Peter Kropotkin: An die jungen Leute

Da dieses Büchlein an die Jugend gerichtet ist, so mögen es die Herzens- und Geistes-Alten beiseitelegen, ohne sich die Augen zu ermüden; denn sie würden mich doch nicht verstehen. – Peter Kropotkin (Aux jeunes gens, 1881)

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Unruhen: Neue Realitäten, alte Verlangen

Die Diktatur des Kapitals mit ihren bestehenden Herrschaftsverhältnissen verwüstet die Gesellschaften. Es drängt sich die Notwendigkeit auf, das Terrain danach abzusuchen, wo die soziale Frage neu gestellt oder wo sie weiterhin gestellt werden kann. Das ist gar nicht so einfach: Neben der Produktion wurde auch die Masse menschlicher Beziehungen erfolgreich atomisiert. Doch die Kohärenz in der Entfremdung hat auch einen Vorteil: Selbst die banalste Forderung auszusprechen, wie jene nach Nahrung zum Beispiel, bedeutet, die Grundlagen der gesellschaftlichen Verhältnisse radikal infrage zu stellen.

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Das andere Ich: Die Verlagerung des Lebens ins Virtuelle und die Folgen

Will ich meine Selbstbestimmung ausweiten, muss ich mich manchem verweigern, Feinde der Freiheit angreifen und Beziehungen üben, die nicht auf Unterwerfung oder Ausbeutung beruhen.

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Alfredo M. Bonanno: Der Verlust der Sprache

Jeder Künstler, Komponist, Schriftsteller und auch jeder Revolutionär ist ein Kind seiner Zeit. Und von dieser gebraucht er die Instrumente. Dazu gehört die Sprache, deren Verlust jedes Projekt scheitern lässt.

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Alfredo M. Bonanno: Die Rebellion

„(…) In allen sozialen Klassen gibt es Rebellen. Der Charakter mancher Individuen erweist sich in einem bestimmten Moment als unfähig, einen gewissen Grad an Konditionierung zu ertragen, und folglich weigert er sich, reagiert er, durchbricht er die Umklammerung, die ihn bedroht.“

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Gustav Landauer: Die Abschaffung des Krieges durch die Selbstbestimmung des Volkes

„Ich möchte es so deutlich sagen, dass jeder Mann und jede Frau und jedes Kind es versteht, und möchte es so laut sagen, dass alle Welt mich hört. Wenn die Arbeiter zur rechten Zeit aufhören zu arbeiten, wenn die Arbeiter zur rechten Zeit und im rechten Umfang und in der rechten Art die Arbeit einstellen, wenn die Arbeiter streiken, dann ist kein Krieg möglich.“

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Aufruhr: Gesellschaft oder Gefängnis

Wenn wir von Kontrolle sprechen, ist die Verantwortung nicht in einer einzelnen Struktur zu suchen, sondern vielmehr in der gesamten Gesellschaft und in jedem ihrer Organe: Bürokratie, Polizei, Kontrolleure, Privatdetektive, Politiker und sogar einfache Bürger.

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Emma Goldman: Die Masse

In ihrem 1911 publizierten Text übt die US-amerikanische Anarchistin Emma Goldman Kritik an der Herrschaft der Quantität, die in alle Lebensbereiche und in die Parteien eingedrungen ist und Gesellschaft und Politik zersetzt. Veränderung ist durch die kompakte, unbewegliche, dumpfe Masse aber nicht zu erwarten, sondern geschieht durch „die unnachgiebige Festigkeit intelligenter Minoritäten“. Die Abschaffung der Sklaverei in den USA liefert dafür ein Beispiel.

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Peter Kropotkin: Der Krieg

„Der Anblick, den Europa heute bietet, ist sehr traurig, aber auch sehr lehrreich. (…) Jeder Tag bringt uns neue Erfindungen, um unsere Nächsten besser ausrotten zu können, neue Ausgaben, neue Anleihen, neue Steuern. Patriotismus zu schreien, in Chauvinismus zu machen, den Haß zwischen den Völkern anfachen, wird in der Politik und im Journalismus zum einträglichsten Geschäft.“ – Peter Kropotkin (1885).

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Peter Kropotkin: Die Notwendigkeit der Revolution

Peter Kropotkin schrieb 1885 in seinem Essay „La nécessité de la Révolution“ über die Ungleichheit der Besitztümer, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die Beherrschung der Massen durch wenige Menschen. Die Grundlagen des Lebens und die Existenz der Gesellschaften werden dadurch untergraben. Kropotkin leitete eine Konsequenz ab: „(…) In solchen Zeiten, wo die aufgeblasene Mittelmäßigkeit jeden Verstand erstickt, der sich nicht vor den Hohepriestern auf die Knie wirft, wo die Moral der goldenen Mittelstraße das allgemeine Gesetz ist und die Gemeinheit siegreich herrscht – in diesen Zeiten wird die Revolution zur Notwendigkeit, …“

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