Arme Reiche!

Wir stehen vor einem Herbst und Winter verschärfter Not, Knappheit und Ungleichheit. Die Mittelschicht erodiert, und die zuvor schon Armen fallen ins Bodenlose. Die Politik indes gefällt sich darin, die Bevölkerung auf diese Entwicklung seelenruhig „einzustimmen“, anstatt alles zu tun, um sie aufzuhalten. Im Gegenteil verschärfen wahnwitzige Rüstungsprojekte und andere Ausgabenorgien die Misere.

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John Zerzan: Landwirtschaft (Teil 2)

Die Geschichte der Zivilisation zeugt von der zunehmenden Verdrängung der Natur aus der menschlichen Erfahrung. Das Projekt der Unterwerfung der Natur, das mit der Landwirtschaft begonnen hat und durchgesetzt wurde, hat gigantische Ausmaße angenommen. Der „Erfolg“ des Fortschritts der Zivilisation, ein Erfolg, der von der früheren Menschheit niemals beabsichtigt gewesen ist, schmeckt mehr und mehr nach Asche.

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John Zerzan: Landwirtschaft (Teil 1)

„Die menschliche Landschaft einebnen und standardisieren, ihre Unregelmäßigkeiten beseitigen und ihre Überraschungen bannen“, diese Worte von Emil M. Cioran beschreiben die Logik der Landwirtschaft ausgezeichnet, das Ende des Lebens als vorrangig sinnliche Betätigung, die Verkörperung und der Erzeuger des vereinzelten Lebens.

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Der Rebell in uns

Wer heute aufbegehrt, dem wird kein Denkmal gebaut. In einer Zeit „alternativloser“ Politik ist das Gewissen zwar nicht verboten, verkümmert aber wie ein zu wenig genutzter Muskel. Die beste Möglichkeit, das Gewissen einzuschläfern, besteht darin, zu leugnen, dass überhaupt eine Gewissensentscheidung ansteht. Es gibt aber auch einen hoffnungsvollen Aspekt: Das Gewissen genießt von allen Motiven zum Widerstand das höchste Ansehen.

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Leidverhütung und Leidensschutz: Sigmund Freuds „Unbehagen in der Kultur“

Die Kernthese: Freuds Essaytext „Das Unbehagen in der Kultur“ spricht zentrale Fragen unserer Conditio humana an im globalen Prozess von Enttraditionalisierung und Entbindung, von Rationalisierung und Verweltlichung, schließlich von „Entzauberung“ der Welt und der schon 1930 erkennbar drohenden Tendenz zur Selbstvernichtung der menschlichen Gattung.

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Religionskritik und Kulturtheorie: Sigmund Freuds „Unbehagen in der Kultur“

„Eine besondere Bedeutung beansprucht der Fall, dass eine größere Anzahl von Menschen gemeinsam den Versuch unternimmt, sich Glückversicherung und Leidensschutz durch wahnhafte Umbildung der Wirklichkeit zu schaffen. Als solchen Massenwahn müssen wir auch die Religionen der Menschheit kennzeichnen. Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.“ – Sigmund Freud

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Einführung in soziologische Sichten (Teil 4): Biosphäre und Soziosphäre

„Das menschlich-soziale Leben [ist] ein Teil der Natur, ohne sich jedoch darin zu erschöpfen“, bemerkte der Soziologe René König über die widersprüchliche Einheit des Mensch-Natur-Verhältnis. Im vierten Teil seiner Einführung in soziologische Sichten setzt sich Richard Albrecht mit Biosphäre und Soziosphäre auseinander.

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Politische Psychologie: Macht, Herrschaft und das Spiel mit der Angst

„Der weite Horizont wird bereits durch den Begriff der Macht eröffnet, insofern er von der Macht des Menschen über sein Werkzeug, der Macht der Partner innerhalb einer Beziehung bis hin zur Macht der Verhältnisse reicht, von Macht der Natur bis zur gesellschaftlichen Macht und das alles innerhalb des nicht weniger weiten Horizonts der menschlichen Geschichte.“

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Daily Rituals: Lob der Routine

In Mason Curreya „Daily Rituals“ findet sich der eine oder andere Hinweis, wie man sich selbst eine Struktur geben kann, wenn man auf sich allein gestellt ist und nicht den Takt durch eine Organisation vorgegeben bekommt

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Der Diskurs der Macht in Zeiten von Corona

Wie kommt es, dass die Beherrschten die Meinungen der Herrschenden übernehmen? Die entscheidenden gesellschaftlichen Vermittler von Meinungen sind die Medien. Und oft sind sie sogar die Produzenten von Meinungen. Die Medien entfalten auch die Macht der Meinung aufs Höchste, geben der Meinung die größte Macht: allein dadurch, dass sie ihr die größte Verbreitung verschaffen.

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Corona: Bis in den Exitus

Der Schutz der Reichen vor einer eventuell zum Tod führenden Erkrankung tötet mehr Arme, als es ein Virus je könnte – und alle haben es gewusst. Dies konsequent zu ignorieren eint links und rechts und schafft die neue Volksgemeinschaft. Ein Essay von Katinka Schröder und Christof Wackernagel über das Virus, die Diktatur des Profits und den Aufstand des Bewusstseins.

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Die Aggression in uns

Auf die Frage, was sich in der Gesellschaft ändern sollte oder muss, damit das Leben für alle besser wird, wird oft über Aggression, Rücksichtslosigkeit und Egoismus geklagt. Aggression und Gewalt sind vor allem unsere eigenen Probleme. Die gilt es, weltweit zu ändern.

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