, Reflexivität, Responsivität und Interpretavität. Dies sind wesentliche Elemente, die schon heute in den gegenwärtig erfahrbaren Umbruchs- und Wandlungsprozessen (wenn auch empirisch noch nicht voll entfaltet) angelegt sind und die in den nächsten Jahrzehnten bedeutsamer werden. Jedes neue Zivilisationsmodell meint aber zugleich auch eine andere soziale Ordnung, die mit dem empirisch immer bedeutsamer werdenden ‚emotionalen Überschuß‘ (mental surplus), den es in jeder Gesellschaft gibt, strukturell zusammenhängt. Damit dürfte sich zukünftig – und zunehmend – auch wieder ein altes menschliches Grundproblem neu stellen: Wie eine gerechte(re) Sozialordnung möglich ist.“

Bleibt mit Blick auf Hobsbawms vorletzte menschliche Konstante Musik chronistisch nachzutragen, dass der Autor noch als Zweiundneunzigjähriger an seine damals pseudonym veröffentlichten Jazzmusikkritiken und seinen „freizügigen nächtlichen Lebensstil“ im London der 1950er-Jahre publizistisch erinnerte (21). Und dass auch diese Splitter von Hobsbawms Memoir von einem der Buchherausgeber, Dr. Friedrich-Martin Balzer, ins Deutsche übertragen und veröffentlicht wurden. (22)

Redaktioneller Hinweis: Das Essay von Richard Albrecht erschien erstmals am 2. Oktober 2012 unter dem Titel „Eric J. Hobsbawm (1917-2012)“ im Netzwerk des Linzer Fachmagazins soziologie heute. Es wurde aktualisiert und Neue Debatte vom Autor zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Einzelne Absätze wurden zur besseren Lesbarkeit im Netz hervorgehoben sowie Links zu weiterführenden Quellen und Fotos ergänzt.

Quellen und Anmerkungen

(1) Englische Taschenbuchausgabe 1965. Hobsbawms Buch Bandits erschien 1969, dt. 1972 udT. Die Banditen; Neuausgabe 2007.

(2) Eric J. Hobsbawm: The Age of Revolution. Europe 1789-1848 (1962), dt. 1962; 1978; Industry and Empire (1968), dt. 1969, zwei Bände; The Age of Capital. 1848–1875 (1975), dt. 1980; The Age of Empire (1987), dt. 1989.

(3) Eric J. Hobsbawm: Age of Extremes. The short twentieth century, 1914-1991 (1994), dt. 1995 udT. Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts; Taschenbuchausgabe 1998

(4) E. P. Thompson: The Making of the English Working Class (1963)

(5) Eric J. Hobsbawm: Working-class Internationalism; in: Contributions to the History of Labour & Society, vol. I, 1988: 3-16.

(6) Anstatt weiterer etwa: „Das Streben nach Einkommen [ist] die unvermeidlich letzte Triebfeder allen wirtschaftlichen Handelns“; Max Weber, Wirtschaft & Gesellschaft [1920]; Studienausgabe 1964: 153.

(7) Eric J. Hobsbawm: Interesting Times. A twentieth-Century life (2002); dt. 2003 udT. Gefährliche Zeiten; Taschenbuchausgabe 2006.

(8) Buchrezension: Sendung DLR Berlin (21. Juli 2003).

(9) Siehe: http://www.google.de/search?hl=de&q=youtube+hobsbawm&tbs=vid:1&t=p&source=vgc&num=10 oder auch https://www.youtube.com/results?search_query=Eric+Hobsbawm (Links abgerufen am 28.9.2022).

(10) Stern (13.5.2009): „Es wird Blut fließen, viel Blut“. Auf http://www.stern.de/wirtschaft/geld/historiker-eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-662937.html (abgerufen am 27.9.2022).

(11) Wolfgang Pfeifer et.al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1989; 1995: 273).

(12) Irving Louis Horowitz: The Idea of War & Peace in Contemporary Philosophy (1957; greatly expanded edition 2007).

(13) „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an, sie zu verändern.“ – Karl Marx [ad Feuerbach]; Marx-Engels-Werke Bd. 3 (= MEW 3): 7.

