Was mich sehr nachdenklich macht und genau genommen innerlich erschüttert, ist die Instrumentalisierung des Ablebens.
Zurückhaltung

Was mich sehr nachdenklich macht und genau genommen innerlich erschüttert, ist die Instrumentalisierung des Ablebens.
In seiner politischen Satire schreibt CJ Hopkins über die globale kapitalistische Gedankenpolizei und ihre ständigen Bemühungen, die Gesellschaft von “Unsensibilität” zu befreien. Denn wenn es etwas gibt, was die global-kapitalistische Gedankenpolizei nicht ausstehen kann, dann ist es Gefühllosigkeit. Okay, zugegeben, vielleicht sieht die Praxis dann doch etwas anders aus.
Seit Jahren sticht mir ein weitverbreitetes Phänomen in die Augen. Es handelt sich um den Umstand, dass Wahrheiten existieren, die sehr viele Fragen beinhalten. Das tun sie deshalb, weil sie die eigene gedankliche Konstruktion des Lebens außer Kraft setzen.
Gestalte dein Leben so, dass du sagen kannst: Ich bin zufrieden mit allem, was ich getan und auch mit dem, was ich nicht getan habe.
Wer vom Tod, das heißt der Endlichkeit spricht, hat den Gesellschaftsvertrag gebrochen. Er negiert die Unendlichkeit des Menschen und der unbegrenzten Verfügbarkeit der Ressourcen, die er braucht, um immer mehr zu produzieren, immer mehr zu konsumieren und letztendlich alles zu ruinieren.
CJ Hopkins kann nicht anders: Der Chef-Ajatollah aller Polit-Satiriker muss wohl oder übel ein paar Ärsche aufreißen. Leider hat das Geschwafel von der “Massenhypnose” so viel Zugkraft gewonnen, dass die Realität gefährlich verdreht wird. Was wir in den letzten zweieinhalb Jahren erlebt haben, ist nicht das Ergebnis einer “Massenhypnose”, sondern die global herrschenden kapitalistischen Klassen, die Hopkins GloboCap nennt, sind dabei, die Gesellschaften weltweit zu destabilisieren und umzustrukturieren. Aber sie wissen ja, wie das so ist mit der Wahrheit. Wer sie ausspricht, der braucht einen schnellen Gaul. Wird eine Gesellschaft totalitär, sind es schließlich die Rebellen und Dissidenten, die an die Wand gestellt und erschossen werden, nicht die Feiglinge und Kollaborateure.
Politische Satire hat es schwer in diesen Tagen, wo sich GloboCap, die global herrschende kapitalistische Klasse, anschickt, die Welt unter dem Banner einer neuen Normalität zu refeudalisieren, auch wenn die Errungenschaften der Aufklärung und vielleicht die Zivilisation dabei zum Teufel gehen. Zensur gehört deshalb zum Programm. Der Politsatiriker CJ Hopkins kann davon ein Lied singen. Jüngst wurde sein aktuelles Buch “The Rise of the New Normal Reich: Consent Factory Essays, Vol. III (2020-2021)” von Amazon.com aus dem Verkehr gezogen. Das trifft Hopkins, der vom Schreiben lebt, ökonomisch sehr hart. Die Plattform lässt den Verkauf in Deutschland, Österreich und den Niederlanden nicht mehr zu. Man könnte auch sagen, seine Einkommensquelle wurde verboten. Oder anders ausgedrückt: GloboCap hat den Hebel zur kalten Hinrichtung betätigt.
“Die Zeitung selber ist und wird im Verlaufe der neueren Entwicklung immer mehr eine kapitalistische Unternehmung, liegt auch als solche dem großen Kapital näher als dem Grundbesitz. Ihr Hauptgeschäft bildet das Inseratenwesen und die Reklame, das sind die Werkzeuge des kommerziellen und industriellen Kapitals.” – Ferdinand Tönnies (Soziologe und Philosoph)
Die Bedeutung ist so wuchtig wie einfach. Es geht darum, eben einen jener Tage zu benennen, an denen nichts so geschieht, wie es üblich ist, an denen etwas schief geht, in denen Verkettungen von Ereignissen zu absonderlichen Reaktionen führen, in denen das Kalkulierbare auf der Verliererstraße ist.
So bunt ist der Tod, so viele Gesichter hat er zu bieten, dass es fast unmöglich erscheint, alle Arten zu benennen, die dem Dasein ein Ende setzen. Nur eines scheint verbindlich: Beginnt das Leben, ist das Ende beschlossene Sache.
“Alle Erfahrungen geänderter Bewusstseinszustände werden in unserer Gesellschaft ganz automatisch als psychotisch bezeichnet und in den meisten Fällen mit unterdrückender Pharmakotherapie behandelt. Wir haben praktisch die gesamte spirituelle Geschichte der Menschheit pathologisiert.” – Stanislav Grof (Psychotherapeut)
Die Abschaffung des Rechts auf Abtreibung macht Millionen US-amerikanischer Frauen zu einem Objekt politischer Kontrolle unter dem schwachen Vorwand des Rechts auf Leben. Die Entscheidung des Supreme Court stellt eine weitere Form der Verletzung des weiblichen Körpers dar, ähnlich derjenigen, die in jedem Kriegsszenario und ironischerweise zu denselben Zwecken begangen wird.