(14) Von politisch „rechts“ bis „links“; etwa: Robert(o) Michels (1876-1936): Sozialismus und Faschismus als politische Strömungen in Italien. Historische Studien (1925); Materialien zu einer Soziologie des Fremden; Jahrbuch für Soziologie 1925: 296–371; Die Psychologie der antikapitalistischen Massenbewegungen; Grundriß der Sozialökonomik, IX/1, 1926: 241–359; Eine syndikalistisch gerichtete Unterströmung im deutschen Sozialismus (1903–1907); Festschrift für Carl Grünberg zum 70. Geburtstag (1932): 343–364; Zur Soziologie der Bohème und ihrer Zusammenhänge mit dem geistigen Proletariat; Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik 1932: 801–816; Historisch-Kritische Untersuchungen zum politischen Verhalten der Intellektuellen; Schmollers Jahrbuch 1933: 807-836; Umschichtungen in den herrschenden Klassen nach dem Kriege (1934). – Alfred Meusel (1896-1960): Die Abtrünnigen; Kölner Vierteljahreshefte für Sozialwissenschaften, 3 (1923) 2/3: 152-169; Karl Marx; Gründer der Soziologie. Eine Vortragsreihe. Hg. Fritz Karl Mann. Jena: Gustav Fischer 1932: 96-108 [= Sozialwissenschaftliche Bausteine IV]; Thomas Müntzer und seine Zeit […] Berlin: Aufbau-Verlag, 1952, 336 p. – Leo Kofler (1907-1995): Die Wissenschaft von der Gesellschaft. Umriß einer Methodenlehre der dialektischen Soziologie (1944; 1971); Zur Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft (1948; 1966); Die Gesellschaftsauffassung des Historischen Materialismus; Handbuch der Soziologie 1956: 512-529; Geschichte und Dialektik (1955, 1973; Neuausgabe 2002); Marxistische Staatstheorie (1970).

(15) So Thomas Lindenberger (siehe: Bulletin of the German Historical Institute Washington/D.C., Spring 2010: 27-31)

(16) Richard Albrecht: Anmerkungen zur Konzeption der ‚modernen deutschen Sozialgeschichte‘; Marxistische Blätter 1/1975: 62-67.

(17) Deutschlandfunk Kultur (15.1.2009): „Wer den Bürgerkrieg entfesselt, lebt immer im Angesicht des Todes“. Hans-Ulrich Wehler im Gespräch mit Liane von Billerbeck über die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Auf https://www.deutschlandfunkkultur.de/wer-den-buergerkrieg-entfesselt-lebt-immer-im-angesicht-des-100.html (abgerufen am 28.9.2022 und aktualisiert am 6.10.2022).

(18) Marx-Engels-Werke Band 3: 37 (Dietz Verlag).

(19) Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie [Rohentwurf 1857/58], Berlin 1974: 176.

(20) Richard Albrecht: The Utopian Paradigm – A Futurist Perspective, in: Communications (1991): 283-318; gekürzt udT. TERTIUM […]. Verfügbar im Webarchiv: https://web.archive.org/web/20090412172157/http://www.grin.com/e-book/109171/tertium-ernst-bloch-s-foundation-of-the-utopian-paradigm-as-a-key-concept (abgerufen am 29.9.2022).

(21) Eric. J. Hobsbawm: Diary. London Review of Books (LRB): 27. Mai 2010: 42; auf http://www.lrb.co.uk/v32/n10/eric-hobsbawm/diary (abgerufen am 28.9.2022).

(22) Eric. J. Hobsbawm: Meine Jahre als Jazzkritiker; junge Welt, 12. Juli 2010: 10-11.


Ein ruhender Mensch auf einem weißen Bett. (Foto: Ahmet Ali Agir, Unsplash.com)

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Richard Albrecht (Jahrgang 1945) ist habilitierter Sozialwissenschaftler, Forschungsansatz "The Utopian Paradigm" (1991). 2010-2022 Autor des Fachmagazins soziologie heute, 2011-2021 des Netzmagazins trend.infopartisan und seit 2019 des Netzjournals Neue Debatte.

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